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	<title>buurtaal &#187; Kultur</title>
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	<description>Niederländisch für Deutsche -- Deutsch für Niederländer</description>
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		<title>Niederlande &#8211; Deutschland</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 09:41:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alex</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Het <strong><em>Wereldkampioenschap voetbal</em></strong> (die Fußball-Weltmeisterschaft) in <a href="http://www.buurtaal.de/blog/afrikaans-niederlaendische-tochtersprache">Süd-Afrika</a> hält diese Wochen viele Sportfans in Atem. Während das deutsche Team den Pokal 1954, 1974 und 1990 mit nach Hause nehmen durfte, ist das den niederländischen Fußballern bislang noch nie gelungen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Het <strong><em>Wereldkampioenschap voetbal</em></strong> (die Fußball-Weltmeisterschaft) in <a href="http://www.buurtaal.de/blog/afrikaans-niederlaendische-tochtersprache">Süd-Afrika</a> hält diese Wochen viele Sportfans in Atem. Während das deutsche Team den Pokal 1954, 1974 und 1990 mit nach Hause nehmen durfte, ist das den niederländischen Fußballern noch nie gelungen.  Zweimal waren die Niederländer nah dran: 1974 im Finale gegen Deutschland und vier Jahre später im Endspiel gegen Argentien. </p>
<p><img src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/oranje.jpg" alt="Oranje - die Fußballnation Niederlande" /></p>
<p>Gerade die sportlichen Duelle Niederlande &#8211; Deutschland sorgen beim niederländischen Publikum für viel Aufregung und sogar Animosität. Einiges davon mag mit  <a href="http://de.fifa.com/worldcup/archive/edition=39/overview.html">dem verlorenen Endspiel 1974</a> zusammenhängen, das viele <strong><em>Oranje</em></strong>-Fans als <a href="http://www.sportkroniek.nl/sporthistorie1/740707_wk74.html">traumatisch in Erinnerung</a> haben. Nachdem <del datetime="2010-07-06T11:16:33+00:00">Johan Cruyff</del> Johan Neeskens bereits in der zweiten Minute nach einem Foul gegen Johan Cruyff die erste niederländische Torchance versilberte, kämpfte sich die <em>Mannschaft</em> zurück und konnte das Spiel letztendlich mit 2:1 für sich entscheiden.</p>
<p>Geben sich Niederländer gemeinhin gern als nüchterne, bodenständige Leute, tobt in WM- und EM-Zeiten die sogenannte <strong><em>voetbalgekte</em></strong> oder <em><strong>oranjehysterie</strong></em>. Ganze <a href="http://www.rnw.nl/nederlands/article/nederland-kleurt-oranje">Straßenzüge</a> färben sich orange, es gibt orangenen <a href="http://www.buurtaal.de/blog/vla">vla </a>(mit &#8211; künstlich hergestelltem &#8211; Apfelsinengeschmack), orangenes Klopapier und <a href="http://derstandard.at/1276413280074/Da-waren-es-nur-noch-34-Hollaenderinnen">orangenes Bier</a>.</p>
<p>Die  Deutschen  treiben es weniger bunt. Aber auch hier wird inzwischen &#8220;Flagge gezeigt&#8221;. Sehr beliebt ist zudem das während der WM 2006 in die Mode gekommene <em>Public Viewing</em>, die öffentliche Übertragung der Spiele auf einer Großleinwand.</p>
<p><img src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/publicviewing.jpg" alt="WM 2010 - Public Viewing in Hannover" /></p>
<h2>Mit einer Schwalbe gegen die Angstgegner</h2>
<p>Spätestens seit der Begegnung von 1974 kann Deutschland als der niederländische <em>Angstgegner</em> gelten. Dieses deutsche Wort hat es sogar in die niederländische Sprache geschafft und ist ganz offiziell im Wörterbuch vermerkt. </p>
<p>Eine andere Vokabel, die sich aus dem Deutschen in die niederländische (Fußball-)sprache geschlichen hat, ist die <em>Schwalbe</em>. Für diese sehr treffende Beschreibung einer Fallbewegung, die einen Elfmeter oder Strafstoß provozieren soll, gibt es im Niederländischen keine wirkliche Entsprechung. Hier und dort hört man zwar auch <strong><em>fopduik</em></strong> (&#8220;Fopphechtsprung&#8221;), aber das mutet schon arg altbacken an und hat sich entsprechend auch nicht als Alternative durchsetzen können.</p>
<h2>Schnellkurs Fußballniederländisch</h2>
<table style="width: 530px;" border="0" >
<tbody>
<tr>
<td>abseits</td>
<td>buitenspel </td>
</tr>
<tr>
<td>die Ecke, der Eckball</td>
<td>de hoekschop, de corner </td>
</tr>
<tr>
<td>die Elf </td>
<td>het elftal  </td>
</tr>
<tr>
<td>der Elfmeter, der Strafstoß </td>
<td>de penalty, de strafschop </td>
</tr>
<tr>
<td>der Fallrückzieher </td>
<td>de omhaal</td>
</tr>
<tr>
<td>das Foul </td>
<td>de overtreding</td>
</tr>
<td>foulen </td>
<td>een overtreding begaan </td>
</tr>
<tr>
<td>das Handspiel </td>
<td>hands </td>
</tr>
<tr>
<td>der Kopfball </td>
<td>de kopbal</td>
</tr>
<tr>
<td>köpfen (den Ball ins Tor) </td>
<td>koppen (de bal in het doel)</td>
</tr>
<tr>
<td>das Spielfeld  </td>
<td>het speelveld </td>
</tr>
<tr>
<td>der Stürmer </td>
<td> de spits, de aanvaller</td>
</tr>
<tr>
<td>den Gegner mit einer Grätsche angreifen</td>
<td> de tegenspeler tackelen </td>
</tr>
<tr>
<td>das Tor (der Treffer)</td>
<td>het doelpunt,  de goal</td>
</tr>
<tr>
<td>das Tor</td>
<td>het doel</td>
</tr>
<tr>
<td>der Torwart</td>
<td>de doelman, de keeper</td>
</tr>
<tr>
<td>der Strafraum </td>
<td>het	penaltygebied</td>
</tr>
<tr>
<td>der Verteidiger </td>
<td>de verdediger</td>
</tr>
<tr>
<td>der Weitschuss</td>
<td>het langeafstandsschot</td>
</tr>
<tr>
<td>das Zuspiel, der Pass</td>
<td>de pass</td>
</tr>
<tr>
<td>der Steilpass</td>
<td>de doorsteker</td>
</tr>
<tr>
<td>die Weltmeisterschaft, die WM</td>
<td>het wereldkampioenschap</td>
</tr>
<tr>
<td>die Europameisterschaft, die EM</td>
<td>het Europees kampioenschap, het EK</td>
</tr>
<tr>
<td style="height: 25px;"></td>
<td style="height: 25px;"></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Revanche?</h2>
<p>Wer die WM dieses Mal gewinnen wird ist kaum vorauszusagen. Der ruhmlose Ausstieg sowohl der amtierenden Nummer eins Italien als auch von Vize-Weltmeister Frankreich in den Vorrunden zeigt anschaulich, dass auch einstige Champions ganz schnell vom Sockel fallen können. </p>
