Brillennation Deutschland

Zuletzt aktualisiert am 7. Dezember 2016

Als ich Ende der Neunziger nach Deutschland zog, fiel mir auf, wie viele Leute hier mit Brille herumliefen. Nicht dass Fehlsichtigkeit hier weiter verbreitet wäre als in den Niederlanden: Deutsche tragen einfach gerne Brillen.

Deutschland hat eine Brillenkultur. Während viele schlecht sehende Niederländer zu Kontaktlinsen greifen, stehen die Deutschen zu ihrer Brille. Das macht sich auch im Angebot bemerkbar: Es gibt – trotz wechselnder Modetrends – grundsätzlich eine Riesenauswahl an Marken und Modellen.

Brillen – Back to the Seventies
Mir persönlich kam das entgegen. Lange Jahre war ich überzeugte Linsenträgerin – die Kunststoff-Scheibchen sind schön unauffällig und praktisch beim Sport. Seit einiger Zeit können meine Augen die dauerhaften Fremdkörper jedoch weniger gut ab. Inzwischen trage ich sie nur noch gelegentlich.

Renaissance

Aber in den Niederlanden scheint sich in den letzten Jahren etwas geändert zu haben. Auch dort sind Brillen heutzutage „in“. Von lästigen Sehhilfen sind sie zu Modeaccessoires geworden, die die Persönlichkeit der Träger unterstreichen. Vor allem die Nerdbrille und die Pilotenbrille haben es den Leuten angetan. Sie sind mit ihrem Retrolook gerade besonders populär.

Brillenbeine

Im Niederländischen haben Brillen – genauso wie Tiere – Pfötchen (pootjes). Im Deutschen nennt man diesen Teil der Fassung Bügel. Meinen Optiker habe ich beim ersten Besuch im Laden etwas verwirrt, indem ich ziemlich selbstverständlich von Brillenbeinen sprach. Dass Pfoten nicht stimmen konnte, war mir klar. Und wenn Tische und Stühle im Deutschen Beine haben, warum denn nicht auch Brillen?

Das Gestell selbst heißt im Niederländischen montuur. Ein falscher Freund; denn die deutsche Montur hat zwar auch mit dem äußeren Erscheinungsbild zu tun, man benutzt das Wort jedoch für Arbeitskleidung oder spezielle Outfits – gerne auch ironisch.

Kontaktlinsen

Linzen kann man in den Niederlanden essen; ich selbst bin zum Beispiel ein großer Fan von linzensoep. Um besser zu sehen, tragen viele Niederländer lenzen, die Kurzform von contactlenzen.

Brillen und Linsen auf einen Blick

Niederländisch Deutsch
de bril die Brille
het montuur die Fassung, das Gestell
het brillenpootje der Brillenbügel
de uitmonstering, de werkkleding die Montur
de brug (Teil der Brille) der (Brillen-)Steg
de lens/contactlens die (Kontakt-)Linse
de linze (fast immer Mehrzahl: de linzen) die Linse (Hülsenfrucht)

Sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden sind mehr als 60 Prozent der Bevölkerung auf eine Sehhilfe angewiesen. Ihr auch? Seid Ihr bekennende Brillenträger oder lasst Ihr Euch lieber mit Linsen sehen?


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Geschrieben von alex

Ursprünglich komme ich aus den Niederlanden, seit 1997 ist Deutschland meine Wahlheimat. Hier im Blog findest Du mehr als 350 Artikel über die Unterschiede zwischen der deutschen und der niederländischen Sprache und Kultur.

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  1. Seid Ihr bekennende Brillenträger oder lasst Ihr Euch lieber mit Linsen sehen?

    Ersteres, absolut. Ich bin seit dreieinhalb Jahrzehnten Brillenträger, die Brille gehört zu mir.

    Allerdings habe ich es auch nur als Fünfzehnjähriger mal mit Linsen versucht, und die Linse, die es damals gab, waren ungleich unkomfortabler als die heute. Vielleicht also probier ich es doch noch mal aus. Über meine heutige Brille habe ich vor drei Jahren was gebloggt.

    Antworten

    1. Ja, eine neue Brille ist wirklich ein Ereignis, wie Du auf Tiefland sehr schön beschrieben hast. Übrigens haben wir in etwa die gleiche Dioptrienzahl ;-) Ich bin auch mal gespannt, wann die Altersweitsichtigkeit einsetzt. Bislang habe ich sie bei mir noch nicht feststellen können.

