Einkaufen in den Niederlanden: 10 typische Sätze, die man in niederländischen Läden hört

Zuletzt aktualisiert am 25. August 2017

Im Alltag begegnen einem immer wieder bestimmte Standardsätze. In diesem Beitrag stelle ich ein paar der bekanntesten Floskeln vor, die man in niederländischen Geschäften hört. Mit Audio-Beispielen.

Einkaufen in den Niederlanden. Käseladen.

Wer in den Niederlanden unterwegs ist, hört beim Einkaufen, Shoppen, in der Bahn und in Cafés und Restaurants immer wieder dieselben Floskeln. Oft werden sie jedoch von den Einheimischen so schnell geäußert, dass das ungeübte Ohr nicht so schnell hinterherkommt. Was also genau sagen die Niederländer?

In dieser ersten Folge eines Zweiteilers habe ich einige typische Sätze gesammelt, die man in niederländischen Läden zu hören bekommt. Einige der Audiofragmente stammen aus „freier Wildbahn“. Dadurch sind sie etwas schwieriger zu verstehen, dafür aber umso authentischer.

Mag het een onsje meer zijn?



 

Auf diesen Satz sollte man beim Besuch eines niederländischen Käseladens gefasst sein. Das onsje, von dem hier die Rede ist, bezeichnet eine Mengenangabe. Een ons sind 100 Gramm. Davon wird die Verkleinerungsform genutzt.

Die deutsche Entsprechung: Darf es etwas mehr sein?

Dan wordt het 1 euro tachtig alstublieft


 
Mit diesem Satz sagt die oder der Mitarbeiter(in) an der Kasse den Betrag an, den man für den Einkauf bezahlen muss. Statt 1,80 € kann hier natürlich jede beliebige Summe stehen. Die Verkäuferin in diesem Beispiel hat – typisch Sprechsprache – das erste Wort im Satz weggelassen: … wordt het 1,80 €.

Die deutsche Entsprechung: Das macht 1,80 €.

Heeft u een klantenkaart?



 
Klantenkaarten sind in den Niederlanden genauso beliebt wie in Deutschland.

Die deutsche Entsprechung: Haben Sie eine Kundenkarte?

Anders nog iets?



 
Vor allem in Lebensmittelläden, wo am Tresen bedient wird, wird das Personal unweigerlich diese Frage stellen. Statt anders nog iets hört man auch verder nog iets.

Die deutsche Entsprechung: Darf es sonst noch etwas sein?

Pinnen?


Das Zahlen mit EC-Karte nennt man in den Niederlanden pinnen. Da diese Zahlungsweise sehr beliebt ist, hört man das Verb häufig an der Kasse.


 
Dat is dan 13,95 €.
Mag ik pinnen?
Ja hoor meneer, dat kan.

Die deutsche Entsprechung:

Das macht 13,95 €
Kann ich mit Karte zahlen?
Ja sicher, das geht.

Dat was het


Im folgenden Fragment werden pinnen und die Frage Sonst-Noch-Etwas kombiniert:


 

Hallo
Hi
Verder nog iets?
Nee, dat was ‚m
Even snel pinnen
[ … ]
Ja hoor, bedankt!

Der Satz Dat was ‚m ist hier eine Variante auf Dat was het. Es ist die Standardantwort, wenn man sonst nichts mehr braucht und zahlen möchte.

Wilt u er een tasje bij?



 
Die deutsche Entsprechung: Möchten Sie eine Tüte?

Is het een cadeautje?



 
Is het een cadeautje?
Eh, nee, voor mezelf.
… wordt het 12,95 €-
Zal ik er wel even een tasje omheen doen?
Graag.

Die deutsche Entsprechung: Ist es ein Geschenk?

Wilt u het bonnetje erbij



 
Die deutsche Entsprechung: Möchten Sie den Kassenzettel?

Etwas ausführlicher ist das nächste Fragment, in dem man den Kassenzettel ausgehändigt und ein schönes Wochenende gewünscht bekommt:


 
En het bonnetje erbij.
Goed. Dank je.
Fijn weekend.
Ja hoor. Hetzelfde. Dag!

Fijn weekend!


Wer am Wochenende einkaufen geht, kommt um folgenden Standardwunsch nicht herum: Prettig weekend oder fijn weekend sagen die Niederländer zum Abschied.


 

Noch mehr Floskeln

In dem zweiten Post zu diesem Thema möchte ich Euch demnächst einige Standardsätze vorstellen, die man oft in Restaurants und Cafés hört und nutzt. Habt Ihr dazu noch Vorschläge? Ich freue mich auf Eure Ideen.

Und jetzt: Alvast een fijn weekend allemaal!

