Warum sprechen so viele Deutsche in den Niederlanden selbstverständlich Deutsch?

Warum sprechen Niederländer im Grenzgebiet fast selbstverständlich Deutsch und Deutsche fast nie Niederländisch? Das fragt sich Alexandra Bosch – selbst Deutsche – in diesem Gastbeitrag. [ … ]

Zuletzt aktualisiert am 16. August 2017

Ein Gastbeitrag von Alexandra Bosch über die deutsch-niederländische Verständigung in den Grenzregionen. Soe fragt sich, wieso so wenig Deutsche Niederländisch sprechen – wenn sie in den Niederlanden unterwegs sind. Die gebürtige Deutsche lebt seit acht Jahren in den Niederlanden, arbeitet jedoch in Deutschland.

Dass viele Niederländer hier im grenznahen Gebiet Deutsch sprechen können, ist irgendwie selbstverständlich, verdient man doch in der Stadt sein Geld damit, bzw. mit den Touristen. Und die Touristen freuen sich, wenn man ihre Sprache spricht.

Tankstelle in Texas

An dieser Tankstelle käme man mit Deutsch vermutlich nicht so weit.

An unserer Tankstelle net over de grens, die vor allem von vielen Deutschen frequentiert wird, ist es schon so weit, dass selbst die niederländischen Landsleute auf Deutsch angesprochen werden, weil die Kassiererin nicht mehr so schnell umschalten kann …

Umgekehrt sprechen die Verkäufer, Kellner, Marktleute und viele andere auf der anderen Seite der Grenze kein einziges Wort Niederländisch. Warum eigentlich nicht?

Platt als Lingua franca

Manchmal erlebe ich, dass beide Parteien ihre jeweilige Landessprache sprechen und sich dann ganz gut verstehen. Gerade beim Einkaufen kommt man dann so doch auch zu Ergebnissen.

Das hat sicher noch etwas damit zu tun, dass hier im Gebiet viel Platt gesprochen wird – die Dialekte ähneln sich dann wiederum. Ich stelle in der Tat auch fest, dass Menschen, die Plattdeutsch können, es einfacher haben, das Niederländische zumindest in Ansätzen (und ich spreche vom Osten der Niederlande) zu verstehen. Viele andere stehen schlicht und ergreifend auf dem Schlauch.

Bequem

Nur wie kommt es, dass Menschen, die schon seit mehr als 20 Jahren immer wieder ins benachbarte Ausland in den Urlaub fahren, sich nicht mal den Kaffee auf Niederländisch bestellen können? Dass sie nicht einmal so freundlich sind und fragen, ob das Gegenüber Deutsch versteht? Oder es einfach mal auf Englisch versuchen? Spricht man sie auf dieses Verhalten an, heißt die Antwort lapidar: Brauch ich ja nicht, die sprechen ja alle Deutsch.

Das muss nicht sein

So selbstverständlich die meisten Deutschen sich nicht auf die Sprache der anderen einstellen, so selbstverständlich höre ich die Niederländer im deutschen Supermarkt deutsch sprechen. Man definiere das Wort selbstverständlich. (Steckt da nicht auch so etwas wie Verstand und verstehen drin?)

Sobald ich mich in Deutschland als eine In-den-Niederlanden-Wohnende oute, werde ich grundsätzlich gefragt: „Sprichst du denn Niederländisch?“ Meine Antwort darauf lautet schon seit geraumer Zeit: „Selbstverständlich!“ Womit wir dann schnell in der Integrationsdiskussion sind.

Der deutsch-türkische Dönermann – 300 m über die Grenze in Deutschland – bringt seinen spärlichen niederländischen Wortschatz wo er nur kann zum Besten und zeigt damit den Willen, der niederländischen Kundschaft (die wiederum fast fehlerfrei auf Deutsch bestellt) ein wenig sprachlich entgegenzukommen.

Zum Schluss noch eine schöne Anekdote aus meiner Lieblingsapotheke im deutschen Nachbarort, wo mir eine Kundenkarte aufgeschwatzt wurde:
„Ich wohne aber in NL.“
„Ja, das geht auch, wenn man in NL wohnt.“
Beim Ausfüllen meiner Daten sagt die Apothekerin zu mir:
„Sie sprechen aber gut Deutsch!“
„Ich bin Deutsche.“

Wie immer große Verwunderung auf der anderen Gesprächsseite. Denn dass die Niederländer hier in der Ecke in Scharen nach Deutschland ziehen, weil es dort vermeintlich billiger ist zu wohnen, ist völlig normal – aber umgekehrt?

Womit wir beim Thema Wohnen wären – dazu dann vielleicht ein nächstes Mal mehr.


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  1. Selbst habe ich nicht wirklich ein Problem damit, dass die Deutschen kein Niederländisch sprechen können. Das kann mann einfach nicht erwarten weil Deutsch(land)>>NL(isch). Es gehört daher eher zu den höflicheren Umgangsformen als Deutsche(r) zu erkunden, ob es in Ordnung ist Deutsch zu sprechen. Gerade für ein Volk, dass bekannt steht um ihre Höflichkeit (zumindest im Vergleich mit den Holländern), würde mann sowas doch erwarten.
    Es gibt aber durchaus einen riesen Unterschied zwischen eine Sprache kennen und ein paar Wörter in einer Sprache kennen. Lerne dann doch zumindest mal die Basics, wenn du öfter in Kontakt zu dieser Sprache bist, denke ich dann. Auch das hat was mit Höflichkeit und Respekt zu tun.
    Daher nervt es mich eigentlich dass die Verwandtschaft meiner (deutsche) Frau sich in neun Jahren noch nicht mal die Mühe gemacht hat wenigstens „eet smakelijk“ oder „doei“ zu lernen, oder einfach mal ein Wort hier oder da; egal was. Ich empfinde das persönlich als eine Beleidigung meiner Herkunft, aber naja – ist nun mal so.

    Antworten

    1. Ich kann dir nur Recht geben Bouke, meine Familie bemüht sich leider auch nicht wirklich meinem Mann gegenüber….

      Antworten

  2. Es ist schlicht eine Frage der Höflichkeit – warum wir Deutsche daran so oft scheitern, ist mir auch ein Rätsel! Und die Niederländer_innen sind schlicht ZU höflich und tolerieren „unseren“ Fauxpas. Da lobe ich mir die Franzosen die erst Deutsch verstehen, wenn man sich auf Französisch alle Mühe gegeben hat ;-)
    Herzliche Grüße,
    Ralph

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  3.  Ich denke, es geht hier einerseits um Äpfel, andererseits aber auch um Litschis.
     Litschis: das heißt, dass jemand nur ganz selten oder sogar nur einmal im Leben Kontakt zu Sprechern einer Sprache X habt. Warum sollte er+ dann die Sprache dieser Menschen, die für ihn+ Exoten sind, lernen? Dazu besteht erst mal kein Anlass. Trotzdem gibt es dann ein paar Menschen wie mich, die sich wenigstens einige Grundphrasen aneignen: „Guten Tag. — Entschuldigen Sie! — Sprechen Sie D/E/…? — Ja. — Nein. — Bitte. — Danke.“ usw. Das signalisiert Achtung vor der Andersartigkeit und hat mir schon so manche Tür geöffnet.
     Äpfel: das heißt, jemand hat sehr oft oder sogar täglich Kontakt mit den Anderssprachigen. Und hier behaupte ich: sich nicht wenigstens ein paar Sätze zu eigen zu machen, aber umgekehrt von den anderen Kenntnisse in der eigenen Sprache vorauszusetzen, zeugt schon von einer gewaltigen Arroganz. Der „deutsch-türkische Dönermann“ hat das verstanden (es ist ihn „selbstverständlich“) und gibt sich sichtbar Mühe. Mehr braucht’s auch gar nicht, obwohl es gerade für Deutsche ja so leicht ist, in vergleichsweise kurzer Zeit ein passables Niederländisch zu lernen.
     Aber an dieser Stelle kommen dann auch Vorurteile ins Spiel. Z. B., dass Niederländisch ja doch nur eine kleine Sprache sei, ein Vorurteil, das viele Niederländer selbst hegen. Fakt ist aber: Unter den 6909 gezählten Sprachen belegt Niederländisch den 42. Rang und unter den Inhaltssprachen der Seiten im WWW sogar den Platz 12, noch vor so sprecherreichen Giganten wie Hindi, Bengali und Arabisch. Von wegen klein!
     Manchmal machen es die Niederländer dem Fremdling aber auch wirklich nicht leicht, ihre Sprache zu lernen. Wer mit einem deutschen oder englischen Akzent niederländisch spricht, muss damit rechnen, Erwiderung auf seiner Muttersprache zu erhalten. (Ich habe z. B. ein Buch Colloquial Dutch—The Complete Course for Beginners, in dem der Autor ein eigenes Kapitel Getting the Dutch to speak Dutch für nötig hielt.) Das kann natürlich das Lernen ungemein erschweren.
     Aber worauf wollte ich eigentlich hinaus? Ach ja — „die Verkäufer, Kellner, Marktleute und viele andere auf der anderen Seite der Grenze“, die keinen Brocken Niederländisch sprechen, sollten sich ihrer geradezu imperialistischen Selbstherrlichkeit schämen. Und vlak bij de grens sollte auch die Sprache der anderen Seite selbstverständlich Pflichtfach in allen allgemeinbildenden Schulen werden.

     Ein wirklich schöner Gastbeitrag, Alexandra. Wann darf ich wo mehr von dir lesen?

    Antworten

    1. Charlie, mir hat gerade jemand an anderem Orte erzählt, dass ihm ein Niederländer gesagt habe, die Niederländer seien samt Sprache zu unwichtig und daher würden Sie so viele andere Sprachen sprechen….
      Ich finde die Niederländer gar nicht unwichtig ;-) muss ich an dieser Stelle betonen!

      Danke für das Kompliment und die Ermutigung, mehr zu schreiben.

      Antworten

  4. Noch eine kleine statistische Anmerkung: Wenn Niederländisch die 42-sprecherreichste aller 6909 Sprachen ist, heißt das, dass 99,39% aller Sprachen weniger Sprecher als das Niederländische haben. Wahnsinn, oder?

    Antworten

    1. Wow :-) So hatte ich das noch gar nicht betrachtet.

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  5. Erst mal vielen Dank für den wunderschönen Gastbeitrag, mir gefällt er sehr gut :-) Auch, weil er sich sehr mit meinen eigenen Erfahrungen deckt.

    Eigentlich rege ich mich grundsätzlich über solche Diskussionen auf (und habe es auch heimlich während dem Durchlesen von dem Beitrag hier), weil ich die deutsche Einstellung einfach nicht gut tolerieren kann.
    An meiner neuen Arbeitsstelle hat man mich auch ernsthaft gefragt, ob ich denn Niederländisch sprechen könnte oder ob die Deutsch mit mir gesprochen hätten…mittlerweile geht mir die Frage sehr auf die Nerven und ich beantworte die Frage entweder auf Niederländisch oder in einem patzigen deutschen Unterton.
    Außerdem kann ich die (arrogante) Aussage der Deutschen nicht mehr hören à la „Ach, Niederländisch verstehste schon irgendwie“… Wenn ich Lust habe, dann fange ich eine Unterhaltung auf Niederländisch an und gucke in verwunderte Gesichter. Wenn ich keine Lust habe gibts ein bemitleidendes Lächeln oder eine dumme Antwort (auf Deutsch).

    An der Grenze wurde ich an der deutschen Tankstelle auch grundsätzlich auf Niederländisch angesprochen, auch wenn ich alles auf Deutsch gesagt habe und noch einen Kaffee zum Mitnehmen haben wollte. Auch die Preise, alles auf Niederländisch. Störte mich nich, ich empfand es aber irgendwie als unnötig, dass ich dann trotzdem Niederländisch spreche.
    Wenn ich Besuch hatte, dann war es so, dass meine Geschwister (und Freunde) zum Beispiel Sätze auswendig gelernt haben und das dann auch soweit sagen konnten, dass man es verstand und der Kellner ein sehr großes Grinsen im Gesicht hatte. Meine Eltern dagegen (andere Generation) haben das nicht gemacht, sondern da musste ich alles sagen, bevor sie anfingen auf Deutsch etwas zu sagen (das wollte ich vermeiden). Auf Englisch hätten sie es wahrscheinlich auch nicht versucht. Schade…

    Im Moment probier ich mein Französisch aufzufrischen, weil ich im Somme nach Paris will. Und da müsste man schon die ein oder andere Kommunikation auf Französisch hinkriegen.

    Antworten

    1. Christian, nach dem der Beitrag gerade fertig war, hatte ich auch wieder so ein Telefonat, in dem ich gefragt wurde, ach, sie wohnen in NL, sprechen sie den auch Niederländisch? Ich musste grinsen und sagte aus voller Brust: SELBSTVERSTÄNDLICH (und dachte an den gerade geschriebenen Beitrag;-))

      Keine Ahnung wann die Fragerei aufhört, ich glaube ich versuch’s demnächst auch mal, einfach auf Niederländisch weiter zu sprechen ;-)
      Auf jeden Fall den Humor dabei behalten!