      Antworten

      1. Ah, sie an! Bei mir hat sie vor etwas anderthalb Jahren angefangen, die Alterssichtigkeit :-/ , und daher werde ich demnächst wohl mal eine neue Brille brauchen. Noch kann ich mich nicht aufraffen, auch weil es noch nicht sehr schlimm ist – und übrigens auch sehr von der Tagesform abhängt, mal nervt es, mal ist es kaum zu merken. (Ich meine mich übrigens zu erinnern, daß das im Durchschnitt bei Männern früher komme, kann mich aber irren…)

        Antworten

        1. Laut dieser Quelle kommt sie bei Männern später als bei Frauen. Vielleicht sind wir die sprichwörtliche Ausnahme, die die Regel bestätigt? ;-)

          Antworten

          1. Ach, sieh da, interessant, das hatte ich dann wirklich falsch im Gedächtnis gehabt. Ja, wir wären dann statistische Abweichler. ;-)

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            1. Deinen Brillenpost habe ich nun im letzten Absatz verlinkt.

              Antworten

              1. Habe ich schon durch den Trackback gemerkt! :-) Vielen Dank! (Den ich Dir ansonsten bei nächster Gelegenheit per Twitter abgestattet hätte. :-)

                Antworten

  2. HA!
    Ich habe im Moment eher das Gefühl, dass ein „Laser-Trend“ ausgebrochen ist…
    Fast jeder lässt sich die Augen lasern, damit er weder Kontaktlinsen noch Brille tragen muss. Da ich im medizinischen Bereich tätig bin kann es aber auch sein, dass mir das besonders auffällt. Im Moment hab ich noch zu viel Angst vor so einer Operation…
    Denn ich bin kurzsichtig (-3,5) und habe das leider vererbt bekommen (vom Vater, und der hat es von seinem Vater). Lustigerweise habe ich das ziemlich lange geheim gehalten, bis ich etwa 17 war und ich einen Sehtest machen musste (wegen der Ausbildung). Und seitdem trage ich Kontaktlinsen, also seit fast 7 Jahren nun. Eine Brille habe ich nie getragen, habe aber so eine Eingewöhnungsbrille bekommen. Die wird nur aufgezogen, wenn ich alleine bin und mich niemand sieht. Ich denke das sagt schon, was ich persönlich von Brillen halte ;-)
    Mir stört eine Brille, nicht nur optisch, sondern auch funktionell. Selbst wenn ich mal Probleme mit den Kontaktlinsen haben sollte, dann wird abgewartet und danach wieder eingesetzt. Auch wenn es Tage oder Wochen dauert ;-) Deshalb wechsel ich jeden Monat meine weichen Kontaktlinsen, bisher hab ich keine schlechten Erfahrungen gemacht.

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    1. Lasern finde ich auch eine gruselige Vorstellung; da behalte ich meine externen Sehhilfen lieber noch ein bisschen …

      In meiner Jugend fand ich Brillen fürchterlich, inzwischen komme ich damit gut zurecht. Das hat auch damit zu tun, dass die Gläser heutzutage wesentlich dünner sind als früher, sodass man nun nicht mehr zwangsläufig mit einem Klotz auf der Nase herumlaufen muss.

      Mit den weichen Linsen die ich mit siebzehn bekam tat sich für mich eine Welt auf: klare Sicht ohne Einschränkungen. Irgendwie schon Schade, dass ich sie nicht mehr gut vertrage.

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  3. Ein Kollege von mir hat sich die Augen lasern lassen und ärgerte sich darüber, das er das nicht schon viel früher gemacht hat. Ist aber wohl auch nicht ganz billig und geht wohl auch nur bis zu einem gewissen Alter, glaube, das geht nur bis die Altersweitsichtigkeit einsetzt.

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  4. Alterssichtigkeit ist prima! War es jedenfalls für mich, denn ich brauchte für gut 2 Jahre überhaupt keine Brille und jetzt nur noch von 0 bis Computerdistanz. Wobei ich auch früher immer bekennender Brillenträger war!

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    1. Du Glückliche ;-)

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  5. Ik ben ook opgegroeid met de term brillenpoten, maar officieel zijn dat veren of brilveren.

    Ik had -1 en ooit een bril die ik steeds vergat. Als fietser red je het nog prima met -1. Toen ik stopte met suiker (in frisdrank) werden mijn ogen beter en schommelen nu rond de -0,5.

