Buchrezension: Fettnäpfchenführer Niederlande

Die junge Deutsche Anne studiert ein Semester an der Kunstakademie in Amsterdam. Im diesem Erste-Hilfe-Buch zu den Niederlanden lässt die Autorin sie in so ziemlich alle Fettnäpfchen tapsen, die es gibt. Insgesamt 31 kurze Kapitel beleuchten jeweils einen Aspekt, der zwischen Deutschen und Niederländern regelmäßig zu Missverständnissen führt. [ … ]

Zuletzt aktualisiert am 18. Dezember 2016

Nachbarländer – aber irgendwie „ticken“ die Niederländer und die Deutschen doch ganz anders. Der Fettnäpfchenführer Niederlande geht auf die kulturellen Unterschiede beider Länder ein und behütet deutsche Leser damit vor so manchem Missverständnis in der Kommunikation mit Niederländern. Geschrieben wurde es von Katja Frehland.

Buch: Fettnäpfchenführer Niederlande

Aufbruch ins Abenteuer

In dem Fettnäpfchenführer Niederlande hat sich die junge Münchenerin Anne für ein Semester an der renommierten Gerrit Rietveld Kunstakademie eingeschrieben. In diesem Erste-Hilfe-Buch für die Niederlande lässt die Autorin ihre Hauptperson in so ziemlich alle Fettnäpfchen tapsen, die es gibt. Insgesamt 31 kurze Kapitel beleuchten jeweils einen Aspekt, der zwischen Deutschen und Niederländern zu Missverständnissen führen kann.

Themenwahl

Unter die Lupe genommen werden die üblichen Verdächtigen, die zum größten Teil auch hier auf buurtaal bereits Revue passierten. So finden sich Abschnitte zur Bezeichnung des Landes und der Landessprache, zu Essen und Trinken (was und vor allem auch wann!), zu Begrüßungsritualen und zu den Gepflogenheiten beim Duzen und Siezen.

Weitere Themen sind Feiern (Geburtstag und Geburt), Weihnachts– und Nikolausbräuche und die niederländische “we-zien-wel”-Einstellung (das wird schon). Da Anne sich auch für ein Praktikum bewirbt, geht es auch um arbeitsbezogene Dinge wie Vorstellungsgespräche, flache Hierarchien, die niederländische Sitzungskultur und wie man sich krankmeldet.

Einteilung

Sehr gelungen finde ich die Aufteilung des Buches. In jedem Kapitel erlebt Anne zuerst eine kleine Alltagsgeschichte, die sie am Ende verwirrt und verunsichert zurücklässt, weil offensichtlich in der Kommunikation mit ihrem niederländischen Umfeld etwas für Reibung gesorgt hat.

Das Malheur erklärt

Im nächsten Abschnitt, der passend “Was ist da schiefgelaufen” heißt, wird genau dieser Sachverhalt aufgegriffen und erklärt. Dabei wechselt Katja Frehland durchaus mal die Perspektive und beschreibt manchmal recht plakativ, wie eine deutsche Äußerung auf Niederländer wirkt:

Wenn man also einen Limburger einen Holländer nennt, ist das ein bisschen so, als würde man einen Niedersachsen nicht als Deutschen, sondern als Bayern bezeichnen und ihm womöglich noch unterstellen, dass er mit Lederhosen zur Arbeit geht.

Gefolgt wird diese Erläuterung von einem kleinen Abschnitt (getitelt: “So ist’s oranje”), in dem das Ganze noch mal rekapituliert wird und in dem man manchmal auch praktische Tipps und Hinweise findet. (So wusste ich nicht, dass eine Packung muisjes für 24 beschuiten reicht. Danke, Frau Frehland!)

Wissenswertes über Land und Leute

An vielen Stellen im Buch streut die Autorin außerdem landeskundliche Infos und manchmal auch kleine Vokabellisten ein. Diese stehen in grau hinterlegten Kästchen und heben sich dadurch deutlich vom restlichen Text ab. Wer also einfach nur Annes Streifzügen folgen möchte, kann sie leicht überspringen. Lohnen tut sich die Lektüre dieser Wissenshappen aber allemal, denn man erfährt so quasi nebenbei viel über die Niederlande und ihre Einwohner.