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Geschrieben von alex

Ursprünglich komme ich aus den Niederlanden, seit 1997 ist Deutschland meine Wahlheimat. Hier im Blog findest Du mehr als 400 Artikel über die Unterschiede zwischen der deutschen und der niederländischen Sprache und Kultur.

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  1. Leuk, deze opsomming! Over het pinnen: dat kan in Nederland bijna overal, en dan ook voor elk bedrag, hoe laag ook.

    Antworten

  2. super! Wäre ja schön, wenn sich so der ein oder andere Niederlande Besucher dies zu Herzen nimmt und sich schonmal im Voraus überlegt wie er reagiert an Stelle von ‚Häh?‘ zu sagen oder ein entsprechendes Gesicht zu ziehen ;-)

    so was wie: ’nee dank je wel‘ oder ‚tot ziens, fijn weekend‘ ist doch schnell gelernt – oder?

    Antworten

    1. Manchmal ist es nicht so einfach, das gesprochene Niederländisch zu verstehen. Das Ladenpersonal redet oft in Halbsätzen und dazu meist auch noch richtig schnell. Mit diesem Post möchte ich den unbedarften Besucher aus Deutschland darauf vorbereiten :-)

      Antworten

    2. Die meisten deutschen Touristen, gehen arroganterweise davon aus,dass man überall ihre Sprache spricht! Nach dem Motto: Ich lasse mein Geld hier,also haben sie auch mich auch zu verstehen!
      Habe schon so vielen Deutschen aus der Patsche geholfen,die die einfachsten Dinge,im Supermarkt nicht fanden.
      Die Mitarbeiter,die sie fragten,waren zudem mit ihren Dialekten überfordert!
      Zum Teil kommen diese Leute, schon mehr als 10 Jahre, an die niederländische Küste und verstehen oder sprechen immer noch kein Wort Niederländisch!

      Antworten

      1. Ich verstehe gut, was Du meinst Gaby, aber zum Glück sind nicht ALLE Gäste aus Deutschland so :-)

        Zu diesem Thema gibt es übrigens einen interessanten Gastartikel von Alexandra Bosch, einer Deutschen, die in den Niederlanden lebt:

        Selbstverständlich Deutsch?

        Antworten

    3. Das Problem ist, dass die Verkäufer/innen an der Kasse sehr schnell sprechen. Wie Alerx schon sagte. Natürlich ist „Häh?“ oder „Was?“ die schlechteste Art zu reagieren. Aber leider musste ich mehrfach schon erleben, dass meine Nachfrage (sorry?) mit Gemurmel und einer abwertenden Kopfbewegung quittiert wurde. Erst spät habe ich kapiert, dass wohl irgendwelche Marken ausgegeben werden, als das Wort „zegels“ mal ganz deutlich zu hören war. Nun ist ein „nee bedankt“ oder ein „nee dank u wel“ natürlich selbstverständlich.

      Antworten

      1. Anfang der Neunziger, als ich Student war, arbeitete ich beim Albert Heijn an der Kasse. Damals habe ich meine Chefin gefragt, ob wir den Verkauf dieser Marken an Ausländer nicht unterlassen sollten, weil ich gerade Deutsche an der Kasse hatte, die von dem ganzen Sparsystem nichts verstanden, und ohne ihr Mitwissen möglich unnötig für die Marken bezahlt hatten.
        Meine Chefin fragte mich: „Wie heißt das denn auf Deutsch? ‚Spaart u zegels?‘.“ Das habe ich in dem Moment auch nicht gewusst. Erst später hatte ich meine Antwort gefunden: „Möchten Sie Rabattmarken kaufen?“. Ich weiß noch immer nicht, ob diese Übersetzung einigermaßen stimmt…

        Antworten

        1. Es geht ums Sammeln von Rabatt- oder Wertmarken, Marco. Kaufen muss man sie nicht.

          Antworten

          1. Beim Albert Heijn muss man durchaus für die Rabattmarken zahlen. Man bekommt ja auch keinen Rabatt, sondern richtiges Geld bei einer bestimmten Anzahl dieser Marken, wobei man den gezahlten Betrag plus eine Art von Zinsen zurückerstattet bekommt.

            Antworten

            1. Marco, dann sind es keine Rabattmarken (spaarzegels) sondern koopzegels. Das ist eine besondere Art von „zegel“.

              „Spaart u zegels“ würde ich mit „Sammeln Sie Marken?“ ins Deutsche übersetzen.

              Antworten

      2. Es ist wirklich nicht einfach, diese schnellen Kassenfloskeln zu verstehen, Uwe. Schön, dass du zumindest was die „zegels“ angeht jetzt entsprechend antworten kannst.

