Fluchen und schimpfen auf Niederländisch und auf Deutsch

Niederländer schimpfen und fluchen anders als Deutsche. Wie genau? Das erkläre ich in diesem Beitrag. Achtung: Nichts für zart besaitete Gemüter.

Beim Fluchen greifen Menschen auf Wörter und Begriffe aus Tabubereichen zurück. Sex und Religion sind zwei sehr “ergiebige” Quellen. Im Niederländischen gehören auch Krankheiten dazu. [ … ]

Zuletzt aktualisiert am 22. August 2017

Beim Fluchen greifen Menschen auf Wörter und Begriffe aus Tabubereichen zurück. Sex und Religion sind zwei sehr “ergiebige” Quellen. Im Niederländischen gehören auch Krankheiten dazu. Niederländer schimpfen und fluchen anders als Deutsche. Wie genau? Das erkläre ich in diesem Beitrag. Achtung: Nichts für zart besaitete Gemüter.

Schimpf- und Fluchsymbole

Als ich noch nicht lange in Deutschland lebte, fand ich es gar nicht so einfach, meine Emotionen in Sprache auszudrücken. Ausrufe der Betroffenheit, Bestürzung und des Erstaunens gehen einem nun mal leichter in der Muttersprache von der Hand als in einer Fremdsprache, auch wenn man letztere schon leidlich gut beherrscht. Gleiches gilt für Bekundungen von Freude und für Wutausbrüche.

Genau aus diesem Grund rollten im ersten halben Jahr in der neuen Heimat so gut wie keine Flüche über meine Lippen. Meine bisherigen, bevorzugten Fluchwörter waren – bis auf shit – auf Niederländisch. Die passten einfach nicht in die neue Umgebung, sodass ich mich unwillkürlich zurückhielt. Ein entsprechendes deutsches Repertoire musste ich erst noch aufbauen.

Alles Scheiße oder was?

Kackhaufen
Was mir sofort auffiel war, wie viel im Deutschen mit Scheiße möglich ist. Es ist das Universalschimpfwort schlechthin. Scheiße wird nicht nur als für sich stehender Ausruf verwendet, sondern ist auch in Kombination mit Subjektiven und Adjektiven vielseitig im Einsatz. So ist es häufig Scheißwetter, hat man scheiße geschlafen, sind die Klamotten scheißteuer, aber letztendlich ist das scheißegal.

Wer Scheiße zu derb oder zu wenig gesellschaftsfähig findet, kann auf beliebte Alternativen wie Schade, Schande oder Scheibenkleister ausweichen. Oft wird dabei nach sch kurz innegehalten. Wer hingegen eine Steigerung braucht, kann seiner Scheiße noch ein beherztes verdammte voranstellen.

Schimpfen - eine Sau
Neben Scheiße sind auch sinnverwandte Wörter wie Mist, Dreck, und Arsch beliebte Mittel, Ablehnung oder Abwertung zu äußern. Hierzu passt auch die arme Sau in ihrer Kapazität als mistproduzierendes Wesen. In umgangssprachlichen Wörtern wie arschkalt oder saumüde dienen die Vorsilben schlicht dazu, eine Verstärkung auszudrücken.

Von der prominenten Rolle von Scheiße, Arsch und Konsorten in der deutschen Sprache zeugen auch die vielen Ausdrücke und Redewendungen, in denen sie auftreten. Hier nur eine kleine Auswahl:

sich scheiße fühlen
Scheiß reden
auf die Kacke hauen
in die Hose gehen
sich den Arsch aufreißen
im Arsch sein
jemandem geht der Arsch auf Grundeis
jemandem steht die Scheiße bis zum Hals
Himmel, Arsch und Zwirn!
ein Griff ins Klo

Bei den Schimpfwörtern und Beleidigungen spielen Arschloch und Arsch in der obersten Liga mit. Bekannt ist auch die Arschgeige, die manche irrtümmlicherweise für ein Musikinstrument halten. Andere „Klassiker“ sind die verbreitet geschlechtsneutral angewandten Begriffe Idiot und Trottel, die männlichen Penner und Wichser sowie die weiblichen blöde Kuh und Fotze. Allerdings wirkt der Gebrauch von Ausdrücken aus sexuellem Kontext extrem vulgär, sodass man sich gut überlegen sollte, ob man sie wirklich verwenden will.

Idioten und Trottel begegnen einem oft in der verstärkten Form mit der Vorsilbe Voll-. Es ist im Deutschen durchaus möglich, den Adressaten eines Schimpfwortes zu siezen. Im Niederländischen wäre das schlicht undenkbar.

Aber wie flucht man nun im Niederländischen?

Während sich im Deutschen das Fluchen und Schimpfen also oft auf der anal-exkrementellen Ebene abspielt, ist man im Niederländischen bevorzugt genital-sexuell unterwegs. Um Ärger oder Unmut Ausdruck zu verleihen, bedienen sich Niederländer nämlich gerne diverser Geschlechtsteile.

Schimpfen und fluchen – noch mehr Symbole

Wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie sollen, sind sie im Niederländischen schnell kut oder klote. Während Letzteres buchstäblich Hodensack bedeutet, ist kut eine derbe Bezeichnung für Vagina.

Genauso wenig jedoch wie ein deutscher Muttersprachler bei Scheiße an einen dampfenden Haufen denkt, erscheinen bei den Niederländern bei kut oder klote die entsprechenden Körperteile vor dem inneren Auge. Beide Wörter sind komplett von der ursprünglichen Bedeutung losgelöst. Müsste ich diese Flüche ins Deutsche übersetzen, wäre Scheiße in vielen Fällen sinngemäß wohl am passendsten.

Dat is zwaar klote. – Das ist total scheiße.
Ik voel me kut. – ich fühle mich scheiße.

Mit Scheiße gemeinsam haben klote und kut, dass sie sehr produktiv als Vorsilbe agieren. Gleiches gilt übrigens für rot, was so viel wie lausig bedeutet und sehr häufig vorkommt. Im Gegensatz zu den beiden anderen Formen ist rot zwar deutlich abwertend, aber nicht vulgär und daher im Zweifelsfall zu bevorzugen.