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  6. Auch ich finde in sprachlicher Hinsicht diese dümmliche Ignoranz meiner Landsleute einfach nur peinlich. Aber die Deutschen verhalten sich ja auch in anderer Hinsicht wie dumpfe und träge Herdentiere. Und in Sachen Erlernen von Fremdsprachen sind sie sowieso stinkfaul. Nur Briten und Amis sind da noch ignoranter.

    Ach, Gastautorin Alexandra, ich hätte so viele Fragen an Dich, weil mich das auch interessiert, wie man von hieraus den Abflug nach NL machen könnte; was da auf einen zukäme und was man evtl. hier in Deutschland hinter sich (GEZ, Krankenversicherung …) lassen könnte. Ist vieles auch recht billig, so gilt das meines Wissens nicht für die Mieten, denn nicht umsonst flüchten viele Niederländer nach D. Verrätst Du mir, wo in NL Du wohnst?

    Ich würde diese Erfahrung des Ortswechsels gerne machen, weil ich auch emotional immer mehr nach Nederland hin tendiere. Der Bekanntenkreis drüben ist fast schon größer als mein Bekanntenkreis hier in Deutschland, und in meiner Wohnung fliegen mehr Nederlandse kranten, puzzelboekjes en magazines herum als deutsche Zeitschriften. Tja, es muß wohl was dran sein – und daran können auch die beiden Bußgeldbescheide, die ich in letzter Zeit bekommen habe, omdat ik iets te hard gereden ben, nichts ändern. Auch mit der allgemeinen Mentalität komme ich gut klar.

    (Anmerkung an Alex: Wie wär’s mal mit einem Artikel über „flitspalen en boete“? Betrifft ja nicht nur mich …..)

    Antworten

    1. Patricia, du kannst mich gerne über Twitter anfunken wenn es um die Umzugsfragen geht. Hier nur so viel: als EU Bürger ist das alles nicht so dramatisch…..obwohl……ich hätte da noch ein paar Bürokraten Anekdoten ;-)

      Antworten

      1. Dramatisch ist es tatsächlich nicht, die üblichen Fallstricke hat Patricia schon angedeutet. Krankenkassen, Banken und Versicherungen sowie Telekommunikationsunternehmen behandeln einen dann gerne wie einen miesen Vaterlandsflüchtling, der bestraft gehört. Wenn man dann mal hier ist fällt die Eingewöhnung leicht, die einzigen echten Fallstricke hier sind … Versicherungen und Banken.

        Antworten

        1. … die einzigen echten Fallstricke hier sind … Versicherungen und Banken.

          Ist das nicht überall so?

          Antworten

      2. Schade, dann geht es nicht. Ich bin nämlich ganz bewußt weder bei facebook noch bei Twitter.

        Antworten

        1. @Patricia ich möchte meine email Adresse hier nicht veröffentlichen, wenn du deine an Alex Kleijn durchgibst, kann sie mir die vielleicht durchschicken – dann können wir mailen ;-))

          Antworten

    2. Ich hab´s an anderen Stellen schon ein paarmal erwähnt: Es ist nicht immer nur Überheblichkeit, wenn Deutsche kein Niederländisch können. In vielen Fällen ist es einfach Sprachunkenntnis, manchmal auch ein bißchen Bequemlichkeit. Es ist für Deutsche nicht einfach, Niederländisch zu lernen. An deutschen Schulen wird Niederländisch nicht angeboten (mit einigen wenigen Ausnahmen vielleicht). Und Sprachkurse kosten Geld und Zeit. Und wozu sich wegen eines 14tägigen NL-Urlaubs mühsam eine Sprache einpauken, wenn man sie ansonsten nicht braucht und letztlich dann doch wieder vergißt? Da verlassen sich eben viele auf die guten Deutschkenntnisse der Niederländer. Zumal Fremdsprachen ohnehin nicht jedermanns Sache sind. Es gibt eine ganze Menge Deutsche, die schon mit ihrer eigenen Sprache ihre liebe Not haben, und wenn die dann noch eine Fremdsprache lernen sollen, ist es ganz aus. Ich habe das schon in der Schule beobachtet. Wer in Deutsch eine Fünf hatte, der hatte später in Russisch auch eine (das war bei uns Pflichtfach). Und in Englisch (das damals freiwillig war) sind diese Schüler dann gar nicht erst reingegangen.
      Mit den Deutschkenntnissen der Niederländer wird es wohl in den nächsten Jahren auch bergab gehen, vermute ich; denn früher war Deutsch in niederländischen Schulen Pflichtfach, aber wie ich gehört habe, soll das seit einigen Jahren nicht mehr so sein. Und freiwillig lernt kaum ein Niederländer Deutsch.
      Apropos Sprachkenntnisse: Du schreibst:„Auch mit der allgemeinen Mentalität komme ich gut klar.“ Ich hoffe, du weißt, was „klarkommen“ auf Niederländisch heißt ;-)? Sonst schau mal bei http://www.uitmuntend.de nach; auch hat Alex vor ein paar Monaten einen Beitrag dazu gebracht ;-).

      Antworten

      1. @Tina, natürlich muss man nicht gleich einen kompletten Sprachkurs belegen, nur um zwei Wochen Niederlande-Urlaub zu machen. Vielmehr ist es schlicht und ergreifend eine Frage der Höflichkeit – wie einige der Kommentierenden (Bouke, DarkJohann …) auch schon gesagt haben – ein paar Brocken Niederländisch parat zu haben. Oder, wenn das zu schwierig ist, wenigstens zu fragen, ob man Deutsch sprechen kann.

        Genauso wie andere Nationalitäten freuen sich Niederländer immer, wenn jemand sich die Mühe gibt, ihre Sprache zu sprechen (auch wenn sie dann tatsächlich von sich aus schnell geneigt sind, auf Englisch oder Deutsch umzusteigen …)

        Antworten

        1. Nun, wie du schon sagtest: Niederländer schalten anscheinend immer gleich auf Deutsch um, sobald sie von einem Deutschen auf Niederländisch angesprochen werden. Wenn ihr also jeden noch so kleinen Versuch eines Deutschen, mit euch Niederländisch zu sprechen, im Keim erstickt, müßt ihr euch nicht wundern, wenn die Deutschen es dann gleich ganz sein lassen; denn wozu soll man sich mit dem Niederländisch abmühen, wenn man dabei immer „abgewürgt“ wird. Das erweckt eher den Eindruck, als wolltet ihr gar nicht mit uns Niederländisch sprechen – und ermutigt einen nicht gerade zum Erlernen der Sprache. Denn wenn man sich schon die Mühe gemacht hat, eine Sprache zu erlernen, möchte man sie auch benutzen, sonst hätte man sich die Zeit und das Geld ja sparen können.

          Antworten

          1. [quote]Wenn ihr also jeden noch so kleinen Versuch eines Deutschen, mit euch Niederländisch zu sprechen, im Keim erstickt, müßt ihr euch nicht wundern, wenn die Deutschen es dann gleich ganz sein lassen; denn wozu soll man sich mit dem Niederländisch abmühen, wenn man dabei immer „abgewürgt“ wird. [/quote]

            Das geht mir leider auch häufig so. Ich habe durch meine Eltern beide Staatsangehörigkeiten und spreche mittelmäßig niederländisch. Wenn mir dann ein Wort nicht einfällt und die Verkäufer merken, dass ich deutsche bin, wird sofort auf deutsch umgeschaltet. Ich bleibe dann allerdings beim nl, schließlich möchte ich die wenigen Möglichkeiten, die Sprache zu sprechen auch ausnutzen. Ich kann aber verstehen, was Tina anmerkt…

            @Alexandra: Danke für den Gastbeitrag, er hat mir gut gefallen und macht Hoffnung auf mehr Beiträge von dir :-)

            Antworten

            1. „Das geht mir leider auch häufig so. Ich habe durch meine Eltern beide Staatsangehörigkeiten und spreche mittelmäßig niederländisch. Wenn mir dann ein Wort nicht einfällt und die Verkäufer merken, dass ich deutsche bin, wird sofort auf deutsch umgeschaltet“

              Da kann ich dich sehr gut verstehen, ich habe niederl. Eltern, verstehe dadurch NL sehr gut, spreche es aber ziemlich schlecht u. vor allem langsam – u. bekomme wie du, dann leider immer Antworten (weiteres Gespräch) auf Deutsch, das frustriert dann schon etwas ;-(
              Und was die Fähigkeit vieler Niederländer Deutsch (aber auch Englisch) zu sprechen anbetrifft, so hatte dies zumindest noch vor einigen Jahren, auch viel damit zu tun, dass in NL sehr viele Filme im Original mit Untertext laufen („Kommissar Derrik“ war z.B. in NL sehr beliebt). Die Kids wachsen somit quasi nebenbei (*grins*) mit Fremdsprachen auf ;-)

              Antworten

                1. leider ist das aber eine aussterbende Generation die Detusch durch das Fensehen gelernt hat
                  ich arbeite in NL und habe hier in der Firma viele junge Menschen, die kein oder kaum deutsch reden oder den Kontakt mit mir meiden, damti sie nicht deutsch reden müssen.
                  auf meinen Wochenendetrips bin ich auch schon auf viele jüngere Gestossen, die auch schlecht in englisch waren, alles in allem ist es sehr gemischt

                  ich denke, die Generation ab 35j und älter wuchs noch mit deutschem Fernsehen auf, die jügneren hatten genug andere programme zur Auswahl, so dass sie nicht auf die ausländischen Sender zurückgreifen mussten.
                  das wird mir auch immer wieder von meinen Kollegen bestätigt

                  Antworten

                2. Da liegen wir ja voll auf einer Linie- und ganz herzlichen Dank für den Link zu den nl. Fernsehsendungen !

                  Antworten

              1. Wenn es um die Fähigkeit der Deutschen, niederländisch zu sprechen geht, wäre es vielleicht hilfreich, sich klarzumachen, warum so wenig Niederländer friesisch sprechen, wenn sie in Friesland sind …

                Antworten

                1. Der Vergleich stimmt nicht ganz, denn in Friesland sind Friesisch und Niederländisch beide Landessprache. Deutsch hingegen ist das in den Niederlanden keineswegs …

                  Antworten

                  1. Hoi Alex,

                    da hast du natürlich Recht.

                    Allerdings – wenn man das unter den hier bereits geäußerten Aspekten wie etwa Arroganz oder Höflichkeit betrachtet, scheint mir der Vergleich doch nicht so abwegig zu sein.

                    Damit wir uns nicht missverstehen: Ich möchte lediglich darauf hinweisen, dass ein derartiges Verhalten nicht unbedingt (Ausnahmen bestätigen wie üblich die Regel) etwas mit Arroganz oder mangelndem Respekt (o.ä.) zu tun haben muss.

                    Antworten

                    1. Ergänzend: In Dänemark scheint dasselbe „Problem“ zu existieren (Ich weiß nicht, ob der folgende Link funkioniert: news:5226cd21$0$302$14726298@news.sunsite.dk).

                  2. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Situation in Dänemark ähnlich ist. Mit dem Link hat es leider nicht geklappt.

                    Antworten

                    1. Schade.

                      Dann hier mal der Originalartikel (der Verfasser ist Däne):
                      ———————————————-
                      From: Bertel Lund Hansen
                      Date: Wed, 4 Sep 2013 08:05:14 +0200
                      Subject: Re: merkwürdige Werbung
                      Message-ID:
                      Newsgroups: de.etc.sprache.deutsch

                      Martin Schoenbeck skrev:

                      > Ich habe es bisher jedenfalls nicht erlebt. Problematischer ist, daß viele
                      > Dänen Deutsch und praktisch alle recht gut Englisch können. Wenn man dann
                      > noch mit dem Dänischen rumlaboriert, sind sie schon zu Deutsch oder
                      > Englisch gewechselt und der Lerneffekt ist dahin.

                      So würde ich auch reagieren.

                      Wenn ein Ausländer gerne Dänisch lernen will, ist es notwendig,
                      das spezifisch zu sagen. Wir sind dazu gewöhnt andere Sprachen zu
                      benutzen, wenn wir mit Ausländer sprechen wollen. Es ist ganz
                      selten, dass sie sich die Mühe geben wollen, Dänisch zu lernen.

                      Es freut mich aber zu erfahren, dass ihr nicht Intoleranz gemerkt
                      habt. Es ist sonst eine feste Überzeugung bei vielen Dänen.


                      Gruß
                      Bertel, Dänemark

      2. @Tina
        Der Eintrag für klaarkomen bei uitmuntend verschweigt die nicht-sexuelle Bedeutung des Worts; der bei neon macht es genau umgekehrt. Beide Bedeutungen finden sich z. B. im gratis woordenboek von van Dale und in The Free Dictionary.

        Antworten

        1. In meinem Wörterbuch steht dazu auch nur die Bedeutung „fertig werden“; was ja irgendwie auch stimmt. Die andere Bedeutung war wohl selbst den Wörterbuch-Herstellern zu ferkelig ;-). Ich wollte ja auch nur darauf hinweisen, daß man mit diesem Wort ein bißchen vorsichtig sein sollte, vor allem Gegenwart von Niederländern. Was sollen denn die sonst von uns denken ;-).

          Antworten

          1. Ich als halb-Niederländer kenne hauptsächlich die sexuelle Bedeutung. Ich würde die andere dann auch nicht verwenden, auch wenn sie strenggenommen richtig is.

            Antworten

    3. @Patricia, so viel sei schon mal gesagt: Im Schnitt müssen Verkehrssünder in NL deutlich tiefer in die Tasche greifen als in DE.

