Beliebte Vornamen in Deutschland

In den Niederlanden rangieren derzeit Sophie und Sem ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Babynamen. In Deutschland ist Sophie/Sofie für neugeborene Mädchen genauso populär. Bei den Jungennamen entscheiden sich frischgebackene Eltern am häufigsten für Maximilian.

Zuletzt aktualisiert am 4. Januar 2013

In den Niederlanden rangieren derzeit Sophie und Sem ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Babynamen. In Deutschland ist Sophie/Sofie für neugeborene Mädchen genauso populär. Bei den Jungennamen entscheiden sich frischgebackene Eltern am häufigsten für Maximilian.

Babynamen

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat Anfang März ihre jährliche Liste der populärsten deutschen Vornamen aktualisiert. Große Überraschungen gab es dabei nicht. Maximilian nimmt bei den Jungs bereits zum dritten Jahr in Folge die Spitzenposition ein. Bei den Mädchen stieß Sophie/Sofie den Dauerrenner Marie vom Thron. Letzterer muss sich nun mit dem zweiten Platz begnügen.

Interessant sind die regionalen Unterschiede bei der Namensvergabe. So werden im Süden der Republik zum Beispiel deutlich mehr Davids und Sarahs geboren als im Norden.

Anders als in den Niederlanden, wo der Sozialversicherungsträger Sociale Verzekeringsbank im Prinzip die Namen aller in den Niederlanden geborenen Kinder erfasst, gibt es in Deutschland keine solche zentrale Statistik. Die Zahlen der GfdS basieren auf den Daten von gut 330 Standesämtern. Diese erfassten in etwa die Hälfte aller Neugeborenen, die 2010 in Deutschland zur Welt kamen.

Die beliebtesten deutschen und niederländischen Vornamen 2010

Mädchen Deutschland Mädchen Niederlande Jungen Deutschland Jungen Niederlande
1 Sophie/Sofie Sophie Maximilian Sem
2 Marie Julia Alexander Lucas
3 Maria Emma Paul Milan
4 Sophia/Sofia Lotte Leon Daan
5 Mia Eva Lukas/Lucas Jayden
6 Anna Lisa Luca/Luka Tim
7 Lena Lieke Elias Levi
8 Emma Sanne Louis/Luis Thomas
9 Hannah/Hanna Noa Jonas Thijs
10 Johanna Anna Felix Jesse

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Geschrieben von alex

Ursprünglich komme ich aus den Niederlanden, seit 1997 ist Deutschland meine Wahlheimat. Hier im Blog findest Du fast 400 Artikel über die Unterschiede zwischen der deutschen und der niederländischen Sprache und Kultur.

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  1. In der Regionalzeitung „Rheinpfalz“ war Mitte Februar eine schöne Geburtsanzeige zu sehen… Die Eltern wollten besonders kreativ sein bzw. konnten sich nicht auf eine Schreibweise einigen, deswegen stand es da groß und bunt: Sopfie!
    Wollen wir nur hoffen, dass es auf dem Standesamt richtig eingetragen wurde.

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    1. Das arme Mädchen …. ;-)

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  2. Und was ist mit den armen holländischen Jungen die als SEM oder JAYDEN durchs Leben gehen müssen? Die Eltern sollten bestraft werden.

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    1. Over smaak valt niet te twisten …

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  3. Lucy van Pelt 10-03-2011 at 08:39

    Ungewollt
    schwimmen wir alle auf der Welle unserer Zeit
    und merken es erst, wenn der unvergleichliche und einzigartig originelle Name unseres Kindes im Kindergarten mehrmals auftaucht, und in der Schulklasse sowieso. Fünfmal „Marie“ – wie konnte denn das passieren?
    Das hat dann zur Folge, daß an den Vornamen in den Todesanzeigen leicht die Generation der Verstorbenen zu erkennen ist.
    Eines fernen Tages sterben dann lauter Yannicks.
    Und dagegen ist doch wenig einzuwenden, oder?

    Herzliche Grüße an alle Lucys! Lucy.

