Nicht nur vla hat einen guten Ruf als Exportartikel aus den Niederlanden. Weltweit bekannt ist die stroopwafel (Sirupwaffel), eine klebrige aber ziemlich leckere Angelegenheit.

Frische Stroopwafels auf dem Markt

Frische stroopwafels auf dem Markt

Keks mit Tradition

Stroopwafels kommen ursprünglich aus Gouda – ebenso wie der gleichnamige Käse. Sie werden inzwischen seit mehr als 200 Jahren gebacken. Die ohnehin dünnen Waffeln werden direkt nach dem Backen mit einem scharfen Messer längs durchgeschnitten und dann mit Sirup (kein Honig!) gefüllt. Wie das geht, kann man auf niederländischen Wochenmärkten beobachten, denn dort bekommt man sie häufig frisch gebacken und noch warm.

Auch Bäckereien – allen voran die in Gouda – verkaufen oft selbst hergestellte stroopwafels. In der Fabrik hergestellt und abgepackt in Zehnertüten findet man sie in jedem niederländischen Supermarkt. Die billigeren Varianten setzen dabei oft auf Margarine statt auf echte Butter.

Inzwischen bekommt man sie auch in Deutschland, auch wenn sie hier noch nicht wirklich verbreitet sind. Zumindest Aldi und Lidl haben manchmal stroopwafels im Angebot und bei Kaufhof in Hannover sind sie fester Bestandteil des Sortiments.

Bio-Stroopwafels

Deutsche Bioläden verkaufen übrigens schon seit Jahren Sirupwaffeln, meistens aus den Niederlanden importiert. Die bekanntesten dürften die Waffeln vom Naturfeinkosthersteller De Rit sein. Diese enthalten deutlich weniger Zucker als herkömmliche stroopwafels und sind dadurch eine Alternative für all diejenigen, die es lieber etwas weniger süß mögen.

Rezept für etwa 10 holländische Stroopwafels

Wenn man selbst stroopwafels backen möchte, braucht man ein Waffeleisen mit einem Einsatz für dünne, runde Waffeln. Es empfielt sich außerdem, zu zweit zu arbeiten, denn die wafels müssen sofort nach dem Backen aufgeschnitten werden, sonst zerbrechen sie.

Die allerersten stroopwafels wurden – so will es die Überlieferung – aus Keksresten und Krümmeln gemacht. Weil sie so billig waren, konnten auch ärmere Leute sie sich leisten. Heutzutage bestehen die Waffeln aus den Standardzutaten Mehl, Zucker, Butter und Ei. Der Sirup wird durch die Zugabe von Butter fester – und dadurch besser streichbar – gemacht. Statt fertigen Sirup zu verwenden, kann man auch gut selbst eine Mischung aus Zucker und Butter (Verhältnis 2 zu 1) machen.

Zutaten

Für den Teig Für den Sirup
200 g Weizenmehl 50 g Butter
100 g (Rohr-)Zucker 50 g (Rohr-)Zucker
100 g Butter 150 g Zuckerrübensirup
1 Esslöffel Milch oder Wasser
1 Ei
eine Prise Salz
evt. 1 Teelöffel Zimt

Zubereitung

Zucker, Butter, Mehl, Ei, Zimt und Milch zum einem Teig verrühren. Sirup in einem Topf langsam erhitzen, den Zucker darin auflösen lassen. Zuletzt die Butter hinzufügen und schmelzen lassen.

Aus dem Teig kleine Bällchen formen (der Durchmesser sollte zwischen einer großer Murmel und einem Pingpongball liegen) und diese im Waffeleisen zu runden Waffeln backen. Je nach Gerät dauert das dreißig Sekunden bis zwei Minuten.

Die heißen Waffeln mit einem scharfen Messer auftrennen und mit etwas Sirup füllen. Bereitet das Halbieren Schwierigkeiten, kann man alternativ auch einfach zwei stroopwafels zusammenkleben. Beim Abkühlen härtet der Sirup etwas aus.

Stroopwafel mit Kaffee

Stroopwafels kann man eigentlich zu jeder Gelegenheit essen, sie schmecken aber besonders gut zu einer Tasse Kaffee oder Tee. Als ich noch in den Niederlanden lebte, fand ich sie witzigerweise nie besonders spannend. Inzwischen habe ich sie aber – sozusagen als Kultprodukt – durchaus schätzen gelernt.

Kennt Ihr stroopwafels? Wie findet Ihr Sie?

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{ 19 comments… read them below or add one }

Rob August 14, 2010 at 15:43

Muss ich mal probieren, selbst zu machen. Kenne bisher nur die fertig abgepackten aus dem Supermarkt.

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alex August 14, 2010 at 16:20

Ich kann’s Dir empfehlen – Es macht (klebrigen…) Spaß und das Ergebnis ist super lecker. In welchem Supermarkt kaufst Du sie, wenn ich fragen darf?

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Rob August 19, 2010 at 16:58

Sorry für die späte Antwort…
Also gekauft habe ich die hier mal im C1000 in Kerkrade. Ist ja nicht weit von meinem Wohnort. Ob es die da noch gibt, weiß ich nicht.