      Antworten

      1. Weiß ich inzwischen aus eigener Erfahrung, Alex. Und wenn man dann eine parkeerboete für wenige überzogene Minuten von 80 Tacken drangeheftet bekommt, weiß man, daß Germanistan diesbezüglich echte Discountpreise hat. So war es mir 2004 geschehen. Damals gab es noch kein D/NL-Abkommen zwecks gegenseitigem Adressenaustausch. Ich hatte damals einfach nicht bezahlt und parke seither nur noch in Parkhäusern :-) Die letzten beiden Geschwindigkeitsüberschreitungen gingen noch, die lagen bei etwas bei über 30 Euro. Ab jetzt fahre ich in NL überall nur noch stur Tempo 30, auf Autobahnen Tempo 60.

        Jetzt wird ausgebremst.

        Antworten

    4. Patricia; ich kann schon mal sagen dass es mit mieten nicht so viel zu tun hat, denn Niederländer kaufen meist häuser. Es ist sogar außerhalb der sogenannte „sociale Wohnungsbau“ oft fast unmöglich eine nette Wohnung irgendwo zu Mieten zu bekommen, denn der Markt ist größtenteils auf Kaufen gerichtet. Da mann in Deutschland wiederum nicht so schnell kauft, und es auch keine Subvention auf Schulden gibt wie bei uns mit der „HRA“, sind die Preis zumindest in der ländliche Regionen deutlich niedriger. Schattenseite sind aber die Häuserpreise in Ballungsräume, wie z.B. im reichen München. Da findet mann wirklich nichts g’scheites mehr für normale Preise.
      Ich habe für meine Diplomarbeit z.B. sieben Monate in München verbracht, und was ich an Miete bezahlt habe, war mehr als mein Aushilfslon.

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  7. Die selbstverständlichkeit mit der viele Deutsche in den Niederlanden Deutsch reden ist wirklich bemerkenswert. Als ich vor einigen Jahren nach Venlo gezogen bin wollte ich es besser machen, nahm all meine NL Kenntnisse und allen Mut zusammen und musste feststellen, dass alle Bemühungen ignoriert wurden und die niederländischen Verkäufer trotzem weiter Deutsch sprachen. Mein niederländischer Mann sagt das sei Service.
    Nur hat man bei dem ‚Service‘ kaum die Gelegenheit eine Sprache zu lernen. Da hilft nur eins: Leben und arbeiten in den Niederlanden und 1, 2, 3 hat man die Sprache gelernt. Selbst bei niederländischen Kinderliedern bin ich mittlerweile textsicher. Es wird meistens sehr positiv anerkannt wenn man die Sprache beherrscht. Und trotzdem gibt es immer noch Geschäfte in denen Niederländer mit mir deutsch reden, auch wenn ich immer weiter niederländisch mit ihnen spreche. Ich hab mich immer gefragt woran jeder sofort erkennt dass ich Deutsche bin, man wird ja meist schon auf Deutsch angesprochen noch bevor man selber den Mund aufmacht. Aber letztens sagte mir ein Nachbar, dass selbst er in einigen Geschäften in Venlo und Roermond keine Gelegenheit bekommt seine Muttersprache zu sprechen…
    Ich denke an dem Problem ‚Selbstverständlich Deutsch‘ müssen wir alle gemeinsam arbeiten, Deutsche und Niederländer!

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    1. Stiekem vind ik dat prachtig, twee talen zo kriskras door elkaar te (kunnen) gebruiken. Mijn vrouw en ik hebben er ook een hobby van gemaakt elkaar in de supermarkt beide in onze moedertaal aan te spreken; zo van „hebben we nog komkommers?“ „Nein, ich glaube nicht, aber Tomaten brauchen wir definitiv“ „Oh, okay, maar neem dan wel de Nederlandse, dan doen we wat voor de handel“ „Aber die sind ein wenig teurer“, usw.
      En stiekem kijken naar de reactie van de aanwezigen. De meesten kijken nogal verward – alhoewel dat effect in Hamburg in de Edeka sterker was dan hier in Berlijn.

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      1. Oh ja herrlich ;-) Meine Freundin und ich machen das manchmal auch.

        Antworten

      2. Mja, Bouke, mijn man en ik doen dat soort dingen ook. Vorig jaar waren wij op vakantie in Beieren en hebben tijdens een bergwandeling (naar de Blaueishütte bij Ramsau, begin er maar liever niet aan) vriendschap gesloten met een jonge Duitser. Natuurlijk spraken wij met hem netjes Duits (we zijn beiden germanisten, zelf ben ik de dochter van een Duitse moeder en een Nederlandse vader, en ook in beide landen opgegroeid). Maar toen hij later, op het terras van de Hütte even weg was, spraken wij weer gewoon Nederlands met elkaar. Dit werd geobserveerd door een ander echtpaar, beiden Duitsers. Tijdens de afdaling ontmoetten wij hen weer. Zij vertelden ons eerlijk hoe wij hen in verwarring hadden gebracht. Vloeiend Duits kun je als Nederlanders kennelijk niet spreken, dat verwacht men echt niet. Maar de logische conclusie dat wij dan wel Duitsers moesten zijn die heel goed Nederlands spraken- dat was „natuurlijk“ nòg onwaarschijnlijker. Met deze mensen hebben we daarna nog lekker verder gekletst. In het Duits. Natuurlijk…….

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        1. Ich erfahre das eigentlich fast als nachteil; ich spreche (schreiben habe ich noch einiges nachzuholen, wie mann sieht) mittlerweile so gut wie akzentlos Deutsch – zumindest wenn mann nicht weiß, dass ich Holländer bin. Es bringt den Gegenübern oft in verwirrung weil ich manchmal halt komische Sachen sage, oder ein bestimmtes wort nicht kenne und es deshalb umschreiben muss. Ich habe mich deshalb angewöhnt wenn’s passt so schnell wie möglich irgendwas zu sagen dass andeutet oder deutlich macht das Deutsch nicht meine muttersprache ist.
          Darüberhinaus tut holländisches Deutsch mittlerweile so weh an den Ohren dass ich mich freue dass van Gaal jetzt nicht mehr bei Beiern (und in den Medien) ist…

          Het is overigens wel vreemd dat hun conclusie was dat jullie dan allebei Nederlanders moesten zijn: per slot van rekening kan een Duitser over het algemeen toch helemaal niet beoordelen of iemand accentloos of in ieder geval zeer goed Nederlands praat? Daarentegen hadden ze al kunnen horen dat met jullie Duits niets mis was. Mijn conclusie zou zijn dat de een Duits en de ander Nederlands is.

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      3. Da kommen Erinnerungen hoch – ich bin mit meinen niederländischen Eltern in D aufgewachsen – und jahrelang haben meine Eltern untereinander und mit mir Niederländisch geredet – und ich auf Deutsch geantwortet ;-)

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      4. Dat had ik met mijn kinderen ook. Met drie jaar wilde mijn zoontje niet meer NLs praten (we wonen in Berlijn). In de supermarkt sprak ik NLs en hij antwoorde op z’n duits, de mensen keken erg verbaasd en vroegen MIJ op z’n DUITS: ‚Kann er das verstehen?‘ Mijn standaardantwoord was dan: ‚Nein‘.

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        1. Das hätte ich gern gesehen ,-)

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  8. Angela, genauso ist es hier auch. Solange mein Niederländisch noch gebrochen war, hat wirklich jeder mit mir Deutsch gesprochen, ausser Schwiegerfamilie und Nachbarn, denen habe ich das untersagt ;-)
    Mein persönlicher Integrationserfolg war dann, als ich auf dem Markt an der Bude keine Deutschen Antworten mehr bekam, die deutschen Touris neben mir aber wohl!
    Und natürlich wird man immer irgendwie den dt. Akzent hören und ich werd auch immer wieder gefragt wo ich herkomme, aber ich habe gelernt, diese Fragen als Interesse an meiner Person aufzufassen. Das würde einem vermutlich in Amerika oder sonstwo auf der Welt auch so gehen.

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  9. an dieser Stelle danke @all, dass ihr meinen Beitrag so rege kommentiert und offensichtlich genau verstanden habt, was ich meine ;-)
    Möchte aber an der Stelle auch nochmal betonen, dass wir natürlich nicht pauschalisieren und es überall „solche und solche“ gibt.
    Ich teile hier meine ganz persönliche Wahrnehmung und Erfahrungen. Und stelle auch fest, dass der Blickwinkel sich ändert, wenn der Wohnsitz verlagert ist.

    Ich wohne übrigens in der Nähe von Enschede, also zur Grenze ans Münsterland.

    Groetjes
    Alexandra

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    1. Hmm, daar heb ik ook gewoond. Misschien heeft het ook te maken met de hoeveelheden en richting van de inkopen en vooral de intentie van het bezoek.
      Ik heb lang in de binnenstad van Enschede gewoond, en de markt op zaterdag was min of meer een annexatie door Duitsers… Er waren gewoon voor zover ik kon zien veel meer Duitsers die naar Enschede kwamen om te shoppen dan andersom. Want zeg nou zelf, in Gronau wil je toch dood nog niet gevonden worden? Troostelozer dan dat gehucht heb ik zelden een dorp gezien…
      De Nederlanders komen dan ook voornamelijk over de grens om goedkoop bij de K&K in te kopen of bij de Jet te tanken. En dan zijn ze weer weg. Ik kan me niet aan de indruk onttrekken dat het dan ook niet zo heel erg boeiend is of de andere kant dan Nederlands spreekt – mij interesseerde het in ieder geval niet zozeer want ik kwam daar alleen voor de lagere benzineprijs en was daarna snel weer weg.

      En als je dan in Enschede steevast door het personeel in het Duits aangesproken wordt, en overal om je heen Duits hoort (zoals op zaterdag), dan kan ik me voorstellen dat zich een soort van gewennings- of Pavloveffect inzet. Je wordt er als het ware in getrained overal Duits te kunnen verwachten. Dat verwordt dan al snel tot beschreven arrogantie als je niet oppast. Misschien ligt de oorsprong daar dan wel in, en niet zozeer in een karaktertrek van de Duitse(r) zelf. Zomaar een idee.

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      1. Overigens, en dat valt me net te binnen, kon ik bij de Hellweg in Gronau wel gewoon Nederlands praten. De begroeting door de kassier klonk erg Nederlands, dus ik schakelde over op Nederlands. Ging prima, alhoewel ik toch meende dat hij een beetje vreemd keek.
        Het is misschien dan ook maar een vermoeden, maar je zou eens kunnen kijken of je ergens komt als je gewoon Nederlands praat in de winkels rondom de grens. Maar misschien was de beste man bij de Hellweg wel gewoon een Nederlander, en zegt die ervaring niets.

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      2. lass das die Gronauer nicht lesen ;-)
        groot gelijk heb jij, sommige oudere Nederlanders vinden het nog leuk om in Gronau een beetje door de winkels te lopen, maar verder…
        Ich unterstütze die Theorie mit dem Selbstläufer. Ich habe gelernt, dass hier in der Region das Deutsch sprechen der Niederländer höflich gemeint ist, man will es den Touristen eben angenehm machen.
        Und erlebe durchaus auch sprachlich kunterbunt gemischte Unterhaltungen – geht alles.
        Bleibe aber dabei, dass auch der Tourist (und auch die Touristin) ein paar Worte der Höflichkeit beherrschen sollte und sich aufgeschlossen gegenüber ‚das Andere‘ zeigen kann. Und das beziehe ich auch nicht nur auf Deutsche.

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        1. Ein sehr schöner Gastbeitrag, Alexandra! Und ich sehe das genauso wie du. Vor einiger Zeit gab es in einem Forum, in dem ich regelmäßig mitschreibe, eine ziemlich hitzige Diskussion zu dem Thema, da eine Userin, die oft Urlaub an der niederländischen Nordseeküste macht, es nicht nötig fand, wenigstens ein paar Floskeln zu lernen, denn „die Holländer können ja doch alle deutsch.“ Einige Reaktionen darauf und meinen eigenen Senf habe ich hier zusammengetragen: http://grenzwanderer.wordpress.com/2012/07/06/die-hollander-konnen-doch-sowieso-alle-deutsch/

          Als ich meinen Mann kennengelernt hatte und oft hier zu Besuch war, traute ich mich zwar auch noch nicht so richtig, Niederländisch zu sprechen, aber ich habe es dann immer auf Englisch versucht, wenn es komplizierter wurde, denn gleich auf Deutsch loszulegen fand ich etwas unverschämt.

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  10. Fuer mich ist es ja schon eine Selbstverstaendlichkeit, dass wer in die Fremde reist, sollte doch die Landessprache des Reiselandes, zumindest mit Haenden u‘ Fuessen, koennen! Ich selber kann kaum richtig Englisch, und mein Niederlaendisch ist auch nicht mehr taufrisch, versuche aber trotzdem in den Niederlanden sowie, z.B. in den USA die jeweiligen Allgemein-Kommunikationssprachen halbwegs zu meistern, wenn lediglich um mich zu verstaendigen.

