Das niederländische Schulsystem | Die Grundschule

Dies ist Teil 1 einer vierteiligen Serie über Schulen in den Niederlanden. Neben Aufbau und Struktur nehme ich auch einige Unterschiede zum deutschen Bildungssystem unter die Lupe. In dieser ersten Folge geht es um die Vorschulzeit und die Grundschule.

Schulalltag

Einheitlichkeit statt Föderalismus

Während Bildung in der Bundesrepublik Deutschland Ländersache ist und jedes Bundesland seine eigenen Gesetze erlässt, ist das Schulsystem in den Niederlanden staatlich geregelt und damit wesentlich einheitlicher aufgebaut als in Deutschland. Niederländische Lehrer sind – anders als oft in Deutschland – keine Beamten und können sich frei an der Schule ihrer Wahl bewerben.

Schulpflicht

Weitaus die meisten niederländischen Kinder kommen mit vier Jahren in die Schule. De leerplicht gilt ab fünf und dauert bis zum Ende des Schuljahres, in dem das Kind 16 wird.

Bis der Nachwuchs dieses Alter erreicht hat, bringen berufstätige Eltern ihre Kinder oft in ein kinderdagverblijf, die niederländische Entsprechung zur deutschen Kindertagesstätte oder Kita. Diese Form von Ganztagsbetreuung ist kostenpflichtig, wird jedoch vom Staat mittels kinderopvangtoeslag bezuschusst.

Für Kleinkinder zwischen zwei und vier Jahren gibt es zudem de peuterspeelzaal. In diesen Spielgruppen können die Knirpse einen oder auch mehrere Vor- oder Nachmittage in der Woche miteinander spielen, toben und basteln. Als Ganztagsunterbringung ist de peuterspeelzaal nicht gedacht. Ebenso wie beim kinderdagverblijf gilt hier ein einkommensabhängiger Elternbeitrag. Diese Betreuungsform wird nicht staatlich gefördert, meist jedoch von den einzelnen Gemeinden subventioniert.

Eine niederländische Basisschool

Eine niederländische basisschool

In Deutschland sind Kinder ab sechs schulpflichtig. Die genauen Regelungen sind jedoch per Bundesland unterschiedlich. Gleiches gilt auch für das Ende der Schulpflicht. Die Einschulung ist in Deutschland ein großes Ereignis, das entsprechend gewürdigt wird. Die legendäre Schultüte mit Süßigkeiten hat in den Niederlanden (leider!) nie Einzug gehalten.

Achtjährige Grundschule

Auffällig ist der Unterschied in der Länge der Grundschulausbildung. Während sie in Deutschland in den meisten Bundesländern vier Jahre beträgt, nimmt sie in den Niederlanden doppelt so viel Zeit in Anspruch.

Deutsche Kinder kommen mit sechs in die Grundschule und wechseln mit zehn auf eine weiterführende Schule (Sekundarstufe). Niederländische Kinder durchlaufen auf de basisschool acht Klassen, bevor sie den Schritt zum voortgezet onderwijs machen.

Gruppen statt Klassen

Auf de basisschool heißen die verschiedenen Klassen groepen (Gruppen). Wer eingeschult wird, fängt in groep 1 an. Am Ende der Grundschulzeit – in groep 8 – spricht die Schule een schooladvies (eine Empfehlung/ein Gutachten) für eine weiterführende Schule aus. Die Schüler sind dann in der Regel zwölf Jahre alt.

Diese Empfehlung berücksichtigt nicht nur die Leistungen der vorangegangenen Jahre, sondern basiert oft auch auf dem Ergebnis einer umfangreichen, landesweiten Prüfung, an der die meisten Grundschulen teilnehmen. Ab dem kommenden Schuljahr (2012/2013) wird eine Abschlussprüfung in taal en rekenen (Niederländisch und Mathematik) für alle Schüler Pflicht.

Obwohl die Empfehlung der Grundschule nicht bindend ist, hat sie in der Praxis viel Einfluss, denn die weiterführenden Schulen orientieren sich im anschließenden Zulassungsverfahren stark daran.

Auch in Deutschland geben die Grundschulen eine sogenannte Übertrittsempfehlung ab. Einen standardisierten Leistungstest wie in den Niederlanden gibt es nicht. In allen Bundesländern, außer in Bayern und Sachsen, treffen die Eltern die Entscheidung, ob ihr Spross die Schullaufbahn an der Haupt- oder Realschule, oder auch am Gymnasium fortsetzt.

Kinderdagopvang

Freie Schulwahl

Während in Deutschland 90 Prozent der Schulen staatlich sind, sind in den Niederlanden nur ein Drittel aller Schulen öffentlich. Neben diesen openbare scholen, die nicht an eine bestimmten Konfession oder Weltanschauung geknüpft sind, gibt es nämlich eine große Zahl an bijzondere scholen mit einer konfessionellen Ausrichtung.

Niederländische Eltern können frei entscheiden, bei welcher Schule sie ihre Kinder anmelden. In Deutschland definieren die Schulämter für die staatlichen Grundschulen feste Einzugsgebiete. Wer eine andere Schule bevorzugt, muss dafür gute Gründe anführen. Bei den freien Schulen gibt es diese Einschränkung nicht.

Ganztagsschule

In niederländischen Grundschulen fängt der Unterricht in der Regel um halb neun an. Im Vergleich dazu sind die Deutschen (Zwangs-)Frühaufsteher, denn hier werden Kinder nicht selten schon vor acht Uhr im Klassenzimmer erwartet.

Anders als in Deutschland sind in den Niederlanden alle Grundschulen Ganztagsschulen. Viele Kinder gehen in der Mittagspause nach Hause, wo sie sich mit einer Brotmahlzeit für den Nachmittag stärken. Wer diese Möglichkeit nicht nutzen kann oder möchte, kann die Pause auch in der Schule verbringen und dort essen.

