Niederländische Drogen-Politik: Auslaufmodell Coffeeshop?

Eigentlich sollte der wietpas den illegalen Handel in Cannabis zurückdrängen. Jetzt haben Forscher der Universität Tilburg festgestellt, dass das Gegenteil passiert ist. In den drei südlichen Provinzen der Niederlande, wo Coffeeshops ab dem 1. Mai nur noch mit einer solchen „Clubkarte“ zugänglich sind, meiden viele Softdrugs-Liebhaber nun die Etablissements. Sie decken ihren Bedarf lieber in der Untergrundszene. Für ausländische Besucher ist das sowieso die einzige Möglichkeit. Einen „Graspass“ kann nämlich nur beantragen, wer seinen Wohnsitz in den Niederlanden hat. [ … ]

Zuletzt aktualisiert am 28. August 2017

UPDATE, November 2012:

Die neue niederländische Regierung hat den in diesem Blogbeitrag beschriebenen wietpas per direkt abgeschafft. Für Coffeeshop-Besucher mit Wohnsitz in den Niederlanden entfällt damit die Zwangsregistrierung, die in den südlichen Provinzen ab Mai 2012 notwendig geworden war.

Für Cannabis-Liebhaber aus dem Ausland ändert sich im Prinzip nichts. Ihnen soll nach wie vor der Zugang zu den niederländischen Coffeeshops verwehrt bleiben. Dieses „Eingesessenen-Kriterium“ soll ab dem 1. Januar 2013 landesweit gelten.

Softdrugs in Amsterdam

Da den Stadtverwaltungen jedoch bei der Neuregelung viel Freiraum gelassen wird, kann die nicht-niederländische Kundschaft zumindest in Amsterdam weiterhin legal Haschisch und Gras einkaufen.

Coffeeshop in Amsterdam

Gras-Pass

Eigentlich sollte der wietpas den illegalen Handel von Cannabis zurückdrängen. Doch jetzt haben Forscher der Universität Tilburg festgestellt, dass das Gegenteil eingetreten ist. In den drei südlichen Provinzen der Niederlande, wo Coffeeshops seit dem 1. Mai 2012 nur noch mit einer solchen „Clubkarte“ zugänglich sind, meiden viele Softdrugs-Liebhaber nun die Etablissements. Sie decken ihren Bedarf lieber in der Untergrundszene. Für ausländische Besucher ist das seither sowieso die einzige Möglichkeit. Einen „Graspass“ kann nämlich nur beantragen, wer seinen Wohnsitz in den Niederlanden hat.

Drogen-Tourismus aus Deutschland und Belgien

Das soll auch gleich einer der Hauptgründe für die Einführung der neuen Regelung gewesen sein. Auf Besucher aus Belgien und Deutschland übten die niederländischen koffieshops mit ihrem semi-legalen Angebot an Haschisch und Gras bislang große Anziehungskraft aus.

Vielen Gemeinden in den Grenzregionen war der Drogentourismus schon lange ein Dorn im Auge. Ab 2013 soll die Verordnung für das ganze Land gelten.

Gedoogpolitiek: Drogenbesitz ist nicht legal, kleine Mengen werden aber gedultet

Auch in den Niederlanden sind Handel und Besitz von Drogen grundsätzlich illegal. Das Gesetz unterscheidet dabei zwischen sogenannten harddrugs und softdrugs. Cannabis-Produkte wie wiet (das Wort leitet sich vom englischen „weed“ ab) und hasj gehören zur letzteren Kategorie. Im Rahmen des berühmten oder – je nach Perspektive – berüchtigten niederländischen gedoogbeleid wird der Besitz geringer Mengen weicher Drogen (bis maximal 5 Gramm) nicht verfolgt, obwohl er strafbar ist.

In diesem verhältnismäßig offenen Klima konnten um 1970 die ersten Coffeeshops entstehen. Die Cafés – in denen man übrigens auch ganz normalen Kaffee, aber keine alkoholischen Getränke bekommt – sind ein interessantes Phänomen. Denn obwohl der Verkauf von Cannabis-Produkten dort erlaubt ist, ist die Beschaffung der Ware verboten. Coffeeshop-Betreiber dürfen sich beim Einkauf also nicht erwischen lassen. Fehlender Mut und Konsens von Seiten der Politik verhindern bislang, dass dieses Dilemma gelöst wird.

Inzwischen sollen bereits mehrere Hundert Coffeeshop-Mitarbeiter in den drei Provinzen durch den Schwund der Kundschaft ihre Stelle verloren haben. Nur wenige der alten Stammgäste haben nämlich einen wietpas angeschafft. Der Großteil von ihnen dürfte vor der zentralen Erfassung als Drogenbenutzer zurückschrecken. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sich niederländische Behörden und Instanzen genauso wenig wie deutsche mit Ruhm bekleckern, wenn es um sorgfältigen Umgang mit sensiblen Daten geht.

Bedarf

Man mag von Coffeeshops halten was man will: sie decken einen Bedarf, der in unserer Gesellschaft nun mal existiert und der auch nicht so schnell verschwinden wird. Oft wird behauptet, dass die Existenz dieser Rauchstätten zu einer Zunahme der Drogenbenutzer führt. Das stimmt aber nicht. In den Niederlanden bewegt sich die Zahl der Cannabis-Nutzer im europäischen Durchschnitt.