Komische Namen

Deutschen Lesern wird es nicht auffallen, aber die Natives in diesem Buch tragen – bis auf eine Ausnahme (Jeroen) – Vornamen, die absolut untypisch sind für die Niederlande. Was für einen Zweck das erfüllen soll, erschließt sich mir nicht.

Schade finde ich auch, dass die Autorin vorne im Buch zwar kurz vorgestellt wird, jedoch mit keinem Wort ihre (etwaige) Verbindung zu den Niederlanden erwähnt wird. Mich als Leserin interessiert, woher sie ihre Kenntnisse hat.

Eine schnelle Google-Suche bringt ans Tageslicht, dass sie einen doppelten Nachnamen hat: Frehland-Wildeboer. Das ließe auf einen niederländischen Partner (eine niederländische Partnerin?) schließen.

Stolpersteine

Leider enthält das Buch einige Fehler und Ungenauigkeiten, die Niederländern sofort auffallen, dem unbedarften deutschen Leser jedoch nicht. So küssen sich längst nicht alle Niederländer drei Mal. Auch ist der Unterschied zwischen einem Intercity und einem sneltrein längst nicht so groß, wie die Autorin es einem glaubhaft zu machen versucht.

Jus ist Bratensaft, oliebollen sind keine “kleinen Bällchen” sondern haben mindestens Tomatenformat und eine Trauung heißt auf Niederländisch nicht trouw sondern huwelijksvoltrekking. Auch bei den Briefanreden im Kapitel über Bewerbungen hat die Autorin ihre Hausaufgaben nicht ordentlich gemacht.

Katja Frehman erweckt den Eindruck, dass man in den Niederlanden fremdsprachige Fernsehsendungen nicht synchronisiert, sei in erster Linie eine Kostenfrage. Auch mutmaßt sie, dass Niederländer genauso gerne wie Deutsche ein zweites, drittes oder auch viertes Stück Kuchen essen würden. Man man müsste es ihnen nur anbieten. Beides stimmt nicht. (Übrigens kenne ich kaum Deutsche, die locker vier Stück Gebäck verspeisen, aber vielleicht verkehre ich in den falschen Kreisen.)

Einmal auch stolpert die Autorin selbst in das Fettnäpfchen hinein, das sie gerade zu erklären versucht. Wenn sich ein Niederländer mit dem Finger an die Stirn tippt bedeutet das nämlich genau das gleiche wie in Deutschland: Je bent gek. – Du hast sie nicht mehr alle.

Schade, denn mit einem guten Lektorat durch einen Niederländer oder eine Niederländerin hätten solche Ausrutscher vermieden werden können.

Fazit

Alles in Allem ist der Fettnäpfchenfüher Niederlande jedoch ein durchaus lesenswertes Buch, in dem man richtig was lernt über Land und Einwohner. Und wenn einem dann in der Praxis doch mal etwas komisch vorkommt: einfach fragen, wie etwas gemeint ist. So lässt sich vieles klären.

Herzlichen Dank an den Conbook-Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar des Buches zur Verfügung gestellt hat. Der Amazon-Link zu dem Buch ist ein sogenannter affiliate Link.


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Geschrieben von alex

Ursprünglich komme ich aus den Niederlanden, seit 1997 ist Deutschland meine Wahlheimat. Hier im Blog findest Du mehr als 350 Artikel über die Unterschiede zwischen der deutschen und der niederländischen Sprache und Kultur.

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  1. Wenn man nur noch bei Amazon bestellt und nicht beim lokalen Buchhandel, dann gibt es den lokalen Buchhandel irgendwann nicht mehr. Der ist dann nämlich eingegangen. Außerdem zahlte Amazon keine Steuern und ist von den Arbeitsbedingungen her ein übler Sklavenhalter. Also seid so lieb und laßt Eurem Buchhändler vor Ort mal wieder einen Auftrag zukommen.

    Der Conbook-Verlag befindet sich in Meerbusch bei Düsseldorf.