Achtung: Kinder!

Bunt gefächert

Taal en rekenen nehmen an niederländischen Grundschulen eine herausragende Position im Unterricht ein. Taal (Sprache) steht dabei für Niederländisch. Rekenen (rechnen) entspricht Mathematik. Auf den weiterführenden Schulen, wo dieses Fach vertieft wird, heißt letzteres dann wiskunde.

Der Sachunterricht gliedert sich in den Niederlanden in aardrijkskunde (Erdkunde), geschiedenis (Geschichte) und natuur & techniek. Zusammengefasst werden diese Fächer oft wereldoriëntatie genannt. Sie sollen den Schülern dabei helfen, die Welt im weitesten Sinne zu erkunden. Auch an deutschen Schulen bilden Mathematik, Deutsch und Sachkunde die Kernfächer.

Auch für Kreativ-Fächer wie muziek, tekenen (zeichnen) und handvaardigheid (werken/textiles Gestalten) bietet der Stundenplan Platz. Daneben gehört gymnastiek (Sport) zum Programm. An den konfessionell ausgerichteten Grundschulen ist godsdienst (Religionsunterricht) ein fester Bestandteil des Unterrichts. Öffentliche Schulen bieten manchmal ein Fach wie Weltanschauung an, in dem verschiedene Glaubensrichtungen beleuchtet werden.

Fremdsprachen

In den letzten beiden Klassen (groep 7 en 8) steht an allen niederländischen Grundschulen Englisch auf dem Stundenplan. Manche Schulen bieten auch Deutsch und Französisch an.
An vielen Schulen in der nördlichen Provinz Friesland ist Friesisch ein Pflichtfach.

Grundschulfächer auf einen Blick

Deutsch Niederländisch
das (Schul-)Fach het (school-)vak
Deutsch Duits
Englisch Engels
Französisch Frans
Friesisch Fries
Mathematik rekenen (wiskunde)
die Fremdsprache de vreemde taal
Geografie aardrijkskunde
Geschichte geschiedenis
Biologie biologie
Musik muziek
Sport gymnastiek(gym)
Religion godsdienst
Sachkunde wereldoriëntatie
WTG – Werken/textiles Gestalten handvaardigheid

Und so geht’s weiter

In den kommenden Monaten werde ich diese Serie über Schulen in den Niederlanden weiter ausbauen.

  • In Teil II beleuchte ich das niederländische Notensystem, das ganz anders ist als das deutsche.
  • Teil III befasst sich mit den verschiedenen weiterführenden Schulen und
  • im vierten Teil stehen die niederländischen Hochschulen und Universitäten auf dem Programm.

Fotos im diesem Beitrag: Suzanne van de Werke-Mennink

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  1. Trijntje sagt

    De schoolkeuze is wettelijk vrij. Maar in de praktijk krijgen sommige scholen meer aanmeldingen dan er plaats is. Dat verschilt per regio.
    In de zogenaamde krimpregio’s is dat niet het geval daar willen ze je kind maar al te graag als leerling aannemen.
    Maar in Amsterdam is het niet ongewoon als ouders hun kind aanmelden bij de door hen gewenste basisschool zodra het kind twee-en half jaar oud is ( als ik het me goed herinner van mijn dochter; zij woont met man en dochtertje in Amsterdam, het kan ook twee jaar zijn).
    De ondergrens is vastgesteld, ik denk door de gemeente. Anders zouden ouders hun kinderen al opgeven tijdens de zwangerschap. Dit geldt natuurlijk voor populaire scholen, niet voor de basisscholen die minder in trek zijn.
    Verder is in een aantal steden sprake van zogenaamd postcodebeleid. Ook dat is in elk geval in Amsterdam het geval: je kind moet naar een school in je eigen postcode of een postcodegebied dichtbij je eigen postcode, tenzij je voor je kind een school wilt met een specifieke richting die alleen verder weg te vinden is.
    Ik weet niet alle details, maar in de grote steden in de Randstad is het lang niet zeker dat je je kind kunt laten gaan naar de school van je keuze.

    • sagt

      Hoi Trijntje,

      wenn eine Schule für eine bestimmte Klasse bereits viele Anmeldungen hat, kann es in der Tat sein, dass man auf eine andere Schule ausweichen muss. Das habe ich in meiner Jugend selbst auch mal erlebt. Die Schule um die Ecke platzte schon aus allen Nähten. Dann musste ich zu einer anderen, die ein Stück weiter weg war.

      Die amsterdamer Regelung mit den Postleitzahlen kannte ich nicht. Das scheint ja dem deutschen System, wo es nach Einzugsgebiet geht, zu ähneln.

  2. Trijntje sagt

    Dat postcodebeleid is voor zover ik weet onder andere ingevoerd om scholen meer ‘gemengd’ te houden qua etnische afkomst, om de zogenaamde witte vlucht in te dammen.