    Ebenfalls freue ich mich sehr, wenn Touristen/Besucher zu uns kommen, wenn nur zu einem Streifzug, und im Alltag einmal Basis-Deutschkenntnisse erweisen koennen:-)

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  11. Eigentlich sollte es ja zwischen Deutsch und Niederländisch ein Dialektkontinuum geben, d. h. die Leute beiderseits der Grenze sollten sich ganz gut verstehen, wenn sie ihren jeweiligen Dialekt sprechen, ein Problem dürfte es eigentlich erst geben, wenn die jeweiligen Hochsprachen ins Spiel kommen!

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    1. so ist es auch: treffen sich vier (ältere) Leute auf dem Fahrrad irgendwo in der Wallachei….sprechen Platt (Deutsch oder Twents)….ist alles in Ordnung :-)

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      1. Genau das ist der Punkt – es sind nur noch die Älteren. Ich weiß nicht, wie es woanders ausschaut, aber hier, wo ich wohne, hat die „(ein-)gebildete“ Oberschicht, also vor allem Lehrer, Ärzte und Apotheker die ganz normalen Leute aus dem Volke wie geistig Minderbemittelte behandelt, wenn sie ihren Dialekt sprachen. Folge davon war, daß meine Generation den Dialekt zwar noch gehört hat, aber nicht ermutigt wurde, ihn auch aktiv zu benutzen. Somit beherrsche auch ich kaum einen – in meinem Fall rheinischen – Dialekt.

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        1. Das hat auch damit zu tun, dass ausserhalb des eigenen Gebietes geen hond versteht, wovon du redest. Diese Erfahrung habe ich als ‚Wessi‘ aus ‚t Gooi (Region Hilversum) auch gemacht als ich nach Enschede gezogen bin. Ich habe einmal versucht mit einem Straßenmacher zu kommunizieren, der einen Loch vor unserem Haus gegraben hatte. Vergeblich. Und der muss gemerkt haben, dass ich ihm nicht verstanden habe, weil ich drei mal nachgefragt habe, was er sagte. Dann habe ich einfach mal „ja, uhuh“ gesagt und bin losgefahren.
          Heutzutage hat der Dialekt einfach keine Funktion mehr, denn ‚die junge Leute‘ ziehen nach den Großstädten oder arbeiten an den Unis mit ‚anderssprachigen‘, wo sie mit dem Dialekt nur äußerst wenig anfangen können.

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    2. Das mit dem Dialektkontinuum stimmt schon, wer etwas Platt spricht, kommt damit auf beiden Seiten der Grenze durch. Mir wurde am Anfang hier auch oft geraten, einfach „platt te proatn“. Leider hilft das einem Münchner Kindl wenig. ;)

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  12. Wenn wir Wiki nicht hätten ;-)

    Das kontinentalwestgermanische Dialektkontinuum[4], von einigen Sprachwissenschaftlern nach den überdachenden Literatursprachen auch als deutsch-niederländisches Dialektkontinuum bezeichnet, wird im Norden durch das Dänische, im Osten durch die westslawischen Sprachen, im Westen durch das Französische, im Südosten durch das Ungarische und Slowenische und im Süden durch das Rätoromanische und Italienische begrenzt. Also vom Schleswigschen (Nord-Niedersächsischen) im äußersten Norden bis zum Höchstalemannischen im äußersten Südwesten und Südbairischen im äußersten Südosten, vom Westflämischen im äußersten Westen bis zur deutsch-polnischen bzw. deutsch-tschechischen Sprachgrenze im Osten. Jeder örtliche Dialektsprecher kann die Dialekte seiner Nachbarn verstehen.

    [Anmerkung alex: Bis soweit das Zitat aus der Wikipedia. Wer weiterlesen möchte: hier geht’s lang.]

    Die Deutschen als faul im Lernen von Fremdsprachen zu bezeichnen halte ich übrigens für ziemlich verfehlt! Die jüngeren sprechen hierzulande so gut wie alle ein relativ brauchbares Englisch, diejenigen, die höhere Schulen besucht haben noch mindestens eine weitere Fremdsprache und man darf durchaus erwarten, daß sie verstehen und sich zumindestens einigermaßen ausdrücken können. In Italien, abseits der Touristengebiete schaut das bspw. durchaus anders aus und auch in Frankreich wird im Normalfall recht wenig Mühe auf das Lernen von Fremdsprachen verwendet, von Großbritannien oder den USA ganz zu schweigen! Also dieser Vorwurf ist m. E. ziemlich unbegründet!

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    1. Da muss ich dir Recht geben. Es hat bei den Deutschen nichts mir Faulheit zu tun.
      Die jüngere Generationen sprechen super English, während die ältere Generation das auch kann, aber sich nicht traut (obwohl die bewohner der ehemalige DDR in der Schule ja nie Englisch gehabt haben – sie sprechen eher noch Russisch).

      VIEL schlimmer ist es mit Franzosen, Spanier und Italiener. Die können meist kein Wort Englisch. Wirklich kein Wort. Italiener sprechen aber wiederum oft Deutsch. Spanier vielleicht ein Brocken Portugiesisch.

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      1. Das stimmt nun ganz und gar nicht, daß die Bewohner der DDR nie Englisch gehabt haben; ich zum Beispiel hatte es. Es wurde (im Gegensatz zu Niederländisch) in den Schulen durchaus angeboten, allerdings war es freiwillig, so daß es nicht jeder gemacht hat. Ich habe es weiter oben schon erwähnt: Wer schon in Deutsch schlecht war, der war es auch im Pflichtfach Russisch, und der hat sich dann natürlich nicht noch eine weitere Fremdsprache aufgehalst.

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        1. Tina, ich habe glatt verpasst dass du auf mich reagiert hast :)
          Meine Behauptung beruht auf die Aussagen meiner Schwiegerfamilie, die im nahen Osten geboren und aufgewachsen ist. Es kann durchaus sein, dass es anderswo tatsächlich anders war. Das es also ganz und gar nicht stimmt, würde ich so nicht sagen, aber das es nicht die reine Wahrheit ist, beweist deine Erfahrung :)

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  13. ich finde erschreckend, wie hier verallgemeinert wird. Die Deutschen sind nicht faul, eine Fremdsprache zu erlernen, englisch ist selbstredend, dann kommen französisch und spanisch mit dazu, viele lernen italienisch. Ich selbst spreche fliessend englisch, habe Grundkenntnisse in 4 weiteren Sprachen und spreche weiterhin 2 verschiedene Dialekte Ich spreche nur wenig Niederländisch, aber selbst ich kann mir einen Kaffee bestellen und kann auch wenige Worte im niederländischen wechseln, ohne unangenehm aufzufallen und entschuldige mich dafür, dass ich die Sprache nicht kann,. Wenn ich versuche, meine Kenntnisse anzuwenden, werde ich meist auf deutsch unterbrochen und das obwohl ich mir sehr viel Mühe gebe, da ich ja dazulernen möchte. Bisher hat nur ein einziger Niederländer sich die Zeit genommen, mit mir in seiner Sprache zu sprechen und das, obwohl hinter mir sich eine lange Schlange wartender Kunden bildete. Ich kann insofern verstehen, wenn jemand, der gar nicht zu Wort kommt und in kontinuierlich in seiner Landessprache angesprochen wird, irgendwann sich nicht mehr bemüht, Niederländisch zu sprechen, so ergeht es den Amerikanern in Deutschland doch genauso. Ich bin im Rhein-Main-Gebiet lebend und aufgewachsen und treffe immer wieder auf Deutsche, die das niederländische sprechen oder gerade dabei sind, es zu erlernen. In den Volkshochschulen gibt es viele Kurse und diese sind meist bis zum letzen Platz gefüllt.
    Man kann und darf von einigen wenigen, die sich nicht bemühen, nicht auf alle anderen schliessen .. und bei uns zu hause wird sich immer bemüht, die Sprache des Gastes zu sprechen . . egal, in welcher Sprache oder in welchem Dialekt

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    1. „Die Deutschen sind nicht faul, eine Fremdsprache zu erlernen, englisch ist selbstredend, dann kommen französisch und spanisch mit dazu, viele lernen italienisch. Ich selbst spreche fliessend englisch, habe Grundkenntnisse in 4 weiteren Sprachen..“

      Mit deinen Sprachkenntnissen liegst du aber weit, weit über dem Durchschnitt !
      Und auch deine Aussage “ englisch ist selbstredend“ würde ich nicht so stehen lassen wollen. Klar Englisch ist Pflichtfach, aber bei einem Volkschulabschluß (teils sogar bei Mittlerer Reife) kann man wohl kaum davon ausgehen, dass danach wirklich „Englischkenntnisse“ vorhanden sind und schon gar nicht davon, dass diese erhalten bleiben. Ich kenne viele Deutsche deren Englichkenntnisse gerade mal für eine Bestellung bei McD. reichen würden – zu mehr wohl kaum.
      Und weitere Fremdsprachen setzen schon mal entweder einen höheren Schulabschluß voraus, oder den Willen sich freiwillig (z.B. via VHS Kurs) weiter zu bilden. Und auch regional gibt es da riesen Unterschiede, wer in (oder in der Nähe) einer Großstadt wohnt wird eher Fremdsprachen lernen, als der Bewohner einen sehr ländlichen Region, wo die nächste VHS evtl. 2 Std. Autofahrt entfernt ist. Mit Faulheit hat das dann allerdings tats. nicht unb. was zu tun…

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  14. Eben, Shuffle!

    Wir Deutschen sind nicht irgendwie „sprachlernfaul“, eher laengst darauf resigniert, dass es schon seit eh-u. je Auslaender von uns erwarten, wir SOLLEN dermassen gut Englisch koennen, also wenn wir diese uebersteigerten Erwartungen von uns nicht mal erfuellen, da sind wir von uns selber enttaeuscht. Das ist ziemlich viel Druck auf einen Menschen, von ihm zu erwarten, weil eigentlich viele Deutsche in der Tat fliessend Englisch beherrschen, deswegen beherrschen ALLE Deutschen fliessend Englisch.

    Dieser Vorwurf ist deshalb nicht total unbegruendet:-)

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  15. Na ja, unhöflich oder nicht, Deutsche neigen vielleicht etwas zur Effizienz. Auch wenn es mich selbst bei meinen Landesgenossen nervt, wenn es nicht notwendig ist, sprechen sie (also die Mehrheit) lieber keine Fremdsprache. Die meisten Deutschen gehen automatisch davon aus, dass Niederländer Deutsch sprechen oder zumindest verstehen, weil es einfach so ist.
    Zumindest bei den meisten (älteren) Niederländern war Deutsch ein Pflichtfach in der Schule. In Deutschland wird kaum Niederländisch gelehrt.
    Und Niederländer machen es einen auch nicht einfach. Vor lauter (übertriebener) Höflichkeit oder was auch immer, wird sofort in Deutsch bzw. Englisch, je nach Aufenthaltsort, geantwortet. Ich spreche nach über 10 Jahren in Holland fließend Niederländisch, wenn auch sicher nicht fehler- und akzentfrei. Aber selbst mir passiert es öfters, dass eine Verkäuferin, Bedienung usw. auf Englisch antwortet. Sehr frustrierend.
    Auch wenn es höflich gemeint ist, das ist extrem deprimierent und demotivierent!

    LG Simone

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    1. Ich finde es auch so lustig, dass die Deutschen immer davon ausgehen, dass ich so gut Deutsch spreche weil wir das alle in der Schule gehabt haben. Wirklich ohne ausnahme: „wieso sprichst du eigentlich so gut Deutsch? Ach ja, ihr habt das ja sicher in der Schule gehabt oder?“. Keiner kommt auf die Idee, dass mann eine Sprache auch einfach erlernen kann, dadurch dass mann sie fast täglich hört oder liest.

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    2. Es hat auch was mit makkelijk/moeite zu tun, um ehrlich zu sein. Ein Holländer ist normalerweise noch viel effizienter als ein Deutscher, und will’s nicht zu schwierig machen. Wenn ein Deutscher sich durch die Sprache quält (und ich sage nicht, dass das bei dir der Fall ist, aber bei manch anderer schon), dann geht’s flotter wenn man einfach auf Englisch oder Deutsch umschaltet. Es kostet ziemlich viel Energie jemanden zuzuhören, der die Sprache noch nicht so ganz doll beherrscht – und vielleicht sind die Holländer da empfindlicher. Sobald er merkt, dass er ohne Mühe und Einschränkungen Holländisch reden kann, wird er das auch tun (meist). Glaube ich zumindest, wenn ich meine Landsleute gut einschätze.

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      1. Bei mir spielt auch mit das ich gelernt habe das wenn jemand mich nicht gut versteht ich umschalte. Ich bin eine Friesin und wir sprechen in Friesland Friesisch aber da wohnen und kommen auch Niederländer die diese Sprache nicht beherrschen und wenn ich spür das ich nicht mit ein Fries zu tun habe schalte ich um nach Niederländisch. So auch wenn ich spür wenn es jemand ist die nur Englisch spricht oder nur Deutsch. Das ist einen art automatismus was ich eigentlich gleich wenn ich reden gelernt habe gelernt habe, und vielleicht nicht immer nett ist gegenüber andere leute die meine Sprache lernen wollen. Niederländer die Friesisch lernen wollen sagen es dann einfach zu mir und dann spreche ich Friesisch aber Deutschen sagen nicht so schnell das sie Niederländisch lernen wollen und dann bin ich Respektvoll und schalte um….man will einander letztendlich doch verstehen oder?