    Antworten

    1. Es steht jedem und jeder völlig frei, wo er oder sie das Buch kauft. Mit einer Bestellung über den Link im Artikel unterstützt Ihr jedoch nicht nur Amazon, sondern auch mich als Blogautorin:

      https://www.buurtaal.de/blog/spenden

      Antworten

  2. Hallo Alex,

    Patricia hat das gewiß nicht böse gemeint. Denn es stimmt, daß die kleinen Läden – und nicht nur die Buchhändler – vor Ort eingehen. Ich vertrete ihre Ansicht ebenfalls. Beispielsweise gebe ich meine Dias und Filme nach wie vor bei einem Fotohändler ab, statt sie billiger von irgendeiner Drogerie entwickeln zu lassen.

    Danke für Deine Erklärungen zu den Ungenauigkeiten in Anne Frehland-Wildeboers Buch. Es ist wirklich ärgerlich, daß es auch hier, wohl wieder aus Kostengründen, erneut kein gescheites Lektorat gab – vielleicht hätten sie Dich einmal fragen sollen? ;o)

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  3. Als meine Haut noch frisch war und mein Geist unverbildet, hatte es die Tante-Emma-Läden. In meinem Stammladen gab es alles: Zeit und Geschichten für die Kunden sowie eine Unmenge von Regalen und Schubladen mit buchstäblich tausenderlei Artikeln und Artikelchen. Und was nicht vorhanden war, konnte aus einem der zahlreichen Kataloge bestellt werden, selbst exotische Dinge wie ägyptische Zigaretten waren kein Problem. Damals war die Nähe der Begriffe Schub-Lade und Einkaufs-Laden noch zu spüren, und auch, dass Krämer tatsächlich immer am Kramen sind.

    Nicht wenige haben damals versucht, das Verschwinden der Tante-Emma-Läden zu verhindern und sind anstatt zum modernen Einheitsladen anonymer Sachlichkeit weiterhin ihrem Händler treu geblieben. Doch das alles war vergebens. Rückblickend kann ich nur feststellen, dass die Umstellung erstaunlich schnell über die Bühne ging. So wie heute die Umstellung zum postmodernen Internetshop, wo es niemanden mehr gibt, der anonym bleiben könnte, denn wer mir da etwas verkauft ist kein durch seine Arbeit sich und seine Familie ernährender Mensch, sondern ein Computerprogramm. Und ich möchte wetten, dass der Zeiten Lauf wieder nicht aufzuhalten ist, auch nicht von Patricia und Marco. Hoffentlich schaffen wir es wenigstens, dafür zu sorgen, dass buurtaal.de nicht auch noch schließen muss.

    Ich fand in der Amazon-Preview das erste Buchkapitel ganz flüssig geschrieben. (Vielleicht hätte man aber noch erwähnen können, dass Limburg außer Maastricht noch eine zweite Hauptstadt hat, nämlich Hasselt… ;-) Etwas Neues oder gar Überraschendes war für mich allerdings leider nicht dabei. Die erstaunlich lange Wortliste wird sicher manchen eine große Hilfe sein. Geradezu abstoßend wirkte jedoch auf dem Einband der Schriftzug „Holland niet in Not“ auf mich. Stünde da „nicht“ oder “in last”, wäre ja alles fein, doch so kommt mir das wie gewollt aber nicht gekonnt vor. Fazit: derzeit spüre ich kein unbändiges Verlangen, mir das Buch anzuschaffen.

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    1. Ich fand den Untertitel auch verzichtbar, aber irgendwie scheint es in diesem Genre ohne gewollt lustigen Spruch nicht zu gehen.

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  4. Hallo und danke für die interessante Rezension! Habe das Buch noch nicht gelesen, überlege aber, es zu bestellen.

    Kleine Anmerkung bzw. Zitat Dik Linthout, Frau Antje und Herr Mustermann, Ausgabe 2010, S. 164f:

    Deutsch sind extrem arm, was ihre Gebärdensprache angeht (…) Der Zeigefinger an der Stirn oder Schläfe bedeutet bei ihnen, daß der andere dumm ist, wohingegen Niederländer, die sich mit dem Zeigefinger an die Schläfe tippen, häufig damit sagen wollen, daß sie selbst oder der andere gerade sehr schlau sind.