  3. Tina sagt

    Ach, die armen niederländischen Kinder. Nicht genug, daß sie schon mit 4 Jahren in die Schule müssen, kriegen sie noch nicht einmal eine Zuckertüte (hört denn der niederländische Geiz nicht mal bei euren eigenen Kindern auf!?).
    In dem schon einmal erwähnten Buch „Mordsgouda“ steht zu diesem Thema auch etwas Interessantes. Die Eltern niederländischer Schüler bekommen immer mittwochs nachmittags arbeitsfrei, um sich einerseits ihren Kindern zu widmen und andererseits – die Schulen ihrer Kinder zu putzen. Zwar bekommen diese Schulen vom Staat Geld für Reinigungskräfte, das geben sie aber lieber für Managementtrainings aus. Das Putzen überlassen sie, wie gesagt, den Eltern. Und die machen das auch noch klaglos, und wie man liest, haben sie sogar noch Spaß daran – und das, obwohl sie dafür lediglich mit einer Tasse Kaffee und vielleicht noch einem Glas Wein „bezahlt“ werden. Manche Eltern bekommen zusätzlich noch irgendwelche Ehrenämter verpaßt, wobei man sich über die „Ehre“ mitunter durchaus streiten kann: zum Beispiel mit den Kindern Lesen oder dergleichen üben oder die Köpfe der Kinder nach Läusen absuchen (juckt es jetzt schon jemanden ;-) ? ). Dazu kommen dann noch diverse Schulfeste, die die Eltern natürlich auch mitmachen, sprich mitorganisieren müssen. So kann man die Leute auch ausnutzen; nun ja, wer es sich gefallen läßt…
    Das Buch „Mordsgouda“ kann ich übrigens jedem Deutschen, der sich für die Niederlande interessiert, bestens empfehlen. Vor allem diejenigen, die sich mit dem Gedanken tragen, nach Holland auszuwandern, sollten vorher dieses Buch lesen – und sich dann noch einmal kritisch fragen, ob sie sich das wirklich antun wollen. Man kann eine Menge aus diesem Buch lernen, mitunter allerdings auch Haarsträubendes; und ich meine damit nicht nur die oben erwähnten Läuse. Niederländer jedoch sollten das Buch mit Vorsicht (und sehr viel Humor) genießen; sie könnten sich gelegentlich auf den Schlips getreten fühlen, denn die niederländischen Sitten und Unsitten werden an manchen Stellen doch gehörig auf die Schippe genommen.

    • Trijntje sagt

      Ouders doen inderdaad veel op de basisscholen, hoewel dat de laatste jaren moeilijker te verwezenlijken is: lange tijd was het in Nederland heel normaal dat de vaders grotendeels de kost verdienden, en dat veel moeders geen baan hadden buitenshuis. Ze hadden dan tijd voor dit soort taken. De laatste jaren zijn er steeds minder ouders voor dit soort taken beschikbaar,want steeds meer moeders hebben een baan buitenshuis. Wel nemen ook vaders dit soort taken nu op zich, want veel vaders regelen hun werk zo dat ze één dag per week voor hun kinderen kunnen zorgen.

      Schoonmaken, dat wordt voor een deel door ouders gedaan. En dat is vaak echt niet omdat ze die taak zo graag op zich nemen: op het onderwijs is de laatste decennia relatief veel bezuinigd, de overheid geeft geen geld speciaal voor het schoonmaken; schoolbesturen moeten prioriteiten stellen. Vaak maken ze dan de keuze om te bezuinigen op het schoonmaken, liever dan dat ze bijvoorbeeld de klassen groter maken, met meer leerlingen per groep.

      Leesmoeders (en nu dus steeds vaker ook leesvaders) worden al langer ingeschakeld, al lang voordat de scholen het nodig vonden om ouders te vragen om te helpen met het schoonmaken.

      Ik ben zelf leesmoeder geweest, en vond dat heel leuk om te doen. Ik heb ook geholpen met schoonmaken, meer uit een soort moreel besef.

      Zuckertüte, is dat een soort snoepgoed?

      Overigens gaan er steeds meer stemmen op om de vrije woensdagmiddag af te schaffen, omdat dat steeds onhandiger wordt nu in steeds meer gezinnen beide ouders werken. En ook zijn er meer gezinnen waar de kinderen bij één ouder wonen, omdat er meer echtscheidingen zijn.
      De kinderen hebben wel vrij op woensdagmiddag, maar dat geldt niet voor hun ouders, zelfs niet als ze op een basisschool werken: leerkrachten vergaderen bijvoorbeeld vaak op woensdagmiddag.

      • Tina sagt

        Die Zuckertüte bekommt bei uns jeder Schulanfänger. Das ist eine spitze Tüte aus Pappe (gibt es in verschiedenen Größen), außen bunt bemalt oder bebildert, und die wird hauptsächlich mit Süßigkeiten (deshalb heißt sie Zuckertüte), aber auch mit Malstiften und kleinen Spielzeugen gefüllt (auf http://www.schultuete.com kannst du dir welche ansehen). Sie soll den Kindern den ersten Schultag etwas versüßen ;-).

        • Trijntje sagt

          Nee, zo’n traditie hebben we niet. Er zijn genoeg andere gelegenheden waar kinderen met snoep verwend worden! Zoveel dat er vaak op wordt aangedrongen om het met wat minder te doen, voor een goed onderhoud van de gebitten van de kinderen.
          Zelf had ik een nieuw jurkje aan toen ik voor het eerst naar school ging.
          Maar dat is niet speciaal een traditie.

          Ik wilde heel graag naar school! En ik heb de indruk dat mijn kinderen ook graag gingen: leergierig, en een teken dat je ‘groot’ wordt.

          • sagt

            Ik wilde heel graag naar school! En ik heb de indruk dat mijn kinderen ook graag gingen: leergierig, en een teken dat je ‘groot’ wordt.

            Das ging mir auch so. Und ich bin schon mit dreieinhalb in die (belgische) Grundschule gekommen ;-)

          • vetje sagt

            Zo’n traditie van Schultüte hebben wij ook niet nodig!!!! Het is bedoeld om de eerste schooldag te verzoeten/verzachten, want nu begint de ‘Ernst des Lebens’! Het is namelijk zo verschrikkelijk zielig dat die arme kindertjes nu naar die afschuwelijke school moeten. (Liever laten ouders hun kind nog een jaartje extra op de kleuterschool (spreek veredeld kinderdagverblijf,) waar je vooral niks mag leren, anders heeft de juf in de 1e klas niks meer te doen)Dan komen sommigen dus met 7 jaar eindelijk op die afschuwelijke school en krijgen dan dus zo’n idiote enorme puntzak vol snoep.
            Zoals gezegd, wij hebben dat niet nodig, want wij vinden het heerlijk om naar school te mogen, wij hebben het leuk op school. Zegt mij genoeg over het Duitse schoolsysteem………..