    Antworten

    1. Grappig, brilveren heb ik nog nooit gehoord. Opticiënsjargon?

      Früher bin ich sogar manchmal mit minus 3,5 radgefahren. Das ging eigentlich ohne Probleme. Nur Straßenschilder konnte ich nicht mehr lesen …

      Antworten

      1. @Alex: Komt uit de oudheid toen brillepoten nog veerden en van metaal waren. Het staat in wikipedia en is niet echt opticiënjargon. Maar is wel in onbruik geraakt.

        Dit soort specifieke woorden ken ik niet in het Duits. In dat geval had ik dus wel iets gezegd als Brillefedern of Brillebeinen. Aan poten was ik niet begonnen en het had vast erg lang geduurd voordat een woord als beugel me te binnen zou schieten. :-)

        Toch heb ik die woorden niet echt nodig. Het lukt me vrij goed om zoiets uit te beelden en dan zegt de Optiker binnen no-time: ‚Bügel‘ op een aanvullende en zeker niet verbeterende manier.

        Mijn Frans is een stuk beroerder. Alleen 2 jaar Mavo met gemiddeld een 3 en ik deed 100% mijn best om er niets van te maken. Toch lukte het me flink wat jaren terug om daar een hooikoortsmiddel aan te schaffen met de zelfverzonnen kreet: ‚Allergie de printemps‘ Dat bleek een schot in de roos, op de verpakking stond in het Nederlands ‚tegen hooikoorts‘.

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        1. ‘Allergie de printemps’ – mooie vondst! Kan me voorstellen dat ze inderdaad meteen snapten wat je bedoelde ;-)

          Antworten

  6. Ik heb een bril vanaf mijn zesde jaar; en als ik eerder bij een oogarts was geweest had ik hem nog eerder gehad.
    Ik ben namelijk erg bijziend.
    Ik was vanaf het begin erg blij met die bril, het verschil was eenvoudigweg te groot. Aan lenzen ben ik nooit begonnen – leek me te veel gedoe; en later kwam daar nog een soort angst bij nadat bij een kennis de toch al slechte ogen nog meer achteruit waren gegaan door een oogontsteking-.
    Twee van mijn dochters dragen wel lenzen overigens; ik heb kennelijk die angst niet overgedragen.
    Één van mijn dochters had hetzelfde als Xiwel, maar dan met +1; ze had bovendien een lui oog. Dat is behandeld, maar nu ze volwassen is is het oog weer compleet lui. Volgens de oogarts is er dan meer aan de hand dan een klassiek lui oog, en daar is verder niets aan te doen. Met haar goede oog ziet ze nu overigens meer dan honderd procent, dus geen bril meer. Droeg ze sowieso al jaren niet meer.
    Mijn eigen ogen zijn nog bijziender geworden; en ik moet dagelijks druppelen vanwege glaucoom (sterke bijziendheid is een risicofactor daarvoor)

    Ik koop eens in de 4-6 jaar een nieuwe bril, en kies er één die niet al te modegevoelig is. Al gaan de modellen wel enigszins met de mode mee; de grote exemplaren uit de zeventigerjaren, dat is het toch echt niet meer.

    ( mijn actieve beheersing van het Duits is niet voldoende om dit in het Duits te posten)

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    1. Geen probleem Trijntje, Nederlands mag ook :-)

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  7. Ich hab auch ne Brille —-> In der Handtasche oder im Auto oder zwischen den Sofakissen oder unterm Bett. Sie kann aber auch schon mal bei Freunden, Familie, Bekannten, im Buero oder in der Kneipe sein *huestl*

    Ich habe eigentlich seit meinem 5 Lebensjahr irgendwie immer eine Brille gehabt. Erst war ich kurzsichtig, dann spaeter weitsichtig. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich nur noch eine sogenannte ‚Schonbrille‘ fuer das Arbeiten am PC. Da ich beruflich (und zu meiner Schande auch privat) recht oft vorm Monitor hocke, greife ich oft zu diesem Nasenfahrrad. Allerdings ist das aktuelle Modell so klein, dass ich die Brille oefter suche als mir lieb ist … (Schoenster Moment war uebrigens als ich die Brille nach stundenlangen Suchen im KUEHLSCHRANK fand)

    Antworten

  8. Als ich nach Marburg zog, musste ich leider meine Linsen (mit Leseteil!) aufgeben, weil ich hier nur mit Fahrrad in die Stadt komme. Und harte Linsen vertragen sich nicht mit Rad fahren.

    Antworten

    1. Gibt es nicht auch weiche Gleitsichtlinsen?

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      1. Vielleicht inzwischen schon; als ich sie kaufte noch nicht. Und jetzt bin ich bei der Brille.

