Doppelt gemoppelt: Vorsilbenvorliebe

Hinausgehen aus, einsteigen in, aufsteigen auf, herunterfallen von … Ein Phänomen, das mir als Nicht-Deutsche immer wieder auffällt ist die deutsche Präokkupation mit Präfixen, oder – wie es Sprachguru Dr. Bopp formuliert – die Vorliebe für die Vorsilbe. [ … ]

Im Deutschen völlig normal aber für mich als Niederländerin etwas gewöhnungsbedürftig ist der üppige Gebrauch von Vorsilben bei Verben aber auch bei Substantiven.

Bahnhof in den Niederlanden

Aus dem Zug ausgestiegen oder in den Zug eingestiegen

Doppelt hält besser?

Hinausgehen aus, einsteigen in, aufsteigen auf, herunterfallen von … Ein Phänomen, das mir als Nicht-Deutsche immer wieder auffällt ist die deutsche Präokkupation mit Präfixen, oder – wie es Sprachguru Dr. Bopp formuliert – die Vorliebe für die Vorsilbe.

Warum sollte ich in den Zug einsteigen wenn ich auch einfach in das Schienenfahrzeug steigen kann? Beide Formen existieren hier gleichberechtigt nebeneinander. Die Doppelung ist zwar nicht notwendig, aber für Manche scheint sie den Tatbestand doch etwas klarer zu machen.

In meiner Muttersprache geht das nicht. Im Niederländischen reicht in solchen Fällen die Präposition. Sie bestimmt, wo es langgeht:


De president stapt in het vliegtuig.
Hij keek uit het raam.
Mijn mobieltje viel in de wc.

Uneindeutig

Auch bei anderen Wortarten findet man Vorsilben, die genau genommen nicht notwendig wären. Dr. Bopp nennt zum Beispiel (nach-)folgend und (Vor-)ankündigung. Beide Wörter gibt es in ähnlicher Form auch im Niederländischen: navolgend und vooraankondiging. Spontan fallen mir im Deutschen noch (Vor-)ahnung (niederländisch: voorgevoel) und (Neu-)Gründung ein.

Neueröffnung eines GeschäftsBesonders irritierend finde ich das deutsche Wort Neueröffnung. Geht es da um die Eröffnung von etwas ganz Neuem oder um eine Wiedereröffnung, zum Beispiel nach einer Renovierung? Laut Duden kann beides gemeint sein.

Kennt Ihr noch andere schöne oder verwirrende Beispiele?

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Geschrieben von alex

Ursprünglich komme ich aus den Niederlanden, seit 1997 ist Deutschland meine Wahlheimat. Hier im Blog findest Du fast 400 Artikel über die Unterschiede zwischen der deutschen und der niederländischen Sprache und Kultur.

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  1. Neueröffnung! Dat woord vind ik al jaren fascinerend. Een wasserette wordt een Dönerladen en dan plakken ze een sticker met „Neueröffnung“ op de ruit. Als Nederlander vraag ik mij dan af: hoezo NEUeröffnung? Dit is een compleet nieuwe zaak!

    Een ander voorbeeld is met oppassen: Ich werde auf die Kinder aufpassen. In het Nederlands laat je de eerste „op“ weg: Ik zal goed op de kinderen passen.

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    1. Ein schönes Beispiel Koen, dank je wel! Beim deutschen aufpassen auf sind aber beide „aufs“ Pflicht. Hier darf man also keins weglassen.

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    2. Hmmmm. Das könnte jetzt aber auch an dem Dönerladenbetreiber liegen, der vermutlich kein deutscher Muttersprachler ist.

      Allerdings, die bei etlichen Deutschen grassierende Verwendung des „Deppenapostrophs“ (Beispiel: Petra’s Kneipe – es müsste Petras Kneipe heißen) zeigt auch, dass auch nicht alle Deutschen ihre (Schrift-) Sprache wirklich beherrschen (s. dazu auch https://de.wikipedia.org/wiki/Apostrophitis).

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  2. Guckst du manchmal auch noch mal drauf auf was du gerade geschrieben hast?

    Die deutschen wollen nicht missverstanden werden. Doppelt gemoppelt hält besser.