            • Shuffle sagt

              Naja, in Frankreich gibt es diese Tradition auch nicht, weil in Frankreich, wo fast jedes Kind bereits in die maternelle geht, der Übergang nicht so da ist wie in Deutschland, wo die meisten Kinder noch zuhause sind bevor sie in die Schule kommen oder höchstens in einen Kindergarten gehen, dessen Konzept ja ein ganz anderes ist wie das der maternelles. Ein deutsches Schulsystem gibt es übrigens nicht, die Schulsysteme in Deutschland sind Ländersache und im Übrigen unterscheiden sie sich untereinander mitunter nicht weniger stark wie verschiedene ausländische Schulsysteme.
              Ob das niederländische Schulsystem gerade ein hohes Ansehen genießt?

  4. Cornelia sagt

    Also meine beiden Kinder (jetzt schon voortgezet onderwijs) haben jeweils 8 Jahre niederländische Basisschule durchlaufen, ohne dass ich je davon gehört habe, dass jemand die Schule putzen muss…. Aber Läuse- und Vorleseeltern gibt es tatsächlich, lief aber bei uns immer auf freiwilliger Basis.

    Und apropos “arme Kinder”. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Kinder in NL im allgemeinen (Ausnahmen gibt’s natürlich immer) richtig gerne in die Schule gehen und sich echt drauf freuen, wenn sie endlich 4 werden und dann zur Schule “dürfen”! Umgekehrt finde ich, dass eher in Deutschland Schule mit Begriffen wie “Pflicht” und “müssen” verbunden wird.
    Klar, wir haben auch viele Bemerkungen von unseren deutschen Freunden gehört im Sinne von”was, die armen Kinder, müssen sie jetzt wirklich schon zur Schule? Was, auch noch bis 3 Uhr nachmittag!!!” Aber, wie gesagt, meiner Ansicht nach ist “Schule” (und wie ich finde, auch später das Thema “Arbeit”) in den Niederlanden irgendwie positiver “besetzt”. Dies ist mein persönlicher Eindruck, andere mögen das anders sehen.

    Warum es die Schultüte nicht nach Holland geschafft hat, könnte vielleicht daran liegen, dass es halt nicht – wie in Deutschland – einen gemeinsamen ersten Schultag gibt, den alle Erstklässler zusammen feiern. Nein, jedes Kind hat seinen individuellen ersten Schultag (nämlich rund um seinen 4. Geburtstag) und kommt dann in eine schon bestehende groep 1.

    • sagt

      meiner Ansicht nach ist “Schule” (und wie ich finde, auch später das Thema “Arbeit”) in den Niederlanden irgendwie positiver “besetzt”.

      Das finde ich eine interessante Beobachtung! Bin gespannt, ob andere Deutsche in den Niederlanden das auch so empfinden.

      • Tina sagt

        Ach so, das wußte ich auch noch nicht, daß in Holland jedes Kind seinen eigenen Schulanfang hat. Und ob das so gut ist? Wenn ein Kind in eine schon bestehende Klasse hineinkommt, sind die anderen ja schon weiter im Lernen und kennen sich bereits längere Zeit; das neu hinzugekommene Kind muß sich dann mühen, den Anschluß zu finden. In Deutschland ist der Schuljahresbeginn zwar von Bundesland zu Bundesland verschieden, aber doch immer im Herbst, so etwa Ende August/Anfang September. Und dann kommen auch alle Schulanfänger gleichzeitig in die Schule und sind vom ersten Tag an zusammen. Es gibt da einen bestimmten Stichtag (den ich jetzt nicht im Kopf habe); wer bis zu diesem Tag sechs Jahre alt ist, kommt noch in diesem Jahr in die Schule, ansonsten im nächsten Jahr. So soll vermieden werden, daß der Altersunterschied zwischen den Kindern zu groß wird.
        Es stimmt, daß in Deutschland der Begriff „Schule“ mit Pflichten und Müssen verbunden ist. Alle Jahre wieder zur Schulanfangszeit kann man es in den Zeitungen lesen, daß da wieder für soundsoviele Kinder „der Ernst des Lebens“ begonnen hat, was ich für überzogen halte. Aber es ist nun mal nicht abzuleugnen: Schule ist Pflicht, ist ein Muß. In der Zeit, wo das Kind in der Schule ist, kann es nicht spielen oder herumtoben, sondern muß lernen, muß still sitzen, muß aufpassen. Das meine ich damit, daß mir die niederländischen Kinder leid tun, weil das bei ihnen schon mit vier Jahren losgeht, und dann auch noch bis zum Nachmittag. Bei uns haben Kinder in der ersten Klasse nur etwa 3-4 Stunden pro Tag, dann gehen sie entweder nach Hause oder in den Hort.
        Ich bin auch sehr gerne in die Schule gegangen, und dennoch: Schule macht nicht nur Spaß, sondern ist auch anstrengend; irgendwann wird man müde, der Unterricht begann ja schon morgens um halb acht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das bis zum Nachmittag durchgehalten hätte, zumal man ja dann auch noch Hausaufgaben machen mußte (vielleicht gibt es in Holland ja keine ;-) ).