        Antworten

  9. Nicht gewusst, dass die Deutschen Brillenträger sind und wir Holländer Linsen träger. Ein eyeopener! :)

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  10. Lucy van Pelt 15-05-2011 at 08:19

    Na sowas, da zähle ich wohl zu einer Minderheit: mein Leben lang fand ich Brillen schön und habe bedauert, daß ich keine brauchte. Wann immer möglich habe ich dann eine Sonnenbrille aufgesetzt. Mir hat die Altersweitsichtigkeit eine Brille beschert, die ich aber nun immer brauche. Sie ist aber auch ein Kunstwerk! Ich bewundere die Leichtigkeit, mit der sie auf der Nase sitzt, und die Selbstverständlichkeit, mit der sie Nahsicht, Weitsicht und Sonneneinstrahlung kompensiert. Und dann vergrößert sie noch angenehm meine Augen. Ohje, was haben die Menschen nur vor Jahrhunderten sehen können … ?

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  11. Na sowas, da zähle ich wohl zu einer Minderheit: mein Leben lang fand ich Brillen schön

    Na, so klein scheint diese Minderheit aber nicht zu sein, wenn ich mir die anderen Kommentare so anschaue. Ich empfinde Brillen bei Frauen auch fast immer als hübsch, süß oder gar als schön. (Und ein mir sehr nahestehender Mensch läuft denn auch zu jeder Tages-, Nacht- und Jahreszeit mit einer hochgeklappten Sonnenbrille im Haar herum. :-) )

    Man muß allerdings anmerken, daß die Brillen für Frauen auch in den 60er und 70er Jahren – vielleicht schon vorher? – viel hübscher waren als die für Männer. Diese dickrahmigen Herrenhornbrillen (die auf dem Foto oben geht gerade noch so…) jener Tage waren wirklich nicht schön, und ich mußte als kleiner Junge in der zweiten Hälfte der 70er noch so etwas tragen, puh. Und neigte ich zur Kulturkritik, so nähme ich es für ein ganz typisches Zeichen der Geschmacklosigkeit unserer Tage, daß man derlei seit Jahren schon wiederum sieht – ohne jede technische Notwendigkeit.

    Eine Zeitlang fand ich randlose Brillen für Männer recht hübsch, bis mir dann aufgefallen ist, daß Wulff und Schwesterwelle mit so etwas auf der Nase herumlaufen. :-/ Ein Freund von mir meinte denn auch, randlose Brillen seien etwas für „Manager und alternde CDU-Junge-Wilde“. Na ja, derlei gehört aber wohl noch in den Bereich der ästhetischen Toleranz. (Und für Frauen gelten ohnehin viel lockere, „buntere“ ästhetischen Regeln als für Männer.)

    Antworten

  12. Paul R. Woods 15-05-2011 at 12:26

    Das war in den 1950er und 1960er Jahren genau anders herum.

    Damals pendelte ich als Kind viel zwischen Deutschland und den Niederlanden hin und her.
    Als ich mal bemerkte, dass in den NL viel mehr Kinder eine Brille trugen als in D. erklärte es mir meine Großmutter (wohnend in Arnhem) mit besserer gesundheitlicher Betreuung und Vorsorgeuntersuchungen in NL.

    Lag sie falsch oder kann das jemand bestätigen?

    Paul

    PS. Ich trage seit 1994 eine Brille und finde, dass sie mir gut steht.

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    1. Ob die medizinische Betreuung in den Niederlanden besser war, kann ich nicht beurteilen. Zumindest in den 60ern, wurden an den Schulen die ich im Raum Köln besucht habe, regelmäßig ärztliche Untersuchungen und Impfungen durchgeführt. Besonders „beliebt“ war dabei der Zahnarzt. Die Untersuchungen und Impfungen galten dabei vor allem Kinderlähmung, Typhus und TB. Die Motorik wurde durch hüpfen und balancieren auf einem Bein usw. geprüft. Der Sehtest bestand daraus, mit je einem zugehaltenem Auge diese Tafel mit Buchstaben zu lesen. Nachdem ich mir das gerade nochmal habe durch den Kopf gehen lassen, kann ich mich an keinen Klassenkameraden der ersten 4 Schuljahre erinnern, der eine Brille hatte, oder schlecht gesehen hätte, warum auch immer. Muss mir mal die alten Klassenfotos raussuchen. :-))

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      1. Oh ja, Ähnliches (Hüpfen …) kenne ich aus meiner Kindheit in Belgien. Auch in den Niederlanden gab (gibt?) es den schoolarts, aber irgendwie habe ich den, mit meinen vielen Schulwechseln wegen Umzüge, immer verpasst …