Die Neuregelung und Verschärfung der Zutrittsbedingungen treibt einen Großteil des früheren Coffeeshop-Klientels auf die Straße. Dem Dealer an der Ecke sind niederländische Eingesessene und Drogentouristen gleichermaßen willkommen. Er wird allerdings keine Skrupel haben, auch Minderjährige zu bedienen. Und wo in den Coffeeshops nur „weiche Ware“ über den Tresen geht, beherbergt die Jackentasche, aus der das Marihuana kommt, womöglich gleich auch die harten Drogen.

Auf Kein Wietpas! verfolgt der deutsche Blogger Mobo das Geschehen um den wietpas und die niederländischen Coffeeshops.

Kleines Drogen-Lexikon

de drugs – die Drogen, das Rauschgift
softdrugs – weiche Drogen
harddrugs – harte Drogen
de cannabis – der Cannabis
de hasj – das/der Haschisch
de marihuana – das Marihuana
de wiet – das Gras (Marihuana)
de hennep – der Hanf
de wietplant/hennepplant – die Hanfpflanze (Cannabis sativa)
de spacecake – der spacekeks
de joint – der Joint
een jointje rollen/draaien – einen Joint drehen
blowen – kiffen
drugsverslaafd – drogensüchtig
verslaafd – süchtig
het/de amfetamine – das Amphetamin
de methamfetamine – das Methamphetamin
de speed – das Speed
de cocaïne – das Kokain (der Koks)
cocaïne gebruiken, snuiven – koksen
de xtc, de ecstasy – das Ecstasy (das XTC)
de heroïne – das Heroin
het lsd/de acid – das LSD
het methadon – das Methadon


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Geschrieben von alex

Ursprünglich komme ich aus den Niederlanden, seit 1997 ist Deutschland meine Wahlheimat. Hier im Blog findest Du mehr als 350 Artikel über die Unterschiede zwischen der deutschen und der niederländischen Sprache und Kultur.

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  1. Vielen Dank für das Verlinken auf mein Blog! es freut mich immer wieder, was es für ein Anklang findet.
    Übrigens: Leichter merken kann man sich die Domain keinwietpas.de und keinwietpas.nl, die beide auf den wordpress.com-space leiten.

    Antworten

    1. Gern geschehen. Bin während meiner Recherchen für diesen Beitrag auf dein Blog aufmerksam geworden. Eine gute Initiative, denn ich kann mir vorstellen, dass hier In Deutschland großer Bedarf an Informationen zum Thema besteht.

      Antworten

      1. Das stimmt. Deutschsprachige Infos zum Thema, die frei von den üblichen Vorurteilen sind, sind absolut rar.
        Ich will im Blog weder dämonisieren noch verharmlosen, denn beides gibt es genug im Netz. Ich werde Dein Blog am Wochenende auch verlinken, denn es gefällt mir ausgesprochen gut :-)

        Antworten

  2. …und ach ja: Dieses Blog, dass ich nur durch die Statistiken auf „Kein Wietpas“ gefunden habe, hat gerade auch einen festen Platz in meinem RSS-Reader gefunden!

    Antworten

  3. Und ich dachte, man könnte jetzt endlich mal unbeheiligt über die Grenze nach Deutschland fahren. Also werden die Kontrollen nicht abnehmen, so wie es so scheint.

    Schade, dass die Niederlande, für die ich sonst so gut finde, in diesem Punkt so eine Politik fährt und zwischen den Drogen unterscheidet, das eine mit einem Auge darüber hinweg sieht und sonst es verbietet. Aus meiner Sicht am besten wie in Deutschland ganz verbieten, aber das können die wohl nicht mehr machen.

    Als jemand der die Niederlande so mag, finde ich das immer wieder unangenehm, wenn man verdächtigt, nur weil man männlich und eines noch etwas jüngeren Alters ist. Bislang wurde ich auf meinen Fahrten mit dem Zug von NL nach D noch nie kontrolliert. Einmal wurde ich schon kontrolliert, als ich damals mit dem Auto auf der A31 entlang fuhr (dabei war ich gar nicht in den Niederlanden). War trotzdem ein sehr komisches Gefühl, aus dem Auto zu steigen und es der Polizei zu überlassen. Natürlich nichts gefunden, aber ich habe da schon sehr nervös mit den Polizisten gestanden.

    Meine Frage ist, wie weit darf die Polizei kontrollieren? Also wenn man beim Zug bleibt. RE 13 von Venlo nach Hamm / Westfalen. Beim letzten Besuch sind die Beamten kurz nach Grenzübergang ins „Abteil“ gekommen und sind dann am ersten Bahnhof also Kaldenkirchen wieder raus. Sah etwas überhastet aus. Dürften die jetzt rein theoretisch bis zum x-ten Bahnhof weiter suchen oder maximal der erste Bahnhof nach der Grenze?

    Antworten

    1. Hm, ehrlich gesagt weiß ich nicht, welche Bestimmungen es dazu gibt. Als ich noch meinen roten, tiefer gelegten Honda Civic hatte, haben mich die deutschen Drogenfahnder mehr als einmal von der Autobahn „gepflückt“. Mehr als Vla, Kaffee und andere Lebensmittel gab der Kofferraum jedoch nicht her. Seitdem ich ein unauffälliges Auto einer deutschen Marke besitze, haben die Kontrollen deutlich abgenommen …

      Antworten

    2. Na ja, in Deutschland wird es mittlerweise in den meisten Bundesländern ja auch toleriert. Übrigens, wie inzwischen in den meisten Ländern Europas.

      Seit in Europa die Grenzkontrollen aufgehoben sind, kann man übrigens in ganz Deutschland Kontrollen durchführen, daß ist nicht nur auf die Grenzregion festgelegt. In manchen Gegenden suchen sie dann verstärkt Drogen und wo anders Schwarzgeld.

