Friet Speciaal und Patat Saté – niederländische Pommes

27-02-2010 · 9 comments

in Kultur,Lekker! (Essbares und Rezepte),Typisch niederländisch

Friet heißen Pommes im südlichen und im östlichen Teil der Niederlande. In den restlichen Regionen spricht man von patat, in Belgien von frieten.

Die Niederländer und Belgier haben eine ausgeprägtere Pommeskultur als die Deutschen. Während die Kartoffelstäbchen in Deutschland eher eine Nebenrolle spielen, sind sie in den Niederlanden gern der Mittelpunkt einer Mahlzeit und werden oft von einer Frikandel, einer Fleischkrokette oder einem anderen fettdurchtränkten Snack flankiert.

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Friet und Begleitsnacks kauft man in der Snackbar, oder cafetaria, bei uns zu Hause nannten wir diese Buden frituur. Das lag jedoch daran, dass wir fünf Jahre im flämischen Teil von Belgien gelebt haben, wo diese so heißen. Natürlich kann man die Pommes gleich dort verzehren. Allerdings ziehen die meisten Niederländer es vor, die Bestellung einpacken zu lassen, um sie in den eigenen vier Wänden zu genießen.

Friet bestellt man eigentlich immer mit Soße – das zeigt sich schon an der Bezeichung für Pommes ohne alles: friet zonder (buchstäblich: Pommes “ohne”). Pommes mit Mayonnaise bezeichnet man kurzerhand als friet met (Pommes “mit”).

Friet speciaal, friet saté und patatje oorlog

Besonders beliebt ist in den Niederlanden friet speciaal (Pommes “Spezial”) – Pommes frites mit Mayo, Curryketchup und – ganz wichtig – gehackten rohen Zwiebeln.

Mein persönlicher Favorit ist jedoch friet saté, manchmal auch friet pindasaus genannt. Hier werden die Fritten mit heißer Erdnusssoße übergossen, einer Leckerei aus der in den Niederlanden weit verbreiteten indonesischen Küche.

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Friet speciaal und friet saté, im Vordergrund eine Fleischkrokette

Kombiniert man friet speciaal und friet saté, wird daraus friet oorlog (Pommes “Krieg”). Die genauen Zutaten variieren von Region zu Region. Mayonnaise, Erdnusssoße und gehackte Zwiebeln sind feste Bestandteile dieser farbenfrohen Mischung mit dem bildhaften Namen; Currysoße und Ketchup kommen optional hinzu.

Wie so viele niederländische Wörter wird auch friet gerne im Diminutiv benutzt, sodass daraus dann frietje wird. Auf die Größe der Portion hat das jedoch keinerlei Auswirkung. Auch mit großem Hunger kann man also getrost een frietje met oder een patatje pinda bestellen, ohne befürchen zu müssen, nicht satt zu werden.

Zu meiner Begeisterung steht Friet speciaal hier in Hannover auf der Speisekarte der nordstädter Kneipe Was Nun?. Dass mein Leibgericht dort mit Zwiebelringen, statt – wie es sich gehört – mit gehackten Zwiebeln serviert wird, verzeihe ich den Köchen gerne.

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1 Bertie February 27, 2010 at 15:48

Aanvulling: we kennen ook nog de “friet kapsalon” zie Frietopia, de wiki over frites
Ik heb ‘t nog nooit geprobeerd :-)

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2 Robin February 27, 2010 at 16:23

Hé Alex, wat goed dat je het papatje oorlog niet vergeten bent, maar wat dacht je van raspatat, bamihap, bal gehakt, mexicano, bereklauw en mijn favoriet de kaassouflee.
Het lekkerste patatje dat ik de laatste jaren gegeten heb was overigens bij de Gedachtnischkirche in Berlijn. Wellicht kwam dat ook door het gezelschap waar ik in verkeerde.
Robin

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3 alex February 27, 2010 at 18:00

@Bertie,

ja, eigentlich darf Friet kapsalon hier nicht fehlen ;-)

In dieser relativ neuen Erfindung werden Pommes und Dönerfleisch in einer Aluschale mit Käse überbacken. Obendrauf kommt dann Eisbergsalat. Ganz schön mächtig also. Probiert habe ich diese Variante übrigens selbst auch noch nicht…

Interessante link naar Frietopia trouwens, die site kende ik nog niet.

@Robin,

stimmt, es gibt noch so viele andere leckere Snacks in den Niederlanden. Ich schließe nicht aus, dass ich darüber noch mal schreiben werde, hier auf buurtaal ;-)

Bin übrigens genauso wie Du ein großer Fan von kaassoufflés

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4 Bas February 27, 2010 at 23:43

Hoi Alec,

Leuk om deze info in het Duits te lezen! Zelfs nu de meeste cafetaria’s (in de steden) door Turken gedreven worden, volgt op de bestelling van ‘een frietje’ nog steeds de onverbiddelijke vraag: ‘met?’. Een teken van inburgering …?

Mocht je nog een vervolg geven aan de frituurserie, vergeet je dan niet mijn favoriet, de loempia? Mits krokant gebakken, onverslaanbaar (met sambal). Komt die ook uit onze indische historie?

Groet, Bas

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5 Steff February 28, 2010 at 16:10

Friet saté – keine Reise in die Niederlande mehr ohne!

Als ich (von der deutschen Pommes-rot-weiß-Ausschließlichkeit geprägt) erstmals von “Pommes mit Erdnusssoße” hörte, konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass das schmecken kann. Aber da ich neugierig war und mir so sehr vorgeschwärmt wurde, habe ich es natürlich trotzdem ganz mutig probiert. Und seither gilt für mich der einleitende Satz …

Übrigens hat mich die Vielfalt des niederländischen frituur-Angebotes überrascht. Die große Auswahl haben vor allem (wie meistens) die Fleisch Essenden unter uns. Aber selbst ich als Vegetarierin habe in diesen Etablissements die Wahl zwischen kaassoufflé und groentekroket zu meinen friet saté. Oder ich nehme einfach beides, das geht auch ganz hervorragend. :-)

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6 alex February 28, 2010 at 16:26

@Bas,

Loempia’s (auf Deutsch: Frühlingsrollen) sind auch eine feine Sache. Während man sie in Deutschland eigentlich nur beim Chinesen oder Thai bekommt, gibt es die loempia in den Niederlanden seit Jahr und Tag auch in der snackbar. Das wird sicher mit der größeren Verbreitung der fernöstlichen Küche zu tun haben.

@Steff,

So geht es vielen Deutschen, glaube ich. Erstmal ist Skepsis angesagt, wenn von friet saté die Rede ist.

Tatsächlich ist das Angebot für Vegetarier in der niederländischen Snack-Küche nicht überwältigend (wo ist es das schon?). Neben dem bereits genannten kaassoufflé und der groentekroket (Gemüsekrokette) gibt es jedoch in der besser sortierten frituur auch vegetarische loempia’s (“Herbstrollen”) und kaaskroketten (Käsekroketten).

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7 Petra March 1, 2010 at 18:38

Da kriegt man ja richtig Hunger :-) Jetzt muss ich schnell (deutsche) Pommes holen…

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8 alex March 1, 2010 at 19:05

Guten Appetit, Petra :-)

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