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  13. Karin Weiss 15-05-2011 at 21:59

    Ach ja, der Schularzt! Bei der Nachkontrolle nach der Pockenimpfung waren wir Kinder alle negativ und furchtbar besorgt ;-).
    Bei meinem Sohn wurden die Augen gelasert und er ist immer noch sehr glücklich damit. Vor ein paar Jahren kostete es 4000 Euro.
    Selbst hab ich leider eine Brille, ohne die ich aufgeschmissen wäre. Aber sie stört mich sehr und ich verlege sie auch dauernd. Wenn ich mit jemandem spreche kommt es mir vor, als wäre eine Barriere zwischen uns und ich nehme sie dann schnell ab. Ich finde auch, dass sie mich alt macht. Leider komme ich mit Kontaktlinsen nicht zurecht.

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  14. Schoolarts, dat was inderdaad degene die vaststelde dat ik een bril nodig was.
    Ik was toen 6 jaar oud, in 1960 of 1961.
    De schoolarts bestaat nog steeds, al is de frequentie minder dan vroeger, is mijn indruk.
    Mijn dochters zijn al voor hun zesde jaar gecontroleerd op hun ogen, via het consultatiebureau.
    De schooltandarts was inderdaad berucht. Mijn ouders kozen ervoor om ons naar de ‚gewone‘ tandarts te laten gaan. Die was wel beter, maar ook niet ideaal.
    De schooltandarts bestaat geloof ik niet meer.

    Ik heb niet het gevoel dat een bril afstand schept. Ik ben zodanig bijziend dat ik niet goed kan communiceren zonder bril op: ik zie eenvoudigweg de gezichtsuitdrukkingen van degene met wie ik spreek dan onvoldoende.

    Antworten

    1. … ik zie eenvoudigweg de gezichtsuitdrukkingen van degene met wie ik spreek dan onvoldoende.

      Das geht mir auch so: Ohne Brille kann ich die Mimik meines Gegenübers nicht gut erkennen und das behindert eindeutig die Kommunikation. Es ist sogar so, dass ich mit Brille besser hören kann ;-) (Sie macht es für mich leichter, mich zu konzentrieren).

      Karin, Du hast nicht so fürchterlich schlechte Augen, nehme ich an? Dann gilt das mit der Mimik für Dich vermutlich nicht.

      Antworten

  15. Jawel, dat is me ook gelijk opgevallen toen ik naar Duitsland verhuisde. Veel kleine kinderen dragen al een bril, zodat ze eruitzien als kleine Harry Potters!
    Ik weet maar een reden: Wirtschaft. De Brillenindustrie is zeer belangrijk, juist door de glas-industrie (Zeiss in Jena!).

    Zolang de verzekering meebetaalt aan de peperdure monturen loopt alles geruisloos. Maar dat wordt nu in het kader van de bezuinigingen ook minder en zal men minder snel een chique bril kopen.

    Lieve groeten van de (brillendragende) Sonja van Kleef in Stuttgart, die uitziet naar de volgende „buurtaal“.

    Antworten

    1. Hi Sonja,

      die Anzahl der Brillenträger wird durch die vergrijzing der Bevölkerung wahrscheinlich sogar noch deutlich zunehmen. Trotzdem meckert die Branche, dass die Deutschen sich nicht oft genug eine neue Brille zulegen: im Schnitt gönnt man sich hierzulande nämlich „nur“ alle 3.8 Jahre ein neues Exemplar …

      Antworten

      1. Da sollte sich die Branche fragen, woran das liegt. Nicht umsonst hat das Bundeskartellamt im letzten Jahr gegen die Branchenriesen Bußgeld von 115 Millionen Euro wegen verbotener langjähriger Preisabsprachen verhängt.

        Antworten

    2. Natürlich dürften wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen. Andererseits hat aber auch die Medizin gewaltige Fortschritte gemacht. Eine Vermessung der Augen wie heute möglich gab’s halt nicht, da wurden die Schäden oft zu spät bemerkt.
      Nebenbei, wem wurde denn auch als Kind erzählt, mit der Taschenlampe unter der Decke lesen würde die Augen „versauen“?

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      1. Guenter, du hast noch was vergessen ;-) – Wenn man mutwillig schielt, und dabei erschreckt wird, bleiben die Augen so stehen!