<p><a href="http://de.fifa.com/worldcup/matches/index.html">Rein theoretisch</a> könnten sich die Niederlande und Deutschland im Endspiel begegnen und damit für eine Wiederauflage des Thrillers von 1974 sorgen. Aber erstmal müssen die <em>Mannschaft</em> und <em>Oranje</em> das Achtelfinale überstehen. Während sich Deutschland am Sonntag die Zähne an England ausbeißen darf, kicken die Niederlande am darauffolgenden Tag gegen WM-Debütant Slowakei. Ich bin gespannt! Ihr auch?</p>
<h2>Niederlande und Deutschland im Halbfinale</h2>
<h3>Update 4. Juli 2010</h3>
<p>Inzwischen haben beide Teams die nächsten zwei Runden unbeschadet überstanden. Am 6. Juli spielen die Niederlande im Halbfinale gegen Uruguay. Nach einem überzeugenden Sieg gegen Argentinien am Samstag  tritt &#8220;Schland&#8221; am Mittwoch gegen Spanien an &#8230; </p>
<h2>Ein Endspiel Niederlande &#8211; Deutschland &#8211; wird es klappen? </h2>
<h3> Update 7. Juli 2010</h3>
<p>Nach einem vor allem in den letzen fünfzehn Minuten <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/wm-holland-uruguay-jubel-in-oranje-1.971012">spannenden Spiel</a> gewann das niederländische Team gestern Abend gegen Uruguay.  Jetzt<em> die Mannschaft</em> noch &#8230; Hup Duitsland Hup :-)</p>
<h2>Finale Niederlande &#8211; Spanien</h2>
<h3> Update 8. Juli 2010</h3>
<p>Ach schade! Vorbei der Traum von einem Endspiel Niederlande &#8211; Deutschland. In dem spannenden <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,705254,00.html">Halbfinale</a> von gestern Abend zeigte sich die spanische Mannschaft einfach souveräner.  Jetzt spielt also <em>España</em> am Sonntag gegen <em>Oranje</em> um den WM-Titel.</p>
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		<title>Beliebte niederländische Vornamen</title>
		<link>http://www.buurtaal.de/blog/beliebte-niederlaendische-vornamen</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 19:48:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Was sind die beliebtesten Namen in den Niederlanden? Zwei Datenbanken des <em>Meertens Instituut</em> geben Aufschluss über die Häufigkeit und die geografische Verbreitung niederländischer Vor- und Nachnamen. Dabei ist deutlich zu sehen, dass in den letzten Jahren vor allem kurze Vornamen "in" sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="imgright" src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/neugeborenes.jpg" alt="Neugeborenes" /></p>
<p><em>Emma</em> und <em>Lucas</em> sind derzeit die beliebtesten Vornamen für <a href="http://www.buurtaal.de/blog/beschuit-mit-muisjes">Neugeborene</a> in den Niederlanden. Das geht aus der <a href="http://www.meertens.knaw.nl/nvb">Vornamendatenbank</a> des <a href="http://www.meertens.knaw.nl/cms/">Meertens Instituut</a> hervor, die seit dem 3. Juni online ist (auch englisch). Das Forschungsinstitut für niederländische Sprache und Kultur speichert darin eine halbe Million Vornamen und zeigt deren geografische Verbreitung innerhalb der Niederlande sowie ihre Popularität im Laufe der Zeit.</p>
<p>Dass Namen sehr der Mode unterliegen zeigt anschaulich die Geburtsjahrstatistik, die bei jeder Suchanfrage abgebildet wird. Dabei greift das Meertens Institut auf Daten von 1880 bis 2009 zurück. So zeigt mein eigener Name (Alexandra) einen Höhepunkt im Jahr 1969 &#8211; dem Jahr in dem die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexandra_%28S%C3%A4ngerin%29">gleichnamige Schlagersängerin</a> tödlich verunglückte. Allerdings war sie in den Niederlanden kaum bekannt, sodass hier wohl eher der Zufall im Spiel ist.</p>
<p><img src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/vorname-alexandra.gif" alt="Vorkommen des Vornamens Alexandra in den Niederlanden" /> </p>
<blockquote><p>1969 erreichte die Popularität des Vornamens Alexandra mit 773 Geburten einen auffälligen Höhepunkt. Quelle: <a href="http://www.meertens.knaw.nl/cms/">Meertens Instituut</a></p></blockquote>
<h2>Top 10</h2>
<p>Deutlich zu sehen ist, dass in den letzten Jahren kurze Vornamen &#8220;in&#8221; sind. Neben der schon erwähnten <em>Emma</em> finden sich in der <a href="http://svb.nl/int/nl/kinderbijslag/actueel/kindernamen/index.jsp">Mädchen-Top-10</a> für das erste Quartal 2010 auch noch  <em>Julia, Lotte, Sophie, Lisa, Lieke, Noa, Fleur, Anna</em> und <em>Tess</em>. Bei den Jungs bekommt <em>Lucas</em> Gesellschaft von <em>Sem, Tim, Thomas, Stijn, Daan, Thijs, Milan, Ruben</em> und <em>Jesse</em>. </p>
<p>Niederländer und Niederländerinnen haben häufig mehr als einen Vornamen. Obwohl die Zahl der Kinder mit nur einem Namen steigt, ist es immer noch gängige Praxis, einem Kind neben dem eigentlichen Namen noch die Vornamen der Großeltern oder der Paten mit auf den Weg zu geben. <a href="http://www.buurtaal.de/blog/beschuit-mit-muisjes">Mein Neffe Jochem</a> zum Beispiel heißt vollständig <em>Jochem Johan Dirk</em> &#8211; nach seinen beiden Opas.</p>
<h2>Maria und Mohamed</h2>
<p>Betrachtet man die Namensgebung über die ganze Zeitspanne, also von 1880 bis jetzt, sind bodenständige &#8220;altmodische&#8221; Namen wie <em>Maria, Johanna </em>(<em>Anna</em>) und <em>Jan</em> oder <em>Johannes</em> die Dauerbrenner, auch wenn sie über die letzten Jahrzehnte zunehmend an Bedeutung verloren haben.</p>
<p>Fasst man übrigens die verschiedenen Schreibweisen von Mohamed (Mohammed, Muhammed, Mohammad, Muhammad) zusammen, verfehlt dieser islamische Jungenname nur knapp die Top-10. In Großstädten wie Amsterdam oder Brüssel ist er einer der populärsten Namen überhaupt.</p>
<p>Die <em>Nederlandse Voornamenbank</em> ergänzt die ebenfalls vom <em>Meertens Instituut</em> ins Leben gerufene Datenbank der <a href=" http://www.meertens.knaw.nl/nfb/">niederländischen Nachnamen</a>. Auch diese nennt nicht nur absolute Zahlen sondern gibt auch einen Überblick über das regionale Vorkommen des jeweiligen Namens. Wie die Vornamendatenbank steht sie außerdem auch <a href="http://www.meertens.knaw.nl/nfb/index.php?taal=eng">auf englisch</a> zur Verfügung. Interessant auch für Deutsche, die mehr über die Verbreitung ihres Namens im Nachbarland wissen möchten. Denn auch dort sind die Müllers, Meiers und Schulzes vertreten ;-)</p>