        • Trijntje sagt

          Inderdaad: in Nederland mag een kind naar school zodra het vier jaar oud is. Het is niet verplicht, dat is pas vanaf vijf jaar. Dus als ouders denken dat hun kind beter even kan wachten, dan is dat geen probleem.
          Kinderen kunnen al tevoren ‘wennen’: meestal in de weken voordat ze vier worden een dag per week of iets dergelijks.
          De juffen zijn erop ingesteld. Het is ook niet op elke school vanaf de verjaardag, soms ook met ingang van de eerstvolgende maand.
          Mijn ervaring met mijn eigen kinderen is: geen enkel probleem! Het gaat in de jaren tot aan groep 3 ook nog niet om schools leren, veel meer om allerlei soorten spel, kleuren, tekenen, bouwen, zingen enzovoort. Ze leren daar natuurlijk wel van, maar er staat geen druk op. De juffen houden wel in de gaten hoe de taalontwikkeling is, of kinderen bijvoorbeeld beginnen met tellen, en of ze kleuren kennen, maar allemaal spelenderwijs.
          De kinderen gaan naar groep 3 als ze 6 jaar oud zijn; dat gaat wel per schooljaar, na de zomervakantie. Dus niet zodra ze 6 zijn. Soms gaan kinderen al met vijf jaar naar groep 3, als ze daar aan toe zijn. Meestal gaat het dan om kinderen die in september of oktober jarig zijn. En soms gaan kinderen pas naar groep 3 als ze al 7 jaar oud zijn, soms is dat beter voor een kind.
          De juffen ( en soms meesters, maar die zijn er niet veel bij de jonge kinderen) overleggen met de ouders van kinderen in groep 2 wat het beste is voor elk kind.
          Het schooljaar begint eind augustus/begin september.

        • Bouke sagt

          Precies, het verschilt ook daarin dat de eerste drie groepen (of waren het de eerste twee?) niet verplicht zijn. De echte schoolprogramma’s beginnen voor zover ik weet pas in groep vier.
          Duitsland heeft met zijn Preußische Leistundsdruck natuurlijk ook een andere schoolinsteek lijkt me. In Nederland is de schoolervaring veel minder verbeten, dat zie ik net als Cornelia.
          Gevolg is wel dat we in Nederland met een ‘zesjescultuur’ zitten (lijkt me een goed onderwerp voor een nieuwe blog, Alex :)), waar in Duitsland de prestatiedruk volgens mij her en der ongezond kan zijn. Ik kan me heel goed voorstellen dat er een verschil in visie op ‘school’ is tussen D en NL, maar uiteindelijk vindt vrijwel geen enkel kind ‘school’ echt leuk.

          • Trijntje sagt

            Alleen de eerste groep is niet verplicht: leerplicht vanaf 5 jaar. Het ‘echte’ leren begint in groep 3: lezen leren, eerste beginselen van rekenen.

      • Iris sagt

        ganz ehrlich, wenn ich das so les würd ich am liebstne in der zeit zurückreisen und mit meinem kidn vor 4 jahren nach NL auswandern… erst mit 12 die entscheidung zur weiterführenden schule, dafür das lernen und “Klein”Kind lernene viel besser genutzt…. wenn hier einer sagt “die armen kinder müssen mti 4 in die schule” as sind die selben die zu mir sagten “der arme muss wirklich schon mit 2 1/2 in den Kindergarten” …. ALLE kinder lernene GERN nur in Deutschland wird ihnenne die lernfreude dank dem absolut unobjektivem und willkürlichem Notensystem in deutschland innerhalb der ersten 3 jahre ausgetrieben. Dazu kommt dann der übertrittswahnsinn in der 3. Klasse wos nur noc hdarauf ankommt welchen Notendurc´schnitt das kidn am ende hat und nciht welche fortschritte es gemacht hat. Das NL Vor udn grundschulsystem hört sich da viel “ganzheitlicher” und harmonischer an. Wenn ich mir anschau wieviele kids zb in der 1. und 2. klasse hier nicht richtig deutsch können weil sei in keinem kiga waren udn die eltern nicht richtig deutsch sprechen daheim. Solcher “förderbedarf” wird in Nl sicher viel früher entdeckt und durch den nachmittags unterricht bleibt uach viel mehr zeit um das gelernte zu vertiefen. Was mich intressiert. Haben die kinder dann noch daheim zu tun (Hausaufgaben) oder wird das s dann im rahmen des Schultages “miterledigt”? (so war es in miern ganztagesschule, da gab es hausaufgabenstunden von LEhrern betreut die man bei unkalrheiten fragen konnte und daheim war man dann fertig)

        • Cornelia sagt

          Hallo Iris, unsere Kinder hatten in der Basisschool eigentlich keine Hausaufgaben. Wenn sie heimkamen, waren sie dann auch echt “frei” und mußten sich nicht mehr um Schuldinge kümmern.
          Nur in der letzten Klasse (groep 8, dann sind sie ca. 12 Jahre) fing es dann langsam an mit Hausaufgaben. Jetzt sind unsere Kinder in der 4. und 3. Klasse des voortgezet onderwijs (vergleichbar mit 10. und 9. Klasse in Deutschland) und inzwischen gibt es hier auch jeden Tag (viele) Hausaufgaben. Aber wenn ich höre, was unsere deutschen Freunde vom G8 erzählen, ist das dann in Deutschland auch nicht anders… Lange Tage, viele Hausaufgaben!

  5. Angela sagt

    Interessante Serie, ich freu mich schon auf den nächsten Teil.
    Wir haben unseren Sohn gerade bei der Basisschool angemeldet. Um die freie Schulwahl hab ich mir nicht so viele Gedanken gemacht. Hier gibt es eh nur eine Basisschool im Dorf und ich finde es wichtig, dass die Klassenkameraden in der Nähe wohnen, also haben wir ihn auch hier angemeldet.
    Natürlich ist es früh, dass die Kinder mit 4 Jahren schon in die Schule gehen, aber die ersten zwei Jahre sind im Prinzip nichts anderes als der Kindergarten in Deutschland. So haben die Lehrer die Möglichkeit die Kinder langsam aufs Lernen vorzubereiten und das ein oder andere Kind kann noch Niederländisch lernen, wenn es bis dann noch keine Gelegenheit dazu hatte. Ist doch ein Vorteil gegenüber dem Deutschen System.

