Nachbar oder Fan – was ich an den Niederlanden mag

In diesem Gastbeitrag erzählt Oliver Hübner aus Nordrhein-Westfalen, wie er die Niederlande lieben lernte. [ … ]

Zuletzt aktualisiert am 11. Oktober 2017

In diesem Gastbeitrag erzählt Oliver Hübner* aus Nordrhein-Westfalen, wie er die Niederlande lieben lernte.

Deutsches Unbehagen

Ein leichtes Unbehagen gegenüber der eigenen Nation ist typisch deutsch, zumindest für meine Generation, der zwischen 1960 und 1980 Geborenen. Das gilt sowohl in Bezug auf nationale Symbole als auch auf ein allzu enthusiastisch vorgetragenes Bekenntnis zum eigenen Land. Während der Fußball-WM 2006 in Deutschland hat sich das für eine Zeit gewandelt, junge Menschen zogen fröhlich feiernd durch die Straßen und bejubelten ausgelassen ihre Mannschaft, aber auch ein Event, das weltweite Aufmerksamkeit genoss. Dabei trugen sie ganz selbstverständlich Schwarz-Rot-Gold, sie riefen „Schland“ und es war vor allem entspannt und nicht peinlich.

Lieblingsausland

Zuvor war ein solches Gebaren äußerst verdächtig. Doch das Streben der Deutschen zu einem regionalen/nationalen Bekenntnis muss es vorher schon gegeben haben. Daher rührt, so vermute ich, der hohe Anteil der Deutschen, die ihr Lieblingsausland gefunden haben. Die Südfrankreich-Liebhaber, Skandinavien-Fans, Italien-Begeisterte und, so wie ich, der Holland*-Fan.

Wie kam ich nun zu meiner Liebe zu unserem westlichen Nachbarland und ihrer Sprache?

Vielleicht fing es alles ganz banal an, mit einer Krokette. Anfang der 70er Jahre, Den Helder, Fährhafen, ich war drei oder vier. Damals fuhren zwei Boote im Wechsel zur Insel Texel, die „Marsdiep“ und die „Texelstroom“. Zum Beginn der NRW-Ferien, also unserer Reisezeit, stand man einige Stunden auf dem großen Parkplatz, bevor man den ersten Blick über den Deich auf die Nordsee und dahinter auf die Insel werfen konnte. Wenn wir in die Nähe des Terminals kamen wußte ich: bald bekomme ich meine Krokette, außen knusprig golden, innen weich und heiß. Die erste manifestierte Erinnerung an meine Hollandferien, später ein jährliches Ritual.

Eis, Hagelslag, Lakritz und Vla

Auf der Insel gab es Eis, im Doppelhörnchen mit Schokoüberzug. Zum Frühstück Brot mit Hagelslag, später ergänzten Lakritz und Vanillevla die Urlaubsspeisekarte. Der Stoff, der für Kinder die Ferien unvergesslich macht. Genau diese Leckereien gab es zu Hause einfach nicht. Der Grund ist mir bis heute rätselhaft! Natürlich liebte ich auch den weiten Strand, Kanäle bauen bei rückläufigem Wasser und den Bollerwagen, in dem ich gezogen wurde, wenn ich müde war.

Inselgefühl

Als Jugendlicher besuchte ich Texel noch regelmäßig. Ich begann die niederländische Sprache aufzunehmen mit seinen tjes und grr’s und fand damals schon gefallen an ihr.

Meine Familie mochte lieber Französisch, Niederländisch war wegen der kehligen Laute und der vielen rauen Konsonanten weniger beliebt. Französisch: so melodiös, so weich. Ich blieb hart! Und bei meinen Sprachvorzügen. Ich probierte mich mit Lesen und es gelang von Besuch zu Besuch besser. Ein Aha-Moment: als ich herausfand, dass es auf Texel keine Grotten gibt, sondern die Postkarten mit „Groeten van Texel“ nur Grüße ausrichten.

Ich mochte die verschlungenen Radwege durch die Dünen und das Hinterland, den typischen Duft der Strandrosen und das Fischgrätenmuster der Backsteinstraßenpflasterung.

