Zehn Tipps fürs Rad fahren in den Niederlanden

Die Niederländer nutzen das Fahrrad für fast alles: einkaufen, zur Arbeit radeln, zur Entspannung in der Freizeit. Rad fahren in den Niederlanden: so geht’s [ … ]

Zuletzt aktualisiert am 28. September 2017

Die Niederländer fahren von klein auf Fahrrad. Sie sitzen sicher im Sattel und nutzen ihre Räder für alles: fürs Einkaufen, um die Kinder in die Schule zu bringen, für die Fahrt zur Arbeit und in der Freizeit.

Zwei Jungen auf einem Fahrrad

Für alle Besucher aus dem Ausland, die in den Niederlanden Rad fahren möchten, hat das niederländische Orga-Team des Velo-City-2017 einige hilfreiche Tipps zusammengestellt. Die internationale Fahrradkonferenz fand im Juni dieses Jahres zum dritten Mal in den Niederlanden statt.

Die Tipps habe ich – mit freundlicher Genehmigung der Velo-City-Pressestelle – ins Deutsche übersetzt. Die letzten beiden Tipps stammen von mir. Das niederländische Original beschränkt sich auf acht nützliche Hinweise.

Radeln wie die Niederländer – so geht’s

1. Die Klamotte

Lass dein Fahrrad-Outfit zuhause. Fahrrad fahren in den Niederlanden ist einfach eine praktische und schnelle Art der Fortbewegung, bei der man sich nicht verausgabt. Spezielle Kleidung ist daher unnötig.

2. Handzeichen

Gib ein deutliches Handzeichen, wenn du abbiegst. Strecke also den Arm deutlich sichtbar aus, bevor du die Richtung wechselst.

3. Das Wetter ist keine Ausrede

Wahrscheinlich regnet es. Das ist jedoch kein Grund, nicht aufs Fahrrad zu steigen. Radele mit Regenschirm oder ziehe einen Regenponcho an.

Frau auf dem Fahrrad im Regen

4. Zu zweit ist’s schöner

Radele zu zweit nebeneinander. Fahrrad fahren ist eine soziale Aktivität, bei der man sich prima unterhalten kann.

5. Einfädeln

Fädele dich nahtlos ein. Niederländische Fahrradfahrer sind es gewohnt, für einander Platz zu machen.

6. Nicht klingeln

Nutze die Klingel nur, wenn es wirklich nötig ist. Niederländer wissen, dass sie überholt werden. Das muss nicht extra angekündigt werden. Klingeln wird daher schnell als nervig und aufdringlich empfunden.

7. Zusammen sind wir breit

Rücke mit anderen Fahrradfahrern zusammen, wenn du an der roten Ampel wartest. Niederländische Radler nutzen zum Warten im Rudel die ganzen Straßenbreite.

8. Mach es fest

Schließe dein Fahrrad immer ab, auch wenn du es nur kurz irgendwo stehen lässt. Vor allem in der Stadt ist es überdies mehr als ratsam, dein Rad mit einem vernünftigen Kettenschloss oder Bügelschloss an einem festen Gegenstand, wie einer Straßenlaterne oder einem Fahrradbügel, zu befestigen.

Und die Bonustipps von Alex

Frau mit Kind auf Fahrrad (Niederlande)

9. Sei gelassen

Beharre nicht auf Regeln und poche nicht auf dein Recht. Go with the flow.

10. Oben ohne

Radele ohne Helm, wenn du nicht sofort als Tourist aus Deutschland auffallen möchtest. Fietsen in den Niederlanden ist nicht gefährlich. Alle anderen Verkehrsteilnehmer sind auf Fahrradfahrer eingestellt.

Fühlst du dich unsicher auf dem Rad? Dann lass es lieber sein. Rad fahren in den Niederlanden ist durch die ausgezeichnete Infrastruktur eine entspannte Angelegenheit. Vor allem in der Stadt jedoch haben die Niederländer wenig Verständnis für Touristen, die ihre Verkehrswege als Übungsfeld betrachten.

Veel fietsplezier!