      Antworten

    3. Diese Polizeikontrollen sind üblich und nichts Böses. Ich bin als Holländer mit Deutscher Freundin (mittlerweile Frau) ziemlich oft sowohl im Zug als im Auto zwischen Enschede und Hamburg gereist.
      Es gibt dort hauptsächlich zwei verbindungen; einmal die IC von Amsterdam über Bad Bentheim nach Berlin (und Polen), und der Regionalzug von Enschede nach Münster. In Bad Bentheim kommen immer Polizisten im Zug, und sie holen sich nur die auffälligsten Leuten raus. Da passiert meist gar nichts – bin nie kontrolliert worden über 7 Jahre hinweg.
      Im Regionalzug bin ich zwar auch noch nie kontrolliert worden, habe aber immer wieder erfahren dass eine oder mehrere ziemlich bekiffte und/oder verfomfaaid aussehende deutsche Jugendlichen vom Polizei gefasst wurden – die haben ganz offensichtlich einen sixth sense für sowas. Und gerecht – denn in NL sind wiet(eigentlich: marihuana)/hasj fast so normal wie Alkohol, und deshalb ist es auch weiterhin nicht so interessant. In Frankreich z.B. und auch (doch weniger) in Deutschland wird es so in der Illegalität gedrückt dass es etwas ganz besonderes wird, obwohl es nicht schadlicher als Alkohol ist, zudem (außer den Tabak) gsundheitliche Vorteile bietet und auch medizinisch eingesetzt wird. Dadurch (ist meine Theorie) sind die Drogentouristen, die sich hier in NL melden, irgendwie nicht in der Lage normal mit dem Zeug um zu gehen. Ich habe in der Innenstadt von Enschede gewohnt, und es waren immer wieder deutsche Jugendlichen die sich in der Einbuchtung vor meiner Haustür gesetzt haben um zu kiffen; ich kann diesen süßen Gerucht nicht mehr leiden. Immer als ich rauskam gab es wieder welche.

      Also; das Problem lässt sich nur bewältigen indem die Länder um uns herum mal nachdenken und nicht einfach in ihren Steinzeitmäßigen ‚aaaaah nein Drogen!!!‘ Reflex zucken, sondern zu kapieren dass marihuana und hasj ganz gewöhnliche mittel sind wie Whiskey und Rum auch – wobei letzteres bis auf heute sogar großere Probleme darstellt mit hunderttausende Alkoholabhängige menschen, oder zumindest denen, wobei ihren Verhalten als problematisch eingestuft werden kann.

      Hole es aus der Illegalität, denn dort hat es nichts zu suchen. Hasj ist kein Kokain. Und das wird es auch nie werden. Aber wenn man auf diesen Fuss weitergeht, nämlich in der Illegalität, ist der Schritt von Einem zum Anderen gar nicht so groß; wie auch schon im Blog beschrieben.
      Also: statt Wietpas, was eine schrechliche Erfindung ist, europaweit aus dem Schlaf erwachten und softdrugs erlauben. Entweder wie in NL bis 5 g, oder vollständig mit sonstigen Einschränkungen.

      Die Vorteile von Legalisieren (weniger Kriminalität, mehr Steuereinnahmen, weniger Alkoholiker, und. so. weiter.) sind endlos, ich verstehe einfach wirklich nicht warum es so ein großes Tabu ist.

      Antworten

      1. Ach und was ich noch vergessen habe zu erzählen; ich bin, als ich noch mein altest Volvo 440, Baujahr ’88, hatte, bin ich fast immer kontrolliert worden auf dem Weg von Enschede nach egal-wo in Deutschland. Denn mit einem Rostfleck hier und da ist das irgendwie Pflicht oder so für Polizisten. Vorurteilen Go! Als ich das Auto dann eingetauscht habe für einen Golf V bin ich nie wieder kontrolliert worden. Seltsam.

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        1. Dann hast du ja ganz ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich mit meinem schnittigen Honda Civic.

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        2. Hallo,
          eine FeF macht derzeit ihre Ausbildung bei der deutsche Polizei. Mir wurde so zugetragen, dass es keinen 6. Sinn gibt, sondern es Ausbildungsinhalt (!) ist, nach welchen Kriterien (!!!) Reisende zu kontrollieren sind.
          Ich stellte die Frage übrigens erst nachdem selbst zwei mal innerhalb einer Woche mitbekommen habe, dass Polizisten in Leer sehr zielstrebig auf Dunkelhäutige beim Ausstieg aus dem Zug zu gingen – mit den bekannten Fragen. Dabei saßen zumindest ein Mal auch deutlich „Beeinflusste“ unter den Passagieren, die aber mit Krawatte nicht so „aussahen“, dass sie ins Raster passten.
          Traurig.

          Antworten

  4. In diesem Ramen auch interessant: sogar wenn man ALLE Drogen legalisiert, führt das nicht zu grosseren Probleme mit den Drogensüchtigen, in Gegenteil. Es gibt dafür ein Land in Europa das dies seit 10 Jahre beweist, was aber überall in der Öffentlich ohrenbetäubend laut ignoriert wird: Portugal.

    Hier kann man das z.B. nachlesen.

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    1. Lesenswert! Ich denke, dass es bis zu einer ähnlichen Entkriminalisierung im restlichen Europa noch lange dauern wird.