    Die Tradition der Schultüte kommt aus der Zeit als die Kinder im Frühjahr eingeschult wurden. Viele Kinder hatten einen langen Fußweg zur Schule vor sich und so bekamen die Kleinsten eine Zückertüte mit auf den langen kalten Schulweg um sich zu stärken.
    Ich habe mich früher auf die Schule gefreut, nicht nur wegen der Schultüte. Meiner Meinung nach wird in Deutschland mittlereile viel zu viel Brimbamborium um die Einschulung gemacht. Aber so ganz ohne Schultüte finde ich schon schade.

  6. sagt

    Tweederde van de Nederlandse scholen is konfessioneel, meen je dat nou? Terwijl in Nederland het aantal gelovigen zeer laag is, minder dan 50% als ik het me goed herinner.

    • sagt

      Ja, das hat mich bei meinen Recherchen auch überrascht. Die Entscheidung für eine Schule auf konfessioneller Grundlage hat längst nicht immer mit der religiösen Überzeugung der Eltern zu tun. Oft spielen pragmatische Überlegungen eine wichtige Rolle. Das kann gute Erreichbarkeit sein, oder vriendjes of vriendinnetjes, die dorthin gehen, wie Angela auch schon sagt.

      • Trijntje sagt

        Inderdaad, het aantal confessionele scholen is meer dan je zou verwachten op grond van het aantal gelovigen. Voor een deel hebben die scholen een lange geschiedenis.
        De meeste confessionele scholen geven nog steeds wel een invulling aan het confessionele karakter, maar niet meer altijd op de ‘oude’ manier. Voor mensen van sommige confessionele richtingen is dat reden om scholen met ‘nieuwe’ confessionele richtingen op te richten, bijvoorbeeld Evangelische Scholen. Dat zijn er maar een paar, dit soort ‘nieuwe’ confessionele scholen.

        Niet-gelovige ouders kiezen soms voor confessionele scholen omdat ze vanuit cultureel oogpunt hun kinderen willen laten onderwijzen over de Bijbel. Soms denken ze ook, al dan niet ten onrechte, dat het onderwijs op een confessionele school ‘degelijker’ is, of ‘meer gedisciplineerd’.

        Dit is vast maar een deel van de verklaring.

        • sagt

          Mijn zuster, die onderwijzeres was, zei dat vele niet-confessionele ouders voor een confessionele school kozen omdat het onderwijs daar beter was of zou zijn, en het zedelijk peil als hoger gold, wat toch ook voor hen van belang was. Bovendien schijnt het inderdaad zo geweest te zijn dat confessionele scholen iets meer geld en dus mogelijkheden hadden.

          • Trijntje sagt

            Er werd vooral in de tachtigerjaren vaak gezegd dat confessionele scholen meer geld kregen. Voor zover ik weet berustte dat op een misverstand.
            Het had, als ik me goed herinner, te maken met een vreemde regeling:
            als er op een school in een gemeente iets gebeurde waardoor die school eenmalig recht had op extra geld, dan moesten andere scholen in de gemeente dat geld ook krijgen, of zo iets. Men zei dat vooral confessionele scholen zo geld kregen dat ze in feite niet nodig hadden, omdat datzelfde zich daar niet had voorgedaan. Die regeling is later veranderd, en was natuurlijk ook dwaas.
            Het begin van het confessioneel onderwijs was juist anders: toen werd het helemaal niet door de overheid bekostigd, maar opgebracht door vaak helemaal niet bemiddelde ouders. Maar dat is al bijna 100 jaar geleden, dat dat is veranderd.

        • Bouke sagt

          Ik denk dat het nog veel minder gecompliceerd ligt. Ik heb zelf als katholiek kind op een protestantschristelijke basisschool gezeten, zelfs met moslimjongetjes in de klas. Daarvoor zat ik op een katholieke montessorischool, maar die schoolvorm paste mij helemaal niet. Dus ging ik naar normaal klassikaal onderwijs, en de beste school daarvoor in de buurt was nou eenmaal protestants.
          Uiteindelijk gaat het er voor de ‘neutrale’ ouders gewoon om wat de beste school is voor hun kinderen. Als dat een confessionele school is, dan is dat maar zo. In het tolerante Nederland zou de school toch ärger krijgen als ze zouden proberen de kinderen te indoctrineren o.i.d., en met de nationaal voorgeschreven onderwijsinhoud zal een kind ook nooit verplicht kunnen worden bijvoorbeeld alleen de creationistische leer te krijgen op school.
          Anders gezegd: voor niet-confessionelen maakt het in praktische zin niet uit naar welke school je je kind stuurt (alhoewel ik me afvraag of dat ook voor islamitische of joodse scholen geldt), alleen voor confessionelen die daar belang aan hechten is het een issue.
          Vermoedelijk zijn er zoveel confessionele scholen omdat ze dat van vroeger gewoon altijd geweest zijn (trefwoord ‘verzuiling’ (wederom een mooi thema, Alex?;))) – en iedereen het wel best vindt.

          • Trijntje sagt

            Ik ben het met deze analyse eens.
            Inderdaad is het denk ik voor joodse en islamitische scholen anders.
            En voor de evangelische en reformatorische scholen: voor ouders die hun kinderen hier naartoe laten gaan is een belangrijke reden dat de ‘gewone’ confessionele scholen naar hun mening niet duidelijk genoeg christelijk zijn, op de manier die zijzelf voorstaan.
            Mijn dochters hebben op een evangelische basisschool gezeten, omdat dat aansloot bij de geloofsopvoeding thuis, en daarna op een ‘gewone’ protestants-christelijke middelbare school, omdat we hen niet al te bekrompen verder willen laten opgroeien.
            Mijn dochters delen nog steeds hetzelfde geloof. Mijn dochter en schoonzoon zijn van plan hun dochtertje naar een Rooms-Katholieke school te sturen, gewoon omdat het een goede school is, die dichtbij genoeg is om alles eromheen te organiseren (werk, kinderopvang van het jongere zusje dat op komst is, enzovoort). Dus ook christenen met die evangelische opvatting kiezen niet automatisch voor evangelisch onderwijs.