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  4. Also, ich finde die Namen gehen alle noch. Ich arbeite in der Geburtshilfe und da erlebe ich manchmal wirklich abenteuerliche Dinge. Die werdenden Eltern scheinen im Überschwang der Hormone etwas die Bodenhaftung zu verlieren. Da heißen die Babys dann gerne mal Cheyenne Schmälzle, Chantalle Lukowski oder Lena-Fee Schulze. Jayden finde ich zwar grenzwertig, aber auch das geht schlimmer. Ich erinnere mich an einen Hansi, da musste ich beim Blick ins Babybettchen immer an einen Wellensittich denken… Und wenn ich mir vorstelle, dass dieser Hansi dann später vielleicht ein Schrank von Mann wird, mit Händen wie Bratpfannen, na ich weiß nicht.

    Das schlimmste, was ich in Sachen Namensgebung je erlebt habe war ein Mann, der seinen Sohn Abraxas nennen wollte (So heisst der Rabe im Kinderbuch ‚die kleine Hexe‘ von Ottfriend Preussler). Gottseidank hat er sich mit seiner Frau noch rechtzeitig geeinigt, diesen Namen als zweiten Vornamen zu verwenden und das Kind bekam einen tauglicheren ersten Namen.

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    1. Lucy van Pelt 10-03-2011 at 18:04

      Ich lach mich tot, Sieke! Was hältst Du denn von dem Vornamen „Pumuckl“? Falls man sich noch nicht gleich sicher ist, ob das Baby ein Mädchen oder ein Junge ist … so wie mein vierjähriger Neffe, der auf die Frage, ob er jetzt ein Brüderchen oder ein Schwesterchen bekommen hat, geantwortet hat: „es ist kein Junge, es ist auch kein Mädchen, es ist ein Baby!“ Da wäre doch Pumuckl passend, oder?

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  5. Opvallend dat er zo weinig overeenkomsten zijn tussen de top10 jongensnamen van Duitsland & Nederland! Maximilian is een bijzondere naam… Deze naam heb ik in Nederland nog niet gehoord.

    Is er nog veel verschil in de uitspraak tussen de Duitse en Nederlandse „Lucas“? Wellicht wordt de drager van deze naam door vrienden „Look“ (met oo-klank) genoemd in het Duits en „Luuk“ (met uu-klank) in het Nederlands?

    Zelf hebben wij twee zonen genaamd „Tom“ & „Björn“. Deze laatste naam wordt ook op verschillende manieren uitgesproken. Officieel spreek je de naam met een eu-klank uit, zoals in de naam van de welbekende tennisspeler.

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    1. Björn is voor duitstaligen geen probleem. De klinker ‚ö“ is hier heel gebruikelijk. In het Nederlands klinkt Maximilian een beetje bombastisch, vind ik zelf. Vermoedelijk wordt de naam in de meeste gevallen afgekort tot „Max“.

      In het Duits wordt de letter „u“ ongeveer zoals de Nederlandse „oe“ uitgesproken –> „Loekas“ ;-)

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      1. „Max“ als Abkürzung ist im Deutschen auch sehr gebräuchlich, aber diese Form kommt natürlich auch als ganzer, eigener Name vor. Gerne wird hier eine Abkürzung mit „i“ gebildet, also in diesem Fall „Maxi“. Maximilian klingt auch für deutsche Ohre etwas hochtrabend, zumindest für ein Kind.

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        1. Maximillian geht auf jeden Fall aufs Gymnasium. Kevin dahingegen fühlt sich wohler in der Berufsschule.

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          1. Kevin hat in Deutschland einen schweren Stand

            Antworten

            1. Lucy van Pelt 10-03-2011 at 17:58

              Der Artikel „Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose“ lohnt sich wirklich zu lesen, Alex! Unglaublich, wovon Lebenschancen abhängen können. Hier kommen wir zum Thema „Vorurteile“, und denen kann auch ich mich schwer entziehen. (Gut, daß ich keine Lehrerin geworden bin.)

              Antworten

        2. Lucy van Pelt 10-03-2011 at 18:09

          Na Steff, „Maximilian“ hältst Du für hochtrabend?
          Was hältst Du denn dann von „Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester“? :-)

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          1. :-)) Kein weiterer Kommentar nötig, oder?