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Geschrieben von alex

Ursprünglich komme ich aus den Niederlanden, seit 1997 ist Deutschland meine Wahlheimat. Hier im Blog findest Du fast 400 Artikel über die Unterschiede zwischen der deutschen und der niederländischen Sprache und Kultur.

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  1. Danke für diesen Artikel. Werde demnächst mit 30 Kindern in den Niederlanden auf Rädern unterwegs sein und muss jetzt schon die ersten Diskussionen über Gefahren und Helme führen.
    Kurz bevor ich schon wieder davor war die Lust zu verlieren, hat mich der Artikel gerade noch einmal daran erinnert, wie großartig Fahrradfahren in den Niederlanden ist.
    Zusätzlich hilft er vielleicht auch einige sehr deutsche Bedenken bezüglich dieser Risikosportart etwas zu relativieren;)

    Antworten

    1. Hallo Matthias. wenn die Kinder sattelfest sind und sich dessen bewusst sind, dass sie den Radweg mit vielen anderen Radfahrern (die oft schneller sind) teilen, würde ich der Tour recht gelassen entgegen sehen.

      Ich wünsche euch viel Spaß! Vielleicht kannst du ja mal berichten.

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  2. In Göttingen, Münster en bijvoorbeeld Herford is de fietscultuur vrijwel gelijk aan Nederland. Weinig fietshelmen, overal fietsers die hun fiets voor van alles en nog wat gebruiken.

    Er zijn plekken in Duitsland waar het veel minder is voor de fiets en de fiets vaak gebruik moet maken van een smal voet/fietspad. Zoiets bestaat niet in NL. De mensen die uit die gebieden komen fietsen hier vaak op een voetpad langs een weg van maar 30km/h. Het is echt wel de bedoeling dat de fiets gebruik maakt van de weg. Een klein stukje over de stoep of kinderen tot een jaar of 10 is geen probleem. Maar anders is hier het trottoir alleen voor de voetgangers.

    Antworten

    1. Göttingen, Münster en Herford zijn echt uitzonderingen in Duitsland, Ximaar.

      Duitsers fietsen (in Duitsland) vaak op de stoep. Soms uit nood, soms omdat er in Duitsland vaak geen duidelijk zichtbare scheiding is tussen stoep en fietspad. In Nederland is dat inderdaad niet de bedoeling.

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  3. Leuke foto, bij die bonustips. Toevallig weet ik waar die genomen is. Heb daar in de buurt gewoond. N. of eigenlijk V., toch?

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    1. Hé, wat grappig, Ruud. Inderdaad, het is V. (tegenwoordig deel van N.)

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  4. Ik vind het einde van de text redelijk arrogant. Mijn kinderen dragen altijd een helm en ook ik als ik langs grote straten fiets. Bij mij in de buurt (Limburg/grensland) voel ik mij daar niet altijd veilig, omdat er niet overal fietspaden zijn. En ik rijd soms heel snel, bij een botsing zou ik ernstig gewond raken zonder helm.
    En voor mij speelt het geen rol of iemand denkt dat ik een Duitse touriste ben. I love my brain.

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    1. Lucy van Pelt 24-08-2017 at 14:02

      Die Haltung verstehe ich gut, Iris!
      Vor allem dort, wo Fahrradverkehr eher die Ausnahme als die Regel ist und nicht überall Radwege sind.
      Natürlich möchte ich im Ausland nicht sofort als Touristin erkannt werden, aber wenn ich das gegen einen Schädelbruch abwäge, dann ist das für mich zweitrangig. „I love my brain“ – super!

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      1. Hoi Lucy,

        in den Niederlanden ist der Radverkehr mit hervorragender Infrastruktur aber die Regel und nicht die Ausnahme. Also sind alle Verkehrsteilnehmer immer auf fietsers eingestellt und diese haben ihre eigenen, baulich klar abgegrenzten Wege und ihren ganz eigenen Platz in der Hierarchie des Straßenverkehrs. Situationen wie in Deutschland, wo sie sich z. B. häufig den Weg mit den Fußgängern teilen müssen, gibt es einfach nicht. Insofern ist die niederländische Situation gar nicht auf Deutschland übertragbar, wo Du ja vermutlich wohnst.

        Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, so wie Iris sie in ihrer Umgebung beschreibt. Und man mag den 10. Tipp arrogant finden, muss sich aber schließlich auch nicht daran halten. Das eigene Verhalten entscheidet man ja immer selbst – don’t we all love our brains? :-)

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        1. Lucy van Pelt 29-08-2017 at 17:02

          Das mit der Arroganz hatte ich überlesen; so gut kann ich nicht Niederländisch!

          Du sprichst noch eine Gefahrenquelle an, Steff, die es in D gibt: den Fußgänger. Kannst Du Dir denken, daß ich als Radfahrerin schon mehrere Diskussionen mit Fußgängern hatte, die verlangt haben, daß ich absteigen solle auf solchen Wegen, die gleichermaßen für Fußgänger und Radfahrer sind? Weil sie nicht darauf geachtet hatten, daß ein weißer Streifen auf dem Weg die Teilung darstellen sollte zwischen Fuß- und Radweg. Ja, es bleibt noch viel hierzulande zu tun. Und ich habe mir gerade eine Woche Amsterdam gegönnt, da habe ich gesehen, wie viel besser es für Radfahrer gehen kann.
          Es grüßt:
          eine Autofahrerin/Fußgängerin/Radfahrerin.

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  5. André Engels 24-08-2017 at 14:07

    Mit Helm werd mann nicht fuer deutsche Tourist angesehen – es ist noch schlimmer: mann werd fuer amerikanische Tourist angesehen.

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    1. Sicher!

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  6. Liebe Alex, ich schätze dich und deine Beiträge sehr und freue mich immer auf buurtal. Heute habe ich mich aber erschrocken über deine Aufforderung ohne Helm zu fahren. Bei einer Kopfverletzung ist es nämlich egal welche Nationalität der fietser hat, ob er als deutscher/amerikanischer Tourist oder niederländischer Geschäftsmann unterwegs ist. Viele Grüße Huberta

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  7. Frau Vorgarten 24-08-2017 at 22:21

    Da setz ich sofort meinen Haken drunter. (oder zehn?)

    Radfahren ist nicht gefährlich, wenn der Autofahrer weiß, dass es solche Zweiradaktivisten gibt.*
    Drum fahr ich in den Niederlanden (sowie auf unseren friesischen Inseln) oben ohne.
    … Äh, ohne Helm.

    * Alex, ist es nicht auch so, dass im Unfall-Fall Autofahrer//Radfahrer meist der Autofahrer schuldig gesprochen wird? Ich mein, ich hätte mal sowas gehört.

    Antworten

    1. Hoi Frau Vorgarten,

      Alex, ist es nicht auch so, dass im Unfall-Fall Autofahrer//Radfahrer meist der Autofahrer schuldig gesprochen wird?

      Der Autofahrer wird nicht unbedingt schuldig gesprochen, aber er haftet für den Schaden des Fußgängers oder Radfahrers. Bei Kindern bis 14 Jahre zu 100 Prozent, bei älteren Verkehrsteilnehmern zu mindestens 50 Prozent. Bei höherer Gewalt gelten etwas andere Regelungen.

      Mehr Infos dazu (auf Niederländisch) hat de ANWB:

      Aanrijding met voetganger of fietser

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  8. An alle Helmträger,

    es tut mir leid, wenn ich euch mit Tipp 10 vor den Kopf gestoßen habe.

    Das Gefühl der Freiheit, das man in den Niederlanden auf dem Fahrrad erfährt

    * weil die Infrastruktur für fietsen super ist
    * weil man auf dem Fahrrad nicht (wie in Deutschland) zu einer Minderheitsgruppe gehört
    * weil Autos, Fußgänger und Fahrräder viel besser aufeinander eingespielt sind

    lässt sich leider nicht in Worten vermitteln. Man muss es selbst erleben, um wirklich zu verstehen, was ich ich hier schreibe.

    Die Situation in Deutschland lässt sich einfach nicht auf die Niederlande übertragen.

    Antworten

    1. nein ,das ist sicher. In der Niederlanden fuhr ich mit ein Kind hinter mich, ein kind am Stuur( was ist stuur auf Deutsch??? kein Lenkrad) und neben das Kind am STUUR noch 2 grosse Taschen mit Einkaufen… und dan 5 km . wieder nach Hause in Wind und Regen.