<h2>Auf einen Blick</h2>
<table border="0" cellspacing="4" cellpadding="8">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 250px;"><strong>Deutsch</strong></td>
<td style="width: 250px;"><strong>Niederländisch</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 250px;">der Name</td>
<td style="width: 250px;">de naam</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 250px;">der Vorname</td>
<td style="width: 250px;">de voornaam</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 250px;">der Nachname</td>
<td style="width: 250px;">de achternaam, de familienaam</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 250px;">der Geburtsname</td>
<td style="width: 250px;">de meisjesnaam (engl. &#8220;maiden name&#8221;)</td>
</tr>
<tr>
<td style="height: 25px;"></td>
<td style="height: 25px;"></td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Beschuit mit muisjes</title>
		<link>http://www.buurtaal.de/blog/beschuit-mit-muisjes</link>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 07:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aussprache]]></category>
		<category><![CDATA[Lekker! (Essbares und Rezepte)]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Typisch niederländisch]]></category>
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		<category><![CDATA[zuckerstreusel]]></category>
		<category><![CDATA[zwieback]]></category>

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		<description><![CDATA[Um die Geburt eines Kindes zu feiern isst man in den Niederlanden traditionell <b>beschuit met muisjes</b> - Zwieback mit Zuckerstreusel. Für die Herkunft der Bezeichnung <em>muisjes</em> (buchstäblich: <em>Mäuschen</em> gibt es mehrere mögliche Erklärungen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Am Mittwoch bin ich zum sechsten Mal Tante geworden. Um die Geburt meines Neffen <em>Jochem</em> gebührend zu feiern, hatte ich mich bereits im Vorfeld mit niederländischem <strong><em>beschuit</em></strong> &#8211; rundem Zwieback &#8211; eingedeckt. Dieses Gebäck wird traditionsgemäß, mit speziellen Zuckerstreuseln belegt, an den Besuch verteilt, der den neuen Erdenbürger begutachten kommt.</p>
<p><img src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/beschuit-met-muisjes.jpg" alt="Niederländisches beschuit met muisjes - Zwieback mit Anis-Zuckerstreusel" /> </p>
<p><strong><em>Muisjes</em></strong> (buchstäblich: Mäuschen) nennen sich die Streusel, die in  diesem Fall aus umzuckerten Anissamen bestehen. Ist das Neugeborene ein Mädchen, sind die <em>muisjes</em> weiß und rosa; bei einem Jungen &#8211; wohl kaum eine Überrasschung &#8211; weiß und blau.</p>
<p>Für die Herkunft der Bezeichnung <em>muisjes</em> gibt es mehrere mögliche Erklärungen. Zum einen haben die gezuckerten Anissamen (wenn man seine Phantasie bemüht &#8230;) eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Maus. Zum anderen dürfte auch das Sinnbild der Fruchtbarkeit, das dem kleinen Nager anhaftet, eine Rolle bei der Namensgebung gespielt haben.</p>
<p><img src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/anijsmuisjes.jpg" alt="Niederländische Anis-"Mäuschen" /> </p>
<p>Anis an sich wird seit jeher schon <a href="http://www.gastlichkeit.at/gewuerze.htm">heilende oder gesundheitsfördernde</a> Kraft zugeschrieben. Schon im Mittelalter &#8211; der Entstehungszeit dieser Tradition &#8211; war außerdem bekannt, dass Anis die Produktion der Muttermilch anregen kann.</p>
<h2>Zungenbrecher &#8220;ui&#8221;</h2>
<p>Aber wie spricht man nun dieses <strong><em>beschuit met muisjes</em></strong>? Der Klang <em>ui</em> (phonetisch: [ɶy]) ist einer der insgesamt drei Doppellaute, die im Niederländischen vorkommen. &#8220;u&#8221; und &#8220;i&#8221; verschmelzen zu einem Laut. Sie werden also nicht getrennt gesprochen. Die anderen beiden niederländischen Doppellaute sind <a href="http://www.buurtaal.de/blog/lange-ij-korte-ei"> [ɛi]</a> und [ɑu].</p>
<p>In der Tat ist die Aussprache von &#8220;ui-Wörtern&#8221; für die meisten Deutschen kein so einfaches Unterfangen. Am ehesten klappt es vielleicht, wenn man sich an dem französischen Klang [œɪ̯] &#8211; so wie im Wort <em>fauteuil</em> &#8211; orientiert.</p>
<p><em>Beschuit met muisjes</em> <a href="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/audio/beschuit-met-muisjes.mp3">So klingt es</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schlaue Zebrastreifen, rücksichtslose Fahrer</title>
		<link>http://www.buurtaal.de/blog/schlaue-zebrastreifen-ruecksichtslose-fahrer</link>
		<comments>http://www.buurtaal.de/blog/schlaue-zebrastreifen-ruecksichtslose-fahrer#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 May 2010 04:02:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alex</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hatte ich insgeheim schon mit der <a href="http://www.buurtaal.de/blog/zebrastreifen">Abschaffung von Zebrastreifen</a> in den Niederlanden gerechnet, überraschte mich letztens eine Nachricht in der Tageszeitung <a href="http://www.volkskrant.nl">de Volkskrant</a>, in der von einem <a href="http://www.volkskrant.nl/binnenland/article1374156.ece/Op_het_slimme_zebrapad_is_het_nog_even_oppassen_geblazen">neuen System</a> die Rede war. Aber ob dieser High-Tech-Zebrastreifen wirklich die Lösung ist?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Hatte ich insgeheim schon mit der <a href="http://www.buurtaal.de/blog/zebrastreifen">Abschaffung von Zebrastreifen</a> in den Niederlanden gerechnet, überraschte mich letztens eine Nachricht in der Tageszeitung <a href="http://www.volkskrant.nl">de Volkskrant</a>, in der von einem <a href="http://www.volkskrant.nl/binnenland/article1374156.ece/Op_het_slimme_zebrapad_is_het_nog_even_oppassen_geblazen">neuen System</a> die Rede war: In Eindhoven läuft gerade ein Versuch mit drei High-Tech-Zebrastreifen.</p>