Niederlande-Fans

Holland-Fans waren wir immer schon ein bisschen: um die Abiturzeit entwickelten wir in der Clique die Vorliebe, uns im „Rudi-Carell-Deutsch“ zu unterhalten. Aus meinem damaligen Freundeskreis ging tatsächlich eine zum Studium nach Utrecht, was ich äußerst cool fand, „geil“ hätten wir zu der Zeit wohl gesagt.

Ich besuchte sie einige Male und beobachtete ihre Sprachfortschritte. Ich war beeindruckt und probierte mitzureden. Zunächst erntete ich Mitleid, später Respekt.

Der Kontakt brach ab, nicht jedoch meine Begeisterung für die Sprache. Ich besorgte mir CDs von Herman van Veen auf Niederländisch. An meinem Studienort Berlin nutzte ich die Gelegenheit des Studium Generale, neben meinem Hauptfach Physik belegte ich den Sprachkurs Niederländisch.

Austauschjahr

Die große Chance kam gänzlich unerwartet: in einer Physik-Vorlesung verkündete unser Prof, dass er sich jetzt um Erasmus**-Angelegenheiten am Fachbereich kümmern würde und fragte in die Runde, wer für ein Jahr nach Amsterdam wolle.

Im Anschluß an die Vorlesung sass ich mit einigen Kommolitonen in seinem Büro, bereit sofort alles zu unterschrieben. Es gab neben Amsterdam noch andere Plätze, ich war durch meine absolvierten Sprachkurse im Vorteil und bekam Amsterdam. Bingo!

Drei Monate später, im September 1994 zog ich schon ins Flevohuis, ein Studentenwohnheim in Amsterdam-Oost. 10. Stock, direkt an der Unterkante der Wolken, die den ganzen Herbst lang in einem wahnsinnigen Tempo von Westen heranzogen. Der Ausblick war fantastisch, Amsterdam lag mir zu Füßen.

Niederlande-Fan Oliver Hübner in Amsterdam

Oliver Hübner in Amsterdam, 1998

International

Meine ersten Kontakte waren allerdings keine Niederländer, sondern internationale Studenten. Ich wohnte auf der „amerikanischen“ Etage, Deutsche, Italiener und Spanier mit mir. Wir verbrachten lange Abende in der Etagenküche und eroberten gemeinsam das Nachleben. Schnell bildeten sich zwei Gruppen. Die einen begeisterten sich für Coffie-Shops und Partys – man stelle sich junge Amerikaner aus konservativem Elternhaus vor, größtenteils unter 21, also „illegal“ was den Kauf von Alkohol angeht und lasse sie auf das freizügige Amsterdam los! – und die gemäßigten, weil schon mehrere Jahre mit dem Studentenleben in Berlin, Florenz und Madrid vertraut. Hasch kann ich bis heute nichts abgewinnen, ich wechselte in Amsterdam sogar die Straßenseite, weil ich die Abluft der Coffieshops als unangenehm empfand. Und ich wollte tatsächlich studieren!

Fahrradkreislauf

Ein besonderes Phänomen in Amsterdam: die Fahrräder. Auf den Straßen die Lizenz zur völligen Anarchie, aber leider auch, wenn sie abgestellt waren. Halbherzig abgeschlossen, kurz in den Albert Heijn: die Chance war große, dass das Fahrrad geklaut war. Die zwei bis drei Schlösser waren wertvoller, als das klapprige Gestänge selbst. Ich schleuste zwei meiner eigenen Fahrräder in den „Fietsenkreislauf“ ein. Der funktionierte so: wenn das Fahrrad mal wieder geklaut wurde, gab es am Bahnhof für 25 „Piek“ (=Gulden) ein „Neues“. Kein schönes Prinzip, aber als erweitertes Sozialsystem wurde diese Praxis nur halbherzig von staatlicher Seite unterbunden.

Nach einigen Monaten lief meine Zeit im Studentenwohnheim aus. Zum Glück, wie ich im Nachhinein empfinde, denn es ermöglichte mir, dem beschützten studentischen Kreis zu entfliehen. Hinein ins echte Amsterdam. Ich bezog eine Dachkammer in der De Clerqstraat im Stadtteil Oud-West und lernte über die Studentenvereniging voor internationale Betrekkingen (SiB) endlich einige Niederländer kennen.