      Antworten

      1. Ich glaube es ist vor allem ein Imagoproblem. Denn der Politiker, der sich für die Sache einsetzt, gibt eine schlechte Figur ab – egal, ob seine Argumente gut sind. Es sind denke ich mal vor allem die etwas konservativeren Leute, oder zumindest die etwas konservativere politische Mitte, die diesen Kreislauf instandhalten. Denn die Illegalität bestätigt diesen Vorurteile, nicht zuletzt weil es deswegen eine self-fulfilling-prophecy wird; nur die, die kein Problem mit der Illegalität haben, werden assoziert mit kiffen/drogen. Das heißt, wenn ich als Politiker mich für die Legalisierung der Softdrugs einsetze, bin ich automatisch ein Sprecher der kriminellen Szene; diese ungewünschten Leute, eben. Das ist nicht hilfreich.
        In den Niederlanden, wo die Kultur wohl auch konservativ aber doch eher lässig ist, gab es mehr Raum für progressiveres Vorgehen: wenn etwas den Holländer nicht persönlich betrifft, wird es ihm egal sein.

        Antworten

    2. Danke, Bob, ich finde den Artikel auch sehr interessant und wusste das überhaupt nicht. Meiner Meinung nach ist das auch sonst relativ unbekannt.

      Antworten

  5. De wietpas is slecht voor de werkgelegenheid, heb ik gelezen: veel arbeidsplaatsen in koffieshops dreigen verloren te gaan.

    Antworten

    1. Ik zou eerder willen spreken van een verplaatste werkgelegenheid; d.w.z. geen gereguleerde arbeid meer, omdat mensen nu de illegaliteit ingedwongen worden. De werkgelegenheid verdwijnt niet, maar maakt geen deel meer uit van de ’normale‘ economie – en niet van de statistieken. Veel meer zwart verdienen dus, crimineel geld, etc.
      Gevolgen: (1) minder inkomstenbelasting, (2) minder BTW, (3) minder accijns, (4) meer uitgaven aan uitkeringen, (5) meer druk op het justitiële en politieapparaat omdat er een sloot criminaliteit bij komt, en (6) natuurlijk meer verwoeste levens in het algemeen.

      Ik heb overigens wel berichten gelezen dat de overlast veroorzaakt door buitenlanders (laten we het beestje overigens bij naam noemen: dit betreft vrijwel uitsluitend Fransen) is afgenomen. Dat dan weer wel.

      Antworten

  6. Schöner Artikel Alex und wirklich das meist diskutierte Thema anscheinend, wenn es um die Niederlande geht. Zumindest hat der Wietpas Artikel in meinem Blog, die mit Abstand größte Klickrate.
    Das mit dem Gedoogbeleid finde ich immer noch ein Phänomen. Das habe ich sehr lange nicht verstanden, wie Coffeeshops existieren können, aber eigentlich kein Wiet angebaut werden darf.

    Gruß Simone
    (PS: übrigens es heißt an der Ecke, nicht auf der Ecke , da schlägt das Niederländische durch ;-))

    Antworten

    1. Danke, hab’s verbessert :-)

      Antworten

    2. … das meist diskutierte Thema anscheinend, wenn es um die Niederlande geht.

      Leider, ja. Denn vor ein paar Jahren konnte ich nicht aussprechen Niederländer zu sein ohne das exterm nervige „und, hast du was dabei?“ als Reaktion zu bekommen. Heutzutage verkehre ich in Kreisen wo kein Interesse an Hasj gestellt wird, und höre ich das nicht mehr. Aber sobald ich jemand treffe der irgendwie ab und zu oder oft kifft, kommt ohne Ausnahme eine Zuspielung auf dieses Thema. Das ist echt sowas von nervig!

      Antworten

      1. Ja, so hat jeder mit den Clichés zu kämpfen. ;-)
        Ich kann die Fragen, ob ich denn das Fahrrad zurückgebracht hätte, auch nicht mehr hören.

        Antworten

        1. Ui, der hat Ziel getroffen, ich musste schmunseln :)

          Antworten

      2. Mit den üblichen Klischees hat zwangsläufig jede(r) von uns zu tun, der oder die in ein anderes Land zieht. Und obwohl es durchaus nerven kann, passiert es nun auch wieder nicht ständig, so zumindest meine Erfahrung.

        Antworten

  7. Anke Christine 19-07-2012 at 21:36

    Hallo Alex,
    seit einem Jahr wohne ich nun in Holland mit meinen zwei pubertären Kindern. Durch unseren mehrjährigen Aufenthalt in Hamburg bin ich natürlich auch mit dem Thema „Weed“ und andere Drogen konfrontiert worden. Letztendlich kann
    ich persönlich nur feststellen, dass dieser kontroverse Zustand in den Niederlanden (Weedkonsum ja[in], Anbau und Verkauf nein) doch ein wenig verwirrend ist. Denn ge- bzw. verkauft wird ohnehin, ob in Coffeeshops oder unter der Hand. Da fände ich es auf jeden Fall besser, es komplett zu legalisieren mit dem Bezug auch hin zu einer gute, evtl. auch geprüften Qualität.
    Des Weiteren käme so sicherlich auch ein nettes Sümmchen der Staatskasse zu Gute.

    Auch bei anderen Vergleichen, so z.B. mit dem Verkauf von Alkohol an Jugendliche, bin ich stutzig geworden. In Hamburg war es nur möglich ab 16 Jahren Bier zu kaufen, Wein und andere hochprozentigere Getränke sind dem erwachsenen Konsumenten vorbehalten. Wobei auch hier nicht vergessen werden sollte… wo ein Wille, da ein Weg!