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  16. Auch ich mache nach siebzehn Jahre in Deutschland merkwürdige Erfahrungen, wenn ich mein Vaterland Holland besuche. In den ersten zwei Tagen spreche ich anscheinend mit einem leichten deutschen Akzent. Man stuft mich also als Ausländer ein und spricht mich auf Englisch zu (mangels Deutschkenntnis). Wenn ich weiterhin hartnäckig auf Niederländisch antworte, kommt tatsächlich irgendwann mal die Bemerkung:
    – Aber Sie sprechen gut Niederländisch!
    – Ich BIN Niederländer.
    – Oh, aber Sie wohnen in Deutschland? (Große Verwirrung; wie ist es nur möglich?)

    „Es ist für Deutsche nicht einfach, Niederländisch zu lernen.“ Das mag so sein, aber das Umgekehrte ist auch wahr. Ich habe aber als Niederländer Deutsch in der Schule gelernt, in einem Alter und in einer Zeit, in der niemand sich oder mich gefragt hat, ob das schwierig sei. Wir mussten einfach, und zur gleichen Zeit auch noch Englisch und Französisch! Es ging; meine zarte Kinderseele hat keine Traumata davon getragen.

    Warum lernen (oder besser gesagt: lernten) Holländer so problemlos Fremdsprachen? Das hat glaube ich mit den Machtverhältnissen zu tun. Ein starkes, großes Land setzt einfach den Ton; die kleinere haben zu folgen. Auch an der polnisch-deutschen Grenze habe ich es beobachtet: die Polen lernen fleißig Deutsch, die Deutschen nur ganz selten Polnisch. Das ist ja auch so schwierig! Ja, meinen die, Deutsch sei für Polen nicht schwierig? Polen ist zwar groß, aber noch nicht so stark wie Deutschland; von daher.
    Bekannt ist auch die frühere Soviet-Union. Die vielen Nichtrussen dort mussten unbedingt Russisch lernen, wenn sie etwas erreichen wollten. Und glauben Sie mir: Russisch ist für einen Georgier, Tschetschene oder Uzbeke sehr viel schwieriger als Niederländisch für Deutsche oder umgekehrt. Sie haben nicht gemurrt, sondern es getan.

    Deutsche, Engländer, Franzosen, Italiener, Türken und Spanier sind zahlreich genug um sich das Nicht-Erlernen von Fremdsprachen zu erlauben. Manchmal sind sie so kokett damit auch noch anzugeben, oder ihr Nichtverstehen wenigstens selbstverständlich zu finden.
    Holland hat sich in den letzten Jahren eine Inselmentalität geleistet: Man lernt noch Englisch, aber kaum noch europäische Sprachen. Das ist mit Sicherheit ein Faktor im heutigen wirtschaftlichen Niedergang, wie auch in dem Aufkommen anti-europäischer Gefühle.

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    1.  Ja, natürlich geht es hier um Machtverhältnisse.
       Der Aufschwung des Lateinischen kam bestimmt nicht wegen der Einfachheit der Sprache oder der Bevölkerungszahl von Rom oder dem Latium.
       Auch Englisch verbreitete sich mit der Macht des British Empire und später auch der Wirtschafts- und Imperialmacht der USA. Und dass das Englische eine leicht zu erlernende Sprache sei, mit seinem überbordend großen und chaotisch zusammengewürfelten Wortschatz (z. B. king—queen—royal für König—Königin—köiniglich) und einer Rechtschreibung, deren Hauptregel die Unvorhersehbarkeit ist, halte ich für nichts als eine Legende (z B. steht ough in thought—through—bough—though—rough—cough—thorough—hiccough—lough jedes Mal für eine andere Aussprache, aber sigh—psi—xi—Cy werden alle gleich ausgesprochen). Viele haben auch Riesenschwierigkeiten mit so einfach aussehenden Dingen wie dem Plural, was uns als Sprechern nahe verwandter Sprachen nur in seltenen Fällen auffällt (advice—furniture). Ganz zu schweigen von so hübschen Dingen wie Präpositionen, Artikelgebrauch und idioms.
       Und ich bin gespannt, wie das weitergeht. Englisch verliert nach der relativen Zahl seiner Sprecher schon seit Jahrzehnten immer mehr an Boden, scheint gerade vom Spanischen überholt worden zu sein, und das geht einher mit dem wirtschaftlichen Niedergang des Vereinigten Königreichs und der USA. Chinesisch soll jetzt sogar im mittelamerikanischen Panama zur Pflichtsprache werden und wird generell immer populärer — am wenigsten im konservativen und sich immer noch als Maß aller sprachlichen Dinge betrachtenden Europa. Aber Hindi könnte mit ein wenig mehr Selbstbewusstsein und Einigkeit seiner Sprecher noch in unserem Jahrhundert sowohl Chinesisch als auch Spanisch und Englisch den Rang ablaufen.
       Zurück zum Niederländischen: der Sprachgemeinschaft sollte es trotz der imposanten Nachbarsprachen Englisch, Deutsch und Französisch endlich zu Bewusstsein kommen, dass sie groß und wichtig ist, nach der Zahl ihrer Mitglieder wie auch wirtschaftlich. Und dazu gehört dann auch das Selbstbewusstsein, die eigene Sprache im Umgang mit niederländischsprachigen Nicht-Muttersprachlern zu verwenden. Das nicht zu tun zeugt meines Erachtens von einer Mentalität vorauseilender Unterwürfigkeit und Selbsterniedrigung. Schlimmer noch ist das nur beim Hindi: Hunderte Millionen Mutterspachler, Pflichtsprache überall im Milliardenstaat Indien, aber nur 0,4% der indischen Websites (.in) benutzen es, gegen 92,3% auf Englisch. Kann sich aber alles bald ändern!

      P.S.:
       Emigrant, ich schlage es jetzt nicht nach, aber ich denke, dass es in Europa mehr polnische als spanische Muttersprachler gibt.
       Und ich denke auch, dass kein Volk „zahlreich genug [ist] um sich das Nicht-Erlernen von Fremdsprachen zu erlauben“, nicht einmal die von dir nicht genannten Russischsprachigen als der mit Abstand größten Sprachgemeinschaft in Europa (vor den Deutschsprachigen).

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  17. @emigrant
    Für mich ja schon beruhigend, dass dir das als Niederländer auch passiert. Dann musss ich als Deusche ja nicht so frustriert sein ;-)

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  18. Unsinnige Diskussion!
    Geht mal nach Dinxperlo, wo sich die Grenze real durch den Ort zieht.
    Auf der niederländischen Seite stehen Deutsche hinterm Ladentisch und sprechen deutsch, egal mit wem, ob Niederländer oder Deutsche. Niederländer sprechen dort niederländisch, auch mit den Deutschen. Keinen stört’s. Auf der anderen Seite in Suderwick nicht anders, nur umgekehrt..
    Sprachlich geht’s dort munter durcheinander – jeder versteht jeden. Also was soll’s.
    Eigentlich ist allein schon die Idee, hieraus ein Thema zu machen einfach nur schrecklich deutsch …
    … sagt eine Deutsche, die seit 13 Jahren im Osten der Niederlande lebt.

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    1. …“Niederländer sprechen dort niederländisch…“ und „keinen stört’s“ .. da funktioniert es also!

      naja, zu erwarten, dass Menschen sich auf die andere Sprache (und sich setze noch einen oben drauf: die anderen Gepflogenheiten) einstellen, wenn sie öfter damit in Berührung kommen -und zwar gegenseitig – ist doch alles andere als typisch Deutsch, sondern eher eine Frage der interkullturellen Öffnung.

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  19. Also bei den Niederländer ist mir das zum Teil etwas unheimlich. Ich meine, als ich in Venlo (Bahnhof) mal auf die Toilette wollte (da gibt es leider nur eine), habe ich die umliegenden Reisenden auf Englisch angesprochen und plötzlich meinte einer, dass ich ihn auch auf Deutsch ansprechen könne. Ich fand es überraschend.

    Umgekehrt? Deutsche und Niederländisch. Ich möchte schon fast sagen, dass viele Deutsche zu arrogant sind, Niederländisch zu lernen und wenn es nur einige Worte sind. Die Deutsche sagen das immer in Richtung Franzosen mit deren Französisch, aber selber sind sie in Sachen Niederländisch auch überhaupt nicht bereit dazu. Nur eine winzige Minderheit macht.

    In meinem persönlichen Umfeld stoße ich immer auf totales Unverständnis, wenn ich sage, dass ich mir so einige Brocken niederländisch angeeignet habe und alle sagen, dass die Niederländer auch Deutsch verstehen (und man sich deshalb nicht abmühen braucht, die Sprache zu lernen).
    Ich sage ja immer, schön und gut, aber die Entsprechung der Wörter zwischen Aussprache und Schreibung ist eine total andere. Nee, das ist kein durchschlagendes Argument.

    Ich habe einen Arbeitskollegen, der fährt seit 16 Jahren nach Dänemark. Er hat bislang sich noch kein einziges Wort dänisch angeeignet. Absoulut beschämend. Unsereins würde sich wenigestens auf etwas konzentrieren. Einige Wörter, einige nützliche Sätze. Man muss kein C2 Dänisch oder Niederländisch können, um weiter zu kommen, aber einige Wörter öffnet auch die Herzen der anderen.

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  20. Puuh, schwierge Angelegenheit. Wenn ich an meine bisherigen Urlaube zurückdenke, in Länder, wo ich die Landessprache nicht sprach, muss ich zugeben, dass ich auf Arabisch und Türkisch noch nicht mal die Höflichkeitsfloskeln kann. Mein Griechisch, und Dänisch sind echt Ja-Nein-Danke-Hallo-Tschüss, Norwegisch und Luxemburgisch sind ein paar Wörter mehr. Aber wenn ich in ein Land umziehe, lerne ich die Sprache. Auch nur wenn ich eine kulturelle Bezeihung dazu habe (z.B. Frau aus dem Land), dann würde ich die Sprache mindestens auf ein Niveau bringen, dass ich ner Unterhaltung auf einer Familienfeier folgen kann. Das halte ich nur für höflich.
    Ich finde es immer peinlich, wenn bei Auswandererserien im TV (Egal ob Goodbye Deutschland oder Ik vertrek), die Leute nach irgendwo ziehen und die Landessprache nicht sprechen…

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  21. @Simone: Ich bin mir nicht sicher, ob das Englisch sprechen der Holländer Ausländern gegenüber eine Höflichkeit ist. Ich interpretiere es vielmehr als Technik der Ausgrenzung: Du bist nicht von unserer Insel, und das sollst du wissen auch.

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    1. Das habe ich woanders auch schon mal gelesen. An sich keine uninteressante These …

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  22. Ok, ich will der Diskussion mal einen anderen Gesichtspunkt hinzufügen. Das niederländische Sprachgebiet, grenzt ja landseitig an zwei große Sprachgebiete, das deutsche Gebiet im Osten und das Französische im Südwesten. Die Deutschsprachigen werden hier teilweise als ganz besonders arrogant und ignorant gegenüber der niederländischen Sprache dargestellt. Nun stellt sich mir die Frage, wie sieht denn das Verhältnis mit dem anderen großen Sprachgebiet, sprich dem französischen Sprachgebiet aus?

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    1. Franzosen sind noch viel schlimmer als die Deutschen! ;)

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      1. Stimmt und vorallem gegenüber Deutschen :-)

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  23. Die Niederlande grenzen ja nur bei Maastricht ans frankophone Sprachgebiet. – Das verhältnis zum französischen ist also eher ein innerbelgischer Konflikt. Aber meine Erfahrung ist, dass viele Wallonen (frz.-Belgier) Niederländisch können, aber es nicht sprechen wollen (ausgenommen Touristenorte) Habe als zehnjähriger mal zwei Stunden in der Kinderbetreuung eines Einkaufszentrum im Arlon (Wallonien) verbracht, und mein Niederländisch wurde absolut verstanden, aber gesprochen wurde mit mir nur französisch, wovon ich wiederum keinen blassen Schimmer hatte.

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    1. Nur, dass Arlon natürlich die Hochburg des Luxemburgischen in Belgien ist. Von daher fällt es dort manchen nicht so schwer, Niederländisch min of meer zu verstehen, ohne es selbst wirklich spechen zu können.

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      1. Mein Deutsch wurde gar nicht verstanden, und Deutsch ist wesentlich näher am Luxemburgischen als Niederländisch.
        Das mit Arlon war jetzt nur ein Beispiel, aber auch in anderen Teilen der Wallonie hab ich es erlebt.

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  24. Jetzt breche ich mal eine kleine Lanze für das „deutsche Verhalten“, oder ich versuche es zu verstehen, weil bei mir einfach nicht in den Kopf geht das 80 Millionen Menschen grundsätzlich arroganter, ignoranter oder großkotziger sein sollten als 18 Millionen andere Menschen.
    Wenn ich als Deutscher (bin ich zwar nicht, aber angenommen) in allen Sprachen der angrenzender Länder ein Paar Worte sprechen können sollte, dann müsste ich das auf: Niederländisch, Dänisch, Polnisch, Tschechisch, Schwitzerdütz (oder wie wird das geschrieben), und Französisch. Da kann ich mir schon vorstellen das man erst gar nicht anfängt.
    (Wenn man richtig im Grenzgebiet wohnt geht dieses Argument nicht auf, das ist mir schon klar.)