      Guck, das ist Fahrradfahren in Holland!! nicht gefährlich, und wir tragen auch kein dumme Helmen, nie, nein, wir sind Holländer….

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      1. Ob Helme „dumm“ sind, muss jeder für sich entscheiden, Bo. Dein Beispiel veranschaulicht aber ziemlich gut, was ich versuche, zu sagen.

        Een fietsstuur is ein Lenker.

        Antworten

    2. Die Rücksichtnahme ist wirklich ganz anders in den Niederlanden. Da halten Autos tatsächlich auch mal an wenn man an einem Übergang steht.
      In Deutschland habe ich oft bedenken ohne Helm zu fahren, insbesondere in größeren Städten (Wiesbaden ist bspw. fahrradtechnisch ein Alptraum), eben weil niemand auf einander aufpasst.
      Wichtig ist nur, das man sich anpasst und vorausschauend fährt.

      LG, Sina
      (die schon immer Helme gehasst hat)

      Antworten

  9. Ja, fietsen in Holland ist nicht gefährlich, das würde ich so als Halb-Holländer unterschreiben! Ich behaupte sogar, da jeder niederländische Autofahrer auch Fahrradfahrer ist denkt und handelt er so gut wie immer situationsgerecht.

    Antworten

    1. Genau das schreibe ich auch in einem früheren Fahrrad-Artikel, Doepfert:

      Ein Fahrrad im Hirn

      Niederländische Autofahrer kennen die Perspektive des Fahrradfahrers aus eigener Erfahrung (und umgekehrt auch).

      Antworten

  10. Vielen Dank für die Tipps, als Radler in der Grenzregion ist der Unterschied Radeln in D bzw. NL schnell spürbar.

    Ob das entspanntere Fahren in den Niederlanden der Perspektive gedankt ist – ich bin mir nicht sicher. In D gibt es in meiner Region viele (Renn-)Radler (hier gibt es ein Leistungszentrum), die sicherlich auch Autofahrer sind. Sobald die allerdings das Gefährt wechseln, ist die andere Sicht sofort verloren. Ausserdem ist hier das Radfahren gefühlt ein eher rechtsfreier Raum, Regeln werden nicht beachtet. Das fängt schon beim Radweg an: Bloss nicht den, man ist cool und fährt gundsätzlich auf der Strasse – selbst wenn es dort zu eng ist. Ich fürchte, das hängt schlicht mit der hohen deutschen Egozentrik (einige nennen das Individualität) zusammen.

    Ja, die liebe Helm-Diskussion. Ich trage Helm, auch in NL. Das hängt aber mit zwei Schlüsselerlebnissen zusammen. Das erste war mein eigener Sturz mit meinem langsam rollenden Rad, bei dem ich ohne Helm heute vermutlich nicht schreiben könnte und das zweite als Zeuge und Helfer beim Sturz einer älteren Dame ohne Helm, deren Einkaufstasche in das Vorderrad kam. Auch sie langsam aber dennoch spektakulär und mit einer eindrucksvollen Kopfverletzung.

    Lache wer will, ich fühle mich sicherer, und da ich mich besser fühle, fahre ich auch besser, da angstfrei (glaube ich jedenfalls).

    Antworten

    1. Hallo Bernd,

      du schreibst:

      Das fängt schon beim Radweg an: Bloss nicht den, man ist cool und fährt grundsätzlich auf der Strasse …

      Ich kenne die Lage bei euch natürlich nicht, aber vielerorts ist die Infrastruktur für Radfahrer in Deutschland so erbärmlich, dass es keine andere Wahl gibt, als die Straße. Mit den dünnen Rennradreifen fährt man da vermutlich deutlich bequemer.

      Antworten

      1. Hallo Alex,

        insgesamt sind die Radwege besser als ihr Ruf, vieles ist Klagen auf hohem Niveau. Ich wohne ländlich, die Strassen sind eng und die Bürgersteige mit dem Radweg kombiniert und breit genug für alle. Wenn man denn will und Rücksicht nimmt.