Scheiße und Mist finden auch im niederländischen Wort stront eine Entsprechung. Man begegnet ihm hauptsächlich in festen Kombinationen wie strontzat, strontziek, strontvervelend (stinklangweilig/total doof) oder stronteigenwijs. Eine Mischung aus profan und biblisch bietet strontlazarus (sternhagelvoll).

Wat een rotweer. – Was für ein mieses Wetter.
Wat een kloteweer/kutweer. – So ein Scheißwetter/Sauwetter.
Ik ben je spelletjes strontzat. – Ich habe die Nase gestrichen voll von deinen Spielchen.
Zij was altijd al stronteigenwijs. – Sie war immer schon total dickköpfig.

Übrigens sind auch die die aus dem Englischen übernommenen Ausrufe shit und fuck in den Niederlanden ziemlich beliebt.

Schimpfen

Auch das männliche Glied muss im Niederländischen herhalten. Als lul ist der Penis ein gern genutztes Schimpfwort. Andere Spitzenreiter in diesem Bereich sind klootzak (Hodensack), zak und eikel (Eichel). Ist das Objekt des Unmuts eine Frau, bieten sich (domme) trut/tut, (stom) wijf, rotwijf oder kutwijf an, wobei Letzteres schon ausgesprochen derb ist.

Wat een rotzak/zak/lul/klootzak/eikel. – Was für ein Scheißkerl/Idiot.
Wat een rotwijf. – Was für eine blöde Kuh.

Obwohl lul als Beschimpfung recht häufig ist, wird das Wort nicht – wie kut und klote – als allgemeine Unmutsäußerung verwendet. Wohl aber gibt es das Adjektiv/Adverb lullig. Es bedeutet doof, blöd oder unredlich und man hört es oft.

Doe niet zo lullig. – Sei nicht so doof/gemein.
Wat lullig voor je. – Wie doof für dich.
Wat een lullige opmerking. – Was für eine blöde Bemerkung.

Püpschen und Fürzchen

Aus dem Fäkal- und Analbereich stammen im Niederländischen zwar kaum Schimpfwörter, dafür aber einige Verniedlichungen und Kosenamen wie poepie und scheetje. Über Haustiere und Kleinkinder hinaus sollte man damit tunlichst nur engste Verwandte sowie den oder die eigene(n) Geliebte(n) ansprechen.

Gott und Verdammnis

Schimpfen, Bombe

Zu den am meisten verwendeten Kraftausdrücken dürfte ferner godverdomme mit seinen zahlreichen Abwandlungen gehören. Starker Tobak, denn wortwörtlich beschwört man damit Gottes Verdammnis herauf. Im Deutschen würde man hier sicherheitshalber verdammt noch mal sagen.

Da godverdomme vielen Niederländern zu weit geht, haben sich unzählige – harmlosere – Variationen herausgebildet. Im Niederländischen nennt man diese Gattung auch bastaardvloeken: verhüllende Flüche. Beliebt sind zum Beispiel verdomme (verdammt) und (god-)verdorie, aber die Skala reicht von godsamme über getverderrie und heremetijd bis hin zu verdikkie. Besonders das Präfix pot (eine Verfremdung von god – Gott) bildet die Basis für eine ganze Riege mehr oder weniger kreativer Wortschöpfungen wie potjandorie, potverdriedubbeltjes oder potverdulleme.

Mein persönlicher Favorit, der es auch in meinen deutschen Wortschatz geschafft hat, ist das inzwischen leicht altmodisch anmutende jeetje – eine Verballhornung von jezus. Mit diesem vielseitigen Wort kann ich Bewunderung, Erstaunen aber auch Missbilligung zum Ausdruck bringen. Ähnliches gilt für das kurze und knappe goh.

Schimpfen – Huhn ohne Kopf Religiöse Flüche und ihre Abwandlungen werden bevorzugt von Niederländern über 55 verwendet, so geht aus Untersuchungen hervor. Für sie ist hier offensichtlich noch ein Tabu aufzuarbeiten. Für jüngere Generationen spielt Gott eine weniger große Rolle. Sie schöpfen eher aus dem Sexualbereich.

Krankheiten

Typisch Niederländisch ist es, den Betroffenen bei Beschimpfungen irgendwelche Krankheiten an den Hals zu wünschen. Dieses Phänomen ist im Deutschen zwar nicht unbekannt, aber weitaus seltener. Im Prinzip sind hier der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Gern genommen wird die Floskel krijg de [x], wobei anstelle des Platzhalters jedes beliebige, aber möglichst fiese körperliche Leiden stehen kann.

Krijg de klere – “Krieg die Cholera”
Krijg het lazarus – “Krieg Lepra”
Krijg de pest – “Krieg die Pest”
Krijg de tering/de pleuris – “Krieg die Schwindsucht”
Krijg de pokken – “Krieg die Pocken”

Relativ harmlos sind hingegen krijg het heen en weer (“das Hin und Her”) und Ausrufe der Verwunderung wie

Krijg nou wat. “Krieg jetzt was.”
Krijg nou tieten. “Krieg jetzt Titten.”

Die Illustrationen in diesem Beitrag sind mithilfe der freien Schrift HardTalk entstanden.


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Geschrieben von alex

Ursprünglich komme ich aus den Niederlanden, seit 1997 ist Deutschland meine Wahlheimat. Hier im Blog findest Du fast 400 Artikel über die Unterschiede zwischen der deutschen und der niederländischen Sprache und Kultur.

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  1. Was mir sofort auffiel war, wie viel im Deutschen mit Scheiße möglich ist. Es ist das Universalschimpfwort schlechthin.