        Antworten

  3. Michael S. 05-03-2015 at 12:55

    toller blog, ich lese die artikel jedesmal gerne.

    aber ich wusste nicht, das es bei niederlänischen euros und deutsche euros einen unterschied gibt. oder warum müssen die niederländer beim pinnen 10 cent mehr zahlen als sie deutschen?

    alles nur spass, das war bestimmt ein tippfehler. :)

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    1. Du hast natürlich Recht :-) Hab’s verbessert.

      Antworten

  4. Sally Maßmann 05-03-2015 at 16:29

    Pinnen finde ich super! Ich glaube nicht, dass wir Engländer einen Ausdruck dafür haben, denn wir zahlen seit langem mit Karte, bevor es anderswo üblich war. Es wird davon ausgegangen, dass es geht.

    Antworten

  5. Wilt u het bonnetje erbij …

    Ja, darauf sollte man wirklich achten, sonst weiß man hinterher nicht mehr, was das eine oder andere eigentlich gekostet hat. Dieses Bon-Ausdrucken auf Anforderung finde ich sehr sinnvoll, maar voor mij was het toen toch eventjes wennen.

    Zuinig, wie ich nun mal bin, und weil ich auf unserem Aldi-Parkplatz immer all diese Bons herumfliegen sah, schnappte ich mir unseren lokalen Aldi-Filialleiter, um ihn nach ‚Bon nur auf Anforderung‘ zu fragen, bekam aber als Antwort, daß laut deutschem Wettbewerbsrecht der Kassenbon obligatorisch ist.

    Antworten

    1. Michael S. 05-03-2015 at 20:04

      stellenweise werde ich in deutschland gefragt, ob ich einen bon haben möchte.
      ich glaube aber der wird immer ausgedruckt und dann weggeworfen.

      Antworten

      1. Es stimmt, der Bon wird an den Kassen immer mit ausgedruckt, das ist Pflicht, denn jeder Kunde, der etwas kauft, hat Anspruch auf einen Kaufbeleg. Ob er ihn mitnimmt oder nicht, ist seine Sache, aber der Verkäufer ist verpflichtet, für jeden Kauf einen Beleg herauszugeben. So ein Bon kann ja mitunter für Reklamationen wichtig sein oder auch, wenn der Kunde danach noch in ein anderes Geschäft geht, das teilweise die gleichen Artikel führt. Dann muß der Betreffende gegebenenfalls anhand des Kassenbons nachweisen können, daß die Artikel, die er in der Tasche hat, gekauft und nicht geklaut sind.

        Antworten

        1. Bij sommige winkels in Nederland wordt de bon pas afgedrukt als je hebt geantwoord dat je hem hebben wilt. Ik laat dat vaak niet doen bij supermarktboodschappen; scheelt toch weer steeds een klein beetje papier. En omdat ik bijna altijd pin kan ik via internetbankieren toch wel bijhouden wat ik heb betaald.
          Bij aankoop van bijvoorbeeld kleding, of een cadeau voor iemand anders, is een bon wel gewenst, omdat je die moet kunnen tonen als er iets niet in orde is, of als je wilt ruilen.
          Het kan natuurlijk ook bij de supermarkt, dat je iets opent, en het blijkt bedorven of zo iets. Gebeurt gelukkig ongeveer nooit. En eerlijk gezegd denk ik dat in zo’n geval men bij de supermarkt toch je geld wel terug zal geven.

          Antworten

          1. Ist nicht ganz das Thema, aber vielleicht doch im Rahmen: In D muss man nur glaubhaft machen, dass man eine Sache in ebendiesem Geschäft gekauft hat. Das Glaubhaftmachen kann durch den Kassenbon erfolgen oder etwa dadurch, dass nur dieses Geschäft die fragliche Ware verkauft (beispielsweise eine Eigenmarke von Aldi o.ä.).

            Da diese Kassenbons häufig schnell verblassen, habe ich mir irgendwann mal angewöhnt, sie (bei teureren Artikeln) einzuscannen.

            Das würde hier in D wohl als Nachweis reichen. Aber: Wie ist das in NL? Braucht man dort unbedingt den Original-Kassenbon?

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            1. Er wordt in de regel wel genoemd dat je alleen met bon mag ruilen; maar als een winkel klantvriendelijk is dan gaan ze daar wel coulant mee om, als je geen bon meer kunt overleggen.

              Antworten

  6. Ein sehr schöner Artikel. Ich bin mir sicher, dass mir die Sätze beim nächsten NL-Besuch in ein paar Wochen weiterhelfen werden :) Im Prinzip lernt sich Niederländisch ziemlich einfach, aber die Umgangssprache macht mir trotzdem hin und wieder zu schaffen.