    Henk

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    1. Ich kenne das „an den Kopf tippen“ auch von einem mittelalten Niederländer und war immer verunsichert, was damit gemeint sei – offensichtlich nicht „du spinnst“ oder so. So ganz einfach scheint das ja nicht zu sein ;-)

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  5. Schön, mal wieder eine Buchrezension zu lesen. Hab mir das Buch gerade auf eBay gekauft. Sei nicht böse, Alex, aber auf Amazon muß ich immer 3 Euro Versandkosten bezahlen, während ich auf eBay kostenlosen Versand kriegen kann. (Kannst du nicht mal so einen Spendenvertrag mit eBay schließen ;-) ?)
    In der Artikelbeschreibung stand ein etwas merkwürdiger Satz aus einem Text, der wahrscheinlich auf der Rückseite des Buches steht:„Was ist das für ein Land, in dem die Menschen Hagelkörner auf ihr Brot streuen, nachts Kaffee trinken, Pommes frites mit Erdnusssoße übergießen und hoch konzentriertes Salmiakpulver schlürfen?“
    Vor allem der letzte Teil des Satzes mit dem Samiakpulver hat mich geschockt. Ist euch der Koks ausgegangen, daß ihr euch solches Zeug reinziehen müßt? Salmiak ist ein Stoff, der in Reinigungsmitteln, zum Beispiel zum Fensterputzen, enthalten ist. Wollt ihr euch damit von innen reinigen? Dann nehmt doch am besten gleich Salzsäure, da braucht ihr das garantiert nur einmal zu machen ;-).
    Auf das Buch bin ich jedenfalls echt gespannt :-).

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  6. Hoi Alex,

    ich wäre ja dafür, dass du mal ein Buch schreiben würdest ;)
    da gebe es wahrscheinlich nicht so viele vermeidbare Fehler :)

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    1. Hoi Britta,

      ;-)

      Ich spiele mit der Idee, eine Sammlung meiner Blogposts thematisch zu bündeln und als e-book zur Verfügung zu stellen. Ist aber, wie der angedachte Podcast, alles eine Frage der Zeit.

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      1. Op Sint Juttemis heb je dat klaar, Alex, zeker weten.

        So wie ich ja noch meinen Gastartikel über niederländische Kreuzworträtsel fertigstellen will (schuldbewußt-aus-der Wäsche-guck). Nein, ich hab’s jedenfalls nicht vergessen. Weiß auch nicht, ob das Thema (Vokabularerweiterung für Kaltduscher) überhaupt jemanden interessiert.

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        1. Ich wusste nicht, dass Du einen Gastartikel schreiben möchtest, Patricia. Schick mir doch mal ein kleines Exposé per E-Mail.

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          1. Darüber hatten wir doch schon mal ge-e-mailt. Schon wieder vergessen? Na, dann brauche ich ja kein schlechtes Gewissen mehr zu haben.

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            1. Tatsächlich – hab‘ die Mail in meinem Archiv gefunden: sie ist von Januar 2012 …

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  7. St. Juttemis? So wird es auch gesagt. „……, als de koeien op het ijs dansen tijdens St. Juttemis.“

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  8. Zum Unterschied Holland – Niederlande: In dem folgenden Youtube-Clip ist der staatliche Aufbau sehr schön beschrieben. http://www.youtube.com/watch?v=eE_IUPInEuc

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      1. Diesen Band finde ich vor allem als Deutscher aber sehr nuetzlich, Alex! War schon kurz von Buurtaal weg, bin doch wieder dabei und freue mich auf das Buch. Der Abschnitt „Stolpersteine“ spricht gerade mir aus der Seele:-)

        Vielen Dank

        @Henning, auch ich mache staendig diesen Fehler, z.B. „Ik houd van Holland.“ (alleen ‚Holland‘ en niet b.v. DrentheLOL) vs. „Ik houd van Nederland.“ (van het hele land)

        Antworten

  9. Hmpf. Wieso ich ausgerechnet diesen Beitrag übersehen konnte …

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  10. Hab das Buch heute bekommen und schon mal die Nase reingesteckt. Es stimmt, da sind wirklich Fehler drin. Einen habe ich schon entdeckt: Die berühmten drei Worte „Ich liebe dich“ übersetzt die Autorin mit „ik hou van je“, dabei heißt das doch „ik hou van jou“, oder sind meine anderen Sprachführer alle falsch? Ich frage mich wirklich, wo die Frau Niederländisch gelernt hat – und ob überhaupt. Na, ich werde mal noch ein bißchen weiterlesen. Mal sehen, was ich noch so alles finde ;-).