Es kam der Frühling, ich liebte Spaziergänge durch den Jordaan und alle hörten Marco Borsato. Freitags sah ich Filme im Riksbioscoop, sah Königin Beatrix am „50. Mai“ *** auf dem Dam und war völlig überwältigt vom Treiben zum Königinnentag.

Es kam der Sommer, ich saß auf den Terrasjes an den Grachten, schlenderte durch den Vondelpark, sah die Jongleure am Leidse Plein, fuhr mit dem Fahrrad nach Marken und zur Zaanse Schans, mit Ajax jubelte ich zum Championsleague-Sieg.

Limburger

Ganz nebenbei verbesserte sich auch meine Aussprache. Ich freute mich, wenn Einheimische mich zunächst für einen Limburger, später für „irgendwie aus dem Osten“ des Landes hielten.

Rückkehr nach Deutschland

Im Juli 1995 kehrte ich, schweren Herzens, nach Berlin zurück. Dort fand ich wieder, was ich in Amsterdam vermisste: Die Begegnung zweier Welten, die 1989 unversehens aufeinander prallten und sich in Berlin am hefigsten aneinander rieben.

Doch vermisste ich auch die beschauliche maritime Weltstadt Amsterdam, mit ihren individuellen Cafés, Kneipen und Läden. Die stillen, schmalen Gassen, die windschiefen Häuser, die schrägen Brücken, die Boote auf den Grachten, das Treibenlassen und die Anarchie im Fahrradsattel. Und das bunte Gewühl, in das ich mich jederzeit stürzen konnte, wenn mir danach war.

Den Niederlanden nach wie vor verbunden

Auch in Berlin blieb ich dem Niederländischen treu, suchte den Kontakt zu Niederländern. Beruflich zog es mich 2013 in meine alte Heimat nach Nordrhein-Westfalen. Hier schätze ich die Nähe zu den Niederlanden und nutze sie für regelmäßige Besuche im Nachbarland.

Meine Erlebnise schreibe ich in mein Blog: www.blog-speciaal.de

* steht hier ein Mal ganz politisch unkorrekt für die Niederlande
** Europäisches Studienaustauschprogram
*** 50. Jahrestages des Befreiungstages am 5. Mai 1945

* Oliver Hübner

  • geboren 1968 in Unna
  • Diplomphysiker, freier Autor und Blogger

Verpasse keinen Artikel – Alle neuen Beiträge bequem per E-Mail erhalten.

Vielleicht auch interessant:

  • Keine verwandten Beiträge.

Geschrieben von Gastautor

Unter dem Account Gastautor erscheinen in regelmäßigen Abständen Artikel von buurtaal-Leserinnen und -Leser.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Ein Aha-Moment: als ich herausfand, dass es auf Texel keine Grotten gibt, sondern die Postkarten mit „Groeten van Texel“ nur Grüße ausrichten.

    ROTFLOL!

    Maar waarom „Lakritz“. Typisch Nederlands? Doe mij maar een dropje!

    Antworten

    1. Ich glaube schon zu wissen, worauf Oliver hier anspielt. Nirgendwo in der Welt wird so viel Lakritz hergestellt, und (was jetzt nicht überrascht) nirgendwo wird so viel Lakritz gegessen wie in den Niederlanden. Ich vermute, es hat etwas mit der alten Seefahrt- und Handelstradition der Niederlande zu tun, daß man eben einfach in der Lage war, große Mengen Süßholz zu bekommen und zu transportieren. In Deutschland kenne ich ihn vor allem als die süßen Haribo-Schlangen aus meiner Kindheit, die man dann auseinanderzieht. Aber in den NL ist die Auswahl einfach rieeeesig: mit verschiedenen Salmiaknoten, Anis, Eukalyptus, Honig, Vanille etc. In den NL gibt es Lakritz zudem nicht nur in süßen Abstufungen, sondern eben vor allem auch in allen möglichen salzigen Varianten, dazu noch in verschiedenen Härtegraden und natürlich in vielerlei Formen (Münzen, Tiere, Rauten, Kugeln usw.). Ich selber bin kein so großer Lakritz-Fan, aber jedes Mal wenn ich wieder zu Hause bin (direkt an der niederländischen Grenze), muß ich die Wunschzettel „abarbeiten“, die Freunde mir mitgeben: „Harlekijntjes aber nur die mit Salmiak“, „zoute Muntdrops von Klene“, „2 Packungen doppelt gesalzene Muntdrops von Oldtimers“, „Bitte wieder die Venco Piramides Drops“ etc.“.

