… oder warum man in den Niederlanden so gut Englisch spricht
Ein Satz, den ich hier in Deutschland als Niederländerin häufiger mal zu hören bekomme ist: “Ihr könnt ja alle so gut Englisch”. Natürlich freue mich stellvertretend für meine Landsleute über das Kompliment, auch wenn ich es gleich etwas relativieren muss. Ganz passabel ist das Englisch der (meisten) Niederländer allemal (auch wenn das Dunglish immer auf der Lauer liegt). Richtig gut Englisch zu sprechen ist jedoch eine Kunst, die gelernt sein will.

Nichtsdestotrotz fällt es den meisten Niederländern relativ leicht, Englisch zu sprechen und zu verstehen. Das liegt zum einen daran, dass es seit jeher ein wichtiges Schulfach ist. Zum anderen – und das ist meiner Meinung nach fast noch wichtiger – liegt es an der Tatsache, dass fremdsprachliche Filme und Serien im Fernsehen nicht wie in Deutschland synchronisiert sondern untertitelt werden.
Parallelisierung
In den Niederlanden hört man also immer den Originalton, egal ob das nun Englisch ist (das trifft auf die überwältigende Mehrheit der Sendungen zu), Deutsch oder Japanisch. Wer der Orginalsprache nicht mächtig ist, liest gleichzeitig die eingeblendeten niederländischen Untertitel. Das mag sich anstrengend anhören, ist es aber nicht, wenn man es gewöhnt ist. Das niederländische Hirn verarbeitet den gesprochenen Ton und die Untertitel mühelos parallel.
Dadurch, dass man einer Fremdsprache täglich bis zu mehrere Stunden “ausgesetzt” ist, lernt man eine Menge Vokabular, Ausdrücke und Redewendungen. Zwar passiert das nicht bewusst, der Effekt ist deshalb aber nicht geringer. Die andere Sprache wird einem mehr oder weniger eingeflößt. Niederländer haben auf diese Art einfach viel mehr praktische Berührung mit Fremdsprachen als beispielsweise Deutsche.
Persönlichkeitswechsel
Ein weiterer Vorteil von Sendungen im Originalton ist – meiner Ansicht nach – dass man die tatsächlichen Stimmen der Schauspieler hört. Mich irritiert es, wenn jemand den ich tausendmal in einer amerikanischen Serie gehört habe, plötzlich mit einer ganz anderen Stimme spricht. Er oder sie bekommt dadurch eine ganz andere Persönlichkeit.
Das ist auch mit ein Grund, wieso ich heutzutage kaum noch ins Kino gehe oder Fernsehen gucke. Viel lieber schiebe ich eine DVD in den Player und schaue mir das Original an. Das klingt vielleicht überheblich oder es ist ein Zeichen mangelnder Anpassungsfähigkeit: Ich mag einfach keine synchronisierten Sendungen – und das wird sich in diesem Leben auch nicht mehr ändern ;-)
Wer Niederländisch lernt und die Sprache “in echt” hören möchte ohne dafür in die Niederlande zu fahren, dem empfehle ich die Website Uitzending gemist (“Sendung verpasst”). Sie zeigt das Programm der Sender Nederland 1, 2 und 3. Gut ist auch das Jeugdjournaal. Diese eigentlich für Kinder gemachte Nachrichtensendung zeigt das Weltgeschehen in klarer, etwas einfacherer Sprache.
Übrigens untertiteln auch die Skandinavier ausländische Filme und Fersehserien. Und auch die sprechen im allgemeinen ziemlich gut Englisch, was die These des passiven Lernens in meinen Augen bestätigt. Was meint Ihr dazu?
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Ich mußte in der Tat sofort an die Skandinavier denken, als ich das gelesen habe, die aus nämlichen Gründen auch im Durchschnitt viel besser Englisch können als die Deutschen.
Und viele “Cineasten” können aus ästhetischen Gründen synchronisierte Filme nicht ab.
Ich sehe es etwas anders: Deutschland sollte sich eher ein Beispiel an Frankreich und seinem schönen sprachlichen Selbstbewußtsein nehmen, und da paßte es schlecht, wenn das Fernsehprogramm zu drei Vierteln, oder so, aus englischem Ton bestände…
Und ich finde auch (das ist natürlich sehr subjektiv), daß amerikanisches Englisch so unausdenklich scheußlich klingt, daß ich es nicht öfter als nötig hören möchte!