    Ich habe mich 1999 im Nordkaukasus ein wenig mit einem alten Osseten angefreundet. Der hatte als kleiner Junge im Jahre 1942 auf seinem Kolchos bei Mozdok deutsche Soldaten gesehen/getroffen, die es eben im Rahmen der Sommeroffensive ’42 in diese obskure Weltgegend verschlagen hatte. Zu den wichtigsten der wenigen deutschen Wörter, die er damals von den Soldaten gelernt hatte, gehörte:

    „Is‘ doch alles Scheiße, Mann!“

    Das konnte der wirklich 1999 noch flüssig – und sonst kaum ein anderes deutsches Wort… (Seine Muttersprachen, und die einzigen, die er konnte, waren natürlich Ossetisch und Russisch.)

    Wer Scheiße zu derb oder zu wenig gesellschaftsfähig findet, kann auf beliebte Alternativen wie Schade, Schande oder Scheibenkleister ausweichen.

    Also, in der „Schönen Welt“ ist „Scheiße!“ absolut in Odnung und auch fortwährend zu hören. Was hingegen keineswegs geht, sind lehrerhafte, kleinbürgerliche oder irgendwie liebliche, nette Umschreibungen, zum Beispiel auch „Scheibenkleister“, „Schande mio“ oder derlei.

    Antworten

  2. Wat een mooi overzicht, leuk om te lezen!
    Het is waar dat woorden als kut, kloten, lul, lullig, langzamerhand voor veel mensen gewoon zijn geworden om te gebruiken; ik kan ze toch nog steeds niet goed uit mijn mond krijgen, en doe dat dan ook maar niet, want waarom zou ik?

    Wat bastaardvloeken betreft: ik had, al ruim dertig jaar geleden, een kennis die ‚potjandroppie‘ zei.

    In de kringen waar ik in die tijd verkeerde was het maar zeer de vraag of je ‚jeetje‘ of ‚gut‘ mocht zeggen; ook dat laatste werd gezien als bastaardvloek, en je kon toch maar beter alles vermijden waarmee je mogelijk de naam van God ten onrechte gebruikte.

    Vloeken wil ik zelf nog steeds niet, voornamelijk omdat ik daadwerkelijk in God geloof; mijn kinderen, jongvolwassen, geloven ook; en zullen om die reden niet vloeken. Voor mij is vloeken ook nog steeds nogal nauw gedefinieerd: het daadwerkelijk gebruiken van de naam van God, in een of andere vorm, om boosheid, of wat dan ook te uiten; zonder dat je daadwerkelijk bedoelt om God daarmee ook aan te spreken. Want in boosheid je daadwerkelijk tot God richten en naar hem die boosheid uiten, dat vind ik ok.
    Tegenwoordig wordt vloeken breder gedefinieerd; ik weet het, maar voor mij is dat nog steeds vreemd.

    Schelden met ziektes vind ik persoonlijk erg kwetsend.

    Ik gebruik denk ik vooral woorden met ‚rot‘ erin.
    Vroeger zei ik ook wel: jakkes.

    Idioot als scheldwoord komt ook in het Nederlands voor; vroeger tenminste wel.
    Net als mongool en debiel.

    Als ik nog langer blijf typen schiet me vast nog meer te binnen; ik laat het maar even hierbij.

    Antworten

    1. Hartelijk dank voor je aanvullingen Trijntje. Schelden met ziektes doe ik zelf ook nooit – dat vind ik kwetsend en smakeloos. Jakkes heb ik lang niet meer gehoord. Eigenlijk ben ik dol op dat soort oubollige uitingen ;-)

      Antworten

  3. Heiliger Strohsack! Hier kann man was lernen.
    Neuerdings hat mich tatsächlich jemand mit „Sie Arschloch“ ausgeschimpft. In einem uralten Film, ich weiß nicht mehr welche, wurde ein Frau verächtlich mit „Sie Person!“ angesprochen. Tödlich!
    Als spießiger Scheiße-Ersatz habe ich auch gehört: Schei…benwischer!

    Is het niet vreemd dat Nederlanders elkaar nooit de AIDS toewensen? Misschien omdat het een buitenlands woord is? Of omdat de ziekte zo echt, zo actueel is, terwijl cholera en tering eerder historische aandoeningen zijn, waarvan geen echt gevaar meer uitgaat.

    Antworten

    1. Is het niet vreemd dat Nederlanders elkaar nooit de AIDS toewensen?

      Hm, ich weiß auch nicht genau, woran das liegt. Kanker (Krebs) ist auch eine aktuelle, oft tödliche Krankheit und die taucht häufiger mal auf. Vielleicht hat es eher damit zu tun, dass AIDS mit einem Vokal anfängt? Irgendwie schimpft es sich „bequemer“ wenn man Wörter mit Konsonanten wie „k“ oder „t“ nutzt ….

      Antworten

      1. AIDS is een afkorting en er word niet gescholden met afkortingen en het is een „nieuwe ziekte“. Er word in Nederland vooral gescholden met ziektes die er eigenlijk niet meer zijn in Nederland of in elk geval hier niet meer dodelijk zijn, behalve kanker maar kanker is veel ouder dan AIDS. Er word ook niet gescholden met tuberculose volgens mij maar Nederland is uniek met zijn scheldworden of verwensingen met ziektes. Heel erg, want ik vind het ook kwetsend en sowieso iemand iets dodelijks toewensen, want daar gaat hier eigenlijk om, vind ik verschrikkelijk.

        Antworten

        1. In het Nederlands wordt dan wel niet voluit met tuberculose gescholden, maar tering wordt wel gebruikt (zeer regelmatig) en dat is een andere naam voor tbc.

          Antworten

          1. Dat is ook nogal een vulgair woord, en ik was eigenlijk gechoqueerd toen ik vernam dat „de tering naar de nering zetten“ gewoon een breed geaccepteerd gezegde is.

            PS. ik word echt helemaal gek van die autocorrectiefunctie van Internet Explorer 10, die vindt dat ik geen goed Engels schrijf – vind je het gek: dat is Nederlands, stom ding!

            Antworten

            1. Gerard Broekhuisen 08-08-2016 at 14:38

              Tering heeft hier niet de betekenis van TBC, maar van vertering. Nering heeft hier de betekenis van bedrijf/inkomsten. Wat hier dus eigenlijk gezegd word is ‚De uitgaven aanpassen aan de inkomsten die men heeft‘.