    :-)

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    1. Nimm zwei Bob. Du darfst ;-)

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  3. Laat ik nou altijd gedacht hebben dat je een geboren Duitse bent die in Nederland is gaan wonen, Alexandra! Het is dus andersom?

    Neueröfnung vind ik net zo vreemd als ‚een dubbele aflevering‘ op de Nederlandse televisie, waarbij men dan twee separate afleveringen achter elkaar uitzendt. Dat is even onlogisch ;-)

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    1. Ik ben een rasechte Nederlandse, Marjolein. Sinds 1997 woon ik in Duitsland.

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  4. So abwegig, wie es auf den ersten Blick scheint, ist das mit der Neueröffnung gar nicht. „Eröffnung“ bedeutet, daß ein Geschäft oder eine Firma zum ersten Mal ihre Arbeit aufnimmt. Es kann ja aber auch vorkommen, daß ein schon bestehendes Geschäft mal vorübergehend schließt (etwa wegen Renovierung oder Rekonstruktion) und dann irgendwann wieder neu eröffnet wird. Das nennt man dann eben Neueröffnung.
    Ähnlich ist es mit der deutschen Wiedervereinigung, die 1989 stattgefunden hat. Deutschland war bis 1949 ein einziges Land. Von 1949 bis 1989 war es in zwei Teile geteilt. Jetzt ist es wieder vereint. „Vereinigung“ allein hätte hierfür als Bezeichnung nicht genügt, denn dann könnte man ja denken, daß Deutschland noch nie vorher vereint gewesen wäre.
    Da fällt mir ein ganz anderes Wort ein, das wirklich doppelt gemoppelt ist, nämlich „vorprogrammieren“. Ich finde, es reicht völlig, etwas zu programmieren, man muß es nicht vorher noch vorprogrammieren ;-).

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    1. Tina, achte mal darauf: Neueröffnung wird wirklich in unterschiedlichen Situationen verwendet. Das Bild hier im Beitrag ist von einem Laden, der an dieser Stelle eine Filiale aufgemacht hat. Vorher war dort ein ganz anderes Geschäft.

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    2. Glücklicherweise schrieb man 1990 nicht auf die DDR: „Demnächst Wiedereröffnung der BRD.“ ;o)

      Bei dem Wort vorprogrammiert habe ich das Gefühl, dass der Sprecher eigentlich ein anderes und ähnlich klingendes meine. Bis heute weiß ich bloß nicht, welches.

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  5. Lucy van Pelt 13-12-2013 at 16:28

    Ein ganz schönes Wort ist auch die Vorahnung. Im Gegensatz zur Nachahnung? Mir reicht es, eine Ahnung zu haben.

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    1. Die Vorahnung erwähne ich bereits im Beitrag, Lucy. Schön aber, dass es Dir mit diesem Wort ähnlich geht wie mir.

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      1. Ich vermute, dass Vorahnung einfach zur Verdeutlichung dient, dass man nicht „Ahnung“ – im Sinne von „(keine) Idee von einem Fachgebiet haben“ – meint, wie „Er hat (keine) Ahnung von Fußball.“.

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        1. Henning Heinrich 13-07-2016 at 18:00

          Ehrlich gesagt, ich liebe am Deutschen gerade diese ganzen Vorsilben und das (vermeintliche!) Doppel-gemoppel.
          Denn gerade dadurch entstehen soviele schöne Nuancen, Zwischentöne, Anspielungen und Klangfarben.

          Vorahnung ist ein super Beispiel. Eine Ahnung kann einfach nur ein „Wissensbestand“ sein.
          Sobald man aber Vorahnung sagt, wird es unheimlich, mysteriös und spannend, denn dann wird deutlich auf etwas zukünftiges verwiesen ein Omen?… eine Prophezeiung?… ein Zeichen?…eine schwarze Katze von links? ;) Da wird es doch gleich ein wenig schauderhaft ;)

          Finde außerdem, eine Sprache darf doch verspielt und vielleicht ein wenig „durcheinander“ sein, das schafft doch viele schöne Möglichkeiten – könnte es vielleicht sein, dass hier auch ein paar Vorurteile gegenüber Deutsch ein Rolle spielen; dass man nicht gewohnt ist Deutsch mit Attributen wie „quirkiness“, „exzentrisch“, eben ein wenig „lustig-vielschichtig“ zu assozieren? Während man Englisch etwa unmittelbar Wortwitz u.ä. oder Niederländisch Herzlichkeit zugestehen würde?
          Ich glaube ja. :)

          Hinter der Bewertung von Vorsilben verstecken vielleicht auch spannende, unbewusste Vorurteile über den “Charakter“ einer Sprache…Das wäre auch ein spannendes Thema!