      Antworten

      1. Ich war gerade kurz in NL und habe mir eine Packung echte mildzoute Hindenlooper ruitjesdrop mitgebracht :)

        Antworten

    2. Vielen Dank für den Aha-Effekt. :-)

      Die Niederlande sind schon ein Paradies für Lakritzfreunde. In Deutschland ist die Auswahl recht bescheiden. Apotheken haben hier die Marktniesche entdeckt und bieten ein spezielleres Sortiment als die drei Haribo-Tüten. Aber so wie im Drop-Shop gibt es das nur in NL.

      Antworten

  2. Ah, da ist er, vielen Dank. Bin gespannt, wie der Artikel bei den Buurtaal-Lesern ankommt.

    Antworten

    1. Frau Vorgarten 02-03-2017 at 16:33

      super geschrieben!
      Deine Liebe zu Land&Leuten kommt voll gut rüber.
      danke!

      Antworten

      1. Danke schön, das freut mich sehr.

        Antworten

  3. Ein sehr schöner Beitrag, vielen Dank dafür.
    Auch meine Liebe zu den Niederlanden hat mit den ersten Ferien dort begonnen. Die Fahrt ans Meer führte damals über Landstrassen, durch alle am Wege liegenden Städte mittendurch und dauerte für ein ungeduldiges Kind unendlich lange. Aber als ich dann zum ersten Mal die Nordsee sah, nach einem für meine kurzen Kinderbeinchen sehr langen und steilen Weg über die Dünen, da wusste ich, hier gehöre ich hin. Daran hat sich bis heute nichts geändert und jedes Wiedersehen mit der Nordsee ist ein Nachhausekommen für mich.
    Ein snoepparadijs fand ich die Niederlande auch damals schon, wobei mir eine Besonderheit in Erinnerung geblieben ist. Es gab ein verpacktes Eis, bei dem eine Eisschnitte in den Geschmacksrichtungen Erdbeer, Vanille und Schokolade zwischen zwei Waffelscheiben lag. In den Niederlanden gab es die Waffeln separat dazu, weshalb diese Waffeln immer total knusprig waren. In Deutschland schmeckten die Waffeln immer pappig und durchgeweicht. Und auch die Waffelhörnchen bei verpacktem Eis waren in den Niederlanden innen mit Schokolade bestrichen und blieben dadurch knusprig, das gab es in Deutschland erst Jahrzehnte später. Besser geschmeckt hat mir das Eis in den Niederlanden sowieso, wobei ich die allgemein vorherrschende Vorliebe für Softeis nicht teile.

    Es freut mich jedenfalls immer zu sehen, dass die Liebe zu den Niederlanden bei vielen Menschen für lange Zeit bestehen bleibt.

    Antworten

    1. Vielen Dank. Das schöne am Bloggen ist, dass man sich hier unter Gleichgesinnten trifft. (Danke auch dafür, Alex!)
      Ich erinnere mich auch an die ewig lange Fahrt entlang des Nordholland-Kanals. Ich glaube die Autobahn ging damals bis Amsterdam, dann fing die zweite Hälfte der Fahrt an. Die fand ich aber immer schon spannend und schaute gern aus dem Fenster. Wenn wir morgens ganz früh losgefahren sind, wollte ich dann immer geweckt werden.