<div class="imgleft" style="text-align: center;"><img class="imgleft" src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/oversteken.gif" alt="Achtung: Fußgänger!" /><br />
Bild: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nederlands_verkeersbord_J22.svg">Wikimedia Commons</a></div>
<p>Auf dem Testparcours &#8211; einer Busfahrspur &#8211; leuchten <a href="http://www.ed.nl/regio/eindhovenstad/6604482/Ledzebrapad-blijkt-levensgevaarlijk.ece">500 im Straßenbelag eingebaute LEDs</a>. Sie leuchten grün wenn kein Kraftverkehr in Sicht ist. Nähert sich ein Bus, färben sich die Leuchten gelb, um dann auf Rot zu wechseln während das Fahrzeug vorbeidonnert. Eine Art in der Straße eingebaute Ampel also.</p>
<p>Leider soll das Ganze noch nicht so funktionieren wie geplant. Manche LEDs sind defekt, und nicht immer wechseln die kleinen Leuchtquellen ihre Farbe auf Rot, wenn ein Bus angerast kommt. Die Entwickler betonen denn auch den noch experimentellen Charakter des Systems.</p>
<p>Aber auch wenn der LED-Zebrastreifen die Kinderkrankheiten überwindet: Das System scheitert an dem Faktor Mensch. Bei den Tests stellte sich heraus, dass viele Busfahrer trotz roter Ampel weiterfuhren und die grün leuchtenden Fußgängerlämpchen im Straßenbelag vollständig ignorierten.</p>
<p>Wundern tut das übrigens niemanden in den Niederlanden. Warum sollte es auf dem <em>LED-waarschuwingszebrapad </em> (LED-Warnzebrastreifen) anders zugehen als auf den herkömmlichen weißen Streifen, auf denen Fußgänger <a href="http://www.buurtaal.de/blog/zebrastreifen">ihres Lebens ebenso wenig sicher</a> sind?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Krankfeiern und Baaldagen</title>
		<link>http://www.buurtaal.de/blog/krankfeiern-und-baaldagen</link>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 13:25:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alex</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der deutsche Ausdruck "krankfeiern" hat für mich einen komischen Beigeschmack. Er klingt eher nach Party als nach Rückzug aufs Sofa. Wenn man in den Niederlanden mal einen Tag nicht arbeiten will, nimmt man einen <strong>baaldag</strong> oder einen <strong>snipperdag</strong>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Den (umgangssprachlich verwendeten) deutschen Ausdruck <strong>krankfeiern</strong> habe ich nie so richtig einordnen können. Er bedeutet <em>wegen Krankheit nicht arbeiten können</em>, klingt aber in meinen Ohren, als würde man keineswegs schwächeln sondern einfach nur mal einen Tag blau machen wollen. Dieses Empfinden teile ich mit meinem deutschen Bekanntenkreis.</p>
<p><img src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/krankfeiern.jpg" alt="krankfeiern" /> </p>
<p>Beim Nachschlagen im <a href="http://www.duden.de/">Duden</a> musste ich feststellen, dass <em>feiern</em> tatsächlich &#8211; neben der herkömmlichen festlichen Bedeutung &#8211; umgangssprachlich auch verwendet wird um zu kennzeichnen, dass jemand (gezwungenermaßen) mit der Arbeit aussetzen muss. Eine niederländische Entsprechung dazu fällt mir nicht ein. Man sagt in diesem Fall einfach <strong><em>ziek zijn</em></strong>, also krank sein:</p>
<p><em>ik ben ziek / ik meld me ziek / ik kan vandaag niet werken</em><br />
ich bin krank / ich melde mich krank / ich kann heute nicht arbeiten</p>
<h2>Gelber-Schein-Zwang</h2>
<p>Was ich in diesem Zusammenhang nie so richtig verstanden habe ist der deutsche Zwang, sich die Krankheit durch einen sogenannten gelben Schein bescheinigen zu lassen. Zum Einholen dieses ärztlichen Attestes, das als Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sowohl gegenüber dem Arbeitgeber als auch der Krankenkasse dient, wird man als Angestellte(r) spätestens am dritten Krankheitstag <a href="http://bundesrecht.juris.de/entgfg/__5.html">per Gesetz</a> verdonnert. </p>
<p>Natürlich meldet man sich auch in den Niederlanden möglichst schnell beim Arbeitgeber wenn man krank ist und nicht zur Arbeit kommen kann. Und ebenso selbstverständlich holt man sich ärztlichen Rat, wenn einem wirklich was fehlt. Aber man ist nicht verpflichtet gleich zum Arzt zu rennen, nur weil man sich nicht in der Lage fühlt zu arbeiten. Eine formlose <strong><em>ziekmelding</em></strong> (Krankmeldung) genügt.</p>
<p>Meiner Meinung nach ist es auch nicht gerade gesundheits- oder genesungsfördernd, sich mit seinem geschwächten Körper zum Mediziner zu schleppen um dort im Wartezimmer zwischen anderen schniefenden und hustenden Mitbürgern auszuharren &#8211; nur um in den Besitz dieses obligaten Scheines zu gelangen. </p>
<h2>Baaldagen und snipperdagen</h2>
<p>Jede(r) in den Niederlanden hat hin und wieder mal einen <strong>baaldag</strong>: einen Tag, an dem die Dinge einfach nicht so laufen wie sie sollten und man &#8220;nicht gut in seiner Haut steckt&#8221;. Das in diesem Wort enthaltene Verb <strong><em>balen</em></strong> ist umgangssprachlich und heißt so viel wie <em>die Nase gestrichen voll haben</em>. Es ist durchaus nicht unüblich, sich in dieser Situation für den Tag krankzumelden um sich so eine kleine Auszeit zu gönnen. </p>
<p>Korrekterweise nimmt man jedoch in dem Fall eher einen <strong><em>snipperdag</em></strong> &#8211;  einen einzelnen Urlaubstag. Das Wort kommt von <em>snipper</em>, das Fetzen oder Schnipsel bedeutet. Es unterstreicht den vereinzelten Charakter dieses freien Tages. <em>Urlaub</em> und <em>Ferien</em> heißen im Niederländischen übrigens gleichermaßen <strong><em>vakantie</em></strong>. Hier wird also nicht nach <strong>arbeits</strong>frei und <strong>schul</strong>frei unterschieden, wie es im Deutschen der Fall ist.</p>
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		<title>Kaffeezeit</title>
		<link>http://www.buurtaal.de/blog/kaffeezeit-koffietijd</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 14:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lekker! (Essbares und Rezepte)]]></category>