              Antworten

              1. Danke für diese Ergänzung, Gerard.

                Antworten

          2. Of „Krijg de pleuris“!

            Antworten

    2. Ik denk dat dat er vooral mee te maken heeft dat een vloek grof en hard moet klinken. En hoe je het ook went of keert, kanker klinkt gewoon veel agressiever dan aids, wat in het gehoor misschien eerder op eten lijkt. Het is ook niet zo’n heel concrete ziekte misschien.

      Overigens kun je nog toevoegen Alex dat met name door jongere generaties (en dan vooral ‚van de straat‘ kanker echt te pas en te onpas gebruikt wordt. Een beetje wat voor de iets oudere generaties (en dan vooral de vrouwen) het jeetje of jeminee is, maar ook als iets verdergaande vorm van kut gebruikt wordt. Ik gebruik het woord zelf ook, ondanks dat ik heel veel en zeer dichtbij met de ziekte in aanraking gekomen ben. Het is gewoon veel bevrijdender keihard kanker te schreeuwen als je je kleine teen stoot, dan iets van ‚ojee‘ ofzo. Het heeft dan ook helemaal NIETS met de ziekte te maken, en ik kan behoorlijk giftig reageren op mensen die daar commentaar op hebben. Dat vind ik zo’n typisch Nederlands hypocriet gezeik. Dat betekent overigens niet dat je het als een stopwoord moet gaan gebruiken, of zoals De Jeugd van Tegenwoordig destijds met die hit. Dat kan niet.

      Zelf gebruik ik overigens de variant godver, ipv de gvd. Mij gaat dat echt te ver, en gebruik ik alleen zeeeer hoogstzelden als echt alles tegenzit, cq. iets echt helemaal misgaat en een dusdanige mate van frustratie zich in mij opgehoopt heeft dat de dijken barsten.
      Ik beoordeel als christen godver eigenlijk niet als heiligschennis ofzo, maar dat automatisme heeft me wel af en toe problemen bereid omdat ik lid was van een christelijke studentenvereniging. De leden van die vereniging zelf deden er niet zo moeilijk over, maar je komt in aanraking met andere wat meer orthodoxe verenigingen (de Navigators en een gereformeerde vereniging *bibber*), en dan kun je maar beter helemaal je mond houden.

      Het is overigens ook zeer vermakelijk om eens naar de Bond tegen Vloeken te kijken. Dat clubje wordt echt door niemand serieus genomen en heeft een ontzettende bijbelspruitjesgeur, maar die campagne met die namen destijds was wel echt supergrappig gevonden. Toen gingen wij elkaar een tijdlang „Joost!“ en „Saskia!“ noemen. Wat heb ik gelachen zeg.

      Antworten

      1. Ik ben er na het schrijven van deze blogpost eens wat meer op gaan letten en kanker blijkt inderdaad ontzettend vaak voor te komen. Dat is nou echt een woord dat ik zelf niet snel zal gebruiken. Met gvd heb ik dan beduidend minder moeite. Ik vrees dat ik die vloek van mijn vader (een overtuigd atheïst – zeer tot verdriet van mijn streng gereformeerde oma) heb overgenomen.

        Ik heb overwogen of ik de Bond tegen Vloeken in het spel zou brengen, maar juist omdat inderdaad niemand deze club serieus neemt heb ik er van af gezien.

        Antworten

  4. Dank je Alex voor deze blog en kan nog wel wat toevoegen:
    „Leck mich am/im Arsch“ mist in het rijtje en is vrij vertaald „hij/zij kan mijn kont kussen“,

    Het verwensen met ziektes vind ik misselijk maar gebeurd helaas en in dat rijtje hoort dan ook het woord „kankerwijf“ of de uitspraak „kanker niet zo“.
    Hier hoor je niet „Krijg het lazerus“ maar „Krijg het leplazerus“.

    „Zicke“ is ook een scheldwoord en betekent zoveel als „trut“.

    Schelden en vloeken doe ik bijna nooit en mijn scheldwoord is vooral „Dombo“. Aan de intonatie aan mijn stem is dan te horen of ik het liefelijk of zeer boos bedoel :-)

    Ik wist trouwens niet dat „jeetje“ een verbasterd vloeken is. In het Fries word „Jasses“ gebruikt en is een verbastering van „Jezus“.

    Wat mij erg irriteert is het veelvuldige gebruik de afgelopen jaren van het woord „geil“ voor alles wat een Duitser leuk of mooi vind!!!!

    Antworten

    1. Mee eens!

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      1. ‚t Zal wel aan mijn leeftijd liggen.

        Antworten

        1. Nee hoor Elise, ich finde das auch ziemlich daneben.

          Antworten

          1. Dieser Gebrauch von geil ist weder neu noch unbedingt eine sexuelle Anspielung. Ich bin mir sicher, das Wort spätestens in den siebziger Jahren (ich denke aber schon früher) in der Bedeutung von „toll“ gehört zu haben und dachte eigentlich, dass sich das von seiner gärtnerischen Bedeutung („geiler Bewuchs“) ableitet. Wenn ich jetzt nachschlage: im Alt- und Mittelhochdeutschen bedeutete es „kraftvoll; üppig; lustig“. Das Neue daran ist m. E. die Bedeutungsverengung auf Sexuelles, nicht die -erweiterung auf Großartiges.

            Antworten

  5. Darf ich vorsichtig anmerken, dass auch im Deutschen mit Krankheiten beschimpft wird. Auffällig ist nur, dass hierbei die Beschimpfung in Form eines „Wunsches“ passiert: „Ich wünsche Dir die Krätze/Pest/Pocken/… an den Hals/Hintern/…“. Über die Gründe für diesen Umweg kann ich aber nur spekulieren.

    Antworten

    1. Das könnte sich von Märchen ableiten. Dort verflucht man oft (gezielt oder ungewollt) indem man wünscht bzw. verwünscht. Märchen sind im deutschen Sprachgebrauch sehr tief verwurzelt, auch wenn man es kaum noch erkennt.