      Antworten

  4. Oliver,
    jetzt nach Feierabend kann ich mir den Artikel noch einmal etwas gründlicher anschauen. Und da sah ich auch den Satz: „Meine Familie mochte lieber Französisch als Niederländisch“. Das gibt es übrigens nicht nur in Deutschland – sondern so etwas gibt/gab es kurioserweise auch in den Niederlanden. Ein großer Teil meiner Vorfahren (und natürlich auch ein Teil meiner heutigen Verwandten) stammt aus Limburg. Speziell bei der jetzt verstorbenen Generation der bis 1920 Geborenen war es so, daß sie stark französisch orientiert waren. Hinzu kam es, daß es als „fein“ galt, seine Kinder auf französischsprachige Schulen zu schicken, die damals noch von französischen oder belgischen Nonnen geleitet wurden. Grundsätzlich kann man sagen: je näher an Maastricht sie lebten, umso „französischer“ waren sie. Teilweise sprachen sie auch so ein ulkiges Gemisch aus Niederländisch und Französisch. Auch als meine Oma in ihren letzten Lebensjahren nachließ, verfiel sie immer wieder in die französische Sprache. Eine andere, schon hochbetagte Tante in Limburg, die wirklich dement war, sprach in ihren letzten Lebensjahren ausschließlich Französisch, inhaltlich natürlich wirr, aber sehr elegant und ein wenig altmodisch-gestelzt. Soweit ich orientiert bin, ist zumindest in Maastricht dieser französische Einfluß zumindest in manchen Bevölkerungskreisen heute noch spürbar und lebendig.

    Und dann stieß ich noch auf den Namen „Herman van Veen“ in dem Artikel. Zugegeben, er war mir immer ein wenig zu melancholisch bzw. depressiv. Aber auf eine wunderbare Aufnahme, die leider viel zu wenig bekannt ist, möchte ich aufmerksam machen, die er Ende der 1970er Jahre mit Ton Koopman einspielte. Wunderbare Barockmusik, die man zu wirklich jeder Jahreszeit hören kann. Vielleicht noch ein Tip zum Feierabend: „HERMAN VAN VEEN-KERSTLIEDEREN“. Meine alte LP, die ich mal von einem Flohmarkt mitgebracht hatte, habe ich leider verschusselt. Aber siehe da, als ich eben danach suchte… gerade erst letzte Woche hat ein freundlicher niederländischer Herr die komplette LP auf Youtube eingestellt, mit noch fast „jungfräulichen“ 5 Klicks! Ich höre sie in diesem Moment. Wenn ich den Namen Herman van Veen eben nicht im Artikel gelesen hätte, dann hätte ich eben ganz bestimmt nicht danach gesucht . Also vielen Dank!

    https://www.youtube.com/watch?v=lhb-aJxc_ps

    Antworten

    1. Guter Tipp, habe ich mir auch angehört. Nicht typisch van Veen, mal etwas anderes, sehr schön.

      Antworten

  5. Wat leuk dat je net in Amsterdam was op 5 mei 1995.
    Ik woonde toen met mijn gezin in Amsterdam Zuid-Oost. Ik ben met mijn drie dochters, toen 10, 8 en 6 jaar oud, al vroeg naar de Berlagebrug gegaan: daar kwamen de veteranen die Amsterdam bevrijd hadden langs op historische voertuigen. En net als in 1945 deelden ze onder andere chocola uit. Vooral mijn jongste dochter (toen een schattig blond klein meisje) werd erg verwend. Ze hebben de chocola wel verdeeld.
    Ik vind nog altijd dat ik er goed aan heb gedaan hiervoor die dag vroeg op pad te gaan.

    Mijn oudste dochter heeft overigens via Erasmus gestudeerd in Göttingen en Uppsala, met een stage in Berlijn, in het jaar 2009-2010. Zij moest in twee plaatsen studeren.

    En nu werkt ze gedurende twee jaar in Frankfurt. De verwachting is dat ze daarna terugkeert naar de werkgever die haar daar heeft gedetacheerd.

    Antworten

    1. Wat een leuk verhaal. Ik herinner die daag niet meer precies, ik weet alleen, dat het er heel druk was en ik probeerde aan de hoek Dam/Rokin een plaats te vinden, van waar ik goed kon zien. Dan kwam de koningin uit de Nieuwe Kerk en ging meet een aantal belangrijke mensen naar het Nationaal Monument. Chokola was er niet om te krijgen.