          Auf jeden Fall vielen Dank für den Interessanten Artikel und die interessante Diskussion an alle, näturlich besonders an Alexandra :)

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          1. Danke für Deinen ausführlichen Kommentar Henning. Grundsätzlich bin ich auch ein Fan von

            Nuancen, Zwischentöne, Anspielungen und Klangfarben

            Manchmal fällt es mir (weil ich gewissermaßen Aussenseiterin bin?) doch schwer, sie richtig zu interpretieren. Die genannte „Neueröffnung“ ist für mich das beste Beispiel.

            Der Charakter einer Sprache … Das wäre in der Tat ein superspannendes Thema, aber nicht eins, wo ich mich trauen würde, einen Artikel drüber zu schreiben ;-)

            Du vielleicht? Als Gastautor?

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            1. Henning Heinrich 13-07-2016 at 22:21

              Hey Alex,
              ich glaube gerade „Neueröffnung“ ist auch ein Wort mit manchmal unfreiwilliger Situationskomik. Ob so mancher Imbiss, Kiosk …mit neuer Wandfarbe nun wirklich eine „Neueröffnung“ ist, wie sie dann manchmal stolz proklamieren….? :) Neben das Sprachgewirr tritt ja dann oft noch der/die Sprecher, die Ihrerseits unfreiwillig ein kleines Chaos mit der Sprache anrichten können.

              Ohhh, vielen Dank für das Angebot!!!! Ja, ich würde gerne deinen tollen Blog unterstützen. Gerade schreibe ich noch meine Abschluss arbeit, aber ich überlege mir mal was, okay?

              Ik bedank je voor jouw prachtig werk voor ons!!!

              Henning :)

              Antworten

              1. Super Henning, das freut mich!

                Du kannst einfach per E-Mail Kontakt aufnehmen, wenn du wieder Zeit hast. Dann klären wir alles weitere:-) (blog@buurtaal.de).

                Antworten

            2. Für eine Außenseiterin bist Du aber eine ziemliche Inseit…, ähm, Insiderin. ;o)

              Antworten

  6. In het Nederlands komt dit verschijnsel ook wel eens voor. De komiek Toon Hermans heeft zich al jaren geleden geamuseerd over ‚aanzitten aan een diner‘.

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    1. Aanzitten aan wird auch nur in diesem Ausdruck benutzt. Es gibt auch ergens aanzitten (je nach Kontext ≈ fummeln/anfassen oder verzehren/naschen). Dort wird „aan“ nicht wiederholt:

      Hij zat ’s ochtends al aan de sherry.
      Mijn kat zit steeds aan de planten.

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    2. oja, dat is leuk!
      Je zit aan, aan een diner, maar je mag nergens aanzitten!
      en dan die bal: leg neer die bal!
      Ik moet dringend weer eens dat oude cassettebandje zoeken, waar Toon Hermans op staat.

      Antworten

  7. Ein paar Jahre in einem deutschen Ministerium haben mir viele Beispiele für den exzessiven und meist unnötigen Einsatz von Doppelt Gemoppelt beschert, sowohl schriftlich als auch mündlich. Am häufigsten trat dort „überprüfen“ auf, wenn schlichtes „prüfen“ genügt hätte. Auch sehr beliebt: „durchlesen“, womit keineswegs das überfliegende Lesen, sondern einfaches Lesen gemeint war.
    Ursächlich ist m.E. das deutsche Sicherheitsbedürfnis, dem es hier darum geht, auf keinen Fall missverstanden zu werden.

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    1. So hatte ich es noch nicht betrachtet. Im Falle von Neueröffnung bewirkt die Doppelung aber gerade das Gegenteil.