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		<category><![CDATA[niederlande]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Niederländer sind Kaffeetrinker. Die niederländische Entsprechung zu Milchkaffee ist <em>koffie verkeerd</em> - "falscher oder verkehrter Kaffee". Unter "Kaffeezeit" versteht man in den Niederlanden jedoch etwas anderes als in Deutschland...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Genauso wie die Deutschen trinken die Niederländer gern Kaffee. Nur die Zeiten, an denen sie dies tun, sind unterschiedlich.</em></p>
<p>Kaffee gehört für viele Niederländer und Deutsche zu einem guten Start in den Tag. Im Schnitt verbrauchen beide Nationalitäten in etwa gleich viel der braunen Substanz: etwa 7 Kilo pro Kopf oder umgerechnet knappe 150 Liter pro Jahr. Das sind schon ein paar Tassen am Tag.</p>
<p><img src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/koffie-verkeerd.jpg" alt="Niederländischer koffie verkeerd - Kaffee verkehrt" /></p>
<p>In den Niederlanden trinkt man genauso gerne wie in Deutschland zwischendurch mal einen Latte Macchiato oder einen Milchkaffee. Die niederländische Entsprechung zu letzterem ist <strong><em>koffie verkeerd</strong></em> (&#8220;falscher Kaffee&#8221;). Das <em>verkeerd</em> im Namen bezieht sich auf das Mengenverhältnis: mehr Milch als Kaffee &#8211; im Prinzip also ein <em>café au lait</em>.</p>
<p>Wie Latte Macchiato wird <em>koffie verkeerd</em> meistens im Glas serviert. Wer als Deutsche(r) in den Niederlanden einen <em>koffie verkeerd</em> bestellt, darf sich jedoch nicht über das vergleichsweise kleine Glas wundern. Milchschalenformat ist man im Nachbarland nicht gewohnt.</p>
<h2>Pünktlich zum Kaffee &#8230;</h2>
<p>Wird man in Deutschland zum Kaffee eingeladen, handelt es sich eigentlich immer um eine Verabredung am Nachmittag &#8211; so ab vier Uhr. Den Begriff <strong><em>koffietijd</em></strong> kennt man in den Niederlanden auch, allerdings bezeichnet man damit die Zeit zwischen 10 und 11 Uhr morgens. Den gemütlichen Plausch am Nachmittag nennen die Niederländer <strong><em>theetijd</em></strong> &#8211; selbst wenn sie dann durchaus auch Kaffee trinken ;-)</p>
<p>Kaffeezeit und <em>koffietijd</em> entpuppen sich also gewissermaßen als kulturelle <a href="http://www.buurtaal.de/blog/falsche-freunde">falsche Freunde</a>. Wenn man nicht über die jeweiligen Gepflogenheiten Bescheid weiß, führt das schnell zu Missverständnissen. Ich selbst habe tatsächlich in meiner Anfangszeit in Deutschland eine Freundin an einem Sonntagmorgen aus dem Bett geklingelt, weil sie mich <em>zum Kaffee</em> zu sich geladen hatte. Seit diesem Erlebnis wissen wir beide um diesen kulturellen Unterschied &#8230;</p>
<p>Eine typisch niederländische Angewohnheit ist auch der Kaffee nach dem Abendessen. Ich meine hier nicht den Espresso beim Tafeln im Restaurant, der auch in Deutschland durchaus üblich ist, sondern den heimischen Filterkaffee. Spätestens wenn der letzte Teller in der Geschirrspülmaschine verschwunden ist, surrt schon <strong><em>het koffiezetapparaat</em></strong> (die Kaffeemaschine). Trinken tut man diesen abendlichen Kaffee gerne vorm Fernseher, wo er die Acht-Uhr-Nachrichten verdaulicher machen soll.</p>
<h2>Kekse auf Ration </h2>
<p>Ach übrigens: Dass man bei den Niederländern zuhause zum Kaffee immer nur <strong>einen </strong> Keks gereicht bekommt, möchte ich bei dieser Gelegenheit gern als Ammenmärchen entlarven (es wird mir nicht gelingen, ich weiss &#8230;) Das mag in den calvinistischen Fünfzigern tatsächlich der Fall gewesen sein, hat mit der heutigen Realität jedoch wenig zu tun. Allerdings ist das durchschnittliche Aufgebot an Keksen und Kuchen zum deutschen Kaffee aus niederländischer Sicht schon sehr üppig. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Post.</p>
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		<title>Ein Plädoyer für Untertitel</title>
		<link>http://www.buurtaal.de/blog/plaedoyer-fuer-untertitel</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 05:16:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
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		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
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		<category><![CDATA[synchronisieren]]></category>
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		<category><![CDATA[untertiteln]]></category>

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		<description><![CDATA[Im niederländischen Fernsehen hört man immer den Originalton, egal ob das nun Englisch, Deutsch oder Japanisch ist. Dadurch, dass man einer Fremdsprache täglich bis zu mehrere Stunden "ausgesetzt" ist, lernt man eine Menge Vokabular, Ausdrücke und Redewendungen. Niederländer haben auf diese Art einfach viel mehr praktische Berührung mit Fremdsprachen als beispielsweise Deutsche.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><h2>&#8230; oder warum man in den Niederlanden so gut Englisch spricht</h2>
<p>Ein Satz, den ich hier in Deutschland als Niederländerin häufiger mal zu hören bekomme ist: &#8220;Ihr könnt ja alle so gut Englisch&#8221;. Natürlich freue mich stellvertretend für meine Landsleute über das Kompliment, auch wenn ich es gleich etwas relativieren muss. Ganz passabel ist das Englisch der (meisten) Niederländer allemal (auch wenn das <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dunglish">Dunglish</a> immer auf der Lauer liegt).  Richtig gut Englisch zu sprechen ist jedoch eine Kunst, die gelernt sein will.</p>
<p><img src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/untertitel.jpg" alt="US-amerikanische Serie mit niederländischen Untertiteln" /></p>
<p>Nichtsdestotrotz fällt es den meisten Niederländern relativ leicht, Englisch zu sprechen und zu verstehen. Das liegt zum einen daran, dass es seit jeher ein wichtiges Schulfach ist. Zum anderen &#8211; und das ist meiner Meinung nach fast noch wichtiger &#8211; liegt es an der Tatsache, dass fremdsprachliche Filme und Serien im Fernsehen nicht wie in Deutschland synchronisiert sondern untertitelt werden.</p>