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      1. ??? Worauf bezieht sich Ihre Antwort?

        Antworten

    2. Nie gehört.

      Antworten

  6. Wenn’s um den Unterschieden beim Fluchen geht, erkläre ich’s meistens so, daß das was sich im deutschen hinten abspielt, im niederländischen vorne getätigt wird…..

    Habe übrigens meiner Frau aus der Kauderwelsch-Reihe die CD und das Büchlein „Niederländisch-Slang“ geschenkt. Es war erstaunlich wie schnell ihr die Ausdrücke von den Lippen kamen und mit welcher Perfektion ;-).

    Antworten

  7. Zwei Witze, die hier passen könnten:

    Hij: Ik voel me klote (ich fühle mich mies)
    Zij: Dan moet je je handen uit je zakken halen

    In Duitsland is een grote show: Wetten, dass…. Daar was laatst een hypnotiseur. En er werd gewed dat hij de hele zaal in slaap kon hypnotiseren. 15000 toeschouwers in de zaal….. Die Wette läuft en de hypnotiseur begint: “ Schlafe….. Schlafe……“ terwijl hij met zijn beide handen naar verschillende bereiken in de zaal wijst. En ja… inderdaad…. de eerste toeschouwers vielen in slaap. “ Du…. schlafe…… schlafe“ ging de hypnotiseur verder. En het merendeel van het publiek sliep, maar enkele die-hards bleven wakker. De hypnotiseur ging van het podium af, liep door het publiek en tegen iedereen die nog wakker was zei hij „Schlafe….“ En inderdaad: De hele zaal, 15000 man, sliep. De hypnotiseur liep terug en struikelde over de kabels van de TV camera’s….. „SCHEISSE“ riep hij luid. Men had 2 weken nodig om de hele zaal weer schoon te krijgen.

    Antworten

  8. Noch eine Variante von Jesus:
    Bei meinem Sohn (13) war es vor kurzem in der Schule üblich, dass man aus „Jezus“ –> „Je-zus“ machte, also „Deine Schwester“ fluchte! Wieder zwei Wochen später wurde aus Schwester –> Mutter und fluchten alle Kinder mit „Je moeder“… Das klang irgendwie sehr lustig!
    Inzwischen sind die Kids aber wieder zurück bei den „traditionellen“ Flüchen: godverdomme und kut sind wieder ganz oben auf der Fluchliste!

    Antworten

  9.  alex schrieb:
     „ … aus diesem Grund rollten im ersten halben Jahr in der neuen Heimat so gut wie keine Flüche über meine Lippen.“

     OMG! Wieso-weshalb-warum das denn? Du wolltest doch wohl nicht diesen rotmoffen das Herzstück deiner Muttersprache vorenthalten?

    Antworten

    1. Da das Fluchen eine spontane und emotionale Angelegenheit ist, habe ich mich damals nicht bewusst für ein „Vorenthalten“ entschieden, sondern nur festgestellt, dass mir diese Ausdrucksmöglichkeit im Deutschen (noch) nicht zur Verfügung steht.

      Im Übrigen habe ich mein neues Umfeld niemals so negativ empfunden, als dass mir das Wort rotmoffen („Scheißdeutsche“) überhaupt in den Sinn gekommen wäre.

      Antworten

      1. Und nun sag mal, woher kommt nun das berühmte „moffen“? :-D

        Früher dachte ich, es sei mit „müffeln“, also stinken, verwandt… Weil halt die „Hollandgänger“, d.h. die deutschen Wanderarbeiter in Holland in der Zeit vorm Ersten Weltkrieg, keine Wechselwäsche für jeden Tag dabei hatten…

        (Ha, mein Großonkel Wilhelm war ein solcher „Hollandgänger“! :-) Zum Grasmähen im Sommer, halt… Und meine Großtante war als Dienstmädchen in Holland und hat da bei den feinen Mijnhers so gut kochen gelernt, daß es noch nach dem Zweiten Weltkrieg in der ganzen Familie legendär war…)

        Dann habe ich aber vor zehn Jahren mal gehört, daß es von „Muff“ kommt, also diese Pelz-Handwärmer für feine Damen um 1900. Das sei den sparsamen Calvinistinnen in Holland als tyyypisch deutsche Neureichen-Protzerei erschienen…

        Also, zu „Moffen“ solltest Du echt noch was sagen…

        Rot-deutsche Grüße vom Genossen Bähre! :-D

        Antworten

        1.  Laut M. Philippa e.a. (2003-2009): Etymologisch Woordenboek van het Nederlands kommt mof (Duitser) vom deutschen Wort Muff in der Bedeutung „Meckerer; unmanierlicher Mensch“.
           Dieses Wort ist in meinem großen Duden auch verzeichnet, und dort gehören zur Wortfamilie außerdem (Ehe-, Fußball-, Mode-) -muffel/Muffel, muffelig/müffelig und das Verb muffeln.
           Weitere etymologische Erklärungen aus anderen Wörterbüchern findest du auf der selben Webseite weiter unten.

           Die anderen Wörter mof „Muff (Handwärmer)“ und mof „Muffe“ scheinen über die altfranzösische moufle auf eine mittellateinische muffula zurückzugehen und sprachgeschichtlich nicht mit dem Muffel verwandt zu sein.

          Antworten

        2. Die Erklärung von Charlie (aus dem etymologischen Wörterbuch von Marlies Philippa) ist auch diejenige, die ich kenne. Demnach gibt es das Wort „mof“ im Niederländischen bereits seit dem späten Mittelalter.

          Antworten

      2. Nun ja, wenn ich mal wieder von einem Auto überfahren werde gebe ich schon das altbewährte mof hervor, abhängig von meiner Laune noch mit eine verschlimmerte Krankheit bereichert.

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  10. HERRLICHER Post!!! Ich hab sooo gelacht gerade :)
    Als ich deinen Blog abonnierte, hab ich wirklich nicht die „Arschkarte“ gezogen, lachh :)
    Viele Grüße!!