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alex August 20, 2010 at 19:55

Die Deutschen im Grenzgebiet haben es gut ;-)

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Rob August 20, 2010 at 21:56

Na, das will ich meinen… :)
Gibt so einiges was ich mir von “drüben” kaufe, natürlich meine ich damit Legales! Sogar meine beiden Kater sind waschechte Niederländer! ;)

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alex August 20, 2010 at 22:37

Ich hatte jahrelang eine deutsche und eine niederländische Katze. Sie haben sich prima verstanden ;-)

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Lucy van Pelt August 15, 2010 at 09:05

Hallo Alex!
An die Stroopwafels habe ich sehr gute Erinnerung – frisch aus s’Hertogenbosch mitgebracht. Also nicht warm gegessen, aber mit Butter hergestellt. Jetzt bin ich richtig dankbar für das Rezept und werde mich mal mit meinem Waffeleisen an die Arbeit machen. Mein Enkelkind wird sicherlich gern Stroopwafels mit mir zubereiten! Gruß: Lucy.

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Alex August 15, 2010 at 11:40

Viel Spaß dabei, Lucy!

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Melanie August 15, 2010 at 15:08

Hhm, die sind echt lecker, hab sie allerdings diesmal auf Ameland nicht gegessen, genauso wenig wie Poffertjes. :o( Man bekommt Stoopfwafels bei uns aber in mehreren Supermärkten, aber auf Ameland schmecken sie einfach am besten.
In der Niederländischen Werbung haben wir gesehen, daß es dort bei McDonalds sogar das McFlurry in der Geschmacksrichtung Stroopwafels gibt, wie gemein, das hätte ich hier auch gerne! ;o)

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alex August 15, 2010 at 15:53

Tatsächlich! In den Niederlanden gibt’s das McFlurry auch mit Stroopwafel-Geschmack. Das muss ich doch glatt mal ausprobieren wenn ich wieder dort bin :-)

http://www.macdonalds.nl/wps/wcm/connect/mcd/mcdonalds/Home/Producten/Producten/Desserts/McFlurry

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Lynn August 24, 2010 at 14:18

Das klingt aber lecker, vielleicht probiere ich das heute Abend einmal aus. Ich habe schon immer Waffeln geliebt.

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Arnout August 28, 2010 at 22:08

Gute Nachrichten für alle Stroopwafel-Fans! Es gibt jetzt auch in Hamburg superfrische warmgebackene Stroopwafels. Auch auf Bestellung mit Versand per DHL (4,10).
Siehe meine Website für mehr Infos.

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Rike September 13, 2010 at 12:44

Tausend Dank für das Rezept, ich liebe Stroopwafels!

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alex September 13, 2010 at 13:08

Lass sie Dir schmecken! Ich sehe, Du bist ein echter Fan ;-)

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Yvette January 1, 2011 at 12:35

Wenn keine Snoepjes mehr im Haus sind, sind Stroopwafels im Haus. Sonst brennts :D

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Paul de Haan February 16, 2011 at 23:45

STROOPWAFELS VON WAFFELPAUL!
Seit mehreren Jahren waffelt der Waffelpaul mit seinem Waffelfahrrad
durch Berlin. Auf http://www.waffelpaul.de erfahren Sie alles über Waffelpaul und seine holländischen Stroopwafels.
Sie können der Waffelpaul buchen für Hochzeiten, Betriebsfeiern, Sportveranstaltungen, Kinder– oder Schulfeste und Festlichkeiten aller Art – überall dort wo eine Stroopwafel nicht fehlen darf.
Waffelpaul hat überall in Deutschland Kunden. Innerhalb von Berlin bringt er Bestellungen einfach vorbei! Für Kunden außerhalb von Berlin fährt Waffelpaul gerne zur Postamt um die frische Stroopwafels in Karton zu verschicken.
Beißen Sie doch mal in eine Stroopwafel rein und genießen Sie die Harmonie von Waffel und Stroop! Du wirst schmecken. Sau-lekker!!

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Alex February 17, 2011 at 10:43

Ach, die Einwohner von Hamburg und Berlin haben’s gut ;-)

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Georg October 10, 2011 at 17:40

Hallo Alex,

erstmal danke für deine tollen Beiträge.
Mein Problem: ich würde die Wafels gerne selber machen habe aber im Weltnetz kein Waffeleisen mit den erwähnten einsätzen gefunden. Kannst du da eventuell weiterhelfen?

Für die in Deutschland lebenden kann ich die Waffeln von Alnatura empfehlen. (sind zwar kalt aber richtig gut – oder was sagt der erfahrene Niederländer?)

Beste Grüße aus Ostsachsen

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alex October 10, 2011 at 17:57

Hallo Georg,

schön, dass Du hergefunden hast :-)

Waffeleisen für stroopwafels sind leider schwierig zu bekommen, auch in den Niederlanden. Was aber ganz gut funktioniert, sind sogenannte Hörncheneisen, oder Hörnchenautomaten. Damit kann man recht flache, dünne Waffeln backen.

Die Waffeln von Alnatura kenne ich noch nicht, werde sie aber auf jeden Fall mal probieren. Danke für den Tipp!

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