        Antworten

        1. Oh ja, das wurde uns damals in der (belgischen) Grundschule auch erzählt …

          Antworten

        2. Genau, aber da war ich zu blöd für, habe das nie hinbekommen. :-))

          Antworten

  16. Na, dann hier noch mal meine Brillenerfahrung:

    Genau wie du Alex habe ich eine Weile Linsen getragen und sie dann aber auf einmal nicht mehr vertragen. Alle verschiedene (harte + weiche) Modelle probiert. Nix.

    Jetzt wo seit einem halben Jahr die Altersweitsichtigkeit kommt ist ein Vorteil von Brillentragen gegenüber Linsen und insbesondere gegen Lasern da:

    Ich kann (und muß mittlerweile) zum Lesen meine Brille (für die Kurzsichtigkeit, -3 Dioptrieen) ABSETZEN. Mit Linsen oder mit gelaserten Augen hätte ich jetzt eine Lesebrille gebraucht! Dieser Vorteil gilt natürlich nur solange meine Alterweitsichtigkeit so gering ist daß ich ohne Brille lesen kann.

    Antworten

    1. Ik zet mijn bril altijd af als ik kleine letters moet lezen; ik ben namelijk heel erg bijziend.
      Mijn opticiën vindt dat voor mij ook verreweg de beste oplossing.

      Antworten

  17. Ah echt?? Deutsche tragen Brillen gern und haben eine Brillenkultur?? Gut, dass das mal jemand von außen beobachtet. Ist mir noch gar nicht aufgefallen – aber ich hab auch noch nicht drauf geachtet, weil ich bis vor einigen Jahren keine brauchte. Auch jetzt brauche ich sie nicht ständig, nur zum Autofahren und im Kino. Ich bin kein Brilliefhebber (gibt es das Wort überhaupt?).

    Brillenbeine oder Pfötchen finde ich goldig. Das muss ich mir merken.

    Antworten

    1. Brilliefhebber kann man gut sagen. Hut ab für Dein Niederländisch ;-)

      Antworten

  18. In meiner Familie gibt es sehr viele Brillenträger und ich fand es völlig normal, als ich mit 12 Jahren auch eine Brille bekam. Das Thema Brille war auch nicht negativ besetzt.
    Deswegen habe ich meine Brille von Anfang an gerne getragen. Insofern kann man durchaus zumindest in unsere Familie von einer „Brillenkultur“ sprechen.

    Antworten

    1. Schön zu hören Micha. Bei uns in der Familie war ich die erste. Inzwischen trägt aber auch meine Schwester, die früher „Adleraugen“ hatte, eine ;-)

      Antworten

  19. Ich komme aus einer Kurzsichtigen-Familie, die sich aber erst seit zwei Generationen (d.h. seit etwa seit den 50er Jahren) Brillen leisten kann. :-) Meine Mutter hat eine Brille, ich auch, meine Großmutter hatte eine – zumindest als ich sie gekannt habe.

    Wenn ich aber die wenigen Fotos meiner Urgroßmutter aus den 20er Jahren sehe, ist mir wegen der stark zusammengekniffenen, fast asiatisch wirkenden Augen klar, daß sie auch kurzsichtig war, und zwar ziemlich stark. Familienüberlieferung bestätigt mir das. Aber für diese Leute gab es eben damals keine Brillen. Es waren arme Leute, „unterbäuerliche Schichten“, im armen Norddeutschland.

    Es ist unglaublich, was sich in den letzten hundert Jahren geändert hat…

    Antworten

    1. Das ist es in der Tat! Auch ich wäre – wenn ich in einem früheren Jahrhundert auf die Welt gekommen wäre – aufgrund meiner geringen Sehkraft wohl zu einem Leben drinnen am Spinnrad verurteilt gewesen …

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  20. In Catalonië lopen ook ontzettend veel mensen met brillen rond. Je telt bijna niet mee als je geen bril hebt.

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    1. Was dat altijd al zo, of is de bril ook daar aan een come-back bezig?

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  21. Brillen sind überhaupt ein beliebtes Gesprächsthema. Aufgefallen ist mir dies schon, als ich zum ersten mal meine Brille aufhatte. Auch später sind neue Brillen gerne ein Thema.
    Vor allem andere Brillenträger scheinen sich für die Brillen ihrer Mitmenschen zu
    interessieren.