(Andererseits freue ich mich immer, wenn auf Arte mal ein französischer oder auch ein spanischer Film in seiner Originalsprache mit Untertiteln zu sehen ist.)
Ach, es ist sicher auch im hohen Maße Gewohnheitssache: Ich verlange einfach, daß John Wayne deutsch mit mir spricht, weil ich es nicht anders kenne! :-)
Harkis letzter blog ..Harki erklärt sich für überfordert…
Den Effekt, daß man nahezu unmerklich den Klang und einige Redewendungen der Fremdsprache “eingeflößt” bekommt, erlebe ich bei beim Opernhören. Nebenbei habe ich gelernt, ein bißchen Italienisch zu verstehen, und in manchen Situationen fällt mir ein opernhafter Ausruf eher ein als ein deutscher. “Gran dio!”
Aber ich stimme Harki zu.
Shirley McLaine hat gefälligst deutsch mit mir zu reden, und die Franzosen machen es richtig. Wir haben – ohne richtig Englisch zu können – viel zu viele englische Ausdrücke in unserem Alltag. “Der neue Avensis mit Toyota Optimal Drive und Pre-Crash Safety System” – nur mal so als Beispiel.
Gruß: Lucy.
Also, daß Filme in zahlenmäßig kleineren Sprachnationen untertitelt laufen, hat ja sicher ganz einfach ökonomische Gründe — eine Synchronisation wäre wohl zu teuer.
Gleichzeitig haben diese kleineren Völker aber vielleicht auch ein Bewußtsein für den kulturellen und “identitären” Wert ihrer Sprache, das uns oft fehlt – gerade gegenüber dem allgegenwärtigen Englisch. Ich weiß nicht, wie das bei den Holländern ist, aber bei den Skandinaviern ist es so…
Es ist wohl einfach eine andere Situation: A. “Kleine” Sprachen mit einem einerseits gesunden Selbstbewußtsein, die aber andererseits keine Probleme damit haben, sich mit der globalen Dominanz des Englischen abzufinden. B. “Mittelsprachen”, die jeweils individuell ihre Position in der Welt definieren müssen und dabei, nun ja, zwischen Übereifer und Nachlässigkeit schwanken.
Einerseits lacht das ganze zivilisierte Deutschland über die Anglizismen der Deutschen Bahn (das hundertfach verulkte “Tsenk ju för träwelling”, die englischen Ansagen auf den Bahnhöfen etc…), andererseits machen aber auch alle irgendwie mit, weil sich nicht für Nationalisten gehalten werden wollen.
Harkis letzter blog ..Harki erklärt sich für überfordert…
Hi,
zufällig habe ich gerade gestern in Tokyo im Fernsehgeschäft Ausschnitte von Avatar in einer japanischen Synchronisation gesehen. Unglaublich grässlich. Wenn ich mir vorstelle, dass deutsche Synchronisationen im Vergleich zum Original ja auch so absolut unhörbar stimmungsverfälschend sind, will ich nur noch die Untertitel-Version.
Mein eigenes Sprachverständnis der Amis ist mangels Übung ziemlich schlecht, und da würden (noch) mehr Sendungen mit Untertiteln sicher helfen. Ich finde ja schon die Lost-Downloads bei iTunes sehr hilfreich und habe schon bei der vierten Galactica-Season (die IMHO noch nicht Sud deutsch erhältlich ist) das meiste dann halbwegs verstanden.
Wenn man die Sprache besser kann, wird übrigens m.E. die Tendenz eher geringer, englische Begriffe für irgendwie auszeichnend zu halten, weil man sie ja einfach als normale Worte wahrnimmt. Die doofen Anglizismen verlieren also an Attraktivität, glaube ich.
Grüße Jockel
Jockel, Deine Erfahrung mit dem japanisch synchronisierten Film trifft es für mich ganz genau: Shirley McLaine und John Wayne auf Deutsch klingen für mich wie Avatar auf Japanisch ;-) Nicht nur sprechen die Schauspieler mit einer Stimme, die nicht ihre eigene ist, es kommt dabei (für mich) auch eine komplett andere Stimmung rüber als beim Originalton.