        Rennräder sind in meinen Augen Sportgeräte und damit nichts für den Strassenverkehr. Ich weiss, jetzt bekomme ich haue. Aber Spassgeräte auf der Landstrasse mit zweien oder dreien nebeneinander, so dass Autofahrer nicht vorbei kommen und sich alles staut – kann man machen. Stimmt.

        In NL klappt das aber. Problemlos und auf beiden Seiten.

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        1. … und die Bürgersteige mit dem Radweg kombiniert

          Ich halte diesen Ansatz für eine grundsätzlichen Planungsfehler, Berd. Man lässt doch auch keine Mofas auf der Autobahn fahren und setzt dann auf gegenseitige Rücksichtnahme. Die Geschwindigkeitsunterschiede sind einfach zu groß.

          Radfahrer sind eine eigenständige Gruppe Verkehrsteilnehmer, keine „etwas schnellere“ Fußgänger. Dieses Verständnis fehlt den deutschen Planern.

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          1. Prinzipiell hast Du recht. Erlaube mir bitte ein kleines Aber. Viele unserer Landstrassen sind rund 12 m breit. Ohne Rad- oder Fussweg. Im Zuge der Neuplanung haben wir knapp 8 m Strasse und knapp 4 m Kombiweg. Dazwischen Trennung. In NL habe ich dieses Prinzip auch zuerst kennengelernt – bloss funktioniert es in NL gut und in D weit weniger (wenn wir die genannten Scooter ausser Betracht lassen). Bei obigen Platzverhältnissen weiss ich allerdings auch keine besser Teilung; drei getrennte Wege passen da m.E. nicht (vernünftig) rein. Wobei ich mich gerne eines besseren belehren lasse.

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            1. Wo ein Wille ist, ist auch ein (Rad-)Weg …

              Antworten

  11. Hoi allemaal,

    Bin Deutsche, wohne seit 8 Jahren in NL. Klar ist fietsen hier sehr viel angenehmer als in Deutschland, keine Frage. Aber deswegen ist es noch lange nicht ungefährlich. 1. Breite Radwege hin oder her, inzwischen gibt es immer mehr Unfälle die von rücksichtslosen racefietsers/Rennradfahrern, die sich an “normalen“ Radfahrern stören verursacht werden, und Unfälle die von der zunehmenden Anzahl E-bikes (die teilweise bis zu 30 kmh fahren können) verursacht werden. Een fietser is de ander niet… es gibt Bummelanten, Kinder, Senioren, Familien/bakfietsers, e-biker…alle mit unterschiedlicher Schnelligkeit und Fahrverhalten auf ein und demselben Radweg.
    2. Brommers. Die dürfen (noch- vielleicht demnächst nicht mehr) auch auf Radwegen fahren, wenn sie unter 25 km/h fahren. Sehr viele davon sind allerdings gepimpt und fahren deshalb sehr viel schneller. Hatte die Freude eines Frontalunfalls mit einem solchen brommerchauffeur, dessen Schnelligkeit ich nicht gut einschätzen konnte. Selbst wenn sie sich an die 25 kmh halten ist das immer noch 10 kmh mehr als der Durchschnittsbummelradfahrer. Das kann nicht gut gehen. Statistiken (mit hoher Dunkelziffer) bestätigen das.
    Und es hilft echt nicht wenn man bei einem Unfall mit Auto oder Brommer recht bekommt als Radfahrer— Recht haben nützt nichts wenn man (halb) tot ist.
    Bin für Helmpflicht, mindestens mal für Kinder, in NL und D.

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  12. In den Niederlanden macht das Radfahren richtig Spaß, weil es einfach so normal ist: miteinander statt gegeneinander. In D trage ich meinen Fahrradhelm immer, da es mir viel sicherer ist und auch die PKWs mich mit meinem Nutcase in Dutchy Orange besser sehen.

    In NL habe ich ihn nie dabei: dann fällt es auch nicht so auf, dass ich kein Niederländer bin und ich kann besser mit meinem Koga mitschwimmen.

    Lustig finde ich die deutschen Pärchen gesetzten Alters, ziemlich entfernt vom Idealgewicht, in bunter Partnerlook-Radmontur, mit gleichem Helm, auf motorisierten Mountainbikes auf ebener Strecke.