            • Trijntje sagt

              Maar op een evangelische school zul je wel voornamelijk kinderen vinden uit gezinnen met een evangelische geloofsopvatting.
              En ik realiseer me nu dat evangelisch in Duitsland een heel andere betekenis heeft dan in Nederland!

  7. sagt

    Na ja, wenn auch die ” legendäre Schultüte mit Süßigkeiten in den Niederlanden (leider!) nie Einzug gehalten hat”, gibt es doch andere “Tüten”, für die manche Deutsche die Grenze queren. Auch nach Dänemark oder in die Schweiz. Irgendwas scheint im deutschen Bildungskanon doch nicht zu stimmen, wenn hier der Zuckerwahn per Tüte gefördert wird, Rauchwerk aber kriminalisiert ist. Muss wohl an schlechten Schulen liegen………

    • Tina sagt

      Die Zuckertüte gibt es ja nur am allerersten Schultag, so sehr kann da also kein „Zuckerwahn“ ausbrechen. Und letztlich sind Süßigkeiten noch längst nicht so ungesund wie Drogen, würde ich mal meinen. An ein bißchen Schokolade oder ein paar Bonbons ist noch keiner gestorben, an Drogen hingegen schon etliche ;-).

      • sagt

        Tina, Dein Bild der Niederlande ist so klischeebehaftet, dass ich Dir nur empfehlen kann, mal ein paar Monate dort zu verbringen um zu schauen, wie es wirklich ist ;-)

        • Tina sagt

          Du hast ja recht (seufz), ich beziehe mein Wissen nur aus Büchern, die ich gelesen und aus Fernsehsendungen, die ich gesehen habe. Und dennoch, irgendetwas muß ja an dem dran sein, was man da so sieht und liest. Die Autorin des erwähnten Buches „Mordsgouda“ lebt mit ihrem Sohn seit vielen Jahren in Amsterdam und hat alles, was sie in dem Buch beschreibt, tatsächlich erlebt. Lies das Buch doch mal selber, es ist wirklich lesenswert ;-).
          Nach Holland fahren würde ich schon gerne mal, leider fehlt mir das Geld dazu :-((.

      • sagt

        Tüte ist aber nicht Droge, wirst sehen. Denn im Oberpleitestaat – nein nicht Griechenland, die sind ja reich gegen Kalifornien- da wird ja wegen Geldmangel die Schule + öffentliche Verwaltung nur noch an 4 Tagen geöffnet. Gefängnisse werden wegen Überfüllung ganz geöffnet. Und medizinische Versorgung nur für Reiche. Die staatliche “Anordnung” lautet nun, wer Schmerzen hat, soll nicht jammern und aktiv werden, sprich: Cannabis anbauen. (Das war ja auch vor den Zeiten der Pharma Konzerne Standard, pflanzliches heilen. kann aber auch missbraucht werden. Wie ja auch die Sprache für FDP Programme ;) )
        Und wenn Du jetzt mal überlegst welche “Neuerung” aus Kalifornien/ VS hier nicht sich durchsetzte, …hilf mal, mir fällt nichts ein.
        Da sterben mehr beim Weinfest vom Brüderle als im Coffeeshop mit Henk.

        • Tina sagt

          Du sagst, Tüte ist nicht Droge. Was für „Tüten, für die manche Deutsche die Grenze queren“ hast du denn dann gemeint, wenn nicht Drogen? Hab ich da was falsch verstanden?

          • Bouke sagt

            Ich würde sagen entweder zakje patat, oder der unterschied zwischen Hasj als Droge und Hasj als Medizin (was Blinkfeuer beschreibt als pflanzliches medizin – und das ist es auch, auch jetzt noch).
            Auf jeden Fall ist Hasj/Marihuana nicht schlechter als Alkohol. Mir wär’s lieber meine Kinder rauchen ab und zu eine, als dass sie Komasaufen gehen.
            Sterben tut man im vergleich nur an Sachen wie cocaïn und heroïn, und die sind genausowenig gedulded in die Niederlande wie in Deutschland. Ich wette, es stirbt sogar keiner an Hasj, Marihuana oder Paddo’s. Vielleicht indirekt, aber dann auch nicht öfter als die, die besoffen unter einem Auto kommen.

            • Karin sagt

              Indirekt sterben passiert: Psychose, Schizophrenie. Die sogenannt harmlosen “Tüten” verursachen unglaubliches Leid.

              • sagt

                Karin: Ein “unglaubliches Leid” produzieren an 1. Stelle nach wie vor die sog. Arbeitgeber. Die “Märkte”. Aber kein Stoff, stark wie Majoran. Die deutsche Deutung bleibt einzigartig. Bösartig. Sind rund um D schon alle umgekippt? Oder sind die mit NRW vergleichbaren Niederlande nicht wirtschaftsstärker als das Bierland NRW?

  8. Boom sagt

    Mich wundert, dass in den Niederlanden erst verhältnismäßig spät mit dem Englischunterricht begonnen wird … die Niederländer sind doch bekannt dafür, dass sie so gut Englisch können. Und selbst in Deutschland fangen die Kinder heutzutage ja schon ab der ersten Klasse damit an (zumindest die, die ich kenne; vielleicht ist das in den einzelnen Bundesländern noch mal unterschiedlich).