<h2>Parallelisierung</h2>
<p>In den Niederlanden hört man also immer den Originalton, egal ob das nun Englisch ist (das trifft auf die überwältigende Mehrheit der Sendungen zu), Deutsch oder Japanisch. Wer der Orginalsprache nicht mächtig ist, liest gleichzeitig die eingeblendeten niederländischen Untertitel. Das mag sich anstrengend anhören, ist es aber nicht, wenn man es gewöhnt ist. Das niederländische Hirn verarbeitet den gesprochenen Ton und die Untertitel mühelos parallel.</p>
<p>Dadurch, dass man einer Fremdsprache täglich bis zu mehrere Stunden &#8220;ausgesetzt&#8221; ist, lernt man eine Menge Vokabular, Ausdrücke und Redewendungen. Zwar passiert das nicht bewusst, der Effekt ist deshalb aber nicht geringer. Die andere Sprache wird einem mehr oder weniger eingeflößt. Niederländer haben auf diese Art einfach viel mehr praktische Berührung mit Fremdsprachen als beispielsweise Deutsche.</p>
<h2>Persönlichkeitswechsel</h2>
<p>Ein weiterer Vorteil von Sendungen im Originalton ist &#8211; meiner Ansicht nach &#8211;  dass man die tatsächlichen Stimmen der Schauspieler hört. Mich irritiert es, wenn jemand den ich tausendmal in einer amerikanischen Serie gehört habe, plötzlich mit einer ganz anderen Stimme spricht. Er oder sie bekommt dadurch eine ganz andere Persönlichkeit.</p>
<p>Das ist auch mit ein Grund, wieso ich heutzutage kaum noch ins Kino gehe oder Fernsehen gucke. Viel lieber schiebe ich eine DVD in den Player und schaue mir das Original an. Das klingt vielleicht überheblich oder es ist ein Zeichen mangelnder Anpassungsfähigkeit: Ich mag einfach keine synchronisierten Sendungen &#8211; und das wird sich in diesem Leben auch nicht mehr ändern ;-)</p>
<p>Wer Niederländisch lernt und die Sprache &#8220;in echt&#8221; hören möchte ohne dafür in die Niederlande zu fahren, dem empfehle ich die Website <a href="http://www.uitzendinggemist.nl/">Uitzending gemist</a> (&#8220;Sendung verpasst&#8221;). Sie zeigt das Programm der Sender <em>Nederland</em> 1, 2 und 3. Gut ist auch das<a href="http://static.nos.nl/jeugdjournaal/voorpagina/index.html"> Jeugdjournaal</a>. Diese eigentlich für Kinder gemachte Nachrichtensendung zeigt das Weltgeschehen in klarer, etwas einfacherer Sprache.</p>
<p>Übrigens untertiteln auch die Skandinavier ausländische Filme und Fersehserien. Und auch die sprechen im allgemeinen ziemlich gut Englisch, was die These des passiven Lernens in meinen Augen bestätigt. Was meint Ihr dazu?</p>
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		<title>Poffertjes</title>
		<link>http://www.buurtaal.de/blog/poffertjes-niederlaendisches-rezept</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 00:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lekker! (Essbares und Rezepte)]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine typisch niederländische Spezialität sind <strong><em>poffertjes</em></strong>: eine Art Mini-Pfannküchlein aus einer Mischung aus Weizenmehl und Buchweizenmehl. Am besten gelingen sie in einer speziellen Pfanne - der <strong><em>poffertjespan</em></strong>.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Eine typisch niederländische Spezialität sind <strong><em>poffertjes</em></strong>: eine Art Mini-Pfannküchlein aus einer Mischung aus Weizenmehl und Buchweizenmehl. Am besten gelingen sie in einer speziellen Pfanne &#8211; der <strong><em>poffertjespan</em></strong>. Sie hat (meistens) sechzehn runde Mulden, in die man den Teig hineingleiten lässt. Es gibt sie aus Gusseisen und aus Aluminium, wobei ich selbst erstere Ausführung bevorzuge.</p>
<p><img src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/poffertjespan.jpg" alt="Eine niederländische Poffertjespfanne" /></p>
<p>Da eine echte <em>poffertjespan</em> in Deutschland nicht so leicht zu beschaffen ist, kann man auf eine normale Pfanne oder &#8211; besser noch &#8211; auf eine Crepespfanne mit Antihaftbeschichtung ausweichen. Dann werden die poffertjes zwar nicht so schön formvollendet rund, dem Geschmack tut das aber keinen Abbruch. In diesem Fall kann man den Teig mit einem Esslöffel portitionieren &#8211; jedes <em>poffertje</em> sollte etwa vier bis fünf Zentimeter Durchmesser haben.</p>
<p>Wer auf das Original nicht verzichten mag, wird inzwischen auch <a href="http://www.kochen-essen-wohnen.de/search.php?searchtype=text&#038;q=poffertjespfanne">im Internet fündig</a>. In den Niederlanden selbst bekommt man Poffertjespfannen praktisch in jedem etwas besser sortierten Haushaltswarenladen.</p>
<h2>Poffertjes selbstgemacht &#8211; Zutaten für 4 Portionen:</h2>
<p>•	125 g Weizenmehl<br />
•	125 g Buchweizenmehl<br />
•	450 ml lauwarme Milch<br />
•	5 g Trockenhefe (oder etwa 10 g frische Hefe)<br />
•	etwas Salz<br />
•	Butter und Puderzucker</p>
<h2>Zubereitung:</h2>
<p>Das Mehl mit dem Salz und der Trockenhefe in einer Schale verrühren. (Bei der Verwendung von frischer Hefe diese in etwas Milch auflösen und dann zu der Mehlmischung geben). Den Teig glatt rühren bis er etwa die Konsistenz von Pfannkuchenteig hat. Abgedeckt ein halbe bis dreiviertel Stunde gehen lassen.</p>
<p><img src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/poffertjes_in_der_pfanne.jpg" alt="niederländische Poffertjes braten" /></p>
<p>Die <em>poffertjespan</em> auf dem Herd erhitzen und in jede Mulde etwas Butter geben. Dann mit einem Löffel den Teig in die Mulden füllen. Die <em>poffertjes</em> relativ schnell auf der einen Seite braten, dann mit einer Gabel (oder einem Holzstäbchen) umdrehen und die andere Seite braten. Innen sollten sie idealerweise noch nicht ganz &#8220;durch&#8221; sein. </p>
<p>Die fertigen <em>poffertjes</em> in ein Schälchen tun, mit Butterflocken und üppig Puderzucker warm servieren. Wer&#8217;s mag kann die <em>poffertjes</em> auch mit einem Likör wie Cointreau oder Grand Marnier übergießen. Damit lassen sie sich übrigens auch ausgezeichnet flambieren :-)</p>