    Antworten

    1. Brillen sind überhaupt ein beliebtes Gesprächsthema.

      Das ist mir auch aufgefallen und die Resonanz auf diesen Blogbeitrag bestätigt es noch mal ;-)

      Antworten

  22. Wie ich schon geschrieben habe gibt es in meiner Familie viele kurzsichtige Brillenträger.
    Nachdem bei meiner Cousine auch Kurzsichtigkeit festgestellt worden war, kam meiner
    Mutter der Gedamke, es könnte auch bei mir „soweit“ sein, weil die Veranlagung nun mal
    vorhanden sei. Ich war aber nicht der einzigste, der damals eine Brille bekam. Auffällig ist
    auch, daß wir alle mit ca. -1 dpt. angefangen haben und danach schon nach kurzer Zeit
    stärkere Gläser brauchten. Genau wie die Kurzsichtigkeit anstieg blieb sie dann bei allen
    irgendwo zwischen -3 und -5 stehen.

    Antworten

    1. Auffällig ist auch, daß wir alle mit ca. -1 dpt. angefangen haben und danach schon nach kurzer Zeit stärkere Gläser brauchten.

      Ist das nicht bei vielen Leuten so?

      Antworten

      1. Sicher ist das bei vielen so aber ich brauchte schon nach 3 Monaten stärkere Gläser, während andere doch erst nach etwa einem Jahr neue brauchten. Ich sah auf einmal trotz Brille mit einem Auge viel schlechter und bekam auf dem linken Auge gleich 1,25 dipt. hinzu während es rechts nur -0.5 waren. Überhaupt ist das linke
        Auge bei mir deutlich schlechter. Dies führte dazu, daß man zeitweise den Unterschied auch erkennen konnte, weil das linke Brillenglas doch erkennbar stärker bzw. dicker
        war.

        Antworten

        1. Ist das nicht ein komisches Gefühl, wenn das eine Glas deutlich dicker (und schwerer!) ist als das andere? (Bei mir sind beide Augen in etwa gleich schlecht.)

          Antworten

  23. Probleme gabe es vor allem wegen des Unterschiedes von 2 dpt. beim Sehen, weil das
    stärkere Glas doch deutlich mehr verkleinerte. Das gab sich aber, als die Augen noch
    schlechter wurden. Je stärker die Gläser im allgemeinen sind, desto leichter läßt sich
    der Unterschied ausgleichen. Auch optisch ist es kaum auffällig, wenn man -3.5/-5.75
    hat. Das war bei -0.75/-2.5 anders.

    Antworten

  24. […] 19.Deutschland – Land der Brillenträge… 13. Mai 2011 … Während Deutsche Brillen als Sehhilfe bevorzugen wählen Niederländer eher Kontaktlinsen. … Modetrends – grundsätzlich eine Riesenauswahl an Marken und Modellen. …. bisher hab ich keine schlechten Erfahrungen gemacht. …. Eine Zeitlang fand ich randlose Brillen für Männer recht hübsch, bis mir … https://www.buurtaal.de/blog/die-brillennation […]

    Antworten

  25. […] das lesen zu können, brauche ich meine Brille. (Damit ich das lesen kann, […]

    Antworten

  26. […] multifocale bril –> Die Gleitsichtbrille von Hanne Esmées Youtube-kanaal –> Der Youtube-Kanal von […]

    Antworten

  27. Also ich trage meine Brille nur sehr sehr ungerne, mag das Gefühl des Bügels einfach nicht. Mein Favorit sind die Kontaktlinsen. :-)

    Antworten

  28. Toevallig net dit artikel over brillen ontdekt. Vanwege mijn oogziekte drag ik niet alleen een bril, er zitten ook bezondere glazen in. Deze zijn oranje van kleur en helpen het contrast te verbeteren. Ze mogen niet gedragen worden in het verkeer, maar omdat ik niet autorijden kan/mag, valt het voor mij mee. De reden is dat deze glazen de kleur van de omgeving veranderen, zodat je bv een blauw verkeersbord niet juist ziet.

    Veel mensen dragen brillen met zulke glazen bv in de sneeuw. Ze zijn nu een beetje in de mode. Maar ook als verder niemand met deze glazen rondloopt, dann worden ze nog steeds gedragen door mensen met zieke ogen. En die herkenn je dan meteen. De kleur van deze speziale glazen is afhangelijk van de oogziekte waarvoor je ze nodig heb. Dus er bestaan rode, oranje, krachtig en zachtgele. Gelukkig worden ze bij mij door de ziekteverzekering grootendeels betaald, want ze zijn echt peperduur. Zo moet een bril bij mij alleen al om deze reden lang meegaan. Ik draag mijn bril graag en geniet vooral van de zichtverbetering die ik erdoor heb.

    Antworten

    1. Danke Nele, ich wusste nicht, dass es verschiedenfarbigen Gläser für verschiedene Augenkrankheiten gibt. Ich freue mich, dass Dir Deine Brille eine große Hilfe ist.