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    1. Freut mich, dass es kein „Griff ins Klo“ war ;-)

      Antworten

    2. Wenn ich mich richtig erinnere, stammt die „Arschkarte“ aus den Zeiten, in denen Fußball noch in schwarz-weiß übertragen wurde. Da man nicht sehen konnte, ob die gelbe oder die rote Karte gezogen wird, musste man eben darauf achten, wo sie herkam. Die Gelbe steckt in der Hemdtasche des Schiris, die Rote in der Gesäßtasche.

      Antworten

      1. Ob das nun stimmt oder nicht, ich liebe diese Erklärung, Daniela!

        Antworten

  11. Herrgottsakramentkruzifixhalleluja, das war aber ein verflucht geiler Beitrag! Und dies ein sehr positiver Fluch, würde ich meinen ;-)
    Herzliche Grüße,
    Ralph

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  12. Man denke übrigens auch an den 18. Juni 1815.

    Am späten Nachmittag ist die Garde umstellt von den Engländern, sie hat Carrees gebildet. Die Engländer fordern zur Übergabe auf. Der klassische Ruf zurück:

    „La garde meurt mais ne se rend pas!“

    Ich habe schon vor fünfundzwanzig Jahren gelernt, daß da in Wirklichkeit einfach einer „Merde!“ gerufen habe. Und dann knallt’s und es wird dunkel. Schöne Art zu sterben. :-)

    Liebe Leute, das ist nicht ephemer, das ist der Grund, weshalb die englischen Wachsoldaten heute Bärenfellmützen tragen! ;-)

    Antworten

  13. Ich habe immer gefunden, daß sich die niederländische Sprache sehr gut zum Fluchen eignet. „Godverdomme“ fängt schon mit dem ersten Laut so rotzig an, besonders, wenn man das g betont und verlängert, da kommt kein deutscher Fluch mit.
    Meine Kinder, in D geboren mit Deutsch als Muttersprache, haben das von ihrem niederländischen Vater oft gehört und früh geübt. Mit 2 1/2 Jahren riefen sie „rupfeldommel“ und stampften dazu mit dem Fuß auf. Ich lache heute noch.

    Im Schwäbischen gibt es eine Variante des Gebrauchs von „Arsch“, die keinesfalls ein Fluch ist. Ältere Weinbauern können sich durchaus begrüßen mit den Worten „Ja leck mi doch glei am Arsch – Du hier?“ Mit Betonung auf dem Wort „leck“. Das bedeutet Überraschung und Begrüßungsfreude! Bei Jüngeren habe ich es allerdings bisher nicht gehört.

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    1. Ich komme aus dem Ruhrgebiet, 60km von Enschede und hier ist das „ja, leck mich (doch) am A****“ auch üblich als Ausdruck des Erstaunens. Allgemein ist das Ruhrdeutsche sehr grob und vieles was anderswo als Beleidigung gilt, ist hier eher „Arbeiterslang“. Da kommt es allerdings Heutzutage darauf an mit wem man spricht. Man könnte sagen: je „tiefer aus dem Westen“, also je mehr man aus den traditionellen Arbeitermillieu (Stahl- und Bergbausiedlungen) kommt, desto derber die Sprache. Das ist aber alles im Wandel und die typische Ruhrpottsprache flacht mehr und mehr ab.

      Hierzu gibt es diese nette Liste mit „Grad der Beleidigung“ im Ruhrdeutschen:
      http://www.ruhrgebietssprache.de/beleidigungen.html

      :)

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      1. Danke für den Link – eine aufschlussreiche Liste ;-)

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  14. schöne website!
    im deutschen kenne ich noch
    „schöne Scheiße“ , das bedeutet wohl „Mist!“
    und seine liebsten haustiere oder mitmenschen , besonders kinder, werden in deutschland auch manchmal „Scheißerchen“ oder „Kackerle“ genannt…poepie dus
    viel vergnügen weiterhin beim fluchesuchen

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    1. Aus meinen niederländischen Büchern kenne ich die Schimpfwörter „kreng“ und „mormel“. „Kreng“ heißt, auf einen Gegenstand bezogen, „Scheißding“; wenn damit eine Person oder ein Tier gemeint ist, heißt es „Luder, Biest, Mistvieh“ oder dergleichen. „Mormel“ heißt so was Ähnliches wie „Monster“ oder „Ungeheuer“, und es werden damit anscheinend vor allem Haustiere, hauptsächlich Hunde, betitelt.

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      1. Als ik het goed heb betekent kreng letterlijk: dood dier, en werd het later als scheldwoord gebruikt.
        Een wat heftiger woord dan mormel, voor mijn gevoel dan.

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        1. Das stimmt, Trijntje. Kreng wird übrigens vorzugsweise als Schimpfwort für Frauen verwendet. Für Männer ist es eher unüblich.

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          1. Kann man das Wort „kreng“ nicht vergleichen mit „Zicke“ ???

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            1. Ja, das geht schon ziemlich in die Richtung :-)

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            2. eine bösartige, ja.
              Kreng ist typisch für eine bösartige, hinterlästige Frau/Weib.

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  15. Via mijn oom in de USA weet ik dat er verschillende redenen tot vloeken zijn. De shit (jammer maar had ik niet willen doen) vloek kan je tegen jezelf zeggen om je te ontladen. Scheisse en het meeste andere hierboven voldoet dan ook prima en je zegt het ook als er niemand in de buurt is.

    Je kan ook vloeken om iets gedaan te krijgen, zeg maar de huid vol schelden. En mijn oom in de USA kwam er achter dat vloeken in het Engels-Amerikaans niets uithaalt. Zijn koeien reageren daar vrijwel niet op. Dus vloekt hij in het Nederlands en dan werkt het wel. Die Nederlandse vloeken voldoen m.i. beter omdat ze vaak met een K of een harde G beginnen. Kan je goed je punt mee maken, ze hebben impact. Met zwakke opmerkingen shit, scheisse of blöde lukt dat volgens mij totaal niet.