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    2. Toch is er in Nederland ook wel sprake van dubbelheid, maar dan gaat het meestal om foutieve samentrekkingen. Zo spreekt men over ‚uitprinten‘ (samentrekking van uitdraaien en printen, maar ook over ‚opstarten‘, dat weer wel toegestaan is.
      De scheidslijn ligt hier dus ook niet helemaal vast.

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      1. Uitprinten ist zwar doppelt, aber es steht (inzwischen) im Van-Dale-Wörterbuch. Im Deutschen gibt es das auch: ausdrucken. In beiden Sprachen gibt es zum Beispiel auch noch oppimpen, bzw. aufpimpen ….

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      2. Vroeger maakten we grapjes als de brommer ‚aanstarten‘.

        Later kwam ik rond 1990 met het woord opstarten in (aan)raking. Ook ik vond dat een raar woord, maar het betekend duidelijk iets anders dan starten. Naar mij idee heeft vooral de techniek dit uit het Amerikaans (over)genomen. US-burgers spraken toen al van start-up. Dat is de eerste grote start van een nieuwe (of gerenoveerde) fabriek, waarbij alles uitvoerig wordt getest. Als die fase achter de rug is kan je zo’n fabriek indoen nodig dagelijiks starten en stoppen. Tegenwoordig hebben we start-up als woord voor een 2de keer uit het Amerikaans gecopieerd, maar dan overanderd in de betekenis van nieuwe kleine beginnende softwarebedrijfjes.

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    3. „Überprüfen“ – meint das erneute prüfen. Also z.B. ein Schriftstück das bereits geprüft worden ist. Vorgesetzter an Untergebenen: „Ich denke in dem Entwurf sind noch Fehler, bitte überprüfen“.

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  8. Hallo,
    ich versuche jetzt mal, meine Muttersprache zu stützen. Sicherheitsdenken im Sinne von Klarstellen dürfte der Sinn der Vorsilben sein. Bei „Drucken“ ist es noch klar: „Ausdrucken“ geht mit Computer und Datei, „Drucken“ ist z.B. Buchdruck und „Abdruck“ von Vorlage wie z.B. Stich. „Steigen“ ist ähnlich: (Auf-)Steigen ist eigentlich das Gehen nach oben, „Absteigen“ nach unten, „Einsteigen“ und „Aussteigen“ in etwas hinein bzw. wieder heraus. Die Neueröffnung ist eigentlich was Neues, die erneute Eröffnung ist die Wiedereröffnung.; allerdings gibt auch unser Duden die Neueröffnung als Wiedereröffnung aus …
    „Durchlesen“ ist, glaube ich, eine Frage der Gründlichkeit und grenzt vom „Vorlesen“ ab. Auf jeden Fall helfen uns Vorsilben meistens dabei, einen Vorgang eindeutiger zu erfassen, wenn uns aber der Grund für die Vorsilbe verloren geht, wirkt sie eben doppelt gemoppelt.

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    1. Gut beschrieben.

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  9. Da hast Du wieder was augegraben, was mir noch nie im Deutschen aufgefallen ist. Interessant! „Neueröffnung“ ist so gesehen dämlich eigentlich bzw. macht aus meiner Sicht nur Sinn, wenn es sich um eine Wiedereröffnung handelt. Es hat sich aber auch für ganz neue Eröffnungen ;) eingebürgert. Vielleicht mögen wir Deutschen im Sprachgebrauch diese Präpositionen weil es dem ganzen ja noch mal so bisschen Nachdruck, manchmal mehr Klarheit und Ernsthaftigkeit verleiht sowie ab und zu auch eine Steigerung zur Basis ausdrückt. Nachdruck wäre auch ein Beispiel vielleicht. „ein-/aussteigen“ ist gut, darauf könnte man verzichten. Oder „überempfindlich“ – das „über“ könnte man weglassen ist aber noch mal empfindlicher als nur empfindlich. Trotzdem ist das ‚über‘ an der Stelle überflüssig.