      Antworten

      1. Deze glazen worden blue-blocker in het Engels genoemd. De Duitse naam is Kantenfiltergläser. Het licht bestaat uit verschillende aandelen van kleur, dat zie je bij een regenboog heel duidelijk. Deze glazen halen de aandelen van blauw licht weg. Dus met een blue-blocker glas verdwijnt het blauwe aandeel meer of minder sterk. Gezonde ogen lijden niet, als er veel blauw in het licht zit. Ze regelen het zelf en dat kunnen ogen met bepaalde ziektes niet.

        Nu moet ik in het Duits verder, sorry. Es ist eine physikalische Geschichte. Das blaue Licht wird nicht in einer langen Kurve herausgefiltert, sonden ab einem bestimmten Wert abrupt. Der Wert heißt dazu heißt Nanometer. Der Nanometerwert bestimmt auch den Farbton des Glases. Ein Glas von 450 Nanometer ist eher hellgelb, eines von 520 orange. Je höher der Nanometerwert, um so weniger blaues Licht dringt noch durch. Deshalb z.B. auch die Farbveränderungen bei blauen Gegenständen. Es ist jedenfalls für viele Menschen mit Sehproblemen eine große Hilfe, solche Brillen zu tragen.

        Liebe Grüße und ich hoffe, ich habe jetzt niemanden gelangweilt, aber vielleicht tragen diese Ausführungen ja zu einem besseren Verständnis bei.

        Antworten

        1. Wow, wieder etwas gelernt. Danke Nele!

          Antworten

  29. Paul R. Woods 23-06-2016 at 17:38

    Dat was in de jaren 1950-1970 nog heel anders. Toen waren Duitsers die naar Nederland kwamen verbaasd hoeveel mensen (en vooral kinderen) een bril hadden in vergelijking met Duitsland.

    Antworten

    1. Interessant Paul! Seitdem hat sich also viel verändert.

      Antworten

  30. Ich freue mich sehr, daß ich diese Seite entdeckt habe – eine echte Fundgrube! Ich bin begeisterte Niederländisch-Lernerin und insgesamt an Sprache interessiert.

    Nun habe ich gleich eine Frage. Ich übersetze sehr gerne und stieß jetzt in dem Buch „Gesprekken met mijn tuinmann“ von Henri Cueco auf das Wort „frutseltjes“. Ich konnte es nirgends finden, vermute aber mal, daß es so etwas wie „Zeugs“ heißt. Da das Wort hier aber diffizil eingesetzt wird, würde ich mich freuen, etwas über das Bedeutungsspektrum dieses Wortes zu erfahren!

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    1. Paul R. Woods 06-10-2016 at 10:49

      Unter „Yahoo.com“ habe ich ‚frutseltjes‘ eingegeben. Das ergab als erstes die folgende website: https://de.pinterest.com/oreane/frutseltjes-breien/

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      1. Paul R. Woods 06-10-2016 at 10:51

        En verder gewoon maar doorzetten met het leren van Nederlands!

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      2. Aurelia M. Reuter 06-10-2016 at 22:38

        Danke für den Link: „nette Kleinigkeiten“ – so könnte man es danach auch verstehen.

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        1. Schön, dass du fündig geworden bist.

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    2. Hallo Aurelia, schön, dass du hergefunden hast!
      Deine Frage hat thematisch nichts mit Brillen zu tun, daher ist das hier eigentlich nicht der geeignete Ort dazu.

      Schau dir mal diesen Beitrag hier im Blog an, da tauchen deine frutseltjes auf: Schnickschnack und Firlefanz

      Groetjes,
      Alexandra

      PS Das Buch, das du meinst, heißt „Gesprekken met mijn tuinman“ (mit einem „n“ am Ende :))

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      1. Aurelia M. Reuter 06-10-2016 at 22:35

        Oh, tut mir leid, da habe ich mich !falsch eingeordnet hier…habe so etwas noch nie gemacht. Sorry!
        Danke auch für die Tipps!
        „Schnickschnack“ und „Firlefanz“ wäre aber nicht passend in dem Text…eher schon so etwas wie „Fundstücke“, „Kram“, „Zeugs“, „Kleinigkeiten“…

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        1. Hast du dir denn den Artikel angeschaut, auf den der obengenannte Link „Schnickschnack und Firlefanz“ verweist? Darin stehen auch Kram und Zeugs und du findest dort bestimmt noch mehr brauchbare Übersetzungen.

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          1. Ach ja, danke…jetzt hab‘ ich es! :-)

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