    Richtig super fände ich auch so eine kleine Sammlung zu öffentlichen Verkehrsmitteln a la „Eine Hin- und Rückfahrt nach XY bitte“, „Hat der Zug Verspätung“, „Wie lange ist das Ticket gültig?“ und so weiter.

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    1. Deinen Vorschlag greife ich gerne auf, Fabian.

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  7. Auch sehr typisch finde ich das niederländische „zeg het maar!“ wenn man an der Reihe ist. Klingt für deutsche Ohren anfangs doch sehr direkt und fast ein wenig ungeduldig – so ein bisschen wie „sag jetzt schon endlich, was Du willst!“ :-)

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    1. Das Zauberwort heißt hier maar, Christine. Das macht aus diesem Satz für niederländische Ohren eine freundliche Aufforderung.

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  8. Frau Vorgarten 06-03-2015 at 10:35

    Das tolle bei dem Bonnetje hab ich ja erst kapiert, als ich den von Albert Heijn umgedreht habe.
    Im Gegensatz zu deutschen Geschäften, wo man sich entscheiden kann, ob man den Bon haben will oder er weggeworfen wird, kann man sich bei ah entscheiden, ob er gedruckt oder nicht gedruckt wird.
    Ressourcen schonen fängt bei den Kleinigkeiten an.

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    1. Hier bei Kaufland wird man gefragt, ob man einen Bon haben will. Wenn ich mich recht erinnere, wird er auch nicht ausgedruckt, wenn man den nicht haben will.

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      1. Bei meinem Bioladen um die Ecke ist es ähnlich. Da hat man als Kunde die Wahl, ob die Kasse den Bon ausspucken soll oder nicht.

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  9. hollandfan 07-03-2015 at 22:55

    Als ich in den Niederlanden war hörte ich zum Abschied im Supermarkt immer toet zijns. Hoffe ich hab es richtig geschrieben. Was mich in Punkto Restaurants gern wissen wollte ob da so in den Niederlanden standart mäßig das selbe hört bzw gefragt wird wie in D-Land. Also ob man nach dem bezahlen auch gefragt wird möchten sie noch ein Espresso oder so was.

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    1. Hi Hollandfan, was Du gehört hast, ist tot ziens (ganz am Ende des Artikels gibt es das als Audiofragment).

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  10. Nou, in het Duits kan het soms nog korter. In Hessen hoorde ik vaak: „Sonst noch?“ en in Oostenrijk: „A Sackrl dazu?“.

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    1. Gut zu wissen!

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  11. […] hat, ist die Möglichkeit, fast überall bargeldlos zu bezahlen. Sogar in der Eisdiele kann man pinnen. Auch den Verzicht auf Kleinstmünzen finde ich besonders […]

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  12. Schöner Artikel :-)
    Bei Albert Heijn fragen sie gerne nach der bonuskaart (statt klantenkaart), und am Anfang war ich überfordert mit der schnell dahingenuschelten Frage nach spaarzegels – und dann auch noch in der Limburger Variante ;-)

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    1. Das kann ich mir vorstellen ;)

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  13. Sabine Meyer 18-05-2018 at 19:54

    Liebe Alex!
    Ich bin Dir sehr dankbar für Deine alltagstauglichen Beiträge, die mich beim Lernen dieser sympathischen Sprache sehr unterstützen. Weiter so!
    Ungeheuer interessant sind die kulturellen Beiträge und ich liebe die Rezepte.
    Dank je wel,
    Sabine

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    1. Liebe Sabine, danke! Es freut mich sehr, dass Du meine Beiträge hilfreich findest.

      Heel veel groetjes,
      Alex

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  14. Sehr informativer Blog, danke dafür! Ich versuche, so gut es geht, einige kontextuelle niederländische Floskeln bei meinen Besuchen von Restaurants oder Cafés zu benutzen… Allerdings habe ich bislang noch nicht herausfinden können, wie man dem Kellner mitteilt, dass er das Wechselgeld beim Bezahlen – also als Trinkgeld – behalten kann… Welche idiomatische Entsprechung gibt es da zum deutschen „Stimmt so.“?

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    1. Ich denke, du meinst: Pinnen? Ja graag, Gisela ;)

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  15. Robert Schindhelm 30-09-2018 at 16:30

    Hallo Alex, das ist eine ganz tolle Seite. Ich habe nur eine Niederländische Abkürzung gesucht. leider nichts gefunden. Dafür aber diese “ Klasse Seite“ Danke. Vielleicht kannst du mir helfen. Ich habe Post bekommen aus NL und die Anrede war Dhr. ich weiß nicht was es heißt. Ich bitte um Hilfe groetje

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    1. Hallo Robert, „Dhr.“ ist die Abkürzung von „de heer“. Es bedeutet Herr.

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