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  6. Wir haben uns jetzt endlich auf den Namen für unser 2. Kind geeinigt, was gar nicht so einfach ist in einer deutsch-niedeländischen Familie.
    Ich finde viele niederländische Vornamen sehr fragwürdig, meinem Mann geht es mit deutschen Namen so… Keine einfache Aufgabe einen schönen Namen zu finden, der dem Kind dann später hoffentlich auch gefällt. Es ist weder Chantalle noch Kevin und der Name steht weder auf der deutschen noch der niederländischen Top10 Liste.
    Jetzt können wir nur noch hoffen, dass die Hebamme beim Ultraschall auch richtig geguckt hat, sonst fängt die Namenssuche nächste Woche noch mal an, aber dann haben wir max. 3 Tage Zeit dafür…

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    1. Spannende Zeiten für Euch :-) Alles Gute!

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  7. Millionen von Muslimen leben in Deutschland. Auf welchem Platz findet man denn Ali oder Mohammed?

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    1. Gute Frage! Trotz der Tatsache, dass rund ein Drittel der in Deutschland geborenen Babys nicht von deutschen Eltern stammt, taucht Mohammed in der quasi-offziellen GfdS-Statistik erst an 55. Stelle auf …

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  8. Hier kommt noch ein prima Beispiel für völlig unpassende Namenswahl bei deutschen Kindern. Folgendes hat mir eine Kinderärztin aus ihrer Praxis berichtet. Eine Mutter sagt zu einer ihrer beiden Töchter: „Sei doch mal still Shakira, die Beyoncé schläft gerade:“
    Ohne Worte!!!!!!!

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    1. Da bin ich mal gespannt wie Shakira und Beyoncé mit Nachnamen heißen. Sülzle oder Schmälzle etwa?

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    2. Haha … sehr schön!

      Ich habe von einem Meerschweinchen gehört, das Shakira hieß – weil es so eine lockige Mähne hatte … Da finde ich den Namen samt Assoziation passender.

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  9. […] Insgesamt zeigten niederländische Eltern unverändert eine deutliche Vorliebe für kurze, bodenständige, oft einsilbige Vornamen für ihren Nachwuchs. Dieser Trend findet sich auch in Deutschland wieder. Hier sind es derzeit Mia und Ben, die auf den ersten Plätzen rangieren. Im letzten Jahr waren es Max (Maximilian) und Sophie/Sofie. […]

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  10. Kann ein Junge in den Niederlanden „Sören“ heißen? Klingt ein bißchen wie „zeuren“, oder? =)

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  11. Wenn ich die Vornamen von Jungen und Mädchen lese, dann kann ich häufig diese armen Kinder nur bedauern. Mit diesen Namen durchs Leben gehen zu müssen. Kevin und Cheyene z.B. Oder Städtenamen wie Paris. Jimmiblue oder ähnlicher Schwachsinn.
    Irgendwann vielleicht noch den Ort der Zeugung? Hinterm Festzelt oder Aufdemdamenklo? Oh Gott lass Hirn vom Himmel fallen!!

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    1. Paris gab es schon in der Antike, Jürgen. Ich bezweifle aber, ob dieser Krieger als Namenspate gedient hat ;-)

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  12. Ja, die leidigen Vornamen und die armen Kinder, die damit durchs Leben gehen müssen. Habe heute wieder bei den Geburtsanzeigen gelesen. Zwei Mal Megan, sodann Mila, Lenne,Saya, Leila und Malena. Diesmal fehlten Jaqueline-Cheyenne, Kevin, Ronnie und Maik. Auch der Ort der Zeugung als Vorname wie Paris oder Rome, Hinterm Festzelt und Aufmdamenklo fehlten, Glücklicherweise. Und ich denke: „Lieber Gott lass Hirn vom Himmel fallen!“

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    1. Ich denke, es kommt ganz darauf an, wo man geboren wird …. Eine „Megan“ in Deutschland wird es vermutlich schwer haben. In englischsprachigen Ländern ist das ein ganz normaler Name.

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