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    1. ….eben und darum sprechen wir (hoffentlich) auch nicht über alle 80 Millionen und die anderen 18 Millionen…;-)

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  25. Was glaube ich – außer im Beitrag von Emigrant und den englischen Antworten, die er/sie bekommt – noch nicht zur Sprache gekommen ist: Es kann auch ganz schön deprimierend für eine sprachbegeisterte und sprechwillige Deutsche sein, wenn sie z.B. in beliebten Touristen-Gebieten wie Burgers Zoo oder Maastricht versucht, ihr Niederländisch anzuwenden aber sofort die Antwort auf Deutsch kommt, meistens noch mit einem „Versuch’s doch gar nicht erst“-Gesichtsausdruck. Das bringt mich zwar nicht dazu, in Zukunft Niederländer auf Deutsch anzusprechen – aber ich weiche leider schon fast immer auf Englisch aus, was natürlich schade ist.

    Noch viel verwirrter war ich allerdings dieses Jahr in Brüssel, da spricht man Niederländisch und bekommt als (vermutlich hörbare) Deutsche französische oder englische Antworten – mitten in Flandern.

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    1. danke so geht es mir auch oft
      in anderen Ländern habe ich oft die Chance, meine Kenntnisse anzuwenden, da schaltet niemand auf eine Fremdsprache um, in den Niederlanden wird sofort auf englisch geantwortet oder eben auf deutsch .. ich persönlcih finde es sehr schade, denn es hemmt mich in meinem weiterlernen der Sprache

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      1. Nichts hindert Dich daran, die Niederländer immer wieder darauf hinzuweisen, dass sie in *ihrer Sprache* mit Dir reden sollen. Das ist zwar lästig, aber keine unüberwindbare Hürde.

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    2. In Brussel wird nicht nur Flamisch gesprochen. Ein großteil der Einwohner spricht nur Franzosich. Was ein Stadt…ich habe noch ein Trauma von Brussel :-)

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      1.  Kann ich gar nicht begreifen. Ich hab mich in Brüssel immer wohl gefühlt. Hm… vielleicht liegt’s ja an meinen belgischen Wurzeln. Französich hat mein Papa aber im Großen und Ganzen nur dann gesprochen oder auch geschrieën, wenn er wütend auf uns Kinder war: also ziemlich oft.

         @Tim:
         Ja, es stimmt schon, dass viele Leute in Wallonien gern das umgekehrt-niederländische Spiel spielen, nämlich erst mal beim prestigeträchtigen Franzöisch zu verweilen, obwohl sie auch der Sprache des Gegenübers mächtig sind. Wie mir vor ein paar Tagen zu Ohren gekommen ist, scheint sich das inzwischen sogar auf die deutschsprachige Gemeinschaft Walloniens abgefäbt zu haben. Neulich hat mir eine Freundin erzählt, dass sie mal wieder in Eupen war, der Stadt ihrer Kindheit und Jugend. Und ihr wie sie selbst deutschsprachiger langjähriger Nachbar hätte über eine halbe Stunde gebraucht, bis er endlich von der Sprache Molières zur Sprache Goethes überging. Echt raar!

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    3. @Laura: Ha, das passiert mir in Brüssel als Niederländer auch! Wenn ich Niederländisch spreche, schauen die Menschen mich arrogant an und machen auf Französisch weiter. Wenn ich es auf Französisch versuche, lassen sie mich entweder spüren, dass mein Französisch nicht gut genug ist, oder sie sind beleidigt, weil ich kein Vlaams klap.
      In der Tat, Englisch ist die Lösung, diese anti-EU-Sprache. Latein müsste man sprechen können!

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      1.  Emigrant,
         mein bescheidener Vorschlag für die EU ist nicht die Einführung des Lateinischen, sondern des Indonesischen als unionsweite Verkehrssprache (Lingua franca).
         Ich habe aus beruflichen Gründen dutzende Sprachen kennenlernen dürfen oder müssen, und keine davon war so einfach, klar und regelmäßig wie diese erfolgreichste „Plansprache“ der Welt mit inzwischen zig Millionen Muttersprachlern im ehemaligen Niederländisch-Ost-Indien, wo sie jetzt landesweit Pflichtsprache ist. Auch Mr. Obama hat sie ja bei seinem Staatsbesuch in Indonesien gesprochen.
         Und dabei gab es diese Sprache zu Kolonialzeiten noch gar nicht, sie wurde erst danach auf Grundlage des Malayischen geschaffen und im Vielvölkerstaat Indonesien zur allgemeinen Verkehrssprache gemacht, was man ganz genauso auch in Europa tun könnte. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil einer solchen Maßnahme wäre natürlich, dass keine europäische Nation bei Einführung dieser Sprache in einen Vor- oder Nachteil geraten würde.

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        1. @Charlie: Hm, als älterer Niederländer hätte ich bei Indonesisch doch einigen Vorteil. Es gibt so viel Indonesische Wörter das ich von Kindesbein kenne …. . Aber die Einführung dieser lingua franca in Europa werde ich wohl nicht mehr erleben; da ist mein Vorteil wieder hin.
          Die damalige Niederl.-Indische Regierung hat die Entstehung der Einheitssprache sehr stimuliert; nicht zuletzt weil das Javanische als so furchtbar schwierig empfunden wurde.

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      2. Die schwierige Sprachverhältnisse innerhalb Belgien sind ja auch einen Bürgerkrieg gleich zu setzen. Nicht ohne Grund hat es auch so lang gedauert bis Belgien endlich eine Regierung hatte… Die Sprache wird halt als mittel in diesem Kampf benutzt.
        Ich habe eine prinzipiell abneigende halting gegen dieser französischen Arroganz, der du beschreibst. Und wie ich verstehe geht es viele Vlamen genauso. Vielleicht haben die Walloner, als surrogaatfransen sogar ein überkompensierungsbedürfniss, aber ich kenne persönlich keine Walloner und kann das auch nicht weiter beurteilen.
        Es ist schon bemerkenswert dass die ehemalige südliche Niederlanden, oder zumindest einen Teil davon, nach all die Jahren, wieder davon reden Teil der Niederlanden werden zu wollen. Der Albert und Familie kommt übrigens aus dem Hause Sachsen-Coburg.

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  26. in Deutschland wird in Niedersachsen und in NRW niederländisch an den Schulen gelehrt und auch angenommen..in Hochschulen gibt es Niederländisch-Kurse, ich kenne kaum einen Deutschen, der nicht mindestens in einer Fremdsprache fliessend ist.
    in jedem Grenzgebiet wird die Sprache des Nachbarlandes gelehrt. Nur warum soll ich Niederländisch lernen, wenn ich mit diesem Land nichts zu tun habe, weit weg wohne und explizit in meinem Fall, mit diesem Land und der Sprache mit 42j zum ersten Mal konfrontiert werde ? danach müsste ich mit jede Sprache, welche an unser Land grenzt, lernen .. . meine Eltern fahren jedes Jahr nach Skandinavien und haben sich die Mühe gemacht, die wichtigsten Sätze auf dänisch, norwegisch, finnisch, schwedisch und sogar lettisch und littauisch zu lernen, bzw wichtige Worte beim Einkauf aufzuschreiben, damit sie sich nicht nur mit Händen und Füssen unterhalten können.
    die Deutschen sind nicht so arrogant, wie sie hier dargestellt werden, wie gesagt, die meisten, die ich kenne, sprechen mehrere Sprachen und stehen immer wieder neuen Sprachen offen gegenüber, falls sie diese brauchen..

    wenn ich heute in die Niederlande komme, dann spreche ich niederländisch, aber mir wird grundsätzlich auf deutsch geantwortet .. da kann ich noch so hartnäckig in niederländisch antworten.. es wird mir ja gar keine Chance gegeben die Sprache zu verbessern und die Lust daran, diese zu lernen, vergeht einem dann auch

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    1. Gernot Klein 26-01-2013 at 14:35

      Sigrun,

      hiermit bitte moechte ich mich Deinen Kommentaren ruhig anschliessen, denn mir ist schon oft dasselbe passiert, nur ist der gravierende Unterschied, dass wenn auf Deutsch geantwortet wird, hat’s grundsaetzlich Hand u. Fuss!-:) Wenn’s auf Englisch geantwortet waere, naja, dann versteht man als Nicht-Englischsprachiger haeufig boehmische DoerferLOL Darauf sage ich ihnen meistens, „Nou, in het Duits (of in het Nederlands), asb!“ Da haette ich mindestens eine Chance!

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    2. Nur warum soll ich Niederländisch lernen, wenn ich mit diesem Land nichts zu tun habe, weit weg wohne und explizit in meinem Fall, mit diesem Land und der Sprache mit 42j zum ersten Mal konfrontiert werde ?

      Das ist ja auch ganz und gar nicht, was in dem Blog gemeint wird – niemand wird das auch erwarten. Darüberhinaus, auch wenn, ist das nicht diese alles-oder-nichts frage; guten appetit kenn ich mittlerweile auch auf Arabisch und auf Griechisch. Ich brauche es jedoch nicht; nur weil’s mich interessiert, und den anderen einen Lächeln bescheren kann.

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  27. Een herkenbaar verhaal. Ik heb niet alle reacties gelezen, het waren me er teveel. Wel heb ik als zwerffietser aarige ervaringen op dit gebied.

    Allereerst trouwens op mijn werk bij de Hoogovens in Ijmuiden. Daar zit een Duitse kastenbouwer op het terrein en de meeste daarvan spraken prima Nederlands. Het lukt Mühlheimern dus wel. :-)

    Een paar jaar terug fietste ik bij Enschede de grens over en fietste ik achter een sportief Duits echtpaar dat maar net iets langzamer ging. Ik zag de noodzaak van inhalen dan ook niet zo en had meer oog voor de mooie omgeving. Maar we raakten zo wel in gesprek. Natuurlijk vonden ze dat ik fantastisch goed Duits sprak. En dat is echt van de straat, radio en TV. Mijn school kan ik daar de schuld niet van geven. Ik had een vreselijke hekel aan dat vak en stak er weinig tot geen tijd in met slechte cijfers tot resultaat. Gevolg is dat ik dit dus maar in het Nederlands schrijf.

    De hoflijkheid dat ik goed Duits spreek hoor ik wel vaker en ik neem dat nooit zo serieus. Alleen begonnen deze mensen te klagen over de Nederlanders die net over de grens in Duitsland wonen, zeg maar hun buren. Die blijven dan gewoon in NL werken en spraken volgens hen zeer slecht Duits. Hoe dat toch mogelijk was.

    In andere fietsvakanties ben ik vaker Duitsers tegengekomen die zeer goed Nederlands spreken, zoals een bedienster in een apart restaurant in Bad Laasphe, maar ja die heeft dan weer een Nederlandse moeder.

    Laatst was ik in een gehucht in centraal-Schwaben. Zat er op een bankje wat water te drinken. Komt een oudere vrouw naast me zitten en daar raak ik in het Duits mee aan de praat. 5 minuten later hoefde dat niet meer. Ik had gezegd dat ik uit Alkmaar kwam en toen ging zij over in het vloeiend Nederlands. Ze had als Duitse 18 jaar in Egmond gewoond, en dat gaf het gesprek een leuke wending.

    Kortom ik vind het prima. Bij de Tjechische grens zullen de Bavarianen het ook af laten weten qua Tjechies. Met Zwitersland, Oostenrijk, Elzas en de Ostkantons zullen ze minder moeite hebben. :-)

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    1. Naja, im Elsaß, also bei den Ü60ern kann man da durchaus noch Glück haben, wobeis da etliche Sensibilitäten gibt! Bei den jüngeren ist aber der elsässische Dialekt sehr auf dem Rückzug, je jünger die Leute sind, desto weniger sprechen sie ihn und desto höher die Chance, daß sie einsprachig Französisch aufgewachsen sind. Zwar wird zwischenzeitlich Deutsch etwas stärker in den Schulen gelehrt und findet ein gewisses Interesse, weil wegen den höheren Löhnen viele in die Deutschschweiz zum Arbeiten pendeln, aber man kann gerade bei den jüngeren nicht davon ausgehen, daß man unbedingt verstanden wird, wenn man Deutsch spricht!

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  28. @Ximaar: Een vreemde taal ken je pas echt goed als je geen complimentjes meer krijgt over je beheersing ervan. Een overgangsfase is: iemand maakt je een complimentje en direct daarop zegt hij/zij: sorry, uw Duits is eigenlijk veel te goed voor complimenten! En dat terwijl ik een accent heb en ook echte fouten maak, maar veel luisteraars horen daar gewoon overheen. Of ze merken wel iets en komen met vermoedens dat ik ‘ergens uit het Noorden kom; uit Kiel misschien?’

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  29. @Emigrant: Ik ken mijn beperkingen qua Duits. Wel is het vaak zo dat pas na lange tijd zo’n complimentje komt. Waarschijnlijk zitten ze dan te denken: ‚Er klopt iets niet, maar wat?‘ En heel vaak vragen ze dat ik uit Zwitserland kom. Waarschijnlijk omdat ik ‚der, den, dem‘ en als die andere voorzetsels zo uitspreek dat ze niet kunnen horen welke fouten ik precies maak op dat gebied.