      Antworten

      1. Die chocola was echt iets van de veteranen.
        Bij de bevrijding deelden de geallieerde soldaten onder andere chocola uit, en ook sigaretten. Dat was natuurlijk voor de toenmalige bevolking, na de hongerwinter, en na jaren zonder echte tabak, heel bijzonder. Roken was toen nog normaal.

        Van hoe het op de Dam ging, in 1995, dat wist ik niet. Voor mijn kinderen vond ik de historische kant vooral belangrijk. En dat kwam natuurlijk goed tot zijn recht met al die tanks, en oude mannen die zelf deel hadden genomen aan de bevrijding.

        Antworten

  6. Hoi Alex & Oliver,

    ich finde es unglaublich gut geschrieben. Zum Großteil habe ich mich in Oliver wieder erkannt. Ich bin jetzt ungefähr sieben Monate in Den Haag und kann alles sehr gut nachvollziehen. Ende Juli geht es auch für mich wieder zurück nach Deutschland (Bayern). Der Abschied wird mir sehr schwer fallen.
    Würde mich freuen auf Buurtaal mehr von Oliver zu lesen.

    Liebe Alex gibt es von dir auch so einen Bericht.. als du von den NL nach DE bist?

    Groeten van Den Haag (zonder „Grotten“ ;) )

    Antworten

    1. Hoi Dany,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Den Haag ist auch klasse, ich war letztlich dort, wenn auch nur für ein zu kurzes Wochenende. Rotterdam und natürlich Amsterdam kenne ich besser, aber nach Den Haag möchte ich auch noch mal und durch ein paar interessante Ecken ziehen.
      Viel Spaß dort!

      Antworten

      1. Hoi Oliver,

        danke ebenso.
        Ich stelle mich gerne als Reiseführerin zur Verfügung ;)
        Rotterdam und Amsterdam sind wie Sonne und Mond.
        Beides wundervolle Städte, aber kein Stück vergleichbar.
        Am Wochenende bin ich übrigens in Amsterdam.

        Bist du nun wieder vollständig in DE?

        Antworten

        1. Hallo Dany,

          das Angebot nehme ich sehr gern mal an. Schick mir doch bitte mal eine Mail :-)

          Ich arbeite jetzt in Deutschland, Nähe Dortmund. In die Niederlande fahre ich aber regelmäßig, meist um über schöne Tagesausflüge zu bloggen. Ich habe aber beruflich auch mit Kunden aus den Niederlanden zu tun, ab und zu mal telefonieren und kann da meine Sprachkenntnisse einsetzen.

          Antworten

    2. Hoi Dany,

      in Den Haag habe ich gelebt bevor ich nach Hannover gezogen bin :) Ich mag die Stadt sehr.

      Einen Bericht aus meiner Anfangszeit in Deutschland in dieser Form gibt es nicht. Aber ich lasse meine Erfahrungen aus inzwischen zwanzig Jahren in Deutschland in meine Blogartikel einfließen ;)

      Antworten

      1. Hoi Alex,

        ich freue mich sehr über eine Antwort von dir. Den Haag habe ich sehr ins Herz geschlossen.

        Was genau hat dich denn genau nach Deutschland gezogen? Du hättest schließlich auch nach Frankreich, Spanien, Japan,.. gehen können.
        Wo oder was gefällt (es) dir besonders in Deutschland?

        Antworten

  7. […] frühen 70er-Jahren, damals fuhr ich mit meinen Eltern in jedem Sommer auf die Nordseeinsel Texel. In dieser Zeit wurden sicher die Wurzeln für meine Liebe zum Nachbarland Niederlande gelegt. Aufgebaut auf Ritualen und Traditionen. Es war ein Höhepunkt, wenn wir zum Fahrradverleih […]

    Antworten

  8. […] häufig auf der Nordseeinsel Texel (die regelmäßigen blog-speciaal-Leserinnen und –Leser wissen das ganz sicher). Verglichen mit meinem Heimatort Unna verschieben sich Sonnenaufgang und Sonnenuntergang trotz der […]

    Antworten

  9. […] Leserinnen und Leser meines Blogs wissen, dass ich vor rund 20 Jahren ein Studienjahr in Amsterdam verbracht habe. Meine größte Sorge war damals, die Versorgung mit Brot. Bei jedem Besuch in der Heimat brachte […]

    Antworten