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      1. Du hast ja noch eine ganz andere Version; du schreibst:„ik houd van je“. Könnt ihr euch nicht mal für eins von beiden entscheiden, ob nun hou oder houd, und je oder jou? Da kommt man ja völlig durcheinander. Das Beste ist, sich gar nicht erst in einen Niederländer zu verlieben ;-).

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        1. Sieh es doch mal positiv, Tina. Alle drei Varianten sind möglich. Du hast die Wahl.

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  11. Empfelenswert, so weit nicht bekannt, ‚Mordsgouda‘, von Annete Birschel.
    http://www.stern.de/reise/europa/gesperrt-niederlande-mordsgouda-624615.html
    Als Holländer in Deutschland vielmals verschenkt an Nachbarn…..

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    1. Bei mir kommt das Buch nicht so gut weg. Es bedient vor allem die üblichen Klischees und enthält viele Fehler:

      Die Niederlande durch deutsche Augen: zwei Buchrezensionen

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      1. Hallo Alex,

        Interessant! Wenn sich ein Niederländer mit dem Finger an die Stirn tippt: meint er auch „Koppie, koppie“… so etwas wie ich bin nicht Irre, oder Ich bin Klever man kan es eigentlich nicht richtig übersetzen.

        Und Sint Juttemis ist hier eine Beleidigung, eigentlich sagt Sie: niemals (als Pasen en Pinksteren op één dag vallen, English: when Hell freezes over).

        Antworten

        1. Und eine Trauung: auch einfach ‚Huwelijk‘ of ‚ze gaan 2 november trouwen‘ und das Fest dannach: Bruiloft

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        2. Ja, Sint Juttemis heißt „nie“. Mein oben erwähntes E-Book wollte ich aber eigentlich etwas früher fertig haben :-)

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  12. Den Fettnäpfchenführer hab ich in meiner Stammbuchhandlung bestellt und in ein paar Tagen ausgelesen. Ich finde das Buch gut für Leute, die noch keine Informationen über „Holland“ hatten. Eifrige Leser des buurtaal-Blogs sind schon vorab bestens informiert und würden nicht in die im Buch beschriebenen Fettnäpfchen tappen. Die Protagonistin des Buches, Anne, stellt sich manchmal arg dumm an, das kommt wohl von der Absicht der Autorin, aus Annes Erlebnissen eine Geschichte zu basteln. Insgesamt: eine unterhaltsame, anspruchslose Lektüre.

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  13. Katharina Sommerfeld 25-04-2016 at 10:02

    Hallo Alex,

    seit 4 Wochen lerne ich mit wachsender Begeisterung die niederländische Sprache
    ( naja, habe heute Abend meine vierte 90-Minuten-Stunde an der VHS in HH)
    und bin vor kurzem auf deinen Blog gestoßen und richtig glücklich, diesen gefunden zu haben :-)
    Habe mir besagtes Büchlein besorgt und was soll ich sagen; mit dem Wissen, es mit einer gewissen Vorsicht zu lesen bin ich gut gefahren- danke dafür :-)
    Für mich als Neuling auf dem ganzen Niederlanden Gebiet ( und nicht Holland- gleich zu Beginn etwas gelernt, ha) war die nette, aber anspruchlose story rund um Anne ganz hilfreich, für Einsteiger also gar nicht so schlecht.
    Ich hätte übrigens gar nicht gedacht, dass ich mich der Aussprache doch recht schwer tue! Aber das wird schon noch….hoffe ich.

    Liebe Grüße aus Hamburg

    Antworten

    1. Hoi Katharina,

      schön, dass Dir buurtaal gefällt! Das Buch kann man durchaus lesen. Für mich als ervaringsdeskundige, die um die Klischees und die Fettnäpchen weiß, ist es etwas schwer verdaulich, aber als Einsteigerin hast Du natürlich einen ganz anderen Blick.

      Gibt es etwas, was Dir an der Aussprache besonders schwer fällt? Übt Euer Dozent/Eure Dozentin die Aussprache mit Euch? Ich halte das, vor allem in der Anfangszeit, für sehr wichtig.