    En voor een Bayer is alles goed. Die spreken zelf zo belabberd dat ze niet eens het verschil tussen Duits en Nederlands kunnen horen. :-)

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    1. „…En voor een Bayer is alles goed. Die spreken zelf zo belabberd dat ze niet eens het verschil tussen Duits en Nederlands kunnen horen. :-)… “ hahaha, dat is een goeie! :-)

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      1. Klopt wel met de Bayer en ook met de Oostenrijkers want zij horen het Nederlandse dialekt bij mij meestal niet en denken dan dat ik een Duitser ben.

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    2. Ach, voor een Bayer is alles buiten Bayern toch gewoon Preußen ;)

      Verder kun je de klok erop gelijk zetten dat de complimenten komen zodra ze erachter komen dat ik geen Duitser ben. Daar zorg ik dan ook wel voor, want ik hou wel van complimenten ;)

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  30. Anmerkung meines (niederländischen) Mannes: warum soll der holländische Verkäufer nicht Deutsch sprechen, wenn das Verkaufsgespräch dann schneller geht? Im Handel geht es doch schliesslich um Geld en – time is money..
    Dennoch wird er es einfach nett finden, wenn der Kunde wenigstens einen Gruss und danke und bitte u.ä. in der Landessprache spricht.
    Also, nach meiner Erfahrung hat es recht lange gedauert (mind. ein dreiviertel Jahr) bis mir beim Einkaufen auch auf NL geantwortet wurde, jedoch habe ich unermüdlich weiter meine ersten Brocken Nl angewandt. Das wurde auch immer mit höflichen Gruss-/ danke und bitte Floskeln gewürdigt. In meinem Privaten Umfeld habe ich schlicht und ergreifend darum gebeten nicht Deutsch mit mir zu sprechen, was ausnahmslos jeder und jede respektiert hat und mir die Menschen damit ein grosses Stück geholfen haben Land, Leute UND Sprache zu lernen, da ich ja nicht in NL arbeite (das hätte den Spracherwerb logischerweise beschleunigt).
    Ich bin sicher, jedem Niederlandebesucher wird bei einer Unterhaltung, die über ein Verkaufsgespräch hinaus geht der Wunsch ebenso erfüllt werden. Es bleibt ja noch der Kompromiss, dass der eine sein Niederländisch anwendet und das Gegenüber übt sich dann weiter im Deutschen ;-)

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  31. ich frag mich gerade, warum so viele Niederländer nach Deutschland kommen, wenn diese in deren Augen so unfreundlich sind?

    man muss nicht jede Sprache dieser Welt können, nur weil man einmal im Leben dort im Urlaub war. im Grenzgebiet wird die jeweilige Sprache des Grenzlandes gelehrt, aber nicht jeder Mensch ist sprachbegabt.

    es ist teilweise erschreckend, wie der Deutsche hingestellt wird.
    dabei gehören Deutschland zu den Ländern, die die meisten Sprachen sprechen und wenn jemand nicht clever genug ist (ja es soll Menschen geben, die nicht so klug sind), eine Sprache zu erlernen, dann sollte man diesem daraus keinen Vorwurf machen

    zum Thema Österreich kann ich nur sagen, dieser spricht dem Deutschen UND dem Niederländer zuliebe österreichisches Deutsch und nicht Dialekt und passt sich dem Gast an, denn selbst der Bayer würde weder tirolerisch oder vorarlbergerisch verstehen …
    Aber er kann durchaus unterscheiden, wer Deutsch und wer Niederländer ist.

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    1. Vorarlbergisch versteht man als Oberbayer natürlich ähnlich schwer wie Schwyzerdytsch, als Oberallgäuer allerdings praktisch perfekt, viel besser, wie das im Oberallgäu teilweise auch gesprochene Walserisch! Als Oberbayer tut man sich da schwerer, da das ja alemannische Dialekte sind. Tirolerisch versteht man schon eher, bis auf einige Wörter (lang hab ich gerätselt, was eine Gitsch ist).

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    2. @Sigrun, Deutschen gar nicht unfreundlich auch niet wenn sie kein Niederländisch sprechen können. Ich teile der Meinung nicht das es Arroganz ist wenn Deutschen kein Niederländisch Sprechen wenn sie in die Niederlände sind. Auch teil ich nicht der Meinung das es Arroganz von die Niederländer ist wenn sie gleich umschalten nach Deutsch wenn sie spüren mit ein Deutschen zu tun zu haben.
      Du hast recht das viele leute nicht so begabt sind das sie einen andere Sprache beherrschen können. Ein paar Wörter ok, aber einen Fremdsprache beherrschen gelingt nicht jeder.

      Ob Deutschland zu den Ländern gehört was die meiste Fremdsprachen sprecht bezweifele ich.

      Österreichisch Deutsch ist Dialekt und keine Sprache. Es gehört zu das Bayrische Dialekt. http://nl.wikipedia.org/wiki/Beiers

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      1. Oeps, das Wort „sind“ muss noch dazwischen. „Deutschen sind gar nicht unfreundlich…..

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      2. daher habe ich geschrieben, dass der Österreicher nicht Dialekt sondern österreichisches Deutsch spricht (welches teilweise übrigens eine andere Grammatik wie das Hochdeutsch hat), damit der nicht-Österreicher ihn auch versteht

        ich kenne Deutsche, die sogar beim einfachen Österreichischem Deutsch Probleme haben…

        ich habe nicht gesagt, dass die Deutschen die meisten Sprachen sprechen, aber sie gehören zu den Nationen in Europa, die die meisten Sprachen erlernen – in den Schulen sind in der Oberstufe 2 Fremdsprachen Pflicht
        wer will hat die Möglichkeit, eine dritte Sprache zu erlernen

        in den Grenzgebieten sieht es nochmal anders aus

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        1. @Sigrun, Österreichisch Deutsch ist Dialekt und keine Sprache. Österreich hat Hochdeutsch als Offiziële Sprache aber viele leute beherrschen es nicht. Vorallem die ältere Generationen nicht.

          Kann ich verstehen das mache Deutschen beim einfache Österreichischem Probleme haben. Ich verstehe es meistens, nur wenn sie zu schnell reden dan wird es schwierig für mich, aber das gilt für mich für alle Deutschsprachige Dialekten außer Plattdeutsch.

          Sprachen werden hauptsachlich außer die Schulen gelernt Zb. auf einen Sprachkurz.

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          1. Österreichisches Deutsch ist kein Dialekt,
            steirisch, salzburgerisch, kärtnerisch ist Dialekt

            „Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten (Varietäten) der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes (Liste von Austriazismen) in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.“

            in der Schule wird österreichisches Deutsch gelehrt, aber zu hause und auf der Strasse wird Dialekt gesprochen, würde mich sehr täuschen wenn es nicht so wäre, jedenfalls ist es bei meiner Familie und bei meinen Freunden immer so gewesen

            ich selbst spreche steirisch und hessisch und verstehe ausser sächsisch alle deutschen Dialekte, selbst bei plattdütsch versteh ich 80%

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            1. http://de.wikipedia.org/wiki/Dialekte_in_%C3%96sterreich

              Steirisch und andere Sprachvarianten hat man in das Österreichischen Deutsch auch. Hat man in Zb. in das Gronings Dialekt auch. Im Westen von der Provinz Groningen in die Niederlände ist das Dialekt anders dann im Osten. In jeden fall ist Österreichisch Deutsch ein Dialekt und ist ein Sprachvariant von das Bayrische.

              Doch einen schönes Dialekt oder!! Ja. ja ich weiß wie die Deutschen darüber denken :-) aber ich mag Wörter wie Bub, Mädl unsw.

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              1. Steirisch ist ein Dialekt

                Österreichisch ist kein Dialekt ..

                es ist eine Sprachvariante des Deutschen,
                nicht des Bayrischen,
                die Grammatik des Österreichischen Deutsch ist sehr unterschiedlich zu dem Bayrischen und vor allem den Hochdeutschen

                davon abgesehen werden im Österreichischem Wörter genutzt, die im Deutschen niemals gebraucht werden, dies ist aber kein Dialekt, sondern die Besonderheit der Sprachvariante, es gibt sogar ein offzielles Österreiches Wörterbuch ..in der Schule wird nicht Hochdeutsch gelehrt, sondern Österreichisches Deutsch, mit all seinen Varianten .. nur der Dialekt wird zu hause gesprochen
                dies ist in Bayern nicht der Fall, hier wird Hochdeutsch gelehrt

                Zitat:
                mit dem Ausdruck „Österreichisches Deutsch“ ist eigentlich kein Dialekt gemeint, sondern die in Österreich gesprochene Standardsprache, die auch in Schulaufsätzen und Dokumenten verwendet werden darf und im Österreichischen Wörterbuch oder auch im Duden zum österr. Deutsch von Jakob Ebner (den man auch, zumindest in Kurzform, im Internet findet) behandelt wird.

                ich bin Österreicherin und bin mit beiden Sprachvarianten aufgewachsen und wechsel in beide, ohne nachzudenken daher kenne ich die kleinen feinen Unterschiede sehr genau

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                1. Doch…Österreichisch ist ein Dialekt und ist keine Offiziële Sprache in Europa. Es ist ein Dialekt von das Bayrische oder Oberdeutsche Dialekt was wieder ein Dialekt von die (hochdeutsche) Deutsche Sprache ist.

                  Zb. Deutsch, Niederländisch, Friesisch, Franzosisch, Englisch sind Offiziële Sprachen in Europa. Da sind 23 Offiziële Sprachen und Österreichisch Deutsch gehört nicht dazu.

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                  1. Österreichisch ist kein Dialekt – ist eine Sprachvariante des Deutschen.

                    ich habe nie gesagt, dass es die Offizielle Amtssprache ist, aber es wird mit seinen Besonderheiten in der Schule gelehrt und Wörter, die es im Deutschen nicht gibt, werden ebenfalls im Amt verwendet ..

                    Nur Teile des österreichischen Sprachgebrauchs sind in Bayern zu finden, Begriffe aus der Politik und der Verwaltung, sogar bei Lebensmitteln, sogar in der Medizin sind komplett verschieden, diese werden offiziell verwendet. Matura, Dekagramm, Ordinat, 1 Zentner sind in Österreich etwas anderes wie in Deutschland (inkl Bayern)

                    Österreichisches Deutsch unterscheidet sich in Teilen des Wortschatzes, grammatikalischen Besonderheiten, der Schreibweise und auch in der Aussprache von jenem Hochdeutsch, das in Deutschland durch den Duden kodifiziert ist.

                    Österreichische Deutsch hat seine grammatikalische Besonderheit, die das Bayrische nicht hat.

                    wie gesagt, ich bin Österreicherin die in Deutschland lebt und die Unterschiede beider Sprachvarianten beherrscht

                    Antworten

                  2. Sorry, da sind viel mehr Offiziële und geschützte Sprachen in Europa.

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                    1. das ist doch gar nicht Diskussionsthema

                      ich habe am Anfang lediglich gesagt, dass der Dialektsprechende Österreicher auf das Österreichische Deutsch zurückgreift, damit der Nicht -Österreicher ihn versteht

                      wenn ein Österrreicher seinen Dialekt spricht, versteht in ein Nicht-Österrreicher nur selten – auch ein Bayer nicht

                      hier ging es nicht um offizielle Amtssprachen, das war niemals Thema meiner vorangegangen Aussagen

                  3. @Tiny:
                    Lies doch mal den Wikipedia-Artikel Plurizentrische Sprache (ofwel Pluricentrische taal) in het Nederlands).
                    Außerdem aufgepasst: In der Sprachwissenschaft bedeutet Dialekt ja nicht nicht nur Mundart oder streektaal, sondern auch so etwas Allgemeines wie Sprachvarietät. Z. B. kann man da auch vom Standardniederländischen als einem Dialekt des Niederländischen sprechen! Neben den regionalen Dialekte gibt es noch jede Menge anderer social dialects.

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      3. Österreichisch ist kein Dialekt, sondern eine eigene Sprache.

        Das muss ich als Österreicherin wieder und wieder betonen.

        Zum eigentlichen Thema: Sollte ich in die Niederlande verreisen, würde ich zumindest einige Brocken niederländisch lernen, „bitte“, „guten tag“, „danke“ etc. um dort verstanden zu werden.

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        1. Hi Andrea, Österreichisch ist die in Österreich gesprochene Varietät der deutschen Standardsprache. Im Prinzip sagt auch Sigrun weiter oben das schon.

          Vielleicht sollte ich mal einen Minikurs Niederländisch anbieten, in dem genau solche Floskeln wie bitte, danke und guten Tag vorkommen :-)

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  32. Es gibt auch ein belgisches Niederländisch, neben den unterschiedlichen flämischen Dialekten.

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    1.  … sowie ein surinamisches Niederländisch. Und alle drei bewegen sich trotz einiger Unterschiede im Rahmen des von der Nederlandse Taalunie (der Niederländischen Sprachunion) geregelten Standards.
       (Mit meinem faible für Typographie/Schriftendesign liebe ich das Logo der ntu und finde es wirklich pfiffig gemacht. Ich könnte mir vorstellen, dass es von Luc de Groot oder jemandem aus seinem Umfeld geschaffen wurde? — Eigentlich habe ich keine Ahnung, wer’s war.)
       Wahnsinn, wie viele sich von Alexandras Beitrag zu einem Kommentar angeregt fühlen! Gib uns mehr davon.