    Das größte Problem besteht aus meiner Sicht allerdings in der Einfachheit an
    gewisse Pillen heranzukommen. Hier bin ich aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Die Politie kontrolliert stichweise Autos, in welchen sich jüngere Insassen befinden – allerdings nur auf Weed. Kein Pillencheck, geschweige denn einen Drogentest, der leicht durchzuführen ist. Und das finde ich persönlich bedauerlich, denn Speed und Co. lassen viele Jugendliche doch Gefahr laufen in Abhängigkeit zu fallen. Selbst der Preisunterschied zwischen Weed und Pillen ist enorm. Für Kleingeld kann fast jeder ein Wochenende auf Speed durchbringen. Das ist echt bedauerlich.

    Antworten

  8. Also, ehrlich gesagt ist mir das ziemlich egal, ob Cannabis in den Niederlanden nun legal ist oder nicht und in welchem Maße und so weiter … Ich persönlich brauch das nicht. Und außerdem stimmt das schon: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, an Drogen ranzukommen, egal welche, sonst würde es die ja in Ländern wie Deutschland, wo deren Konsum verboten ist, gar nicht geben. Allerdings finde ich auch nicht, dass man automatisch darauf schließen kann, dass der Drogenkonsum automatisch zurückgeht oder zumindest gleichbleibt, wenn man ihn legalisiert. In Tschechien zum Beispiel sind ja auch alle möglichen Drogen erlaubt, und so weit ich weiß nicht nur sogenannte soft drugs, aber da gestaltet sich das Ganze nicht so problemlos wie scheinbar in Portugal.

    Antworten

  9. Wo ein Wille ist, kann man sich auch entscheiden, dem Zeug fernzubleiben. Ich habe die ersten 48 Jahre meines Lebens in Holland verbracht, davon die Hälfte in Amsterdam. Nie habe ich die Lust verspürt, Drogen zu konsumieren. Es gab einfach zu viele andere lustige und interessante Dinge.
    Statt das Problem ‘schmal’ zu debattieren (Wietpas ja oder nein; dieses legal, jenes illegal) sollte man sich vielmehr fragen, warum so viele Jugendlichen in unseren Gegenden sich selbstvernichtend verhalten. Es geht nicht nur um Drogen, sondern auch um Depressivität, Lernverweigerung, sich hängen lassen, Lärm im Ohr, Verstümmelung, Komasaufen und Vieles mehr.

    Antworten

    1. Das Problem, das du ansprichst, ist ein viel umfassenderes. Von der Politik verspreche ich mir da wenig (zu viele unterschiedliche Sichtweisen, zu viele gegensätzliche Interessen). Ich glaube durchaus, dass es sinnvoll ist, sich auf Teilbereiche zu konzentrieren um dort etwas zu bewirken. Das ist schon schwierig genug …

      Antworten

      1. Ja, da hast Du schon recht. Die Politik kann man vergessen; die geistige Führung der Kirchen ist auch hin. Wenigstens sollten Eltern sich die obige umfassende Frage mal stellen. Aber Eltern, die das tun, deren Kindern nehmen wohl eh keine Drogen.
        Es kommt mir vor, dass die Kluft zwischen ‘gut gelungenen’ und im Stich gelassenen Jugendlichen tiefer geworden ist.

        Antworten

        1. Ich frage mich wie offtopic wir hier gehen, und ob das filosofische hier einen Platz finden könnte, aber es ist etwas was ich schon seit langerem Betrachte als ‚Zeitgenosse‘.
          Weil es stimmt was Bob sagt (es gibt immer den Bedarf Grenzen zu suchen vor allem aus Gründen der Selbstentdeckung und definierung), kann man nicht anders, als objektiv feststellen dass die Welt sich in Sachen Moral als Richtlinie fürs leben in den letzten Decennia schon ein wenig entleert hat, sozusagen. Zumindest, das ist meine Sicht.
          Wie du sagst, es gibt keine klare Gesellschaftliche Regelen mehr, wo jeder sich zu Konfirmieren hat, und auch die moralische Macht der Kirche gibt es immer weniger (sogar bei den Moslims hier im Westen). Die Familie ist auch sehr oft nicht länger der Eckstein der Gesellschaft.
          Ich glaube dass wir im moment in einer Umbruchfase sind. Es gab ja dieses Erstickende Gesellschaftliche müssen, wie es die (um den) Kriegsgeneration fabriziert hat, und mit den hippiemovements und sonstige Freiheitsvorfechter (gibts diesem Begriff?) hat eine ganze Generation versucht, sich davon zu befreien.
          Die Freiheit ist damit zum Ziel an sich geworden, und viele Kinder und Jugendlichen sind, glaube ich, in ein ausmaß an Freiheit aufwuchsen, vor allem weil ihren Eltern, die um ihre Freiheit gekämpft hatten, unbedingt nicht wie ihren Eltern sein wolten, und ausserdem vielleicht diese Liberalität nicht vollständig verstanden hatten. Daher fehlt ein Moralisches oder Gesellschaftliches Paket, worin Kinder und Jugendlichen ihren Weg finden können ohne sichselbst zu zerstören. Ich glaube, dass es ein wenig dauern wird, bis die Generation, die so aufgewachsen ist, ihre Vorstellung von Freiheit ausbreiten kann, und so in der Lage sind, ihre Kinder mit solch einer Freiheit zu erziehen, dass sie darin Leben können ohne Nihilismus.

          Gut, ich sage das alles jetzt als junger Mann, und sicherlich gibt es viele Anmerkungen die dazu gemacht werden können, aber de moraal van het verhaal ist glaub ich doch, dass Freiheit mehr ist, als einfach alles tun können was man vielleicht jemals geträumt hat, ohne jegliche Grenzen, Pflichten und Abgründe. Es muss etwas geben, woran man sich festhalten kann. Ich glaube das fehlt einfach für vielen.