      Antworten

      1. Katharina Sommerfeld 26-04-2016 at 10:33

        Hallo Alex,

        ich „musste“ gestern Abend im Kurs einen Text vorlesen und habe ein
        heel goed bekommen- und ja, das hat micht doch echt gefreut :-)

        Schwierigkeiten habe ich beim Klassiker -sch+r, mit dem -ui klappt es halbwegs. Ich bleibe am Ball. Unsere Kursleiterin, eine sehr nette Dame älteren Semesters, lässt uns ganz viel sprechen und sämtliche Zungenbrecher vehement üben :-)
        Liebe Grüße

        Antworten

        1. Das freut mich, Katharina :-) Ja, sch + r ist für viele schwierig. Dem Thema habe ich am Ende meines Artikels zur Aussprache des R einen Absatz (mit Audio-Beispielen) gewidmet. Vielleicht hilft Dir das weiter.

          Groetjes,
          Alex

          Antworten

  14. Dem heutigen Beitrag kann ich nur voll ganz zustimmen. Mir ist schon lange bewusst, dass die Niederlande ein sehr fortschrittliches und modernes Land sind. Nicht umsonst sind wir so gerne dort, haben uns ein Haus gekauft und können uns sehr gut vorstellen, dort zu leben. Ik hout van Nederland!

    Antworten

  15. Hi Alexandra

    Aufgrund deiner Rezension habe ich mir vor ein paar Wochen dieses Buch gekauft – und ich fand es wirklich sehr nett und informativ (auch wenn – wie bekannt – meine ganze Familie Niederländer sind u. ich daher einige „Marotten“ schon kannte *grins*) geschrieben. Es gibt halt doch wirklich eine Menge unterschiedlicher Gewohnheiten/Bräuche/Regeln zw. den NL und D ;-)

    Insofern danke für diesen Lesetipp und bei der Gelegenheit auch Hartelijk bedankt voor „Buurtaal“ im allgemeinen – und eine kleine Spende habe ich auch soeben überwiesen, denn dein Blog ist schon wirklich etwas ganz Besonderes !

    Da ich nie in einer nl Schule war, mute ich dir/euch meine mangelhafte Rechtschreibung nicht zu und schreibe daher lieber auf deutsch, aber wenigstens den Rest auf NL

    Ik wens jullie allen prettige kerstdagen

    Antworten

    1. Hoi Robert, vielen Dank! Auch für die Spende. Es freut mich sehr, dass du buurtaal nützlich findest.

      Jij ook fijne feestdagen!

      Antworten

      1. Hi Alexandra

        Ich sehe gerade, dass ich bisher als „Robert“ (also nicht als „Robert P.) geschrieben hatte (u.a hatten wir beim Thema „Doppelte Staatsbürgerschaft fleißig hin und her geschrieben), aber das ist – hoffe ich – nicht wirklich wichtig ;-)

        Meine in der Klammer erwähnten Ambitionen meinen nl Pass zurück zu bekommen, habe ich übrigens mittlerweile aufgegeben, dieses „Irrenhaus“ der beiden Bürokratien (NL/D) will ich mir einfach nicht mehr zumuten. Aber du siehst, mein Interesse/meine Verbundenheit zu den NL besteht nach wie vor – und eine der besten Quellen um sich zu informieren/zu amüsieren ist und bleibt dein wirklich toll gemachter Blog – denn der ist eben nicht nur „nützlich“, sondern überaus unterhaltsam geschrieben. Daher ist die Spende der pure Eigennutz *grins* – denn ich hoffe wirklich, dass du auch in Zukunft (neben deiner sicher anstrengenden beruflichen Tätigkeit) zeit findest „Buurtaal“ weiter so toll zu präsentieren. Dafür noch mal ausdrücklichen Dank !

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        1. Ah, du kamst mir schon so bekannt vor ;)

          Ich kann gut nachvollziehen, dass du angesichts der Bürokratie kapituliert hast. Das würde ich, glaube ich, auch …

          Danke nochmals für das Lob und deine Spende. Ich habe auf jeden Fall vor, noch ganz lange weiterzumachen :)

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