Untertitelung statt Synchronisation mag in vielen Fällen tatsächlich ökonomische Gründe haben. Trotzdem zeugt diese Herangehensweise für mich von Respekt für die Originalsprache und vor allem auch für die Originalstimmen, wenn man diese nicht einfach “austauscht”, so wie es beim Synchronieren passiert.
Untertitelung heißt auch keineswegs, dass man seine Muttersprache so gering schätzt, dass man sich nicht die Mühe macht, eine Fassung in der eigenen Sprache zu erstellen. Vielmehr haben – wie es Harki schon andeutet – die Sprecher kleinerer Sprachen ein anderes Selbstverständnis von internationaler Kommunikation: Sie müssen sich in anderen Sprachen verständigen können, denn wer sonst spricht schon ihre Sprache? Und dabei helfen untertitelte Fernsehprogramme ungemein.
Da bekommt der Begriff Bildungsfernsehen gleich eine ganz andere Bedeutung, denn selbst wenn man nur platte Serien schaut, lernt man zumindest sprachlich etwas dazu. Fuer mich als Deutsche in den Niederlanden ist es gleich ein doppelter Lerneffekt. Ich lerne mehr Englisch-Vokabeln beim Zuhoeren und mehr Niederlaendisch-Vokabeln beim Lesen der Untertitel.
Stimmt, so lernt man gleich zwei Fremdsprachen ;-)
Fiel Dir als Deutsche in den Niederlanden die Umstellung auf Untertitel eigentlich schwer, oder hast Du Dich schnell daran gewöhnt?
Wie man hier sehen kann, laufen deutsche Filme in den Niederlanden auf Englisch synchronisiert. Es stimmt also offenbar nicht, dass Niederländer lieber das Original hören. In Wirklichkeit hören sie lieber Englisch.
@Tom,
Werbespots wie diese sind wohl eher die Ausnahme. “Normale” Sendungen und Serien werden in den Niederlanden nicht synchronisiert – auch nicht die deutschen ;-)
Ach schade, ich fand Toms Gedanke so drollig:
“Bei den Holländern laufen alle Filme im Originalton mit Untertiteln. Nur die deutschen, die werden erst englisch synchronisiert und dann erst untertitelt.”
:-D
Na also Kinder, hoert doch mal!
Sind es lediglich die Synchronisierung statt Untertitel, das den Grund bestimmt, warum die Niederlaender (angeblich), ebenfalls die Skandinavier, so “gut” Englisch koennen, im Vergleich z.B. selbst mit den Deutschen, den Franzosen oder den Italienern?
Obwohl ich defintiv der Minderheit angehoere, bin ich von den ‘niederlaendischen’ Englischkenntnissen weniger imponiert. Oftmals uebertrifft ihre sprachliche Arroganz weitgehend ihre Englischfaehigkeit, muten sich auch zu, sie sprechen besser Englisch als englische Muttersprachler, belustigen sogar diejenigen, die sich als Auslaender bemuehen, Niederlaendisch zu lernen, bzw. zu sprechen.
Freilich zugegeben, kann ich nur aus meinen Erfahrungen sprechen:-)
@ Gernot
Schade, da hast Du wohl wirklich schlechte Erfahrungen gemacht. Ob die allerdings eine Schlussfolgerung auf die niederländische Allgemeinheit zulassen, das wage ich zu bezweifeln. Meine eigenen Erfahrungen mit NiederländerInnen sind da ganz anders – vermutlich also ebenso wenig repräsentativ wie Deine, aber das würde ich auch nicht so behaupten wollen. Es gibt eben in allen Nationen bescheidene und arrogante Leute sowie sprachbegabte und -unbegabte.
@ alle
Was die Untertitelung betrifft, so kann ich aus eigenem Erleben nur Positves berichten: Mein Englisch hat sehr gewonnen durch das regelmäßige Schauen (und damit Lesen und Hören) von englischen und amerikanischen Sendungen im Original und mit englischen Untertiteln. Seit ich das tue fällt mir außerdem bei deutsch synchronisierten Filmen unangenehm auf, was Alex schon beschrieben hat: dass die Charaktere durch die fremde Stimme verändert werden und die Wirkung der Personen distanzierter ist. Es muss ja auch sozusagen alles um eine Ecke mehr transportiert werden durch die Synchronisierung – und ich mag’s nicht mehr. Und dabei bin ich als Deutsche damit aufgewachsen und hab mich bis vor kurzem auch nicht daran gestört. Insofern denke ich, dass das alles vor allem eine Frage der Gewohnheit ist.