<p><img src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/poffertjes.jpg" alt="niederländische Poffertjes mit Puderzucker" /></p>
<p><em>Eet smakelijk!</em></p>
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		<title>Kein Halt vor der roten Ampel</title>
		<link>http://www.buurtaal.de/blog/rote-ampel-stoplicht</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 00:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alex</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[verkehrsregeln]]></category>
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		<description><![CDATA[Auch in den Niederlanden ist das Überfahren einer roten Ampel (<strong><em>verkeerslicht, stoplicht</em></strong>) strafbar. Die allermeisten Autofahrer halten sich auch an diese Regel, die es ja schließlich aus gutem Grund gibt. Fußgänger (<em><strong>voetgangers</strong></em>) und Fahrradfahrer (<strong><em>fietsers</em></strong>) sehen es weniger eng und wagen sich häufig auch an eine Überquerung wenn das Licht auf Rot steht.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="imgleft" src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/ampel_rot.jpg" alt="Eine rote Fußgänger-Ampel in den Niederlanden" /> Auch in den Niederlanden ist das Überfahren einer roten Ampel (<strong><em>verkeerslicht, stoplicht</em></strong>) strafbar. Die allermeisten Autofahrer halten sich auch an diese Regel, die es ja schließlich aus gutem Grund gibt. Fußgänger (<em><strong>voetgangers</strong></em>) und Fahrradfahrer (<strong><em>fietsers</em></strong>) sehen es weniger eng und wagen sich häufig auch an eine Überquerung wenn das Licht auf Rot steht.</p>
<p>Der Grund dafür dürfte unter anderem die für diese Verkehrsteilnehmer häufig ungünstige Ampelschaltung sein. Sie müssen an Kreuzungen oft länger warten als Autos. Auf diese Problematik weist zum Beispiel ein <a href="http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=2876">aktueller Artikel</a> des <a href="http://www.fietsberaad.nl/">niederländischen Radverkehrsrats</a> hin.</p>
<h2>Grüne Welle</h2>
<p><img class="imgleft" src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/ampel_gruen.jpg" alt="Eine grüne Fußgänger-Ampel in den Niederlanden" /></p>
<p>Mögliche Lösungen sind zum Beispiel das Prinzip Doppel-Grün &#8211; bei der Fahrradfahrer pro Ampelumlauf zweimal grünes Licht bekommen &#8211; oder auch eine <a href="http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=2841">Grüne Welle für Fahrradfahrer</a>. Letztere ist gerade Thema einer Machbarkeitsstudie in Rotterdam. Grüne Leuchdioden (LEDs)  im Straßenbelag sollen Fahrradfahrern hierbei zeigen, mit welcher Geschwindigkeit sie fahren sollen, um die nächste Ampel bei Grün zu erreichen.</p>
<p>Aber warum ignorieren <strong><em>fietsers</em></strong> und <strong><em>voetgangers</em></strong> in den Niederlanden so häufig das leuchtende Rot, während ihre deutschen Leidensgenossen sich meist in ihr Schicksal fügen und warten?  Hier in Deutschland sind die Grünphasen ja genauso kurz und selten.</p>
<p>Und warum sind an deutschen Ampeln die Proteste der weiterhin Wartenden oft so vehement, wenn es dann doch mal jemand nicht länger aushält und sich bei Rot über die Straße wagt? Überhaupt ist diese Form von sozialer Kontrolle im Verkehr in Deutschland viel weiter verbreitet als in den Niederlanden, so ist meine Erfahrung.</p>
<h2>Pragmatismus</h2>
<p>Die meisten Niederländer und Niederländerinnen pflegen einen lockeren, pragmatischen Umgang mit (Verkehrs-)Regeln. Wieso sollte man an einer roten Ampel stehen bleiben, wenn weit und breit kein Auto zu sehen ist und man mit der unauthorisierten Überquerung niemanden in Gefahr bringt oder erschreckt? &#8211; So die allgemeine Ansicht.</p>
<p><img class="imgleft" src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/voetgangers-stoplicht-in-Nederland.jpg" alt="Ampel in den Niederlanden" /></p>
<p>Führt man diesen Pragmatismus noch einen Schritt weiter, taucht folgendes Szenario auf:  Eine einzelne Fußgängerin steht vor einer roten Fußgänger-Ampel und sieht ganz in der Ferne ein Auto kommen. Sie wird eher geneigt sein, schnell die Straße zu überqueren, als aufs Knöpfchen-für-Grün zu drücken. Wenn sie nämlich letzteres tut, wird die Ampel garantiert erst dann grün, wenn das Auto die Ampel erreicht hat. In diesem Fall müssen beide warten: zuerst die Fußgängerin, dann das Auto. Geht sie hingegen bei Rot über die Straße, muss niemand warten.</p>
<p>In diesem Zusammenhang möchte ich den englischsprachigen Artikel <a href="http://discoveringurbanism.blogspot.com/2010/03/pedestrian-survival-techniques.html">Pedestrian Survival Techniques</a> nicht unerwähnt lassen. Er beschreibt sehr schön das Phänomen <strong><em>Jaywalking</em></strong>: Hierbei lassen sich Fußgänger gar nicht von Ampeln beirren sondern suchen sich selbst den optimalen Weg zu ihrem Ziel, indem sie genau dann die Straße überqueren, wenn der übrige Verkehr dies zulässt. Durch diese Taktik lassen sich Wartezeiten im günstigsten Fall total vermeiden.</p>
<h2>Punkte sammeln</h2>
<p>Gänzlich unbekannt ist in den Niederlanden des Phänomen der bundesweiten Verkehrssünderkartei (offiziell: <a href="http://www.kba.de/cln_005/nn_124594/DE/ZentraleRegister/VZR/vzr__node.html?__nnn=true">Verkehrszentralregister</a>) beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg. Je nach Verstoß bekommen hier nicht nur Auto- und Motorradfahrer sondern auch Radfahrer und sogar Fußgänger <a href="http://www.kba.de/cln_005/nn_124582/DE/Punktsystem/punktsystem__node.html?__nnn=true">Punkte</a> zugeteilt. Addieren sich diese zu einer Gesamtzahl von 18, wird der Führerschein entzogen.</p>
<p>Was ist Eure Erfahrung? Besonders würde mich interessieren, wie deutsche Leser und Leserinnen die &#8220;Ampel-Frage&#8221; sehen. Haltet Ihr grundsätzlich an roten Ampeln oder bleibt ein gewisser Raum für Pragmatismus?</p>