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    1. Siehste, Shan Dark, auch Dein „macht Sinn“ ergibt keinen Sinn. Obwohl Du so schön geschrieben hattest, benutztes Du es leider. Kurz gesagt: Ein Sinn ist vorhanden oder nicht, aber er wird nicht gemacht. Das wäre ungefähr so, als sei ich hungrig und würde sagen: „Ich mache Hunger!“ ;o)

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        1. Aha, aufschlussreich. Zu Bedeutung 4, gedanklicher Gehalt, Bedeutung; Sinngehalt sagt der Duden:

          etwas macht [k]einen Sinn (umgangssprachlich; etwas ergibt [k]einen Sinn, ist [nicht] verständlich, sinnvoll; nach englisch something makes sense)

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  10. en?….mobieltje kapot? :-))

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    1. Nein, es hat es überlebt ;-)

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  11. Manche Leute, die mit Fremdwörtern auf Kriegsfuß stehen, sagen „Mitkonkurrenten“ oder „Mitkommilitone“ u. ä.

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    1. Aber sowohl Konkurrent als auch Kommilitone sind doch ursprünglich auch Fremdwörter ;-)

      Und das „kon“ bzw. „kom“ in diesen Wörtern bedeutet „mit“ …

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      1. Ja eben – die Vorsilbe „mit“ in Kombination mit „kon“ ist doppelt gemoppelt. =)

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      2. https://nl.wikipedia.org/wiki/Conculega

        Conculega
        Ein Kollege der arbeitet bei eine Firma in der selben Branche.

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        1. Das ist aber nicht strikt genommen doppelt gemoppelt wie in diesem Artikel gemeint. Conculega ist eine schöne Kombination aus concurrent und collega.

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  12. Eine Ahnung ist nicht immer eine Vorahnung. Bei letzterem geht es immer um ein Ereignis in der Zukunft. Eine Ahnung ist unspezifischer und kann z.B. auch generelle Sachverhalte betreffen.
    Was folgend/nachfolgend angeht, so soll letzteres eine Reihenfolge betonen. Ersteres kann auch in einem abstrakteren Sinne verwendet werden. „Aus der Annahme X folgt unter Bedingung Z Schluss Y“. Hier gibt es zwar auch eine Reihung, die Betonung liegt aber auf der Logik.

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  13. Ein Doppelmoppel fiele mir noch ein: aufoktroyieren statt oktroyieren, also jemandem etwas aufzwingen oder aufdrängen.

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    1. Aufoktroyieren? Das Wort ist mir bislang noch nicht untergekommen. (Zum Glück, würde ich fast sagen ;))

      Danke Marco, so habe ich wieder etwas dazugelernt.

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  14. Doppelgemoppelt ist schon niedlich. Aber noch besser sind paradoxe deutsche Wörter:

    Eingefleischter Vegetarier
    Doppelhaushälfte
    Offenes Geheimnis
    Herrenloses Damenfahrrad
    Alkoholfreies Bier
    Trauerfeier
    Wahlpflichtfach

    etc. pp.

    ;-)

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  15. Yvonne Tutert-Taffertshofer 29-09-2017 at 10:41

    Liebe Alex,

    habe Sie gestern entdeckt und finde Ihre Artikel ‚Spitze‘. Mein Vater war Holländer und als ich klein war (60er-70er Jahre) verbrachten wir etliche Wochen der Sommerferien immer in Holland bei der Verwandtschaft. (Z.B. in Gouda, Pferde- und Kutschenbetrieb Dekker).Ich spreche und lese Holländisch, schreibe es aber nicht. Wenn ich spreche hört man wohl deutlich, dass ich keine Einheimische bin, obwohl die Verwandtschaft mir versichert, dass ich gut spreche. Ihre analytischen , humorvollen Artikel haben mir richtig Freude bereitet!!!! Sie bringen ordnendes Licht in mein Sprachwissen, das ich gerne erweitere.
    Darf ich zwei kleine Fragen anhängen?
    Ist das Wort ‚Den Haag‘
    unveränderlich, also der Artikel ‚den‘, je nach Verwendung im Satzgefüge?
    Wie spricht man das ’sch‘ in ‚Wijtschaete‘ (Ortsname) , als ’sch‘ oder als ’schch‘.
    Vielleicht haben Sie Zeit zu antworten, wenn nicht, habe ich vollstes Verständnis dafür.
    Freundliche Grüsse aus Bayern!
    Yvonne Tutert-Taffertshofer
    (PS: Der holländische Teil meines Nachnamens ist einer der seltensten in Deutschland.)

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