Wiederum bestaetigt die Einzelausnahme nicht die Regel, ist klar. Ich habe aber in dieser Hinsicht bessere Erfahrungen in den Niederlanden gemacht, als z.B. in den nordischen Laendern, auch in Osteuropa (in dem Fall Polen), wo fast jeder Einheimische Fremdsprachige oft und gerne korrigiert, wenn diese versuchen die Muttersprache des Anderen zu sprechen, nimmt sich allerdings recht ungern Korrekturen deren Englisch von englischen Muttersprachlern, denn es herrscht in manchen Kulturen eine gewisse Doppelmoral Englisch gegenueber den Massstaeben anderer Sprachen.
Ich bin in den 80ern und 90ern in der Nähe der niederländischen Grenze aufgewachsen und konnte drei holländische Programme empfangen. Ich bin überzeugt davon, dass ich weder so gut Niederländisch lesen, noch so gut Englisch verstehen könnte, wenn ich nicht diese frühe Prägung bekommen hätte.
Bei dem “Persönlichkeitswechsel” würde ich sogar noch einen Schritt weiter gehen. Es sind nicht so sehr die ungewohnten Stimmen und die merkwürdigen Lippenbewegungen – viel mehr wegen der unvermeidlichen Differenz zwischen Körpersprache und Artikulation kann ich Synchronfassungen einfach nicht mehr ertragen. Ich muss mich innerlich winden, wenn gelangweilte Sprecher im Studio sitzend vergeblich versuchen, den energischen Ton aufgeregt herumhüpfender Schauspieler nachzuahmen – sofern sie es denn überhaupt versuchen.
Ich vermute, dass da einerseits eine Gewöhnung an die Entkopplung zwischen Körpersprache und Artikulation mitspielt, aber vermutlich nehmen Menschen das auch einfach sehr unterschiedlich war. Ob das ebenfalls mit der frühen Prägung zu tun hat, wage ich nicht zu beurteilen.
Liebe Grüße,
Paula
Paula,
mit der frueheren “Praegung” hat’s doch bestimmt zu tun! Eine wertvolle Ergaenzung. Man hat oft keine Ahnung, was fuer eine wichtige Rolle die Gestik, ja, ‘Koerpersprache’ in der gesprochenen Sprache spielt, denn wir alle sehen ganz anders aus, wenn wir eine Sprache wirklich beherrschen; der Blickkontakt, die Gesichtsmimik usw. verschaffen unserem Partner eine Einsicht in unsere Denkweise, die unsere Kultur veranlasst!
Wir Deutschen z.B. machen sehr haeufig so “schmollenmund”, wenn wir eine Frage oder Aussage dilatorisch beantworten wollen, ziehen die untere Lippe nach unten und bewegen den Kopf, als ob wir sagen moechten, “Tja Kinder! Nun, das ist aber eine sperrige Frage, was?”
ach ja, die ewige diskussion… ich für meinen teil mag deutsch synchronisierte filme, auch weil die qualität des dubbings bei uns doch oft sehr gut ist. ausserdem sind filme für mich immer noch unterhaltung, da will ich mich oft einfach nicht “anstrengen” müssen. aber am meistem nervt mich, dass die original-tonspur meist viel schlechter ist als die im studio produzierte deutsche. das führt lustigerweise dazu, dass ich mir, wenn ich mal einen film auf englisch schaue, ich mir die _englischen_ untertitel anmache – versteht man einfach mehr :). ausserdem gibt es noch so filme wie “herr der ringe”, die auf deutsch einfach mehr hermachen, weil deutsch einfach blumiger & abwechslungreicher ist. eines stimmt aber auch: vielleicht ist man nur vom ami-englisch übersättigt, denn z.b. “cashback” habe ich mit entzücken auf (britischem) englisch angeschaut. kurzum: ich habe am liebsten je nach film die wahl, welche sprache (ton & UT) ich möchte.
Schon interessant, diese unterschiedlichen Sichtweisen.