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      1. Während ich mich über den angeregten Austausch freue, hat sich die Diskussion jedoch ein weites Stück vom ursprünglichen Thema entfernt. Deswegen bitte ich Euch, das Thema Dialekt nun ruhen zu lassen.

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  33. Oh ihr Alexandras!
     Bei den LexioPhiles hat gerade eine von euch unter dem Titel
    Living Abroad (for Beginners), Part 1
    eine englischsprachige Artikelserie übers Leben im Ausland eröffnet. Es gibt das ganze auch auf Spanisch: Vivir en el extranjero (¡para principiantes!), parte 1.
     Ich dachte, das könnte den einen oder die andere hier interessieren ;-) und bin gespannt auf die weiteren Folgen, die ich natürlich per RSS-Feed abonniert habe.

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  34. Als selbstverständlich habe ich es noch nie genommen. Konversationen habe ich immer auf Englisch angefangen. Hat man mein deutsches Kennzeichen gesehen, hat man oft auch gleich mit Deutsch weitergemacht. Mittlerweile kann ich auch ein bisschen Niederländisch und arbeite immer daran. Die Niederländer sind dann manchmal recht erstaunt, dass man etwas beherrscht :)

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  35. Gernot Klein 01-02-2013 at 17:04

    @Rene,
    eine Frage, wenn ich bitte mal einhaken darf. Im Falle dass du Konversationen immer auf Englisch anfaengst, woher weisst du denn, ob dich dein(e) Partner(in) immer richtig versteht (sowie umgekehrterweise)? Genauigkeitshalber solltest du vielleicht in Niederlaendisch anfangen, und falls es danach noch weiter schief geht, also schliesslich aufs Deutsch umschalten:-) Englisch waere eventuell beinahe „Uebungssprache“, womit ihr zwei Nicht-Englischmuttersprachler(-innen) eure Redefluessigkeit schon polieren koenntet, nicht wahr?

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  36. Hallo Gernot,

    ich habe auf Englisch immer angefangen, bevor ich überhaupt einigermaßen Niederländisch konnte. Niederländer sprechen meiner Erfahrung nach besseres Englisch als die Deutschen, da dort Filme ja nicht synchronisiert sind. Sind also besser in Übung ;). Berufsmäßig setze ich Englisch (doofer- oder arroganterweise?) irgendwie voraus ;). Mittlerweile würde ich jede Konversation in Niederländisch anfangen und fragen, ob man nicht auf Englisch umschalten könnte, wenn ich nicht mehr weiter weiß.

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  37. Gernot Klein 01-02-2013 at 17:29

    Danke fuer deinen letzten Beitrag!

    Apropos die „bessere“ Qualitaet deren Englisch kann ich leider nicht beurteilen. Es mag gut sein-:)

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  38. […] deutsche Alexandra Bosch lebt in den Niederlanden und arbeitet in Deutschland. In ihrem zweiten Gastbeitrag hier auf buurtaal beschreibt die Pendlerin wie es ist, im Nachbarland zu […]

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  39. Liebe Leute, da war ich vergangenen Samstag in Enschede auf dem Markt: steht ein Delikatessenstand aus Deutschland dort, vor dem Stand eine Mitarbeiterin, die mir etwas zum probieren unter die Nase hält und….selbstverständlich mich auf fliessend Deutsch anspricht….bin ich nun so empfindlich, dass ich das (ich gebe zu erst im Nachhinein) unmöglich finde?
    Ich finde, sie sollte doch wenigstens auf nem NL Markt auch versuchen, zunächst NL zu sprechen – und wenn sie dann feststellt, dass sie vor einem der vielen deutschen Touristen steht, kann sie immernoch in die Muttersprache wechseln – aber einfach mal so selbstverständlich…naja ihr wisst schon..
    Hinter der ‚Ladentheke‘ wurden übrigens beide Sprachen gesprochen, je nachdem welcher Kunde nun was besser verstand.

    Ich hab übrigens trotzdem was gekauft – war nämlich super lecker das Zeug ;-))

    Gruß
    Alexandra

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    1. Hm, ich hätte da, glaube ich, plötzlich gar kein Deutsch mehr verstanden …

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      1. das merk ich mir fürs nächste Mal ;-)

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        1. ich erlebe das seit Monaten, dass man auf Niederländisch eine Bestellung aufgibt und auf deutsch/englisch eine Antwort erhält
          egal, in welchem Teil man im Land ist (Limburg, Brabant, Nord-Holland).
          dass man dann irgendwann keine Lust mehr hat, ist selbstverständlich
          ich bemühe mich, möchte die Sprache lernen und mache sicherlich Fehler in der Aussprache, aber das ist noch kein Grund, meine Bemühungen zu ignorieren

          zu dem obigen Foto möchte ich nur sagen, sehr interessant, das dies eine Tankstelle in Europa sein soll
          1. ist Benzin in NL weitaus teurer wie in D, meist um die 0,20€
          2. 3,59 ist sicherlich kein €-Preis
          3. das Kennzeichen ist ebenfalls kein europäisches, sondern ein USA-Schild

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          1. Hi Ruth, es hat niemand behauptet, dass das Foto in Europa gemacht wurde.

            Ich kann mir vorstellen, dass es keinen Spaß macht, wenn man ständig Antwort auf Deutsch oder Englisch bekommt, aber sieh‘ es doch mal aus der anderen Perspektive: Die Bedienung macht das aus Höflichkeit – sie kommt Dir in Deiner Sprache entgegen. Das wird einem Niederländer in Deutschland nie passieren.

            Wenn Du das partout nicht möchtest, sollest Du Dir vielleicht ein paar Standardsätze zulegen wie

            Praat alstublieft Nederlands tegen me. Ik wil het graag leren.

            Kunnen we (in het) Nederlands praten? Dat zou ik hartstikke leuk vinden. Ik ben de taal aan het leren.

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            1. hallo alex
              wenn ich auf niederländisch bestelle, d.h. ein nettes eingangsgespräch führe, nicht nur, een koppje koffie oder so, dann erwarte ich nicht, dass ich auf deutsch geantwortet bekomme

              in keinem anderen Land passiert mir das, gut dann spricht man eben langsamer in der landessprache, und ausnahmsweise keinen Dialekt – aber ich bin ja nun auch nicht mehr neu hier und trotzdem bekomme ich grundsätzlich eine deutsche Retour

              auf der einen Seite beschwert man sich, dass man nicht in der landessprache angesprochen wird, dass wir Deutschen angeblich stur sind (dabei kenn ich soviele deutsche, die mehrsprachig sind und das fliessend) auf der anderen Seite möchte man es anscheinend auch nicht.

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            2. „Kunnen we (in het) Nederlands praten?..“

              So ähnlich mache ich das, wenn Teile meiner nl. Familie uns in D besuchen (die können zwar alle einigermaßen gut D sprechen, aber man merkt die Anstrengung) und so biete ich immer an, dass sie mit mir niederländisch sprechen können – wobei ich meist auf deutsch antworte, weil das widerum für mich einfacher ist und ja auch verstanden wird…

              Ein herrliches babylonisches Sprachgewirr ;-)

              Zu Übungszwecken versuche ich mich auch immer wieder im Antworten auf niederländisch, aber mein Problem dabei ist, das ich dann viel beim Sprechen nachdenken muss, weil mir die Vokabeln nicht immer gleich einfallen – ein längeres flüssiges Gespräch wird dadurch schon mitunter recht mühseelig u. darum dann auch meist in deutsch von mir fortgesetzt.

              Bin ich aber (was nur noch sehr selten vorkommt) bei meinen Verwandten in den NL, so bemühe ich mich ausschließlich niederländisch zu sprechen – teils aus Höflichkeit, teils aus Eigennutz – ich will ja meine niederländischen Sprachkenntnisse nicht ganz verlieren bzw. wieder etwas aufbessern. Und so „muß“ jetzt auch aktuell meine (in der Nachbarschaft lebende) schon etwas ältere Mutter als „Übungsobjekt“ herhalten und wir unterhalten uns auf niederländisch. Das freut sie, weil sie seit dem Tod meines Vaters keinen Gesprächspartner mehr hat, mit dem sie regelmäßig niederländisch sprechen könnte – und ich finde mich so ganz langsam wieder in meine nahezu verloren gegangene Muttersprache zurück – einen klassische „WinWin“ Situation also ;-)
              Das nächste „Opfer“ wird meine in Maarn lebende Cousine, als Lehrerin und „Examinator Inburgering“ ist sie dazu geradezu prädestiniert *grins*

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  40. Expats who want to speak Dutch in The Hague, rarely get the opportunity. When they try to, they are usually answered in English. After a while they stop trying. Direct Dutch Institute wants to break this cycle. That’s why the language school started the campaign ‘Spreek Nederlands! Met Mij!’ (Speak Dutch! With me!).

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    1. Und die reagieren schnell u. nett, wenn man anfragt ob man so einen Button erhalten kann:

      „Beste mailer,Dank voor uw belangstelling voor onze campagne SPREEK NEDERLANDS! MET MIJ!
      Door de grote aandacht van de televisie, radio en de kranten zijn al onze badges helaas op.We hebben direct badges bij besteld. Zodra ze arriveren, krijgt u van ons bericht en sturen wij de badges op.
      Met vriendelijke groet, „

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      1. Eine super Sache, der Button. Ich überlege, ob ich nach meinem Urlaub in einem kleinen Artikel darauf hinweise.

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        1. Gute Idee, angesichts der Tatsache das fast jeder NL Besucher das Problem kennt bzw. schon selber mal erlebt hat ist das einfach eine super Idee u. ich hoffe das es Schule macht u. auch von andereen Gemeinden/Institutionen angeboten wird. Das wäre tolle Werbung für die NL u. ein lustiger „Wink mit dem Zaunpfahl“ ;-)

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          1. Hi,
            tja, den Button hätte ich damals auch gut gebrauchen können ;-)
            Da die Niederländer ja auch bekannt für ihren (guten) Humor sind (Achtung: Diskussionsthema!) kommt der Button bestimmt gut an!

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            1. Ich habe inzw. mit den Leuten dort gemailt und die sind superfreundlich, ich frage mal ob ich die Mail hier einstellen darf, falls auch noch andere Leser hier, ein Interesse an den Buttons haben..

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              1. Das ging schnell, es ist ok für die Leute und daher:

                Hier ist der wesentliche Teil der Mail:
                ——————————-
                Dag Robert,
                Wij rekenen alleen de verzendkosten, de buttons krijgt u gratis. Wij sturen een factuur mee!
                Vriendelijke groet,
                xxx
                Op 30 juli 2013 15:30 schreef Robert Piek
                xxx

                Am 30.07.2013 15:07, schrieb xxx:
                > Beste mevrouw/meneer,>
                > Hartelijk bedankt voor uw interesse in onze Spreek > Nederlands! Met mij! buttons.
                > Wij willen uiteraard voldoen aan uw verzoek.
                > Daarvoor heb ik nog wat aanvullende gegevens > nodig:
                >
                > 1) Hoeveel exemplaren wilt u ontvangen
                > 2) Wat is het postadres?
                > 3) Vanaf 5 buttons moeten wij de verzendkosten aan > u verrekenen, gaat u daarmee akkoord?
                > (5 stuks= € 1.62 / 10 stuks= € 2.16)

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  41. […] Mein Tipp dazu: Lernt unbedingt ein paar Brocken Niederländisch (falls Ihr das sowieso nicht schon getan habt) denn damit öffnet man im Urlaubsland viele Türe. […]

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  42. Hier in Berlin gibt es mehrere Leute die holländisch gelernt haben, und ich als Holländerin habe das dann sofort genuzt, mal wieder holländisch reden zu können.
    Dus zelfs ver weg van de grens wordt er NLs geleerd.
    Bij mijn laatste bezoek in het grensgebied (Kraneburg – Kleve) hoorde ik in de winkel, dat de kassa open zou gaan eerst op z’n duits en daarna op z’n NLs. En in NL in de supermarkt hoorde ik de vakkenvullende meisjes Duits met elkaar praten.
    In Kranenburg kon ik bij een Nederlandse viskraam dus in het Nederlands bestellen; ik vond het maar raar, ik was toch in Duitsland?

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    1. Handelsgeist ist hier das Zauberwort, Johanna ;-)

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  43. Ich wohne in Ostfriesland nahe der Grenze und ich hatte gedacht, wenn man oft in die Niederlande fährt sollte man wohl etwas NL können. Also : Kurs bei der VHS gebucht. Vor Ende desselben für alle Mann (und Frauen) nach Groningen: Kaffee auf Niederländisch bestellen. „Ik wil graag een koffie hebben“
    Der Kellner: “ Ja – kommt gleich“. Deprimierend !

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    1. Nach einem Satz sollte man aber nicht gleich aufgeben ;-)

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  44. Norbert Schnitzler 02-11-2017 at 23:59

    Sprechen und verstehen sind verschieden schwierig. Daher wäre es schon ein guter Kompromiss, wenn alle in ihrer Muttersprache reden, solange das meiste verstanden wird.

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    1. In vielen Fällen funktioniert das einigermaßen gut, Norbert. Trotzdem sollte man als Gast in einem anderen Land erst einmal ein paar Worte in der jeweiligen Landessprache sprechen. Danach kann man sich dann gerne auf das von dir vorgeschlagene Verfahren einigen.

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