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		<title>Brot scheidet die Geister</title>
		<link>http://www.buurtaal.de/blog/niederlaendisches-deutsches-brot</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 09:17:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alex</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenig spaltet die Meinungen von Deutschen und Niederländern so wie das Thema Brot. Noch nie bin ich jemandem aus Deutschland begegnet, der gut auf niederländisches <strong><em>brood</em></strong> zu sprechen ist.  Niederländer hingegen können oft wenig mit dem kompakten deutschen Brot anfangen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Wenig spaltet die Meinungen von Deutschen und Niederländern so wie das Thema Brot. Noch nie bin ich jemandem aus Deutschland begegnet, der gut auf niederländisches <strong><em>brood</em></strong> zu sprechen ist. Begriffe wie pappig, pampig und labberig gehören da noch zu den schmeichelhaften. Ich selbst nenne es lieber fluffig ;-) Niederländer hingegen können oft wenig mit dem kompakten deutschen Brot anfangen.</p>
<h2>Nicht ohne meine Brotbackmaschine &#8230;</h2>
<div class="imgleft"> <img src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/bruinbrood.jpg" alt="Nederlands bruin brood" /> </p>
<blockquote><p>Niederländisches <em>bruin brood</em></p></blockquote>
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<p>Ein deutscher Freund von mir, der in die Niederlande gezogen ist, fand das niederländische Backerzeugnis so ungenießbar, dass er fortan bei jedem Besuch in seiner Heimat zwölf Landbrote einkaufte, die er als Schätze in seiner niederländischen Kühltruhe verwahrte. Und die Eltern eines Kollegen haben sich für ihre ausgedehnten Niederlande-Aufenthalte extra eine Brotbackmaschine angeschafft &#8230;</p>
<p>Umgekehrt finden viele Niederländer das deutsche Brot schwer und sauer. Tatsächlich ist das niederländische Brot viel luftiger und wird in den allermeisten Fällen mit Hefe zubereitet, statt mit dem in Deutschland weit verbreitetem Sauerteig (niederländisch: <strong><em>zuurdesem</em></strong>). Man isst es am besten ganz frisch, wenn es noch ein bisschen warm ist und die Kruste wunderbar knusprig.</p>
<p>Die meisten Brote in den Niederlanden werden aus Weizenmehl (<strong><em>tarwemeel</em></strong>) hergestellt. Das gilt auf jeden Fall für die drei bekanntesten Brotsorten <strong><em>wit</em></strong> (weiß), <strong><em>bruin</em></strong> (braun), und <em><strong>volkoren</strong></em> (Vollkorn). Andere Getreidesorten, wie das in Deutschland recht beliebte Dinkel (<strong><em>spelt</em></strong>), spielen eine ungeordnete Rolle. Das niederländische <strong><em>roggebrood</em></strong> ist übrigens nicht zu verwechseln mit dem herkömmlichen deutschen <em>Roggenbrot</em>; es entspricht Pumpernickel.</p>
<h2>Gehaltvoll</h2>
<p>Das Sättigungsgefühl beim niederländischen und deutschen Brot unterscheidet sich gewaltig. Bin ich in Deutschland nach zwei Scheiben für die nächsten Stunden gerüstet, habe ich nach der gleichen Zahl niederländischer <strong><em>boterhammen</em> </strong>bereits nach kurzer Zeit wieder kräftig Appetit.</p>
<p>Obwohl ich vor allem das niederländische Vollkornbrot und auch <em><strong>maisbrood</strong></em> (Maisbrot) gern mag und es mir hier in Deutschland manchmal richtig fehlt (nein, Toastbrot ist <strong>kein</strong> Ersatz!), hat die Fluffigkeit zwei entscheidende Nachteile: Einen <em>boterham </em> mit Butter zu bestreichen gelingt nur, wenn diese wirklich weich ist. Außerdem schmeckt niederländisches Brot höchstens zwei Tage. Brot von vorgestern verfüttert man am besten an die Vögel.</p>
<p>Deutsches Brot hingegen hält sich so ziemlich ewig, bleibt lange aromatisch und ist im Prinzip auch noch nach fünf Tagen für den Verzehr geeignet (obwohl es dann doch schon leicht angestaubt schmeckt). Die Kompaktheit finde ich auch von Vorteil wenn es um Belag wie Marmelade (niederländisch: <strong><em>jam</em></strong>) geht.</p>
<h2>Sauer</h2>
<p>Mit dem leicht sauren Geschmack, der den meisten deutschen Broten anhaftet, kann ich mich jedoch auch nach langen Jahren in Deutschland nicht anfreunden. Ich vermute fast, dass es hier um eine kulturell geprägte Geschmacksempfindung geht. Denn Brot, das für mich sauer schmeckt, finden die Menschen in meiner Umgebung meist geschmacksneutral. Aus dem Grund bin ich ziemlich wählerisch bei der Brotauswahl, greife auch kurzerhand zu Brötchen, wo das Problem weniger besteht. Und ebenso wie beim Brot ist hier die Auswahl in Deutschland unendlich groß.</p>
<h2>Bio-Brot</h2>
<p>Deutschen in den Niederlanden die ihr Heimatbrot vermissen empfehle ich einen Gang zum Bio- oder Reformladen (<em><strong>biologische winkel</strong></em> oder <em><strong>reformwinkel</strong></em>). Dort verkauft man zwar kein &#8220;echtes deutsches Brot&#8221;, aber es kommt diesem schon ziemlich nah. In Arnhem und Nijmegen soll es übrigens deutsche Bäcker geben &#8211; die Rettung für hungrige Deutsche in diesen zwei Städten.</p>
<div class="imgright"><img src="http://www.buurtaal.de/blog/wp-content/themes/thesis/custom/images/broodmix.jpg" alt="Mix voor Nederlands brood" /> </p>
<blockquote><p>Bild: <a href="http://www.monabinner.de/">mona binner PHOTOGRAPHIE</a></p></blockquote>
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<p>Für Niederländer in Deutschland ist die Lage weniger rosig. Niederländisches Brot ist hier nicht zu bekommen. Und der von Deutschen manchmal gern gemachte Vergleich zu Toastbrot geht, wie ich schon andeutete, nicht auf. Das eignet sich nun wirklich nur zum Toasten. Weil Hannover etwas zu weit weg ist, um &#8220;mal eben&#8221; im Nachbarland Brot zu holen, behelfe ich mich neuerdings mit einer Brotbackmischung. Habe ich Lust auf frischgebackenes Vollkornbrot, schmeiße ich einfach selbst den Ofen an &#8211; praktisch und <a href="http://www.buurtaal.de/blog/nicht-alles-ist-lekker-in-den-niederlanden">lekker</a>! </p>
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