          Antworten

          1. Wojciech Ż. 01-08-2012 at 09:34

            Ich glaube „Freiheitsverfechter“ (freedom champions) wenn Du das meinst.

            Nicht erst seit Jahrzehnten, sondern seit ueber einem Jahrhundert hoehlt sich Europa moralisch aus, nur in den letzten Jahrzehnten hat es andere Zuege angenommen. Gott ist tot, und so ziemlich jede andere moralische Instanz ist tot oder noch toeter in unserem dekadenten Europa. Ich glaube jegliche „Ethik“, ob religioes oder sekulaer fundiert ist ziemlich passe‘, und unwiederbringlich abgeschafft. Was sich statt ihrer einfuehren liesse, ist (vielleicht) eine Art Hygiene der Lebensfuehrung. „Wenn du dich schon betrinkst, dann achte auf ein Mass, und werde Anderen nicht laestig“. Ist schon weitgehend passiert mit Sexualitaet. Fremdgehen ist OK, nur bitte mit Kondom. Oder „Duschen Sie bevor Sie ein geschlossenes Schwimmbad in Anspruch nehmen“. Solcherlei sollte nicht als moralische Gebote daherkommen, sondern als Verordnungen einer Obrigkeit, der man gehorcht, oder jedenfalls so tut, als gehorche man. Mit derart Pseudo-Ethik laesst sich die Gesellschaft vielleicht einige Jahrzehnt (noch) zusammenhalten, und dann schauen wir weiter. Insofern sind die neuen niederlaendischen Coffeeshop-Verordnungen ganz sinnvoll. Die nuechternen, pragmatischen Hollaender schaffen’s ohne viel Aufsehens. Die Idee der Freiheit, dagegen, als moralisches Ideal (nicht als „das tun, worauf man gerade Lust hat“) war in Europa sowieso nie richtig verwurzelt.

            Antworten

    2. Das geht jetzt ein Bisschen über das Thema hinaus, ist aber sehr interessant.

      Ich denke nich dass Jugendliche IN UNSERER GEGEND oder IN DIESEN ZEITEN sich besonders selbstvernichtend verhalten. (Wie wir wissen hat sich Sokrates vor zweitausend Jahren schon über die Jugend aufgeregt). In der Jugend bist du einfach mehr risikobereit und siehst weniger Gefahren. Das einzige was sich unterscheidet zu früher oder zu anderen Gegenden ist die Art der Gefahr die sich die Jugendlichen aussetzen. Natürlich braucht es dazu eine vernünftige Begleitung damit das ganze nicht aus dem Ruder läuft. Wir, die Eltern, sollen ihnen Gelegenheit geben sich auf eine Vernünftige Art aus zu toben.

      Antworten

      1. Wojciech Ż. 23-07-2012 at 10:36

        „Wie wir wissen hat sich Sokrates vor zweitausend Jahren schon über die Jugend aufgeregt“

        Hat er wirklich? Wo? Worauf spielst du an?

        Antworten

        1. So steht’s im Internet:

          „Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“

          Sokrates

          griechischer Philosoph (um 469 vChr – 399 vChr)

          Antworten

          1. Wojciech Ż. 26-07-2012 at 14:13

            Offensichtlich bist du internetglaeubig. Wenn du nichts besseres zu tun hast, finde die Quelle dieses angeblichen Zitats und verrate uns, wieviel Zeit dir das in Anspruch genommen hat. Viel Glueck bei der Suche!… (aber verlier liebe deine Zeit nicht, denn die Quelle gibt es nicht).

            Aber auch wenn sich etwas (aus dem Kontext heraus) vage Aehnliches bei Sokrates (Platon? Xenofon?) finden sollte, (und wie wir wissen, auch die Bibel sagt, dass es keinen Gott gebe — Psalm XIV…), das Paradoxe ist, dass Sokrates gerade deswegen angeklagt und verurteilt ist, weil er angeblich die Jugend die Gewohnheit hatte, zu verderben. „Socrates accusatus est quod corrumperet iuventutem“ (S. ist angeklagt worden, dass er angeblich die Jugend verdarb), Quintilian, Institutio Oratoria, Buch IV.

            Antworten

            1. Aha, wenn es im Internet steht ist es also NICHT wahr. Das ist aber genauso abwegig wie das Gegenteil zu behaupten.

              Tatsächlich kann es gar keine Zitate geben von Sokrates, weil er nichts geschrieben hat. Platon hat ihm alles in den Mund gelegt. Auch die Sache mit der Jugend. Die wohl Platon auch nicht wörtlich so gesagt hat wie es im Internet kursiert, dass ist eine englische Erfindung, und zwar von William L. Patty and Louise S. Johnson, Personality and Adjustment, p. 277. Basiert aber auf eine Bemerkung dass die Kindern kein Respekt haben vor den Eltern.

              Quelle:
              http://www.unrv.com/forum/topic/15674-socrates-and-todays-youth/
              und
              http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=plat.+rep.+8.562e

              Antworten

              1. Wojciech Ż. 27-07-2012 at 22:44

                Nee, aber das Internet ist an sich eine so zuverlaessige Quelle wie das Hoerensagen. Du glaubst wohl nicht alles, was du von einem x-beliebigen Passanten hoerst. Auch wenn er das unkritisch nachgeplapperte ins Internet setzt. Aber das Denken des Sokrates gut genug kennend, wusste ich sofort, dass das Zitat nicht echt sein kann, (kan zijn), aus den oben von mir genannten Gruenden: S. accusatus est quod corrumperet iuventutem, nicht: iuventutem accusavit quod corrupta esset. Die Stelle im Staat VIII, S. 562e betrifft was anderes, nicht die „corruptio iuventutis“.