@gucadee, für mich ist Filme-Gucken mit Untertiteln überhaupt nicht anstrengend, denn ich bin damit ja groß geworden. Dass es dir als “Ungeübtem” weniger Spaß macht kann ich mir aber gut vorstellen. Das mit der Tonqualität ist ein interessanter Aspekt – da habe ich überhaupt noch nie darauf geachtet, ehrlich gesagt.
Vom ami-englisch übersättigt fühle ich mich hier in Deutschland nun nicht gerade, aber auch das ist eine Perspektivfrage. Im Vergleich zu den Niederlanden muss ich hier richtig darben was Englisch (sowohl AmE als auch BrE) angeht…
Eine generelle Wahlfreiheit fände ich auch super. Untertitel für die, die Wert auf den Originalton legen und Synchronstimmen für diejenigen, die auf gute Tonqualität bestehen und keine Lust auf lesen haben.
Ich bin 2002 nach Holland gezogen und hatte schon ganz am Anfang folgende Erfahrung: Ich, das erstmal in einen Supermarkt. Der niederländischen Sprache nicht mächtig. Fragt mich eine ältere, sehr kleine Dame, etwas. Ich auf englisch geantwortet, dass ich sie nicht verstehe. Und sofort hat sie mir auf Englisch geantwortet. Das war für mich sehr beeindruckend.
Für mich haben die Untertitel sprachlich sehr viel bedeutet. So hab ich mein Niederländisch gelernt. Videotext, Zeitschriften und eben die Untertitelung. Ich hab mir somit ein ziemlich akzentfreies NL-isch angeeignet und mach nur wenige Fehler, wenn ich es schreibe.
Ich hab mich damals schnell an die Untertitel gewöhnt. Als ich das erste Mal wieder in D was, und mir “Friends” angeschaut hab … das ging ja mal gar nicht! Die Stimmen, die bewegenden Lippen, die nicht zu den Wörtern passen … ich fands schlimm. Und finds ab und zu immer noch schlimm.
Deswegen finde ich, dass Untertitel eine sehr wertvolle Hilfe sind, um eine andere Sprache, einfach, lernen kann.
Ich kann mich übrigens noch daran erinnern, dass die öffentlichen Sender in D ab und zu mal im 2Kanalton gesendet haben und man wählen konnte, welche Sprache man hören will. Deutsch synchronisiert oder Originalton. Gibts das eigentlich noch?
Gruss
Dani
Hi Dani,
freut mich dass Du positive Erfahrungen gemacht hast – sowohl was die Verwendung von Untertiteln betrifft also auch was die Englischkenntnisse der (oder zumindest mancher…) Niederländer angeht ;-)
Zum 2kanalton müsste ich schauen ob es die Möglichkeit gibt. Ich muss gestehen, ich schaue schrecklich wenig Fernsehen …
Naja, allerseits. Alex und Dani, mit Euch bin ich doch nur teilweise einverstanden, denn es ist schon klar, dass “Synchronisierung”/Dubbing die Sache wesentlich erleichtert, die Handlung richtig zu verstehen, anstatt staendig auf diesen bloeden Untertiteln zu klammern und deshalb vom Film selbst total abgelenkt zu werden. Es ist viel einfacher z.B. einem deutschsprachigen Kevin Kostner statt der Originalstimme des Amerikanischen zuzuhoeren, verliert im Endeffekt soooo Vieles daran, d.h. dem Sinn der Originalsprache, dass es praktisch zu einm komplett anderen Film wird.
Meiner Ansicht nach erweitert man sein aktives Vokabular eben NICHT durch untertitelte Filme, wo man z.B. Kevin Kostner im Original zuhoeren kann, sondern durch Belletristik-Klassiker im Original-Englischen, wie Dashiel Hammet, James M.Cain, Raymond Chandler, Fitzgerald, Thomas Wolfe, Arthur Miller usw…
Filmangucken kann ebenso passiv sein, wie Lesen, wenn man nicht aktiv daran beteiligt ist!
Dani und Alex, bin Euch nur teilweise einverstanden., finde doch synchronisierte Filme am Originellen schon eine Menge verlieren. Untertitel koennen die Aufmerksamkeit des Zuschauers ja ablenken, da gibt’s keinen Zweifel, allerdings ist im Endeffekt ein Kulturerlebnis, sich einen Film im Original, mit dem Original-Ton usw. anzuschauen!
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