    Auch die Freundlichkeit der Schüler fällt mir immer wieder auf. Nirgendwo werde ich auf dem Rad so oft von mir entgegenkommenden Schulklassen gegrüßt: „Goede morgen mijnheer“ höre ich dann häufig, ein „goede morge“ gibt’s natürlich von mir zurück.

    Ab Samstag darf ich wieder in ZH radfahren…

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    1. Schön, dass du so gute Erfahrungen in den Niederlanden hast, Ralph.

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      1. Hoi ich lese hier viel schreibe aber selten. Muss mich mal am Riemen reisen. Also D-Land ist mehrheitlich anders als NL kein Fahrrad freundliches Land weshalb ich hier nicht fahre oder sagen wir mal zumindest das Rad sehr selten nutze!

        Auf meiner Strecke zur Arbeit wäre es mir einfach zu gefährlich. Ich sehe es an meiner Arbeitskollegin. Die muss auf einer kack-gefährlichen Straße fahren. Den Gehweg möchte sie nicht nutzen da verboten. So muss sie zwischen Autofahrern fahren die keine Rücksicht nehmen. Sie halten keinen Sicherheitsabstand etc.

        Mein Eindruck ist aber dass es Richtung Norddeutschland besser wird.

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  13. Alleinunterhalter für Hochzeit 02-09-2017 at 12:17

    Hallo
    Super tolle tipps Danke :-)

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  14. Am besten gefällt mir ‚Sei gelassen‘. Das gilt für alle Verkehrsarten, Bahn, Bus, Auto, zu Fuß und natürlich auch mit dem Rad.
    Ein großes Stresspotential sehe ich bei der Begegnung zwischen E-Bikes und Fahrrädern. Ungeduldige E-Biker/innen drängeln und überholen auf dem Radweg oft, wenn es sehr eng ist, selbst in NL.
    Früher bin ich sehr viel Rad gefahren, in Berlin, Norddeutschland und NRW. Auch in Amsterdam, da war es fast Anarchie! Das möchte ich sehr. Und am liebsten ohne Helm.
    Leider fahre ich derzeit wenig Rad, zur Arbeit habe ich eine schöne Strecke am Kanal entlang, aber im Ruhrgebiet macht mir das Fahren in der Stadt keinen Spaß. Obwohl sich meine Gemeinde ‚Fahrradfreundliche Stadt in NRW‘ nennt. Na ja.

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    1. Elektrofahrräder würde ich inzwischen als eine eigenständige Kategorie Verkehrsteilnehmer einstufen. Die Geschwindigkeitsunterschiede zu „normalen“ Fahrräder sehe ich auch als potenziell problematisch.

      Wenn alle etwas gelassener wären im Straßenverkehr wäre die Welt ein besserer Ort. Leider sehe ich das nicht schnell passieren.

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  15. Der Tipp mit dem Schloss kommt für mich zu spät. Letzten Sommer wurde mir mein Fahrrad auf dem Campingplatz in Meerssen geklaut. Schloss war wohl nicht groß genug. Ich dachte immer, die Niederländer hätten genug Fahrräder. Falls jemand ein Cube Mountainbike mit einem Aufkleber von Fahrrad Binz in Kastellaun sieht, bitte bei mir melden. Danke
    P.S. profitiert hat der Fahrradhändler in Vaals, er hat mir ein neues Fahrrad verkauft

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    1. Das tut mir Leid, Wolfgang. Mir sind damals in Den Haag auch zwei Räder geklaut worden. Sehr unschön.

      Ich hoffe, dein neues aus Vaals leistet dir gute Dienste.

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  16. Zum Thema Fahrraddiebstähle: Vor einigen Jahren habe ich einmal einen Bericht von jemandem gelesen, der ein Auslandssemester in Amsterdam verbracht hat und ernsthaft Studenten, die nach Amsterdam gehen wollen, geraten, nicht das eigene Fahrrad dorthin mitzunehmen, sondern für fünf Euro ein geklautes Fahrrad von einem Junkie zu kaufen.

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    1. Den ersten Teil des Rates finde ich gut, den zweiten weniger …

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