                Hinsichtlich Coffieshops etc.: Jugend wird manchmal korrumpiert, — gluecklich kann sie sich preisen, wenn im Stile eine Sokrates — Zivilisationen gehen zugrunde, teilweise weil sie dekadent geworden sind, das wird das Schicksal unsers ollen Europas bald sein, fuerchte ich.

                Antworten

      2. Viel Risikobereitheit war doch früher eher aus Lebenslust, aus dem Vollen schöpfen zu wollen. Bei diesen Drogensüchtigen und Komasäufern meine ich eher das Verlangen zu sterben zu beobachten.

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  10. Ich finde, der Coffeeshop ist kein Auslaufmodell.
    Na gut, ich kann dazu eigentlich gar Nichts sagen, weil ich noch nie in einem Coffeeshop gewesen bin und komischerweise habe ich auch noch nie das Verlangen gespürt sowas zu betreten.
    „Wir müssen unbedingt in einen Coffeshop, da wollte ich schon immer mal rein“ bekomme ich sehr oft zu hören, wenn ich Besuch habe. Ich lehne es grundsätzlich dankend ab, biete aber an, die betreffende Person dort hinzufahren, abzusetzen und das Ganze zu beschnuppern. Bisher hat es noch keiner gemacht, auch wenn das Interesse noch so groß war ;-D

    Der Reiz ist vielleicht „das Verbotene“. Meiner Meinung nach kommt man als Jugendlicher durch die Gruppe zu solchen Substanzen und Orten. Ich zum Beispiel hatte nie Freunde die mit harten Drogen Kontakt hatten und ich behaupte jetzt mal, dass bisher auch noch keiner welche genommen hat.

    Wie dem auch sei, der Konsument (der Deutsche) wird immer Mittel und Wege finden an seine Ware zu kommen. Mir ist es vollkommen egal ob nun Drogen in Deutschland oder den Niederlanden legalisiert werden. Jeder wie er meint ;-)

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    1. Ik ben zelf nooit in zo’n coffeeshop geweest. In mijn woonplaats Ede is dat wel mogelijk. In mijn studententijd woonde ik in Amsterdam. Ik heb nooit het verlangen gehad om hash of cannabis te gebruiken, of om nicotine te gebruiken.
      Ik drink wel alcohol, één of maximaal twee glazen wijn, een paar keer per maand.
      Overigens weet ik dat alcohol voor verslavingsgevoelige mensen een heel gevaarlijke drug kan zijn.

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  11. der Wietpas ist absoluter Schwachsinn und von holländische Politikern „erfunden“ worden um stimmen zu gewinnen bei der Wahl, und um Europäischen Großmächte zu beruhigen (besonders Frankreich und Deutschland, die immer wieder Holland bedrängen)…….

    Ich bin 58 und rauche „es“ (bin ein wenig vorsichtig, dies‘ ist öffentlich hier) seit 38 Jahren, früher nur aus Spaß, heute eher medizinisch, es bedeutet für mich mindestens 3 schwere Pillen weniger.
    Ich komme gebürtig aus Nijmegen und weiß das der Wietpas da keine Zukunft hat, möchte sogar behaupten das er da NICHT eingeführt wird, der politischen Widerstand ist da einfach zu groß und die Nimweger sind historisch gesehen die Rebellen die sich immer wieder (erfolgreich) gegen die Haagse Stropdassen (Krawattenträger) durchsetzen.
    Bitte nicht falsch verstehen, ich will keine Werbung machen im Gegenteil so wie das jetzt mit Coffeeshops läuft ist das ok,aber der Wietpas ist und bleibt ein totgeborenes Kind.
    Ich wette mit Euch das in -pak weg – drei vier Jahren keiner mehr in Holland von den Wietpas spricht.
    Für mich privat ist das sowieso kein Thema, ich züchte auch erfolgreich Pepperoni’s (Jalapeno’s uns But Jokia), vier, fünf andere komische Sorten fallen da nicht auf.

    gruß, Ronny

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  12. Hoi ….

    also ich persönlich finde eine Studie zu dem Thema völlig sinnlos… Es ist und war ja wohl jedem ausser diesem (!?%$§&) Ivo Opstelten klar was bei einer Einführung eines „Wietpasses“ passiert. Ich persönlich hole mir mein gras aber auch schon länger nicht mehr vom Coffeeshop da die Preise ins unermessliche gestiegen sind… Wer will denn noch 7,8,9,10,11 Euro pro Gramm bezahlen ?!?! Besser wäre eine vollständige Legalisierung mit der Möglichkeit des Anbaus im grossen Stil in Gewächshäusern. Das würde nicht nur den Preis senken sondern damit wären auch Kontrollen auf Qualität und THC /CBD /CBN Gehalt möglich und Brandgefahren durch illegales abzapfen von Strom würden auch nicht mehr vorhanden sein . Dazu eine Steuer und der Staat macht auch noch etwas Geld damit…..
    Jahrelang waren die Niederlande die Vorläufer auf der Welt , mittlerweile entwickeln sie sich zurück. Also leute, stimmt am 12ten September auf die richtigen Parteien!!!