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  16. Da musste ich gleich an eine Tour in Noord-Holland denken. Mitten auf dem Land ist einem Niederländer ein paar Pferde entlaufen. Ich wusste, was er von mir wollte, aber verstanden hatte ich nur „Godverdomme“, weil er kein Englisch verstand und mein Niederländisch sich zu dem Zeitpunkt auf ein „Goedemiddag“ beschränkte ;)

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  17. Ben ik zo kinderachtig dat ik heel hard zit te gniffelen om volgende zinsnede: „Während sich im Deutschen das Fluchen und Schimpfen also oft auf der anal-exkrementellen Ebene abspielt, ist man im Niederländischen bevorzugt genital-sexuell unterwegs“? Ik vind het werkelijk heerlijk gevonden, Alex!

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  18. […] Zudem sind sie in ihrer Form unveränderlich, lassen sich also nicht beugen (deklinieren). Auch Flüche und Ausrufe wie mannomann zählen zu dieser […]

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  19. hahaha. habe mich koestlich amuesiert beim lesen.
    lebe seit 1.5 jahren in haarlem und hab mich immer gefragt, ob mir anhand des alltaeglichen
    lebens gelingt die hiesigen schimpfwoerter zu erlernen.
    am meisten habe ich gehoert: „ik ben/word gek“, was ich persoenlich fuer mich als „ich werd bescheuert/unfassbar“ uebersetzt habe. nachdem ich einen hollaender mal darauf ansprach, guckte er mich nur sehr verwundert an und meinte, ich solle doch so einen mist nicht lernen, waehrend ich hier bin. komischerweise ist es mit abstand die meistvernommene floskel, die mir hier auffiel.

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    1. Stimmt – Ik word gek als Ausruf hört man oft. Danke für die Ergänzung!

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  20. potverdriedubbeltjes!!
    So ein schönes Wort! Ich werde es beim nächsten Besuch im Westen ausprobieren.
    (Wenn es mir dann gerade einfällt. Es schimpft sich leichter in der Muttersprache. … ganz in Relation zum Grad der Erregung…)

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    1. Ich sage selbst ziemlich häufig potverdorie weil das mit den „drie dubbeltjes“ in der Praxis doch ein ganzer „Mund voll“ ist. Aber schön isses :-)

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  21. […] pashokje – Umkleidekabine im Kleidungsgeschäft (Anprobe) een beetje – ein bisschen jeetje (Ausruf) – oje! lieveheersbeestje – Marienkäfer makkie – ein Leichtes (etwas, was wenig Mühe […]

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  22. Grappig vertelt en echt informatief.
    Ik woon sinds zeven weken geleden in Nederland en het was wel tijd een keer floekjes te leren :D
    Bedankt!

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    1. Hoi Alexander,

      tja, zumindest passives Wissen über diese Ausdrücke ist schon nützlich ;-)

      Das Wort „vloek“ (mit „v“ am Anfang) wird im Niederländischen übrigens eigentlich nie verkleinert.

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  23. In einem Essay, veröffentlicht 1967 als Buch „Die Deutschen“, schrieb Johannes Gross : „Im Deutschen sind die Schimpfwörter überwiegend und auffällig aufs Fäkalische bezogen…..Was bedeutet die stärkere Tabuisierung des Sexuellen ? …eine spätmittelalterlich-klerikale Tradition, die Saufen und Fressen einigermaßen freigab, die Liebe aber nicht.“

    Deswegen sagt wohl der Deutsche „Scheiße“ andere mal locker “ Fuck“.

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    1. Interessant! Danke für den Hinweis.

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      1. Was wir noch nicht hatten: … und dann ist die Kacke am Dampfen,
        met andere woorden: nu is het goed mis (of weet iemand een betere vertaling?)

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        1. „Die Kacke ist am Dampfen“ sagt man, wenn es brenzlig wird – etwa, wenn du ohne Fahrschein in der Straßenbahn sitzt und der Kontrolleur kommt. Oder wenn du die Wohnungstür hinter dir zugezogen hast und dann erst bemerkst, daß der Schlüssel drinnen hängt. In solchen Situationen wird es einem ja meistens mehr oder weniger heiß ;-).

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          1. Dus: je zit in de penarie! Ik ben toch niet voor één gat te vangen.

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            1. Ähm… den letzten Satz habe ich zwar nicht so ganz verstanden, aber mit „in der Patsche sitzen“ hast du völlig recht, so kann man es auch ausdrücken (womit wir wieder bei der Kacke wären) ;-).

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              1. Meinst Du: Ik ben toch niet voor één gat te vangen?
                Das bedeutet so ungefähr: mich setzt du nicht so schnell matt, mir fällt noch immer was Neues ein.

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                1. Ich empfinde es als einen Reichtum, wenn man sich in zwei Sprachen zu Hause fühlt.

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                2. Ja, genau, das hatte ich nicht so ganz verstanden. Übrigens hatte ich nicht vorgehabt, dich matt zu setzen; tut mir leid, wenn du es so aufgefaßt hast ;-).

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                  1. O nee, das hab ich gar nicht so aufgefasst. Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen. Da sieht man wieder, schriftlich entstehen schnell Missverständnisse. Man gut, dass es inzwischen emoticons gibt! Das kleingeschriebene „du“ bezog sich auf die Allgemeinheit, nicht auf Dich.

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  24. Ich gehör mit meinen 30 Jahren gefühlt noch eher zu den Jüngeren.

    Mein bildliches Vorstellungsvermögen hat mich schon lange vom exessiven Gebrauch des Wortes Scheiße immer weiter weggetrieben. Es kann aber durchaus noch rausrutschen oder taucht in Redewendungen auf. „Ach du scheiße!“ „Ich fühl mich scheiße!“

    Aber am Liebsten fluche ich stattdessen auf „Mist“ oder „verdammt“, wobei verdammt (und auch verflucht) in allen möglichen Kombinationsmöglichkeiten bei mir ganz hoch im Kurs ist, verdammte Kacke, verdammter Mist, gottverdammt oder auch direkt an situationsbezogene Dinge geknüpft. z.B. verdammtes Wetter.