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  13. Anke Christine 19-08-2012 at 01:02

    Hallo zusammen….. ich denke, auch wenn ich nicht rauche, zumindest kein Weed, sollten coffeeshops legalisiert werden. Warum denn nicht? Auch der Anbau ebenfalls. Somit bekommt man ein kontrolliertest System. Immerhin kann auch jeder der über 19 ist ganz legal Absinth oder hochprozentigen Rum kaufen und das in unbegrenzten Mengen..Warum also so scheinheilig sein und auf der einen Seite Weed verbieten aber auf der anderen Seite den Konsum von Hochprozentigem noch mit Werbung unterstützen ??

    Und bitte: man erspare sich die Kommentare über „ich trinke gelegentlich ein oder das andere Gläschen….“ Noch niemals über die Stränge geschlagen ;-) ????

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  14. Anke Christine 19-08-2012 at 01:03

    ich habe einen kleinen Fehler gemacht :.. nicht über 19 sondern 18

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  15. […] Frau Antje, das Königshaus, Tulpen, Coffeeshops und Fußball … In Typisch Niederländisch, einem Büchlein mit dem ambitioniert klingenden […]

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  16. Der Krieg gegen Drogen ist in Wirklichkeit ein Krieg gegen „Menschen“, basiert auf Lügen, Irrglaube, Macht und Korruption. Dies gilt eigentlich generell für Kriege.
    Schon die Unterscheidung von Alkohol und Drogen, wie in den Medien sowie in der Politik oft die Titel bei diesem Thema lauten, ist eine Verzerrung der Realität. Natürlich geschieht dies ganz im Interesse der Alkohol-Lobby und sind Politiker gerne diesem Wirtschaftszweig dienlich- wie auch bei der Glücksspiel-Industrie übrigens. Immer wieder aufgedeckte Spendenaffairen zeigen, wie korrupt unsere Politik ist. Alkohol ist überall anwesend. Jeder Supermarkt, jeder Kiosk, jede Tankstelle schmeisst dir diesen hinterher- sichtbar für jedes Kind. Warum ist das so? Alkohol ist eine harte Droge, die sehr schädlich ist. Wieviele Todesopfer zählt Deutschland per Jahr? Wieviele Alkoholiker laufen sichtbar in den Städten umher und sitzen versteckt in Kneipen oder zu Hause vor dem Fernseher? Warum spricht man vom gemütlichen „FeierabendbierCHEN“, während andere „mit einem Joint in der Hand“ von der Polizei abgeführt und als Drogenjunkie abgestempelt werden, wobei sie mit weitführenden Konsequenzen rechnen müssen (das ganze Leben wird eigentlich zerstört; Verlust des Führerscheins, Arbeitsplatzes, finanzielle Geldstrafen usw.)? Warum sind die Strafen für z.B. Vergewaltiger niedriger als die für Menschen, die im Garten ihre Hanfpflanzen wachsen lassen (siehe Strafrecht!!!)?

    Der Wietpas ist ein weiterer Schritt, um Cannabis und Coffeeshops aus in den Niederlanden zu verbannen. Die vorgeschobene Zielsetzung durch die rechts-konservative Regierung dort, ist schlichtweg ein „voorwendsel“.
    Hierzu ein sehr lesenswerter Berich:
    http://nieuws-uitgelicht.infonu.nl/mens-en-samenleving/13259-nederland-beeindigt-het-gedoogbeleid-van-softdrugs.html

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    1. Hi Dirk, derzeit sieht es so aus, als würde das aktuelle coffeeshopbeleid so nicht weitergeführt werden. Für Einwohner der Niederlande plant die neu zu bildende Regierung eine Auflockerung der heutigen Praxis. So soll unter anderem der Registrierungszwang entfallen. (Wiet-Konsumenten aus dem Ausland werden jedoch voraussichtlich nicht viel von den neuen Regelungen haben.)

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  17. […] Der Bereich gesellschaftlicher Errungenschaften ist natürlich ohne die niederländische Drogenpolitik und die Eröffnung der Ehe für Schwule und Lesben nicht komplett. Allerdings ist hier die […]

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  18. Recht hast Du, Alex, wenn Du schreibst: „Man mag von Coffeeshops halten was man will: sie decken einen Bedarf, der in unserer Gesellschaft nun mal existiert und der auch nicht so schnell verschwinden wird.“

    Und deshalb glaube ich , daß Drogen legalisiert werden sollten – auch die harten. Viele Konservative malen bei einer solchen Ansicht den Teufel an die Wand, daß jeder nun in die Apotheke gehen könne, um sich harte oder weiche Drogen zu kaufen. Das ist Blödsinn.

    Ich denke hier vor allem an die Beschaffungskriminalität. Da bekommt beispielsweise eine Oma von einem Fixer eine über die Rübe gehauen, nur damit er an ihre 50 oder 100 Euro aus ihrer Handtasche gelangt.

    Es ist doch wesentlich sinnvoller, unter einer gewissen Aufsicht saubere Drogen und Spritzen zu verteilen.

    Und die Kiffer soll man doch kiffen lassen. Merkwürdig, wie puritanisch alles in den vergangenen Jahren wurde: Rauchen scheint nur noch privat erlaubt zu sein, Alkohol wird heruntergeschraubt, ein Joint mußte quasi behördlich genehmigt werden…

    Irgendwann sind wir dann alle so gesund, daß die Sozialpolitiker die Renten kürzen, weil die Menschen zu gesund sind und damit zu alt werden! ;o)

    Das schreibe ich als bloßer, aber kein Grasraucher.

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  19. Wie ist das Verbot für Ausländer mit EU-Recht in Einklang zu verbringen?

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