    Von mir beliebt sind auch: „Was zum Teufel?!“ “ Was zur Hölle?!“ “ WTF?!“ „What the (fuck)?!“ neuerdings auch „Halellujah!“ Letzteres besonders, wenn etwas gerade noch mal gut gegangen ist und gewaltig hätte schief gehen können.

    Und im Bezug auf Politik „könnte ich gar nicht so viel essen, wie ich kotzen wollte!“, wobei ich doch eher selten „etwas zum Kotzen finde“, für die Wortwahl muss es schon echt übel sein.

    Den Platz von „Scheiß die Wand an!“ hat bei mir „Spieß den Elch auf!“ (eine Eigenkreation) eingenommen, da ersteres immer das Bild hervorruft und mir daher absolut zu vulgär ist, genau wie der Gebrauch von Geschlechtsorgangen.

    Aus der sexuellen Richtung gibt es bei mir nur „Fuck!“ bzw. „fuuuuuuck!“, dass eig eher ein sanfter Fluch ist, wenn es nicht ganz so übel ist. (Ich will Sex und entsprechende Organe lieber schätzen und nicht beschmutzen durch den Gebrauch als Fluch.)

    Das „verdammte Arschloch!“ ist bei mir meistens eher ironisch gebraucht und richtet sich mit liebervoller Stimme gegen gute Freunde, wenn sie mich geneckt haben und ich ihnen nicht dafür böse bin … es kann aber durchaus auch als Wutausruf gegen Menschen herhalten, die echte Aggressionen ob ihrem Verhalten in mir wecken und mich gerade nicht hören können… z.B. dann, wenn diese gerade Fahrerflucht begehen.

    Was ich auch gerne mache, wenn ich mich über jemanden aufrege, ein Wort zu bilden, dass ihn beschreibt und es wie einen Fluch bzw. eine Beleidigung zu verwenden. z.B. verdammter Technokrat.

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  25. Ich bin heute auf deine Seite gestoßen. Wirklich Klasse!!!! Und man lernt echt was!

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    1. Vielen Dank, Karen. Das freut mich sehr :-)

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  26. Was heisst auf deutsch:potzverdiggi? Oder goed one the hoe.weiss nicht ob es richtig geschrieben ist aber das sollen auch nl schimpfwörter sein.bitte auf deutsch

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    1. Das Wort, das Du meinst, heißt potverdikkie. Es bedeutet so viel wie verflixt noch mal.

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  27. Guten Tag, ich habe eine Frage: Ein Bekannter (Deutscher, der gut hollaendisch spricht) hat mal gesagt „es stinkt“. Danach rechtfertigte er sich, dass das nicht im negativen Sinne gemeint gewesen sei. Im der hollaendischen Sprache, vor allem in Amsterdam, wuerde das Wort ’stinkt‘ auch im positiven Sinne benuetzt. Man sage z.B. dort auch ‚het stinkt lekker‘. – Ich kann das eigentlich nicht glauben. Oder trifft das auf den Hollaender-Slang tatsaechlich zu?

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    1. Ich kenne es so nicht und würde es auch nie so benutzen. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass es ironisch verwendet wird.

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      1. Ik zou het ook zo niet gebruiken.
        Net als Alex kan ik me voorstellen dat het in sommige groepen zo gebruikt wordt, misschien ook door studenten als een soort van studentikoos gepraat of iets dergelijks.
        Gangbaar in algemeen Nederlands is het niet.

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  28. Eine niederländische TV Präsentatorin (Marijke? Spielshow mit von der Lippe) sagte mal während einer Sendung ‚Du Arschloch‘. Sie wunderte sich, dass auf einmal Stille am Set herrschte.

    Schimpfen und Fluchen gehört zum Alltag. Auch wenn man’s gerne etwas zivilisierter mag, erfordert die ‚kommunikative Situation‘ manchmal, dass man sich deutlich ausdrückt. Auf unserer Webseite NuBeterDuits (täglich ein gratis Test) haben wir eine Auswahl an umgangssprachlichen Wörtern und Ausdrücken zusammengestellt ohne Kloakensprache: http://nubeterduits.nl/ Vielleicht hilft das Niederländern bei der Einschätzung der Grenzwertigkeit mancher Ausdrücke.

    Dein Blog steht übrigens als Empfehlung bei unseren Links.

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    1. Meinen Kursteilnehmern rate ich vom Gebrauch von Schimpfwörtern ab, bis sie sich über den Gefühlswert des jeweiligen Wortes im Klaren sind. Das erfordert Übung und ein gewisses Maß an Feingefühl.

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  29. jozef hompus 09-08-2016 at 16:39

    „Krijg nou wat “ was het stopwoord van Ir Evert van der Pik in van Oekels Discohoek en „krijg nou de tering“ van Ma Flodder uit de films.

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    1. Die „Flodders“ sind sogar in Deutschland bekannt, glaube ich …

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  30. wenn man in der Stadt Leiden geboren ist, uns dass sind wir beiden, dann schimpft man im Niederländischen und immer fangt man an mit
    „vuile“ ( schmutzige oder mehr),
    so es heist dann“ vuile rotzak“.
    dies kommt nur in Leiden vor. Es ist eine sehr schöne Stadt…..

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    1. Ihr beiden? Sprichst du mit zwei Zungen, Bo? ;)

      Ich kenne „vuile“ durchaus auch. Es scheint also nicht „typisch Leids“ zu sein …

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  31. Super geniale Arbeit,
    Glückwunsch zu 20 Jahre in Duitsland…

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    1. Wow, danke Frank!

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      1. Frank Paul 05-08-2017 at 01:27

        Es wäre doch zu schade, wenn ich mich nicht mehr melden würde.
        Trotz meiner Phobie des Internet´s.

        Ik hau noch immer met je Side! Af en to keek ik immer ma rein. Expliziet: liebe Grüße!

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