    • Trijntje sagt

      Er zijn Nederlandse basisscholen waar met Engels al begonnen wordt bij de kleuters.
      Op vrijwel alle basisscholen wordt Engels gegeven in de hoogste groepen.
      Op de middelbare scholen is het voor iedereen verplicht.

      Mijn indruk is dat veel Nederlandse kinderen makkelijk Engels leren omdat ze er op andere manieren mee in aanraking komen: Engelstalige popmuziek, Engels gesproken films en tv-series, die de kinderen kunnen volgen zodra ze goed kunnen lezen, Engels op de computer.
      Als ik me goed herinner heeft Alex al eens geblogd over het verschil daarin tussen Nederland en Duitsland: in Duitsland wordt vrijwel alles nagesynchroniseerd in het Duits.

      • Bouke sagt

        Klopt, dat verschilt per school. Bij mij werd vroeger met Engels begonnen in groep 6; een paar woordjes her en der.
        Het zijn inderdaad vooral de films en series die Nederlands voor zovelen toegankelijk maken tegenwoordig. Dat kun je vooral merken aan de uitspraak: de generaties die nog niet zo nadrukkelijk met de televisie opgegroeid zijn spreken Engels met een Brits accent. De generaties vanaf de 80′er jaren (misschien ook al de 70′?) spreken Engels met een Amerikaans accent.
        Toch denk ik dat op het taalonderwijs vroeger meer nadruk lag. Want toen waren er nog geen 90210, saved by the bell en grey’s anatomy…

  9. sagt

    Ich frag mich noch immer, warum die Deutschen, die tatsächlich eine Menge Englischunterricht bekommen, im Schnitt so deutlich weniger Englisch kennen als die Holländer. Synchronisierung und Pop-Musik spielen sicherlich eine Rolle, aber es gibt noch andere Faktoren.
    - Eine Kollegin, die wohl Englisch konnte, traute sich nicht es zu sprechen, denn sie würde sich dann wegen ihrer vielen Fehler schämen. So etwas kann ich mir bei den frechen Holländern nicht vorstellen.
    - Die Holländer wohnen in einem kleinen Land und wissen, dass ihre Sprache in der Welt nicht viel Wert ist. Sie ‘müssen’ Englisch können. Als Deutscher kann man hundert werden ohne Englisch.
    Und es gibt bestimmt noch mehr.

    • Uwe sagt

      Ich halte es für eine etwas überkommene, aber sich sehr hartnäckig haltende Mär, dass DIE NIEDERLÄNDER alle so gut Englisch können während DIE DEUTSCHEN das nicht tun.
      Ich habe in den Niederlanden so manche(n) getroffen, der/die gar nicht so gut (oder gar kein) Englisch spricht, während ich eine ganze Reihe Deutsche kenne, die diese Sprache wirklich gut und fliessend beherrschen.
      Wenn man sich den Bevölkerungsunterschied ansieht – 16 Mio. Niederländer gegenüber 81 Mio. Deutschen – so wurdert es eigentlich nicht, dass man relativ gesehen in Deutschland natürlich mehr Menschen trifft, die diese Fremdsprache nicht so gut gelernt haben. Gemessen am Bevölkerungsanteil dürfte der Unterschied jedoch nicht so groß sein. Zudem wird in den grenznahen Regionen nicht selten die Sprache des jwl. Nachbarlandes (Polnisch, Tschechisch, Französisch, Dänisch und Niederländisch) teilweise sogar als erste Fremdsprache unterrichtet. Das ist in den Niederlanden m. W. nicht der Fall.

      Dennoch darf man die Frage der Übung sicher nicht ausser Acht lassen: wie “Emigrant” zu Recht sag werden Fernsehfilme in NL selten übersetzt, man ist förmlich gezwungen, Englisch zu verstehen. Und dann haben die Niederlande eine Jahrhunderte alte Tradition als seefahrendes und Handel treibendes Volk – da sind gute Fremdsprachenkenntnisse unerlässlich, das bleibt sicher nicht ohne Folgen.

      • sagt

        Hallo Uwe,

        Als Niederländer der seit 10 Jahre in Erfurt wohnt muß ich diese Mär aber bestätigen. Es ändert sich viel in der Hinsicht, das ist wahr. Die jungen Leute kriegen alle Englisch-Unterricht. Aber dadurch dass sie es nur wenig verwenden (welcher Deutsche spricht im Ausland spontan und ohne Stottern Englisch wenn sein gegenüber nur mangelhaft oder gar kein Deutsch spricht?) und es zum Beispiel im Fernsehen nie hören, wird es nie zur Routine. Bei mir auf Arbeit werde ich oft gefragt nach englischen Übersetzungen und ich stelle oft Schreibfehler im Englischen bei meinen Kollegen fest. Dabei ist mein Englisch gar nicht so gut. Mein Deutsch ist viel besser, und wie du lesen kannst, mache ich dabei noch genug Fehler.

        • Uwe sagt

          Bob,

          (welcher Deutsche spricht im Ausland spontan und ohne Stottern englisch wenn sein gegenüber nur mangelhaft oder gar kein Deutsch spricht?)

          Das klingt ziemlich überheblich und ist ein bischen dick aufgetragen, findest Du nicht?

          Ich reise beruflich viel im Ausland und stelle unterwegs immer wieder fest, dass Deutsche in der Regel in Bezug auf Englischkenntnisse nicht schlechter abschneiden als andere Nationen. Blinkfeuer sagt “Erfurt eben” – die Menschen dort sind nicht mehr oder weniger sprachbegabt als andernorts, aber in Ostdeutschland ist Englisch erst seit gut 20 Jahren flächendeckend Teil des Unterrichts, davor war Russisch Fremdsprache Nummer 1.

          Ich maße mir nicht an, die Sprachkenntnisse der Niederländer insgesamt beurteilen zu können. Dennoch erlebe ich gerade auch in der Zusammenarbeit mit den Kollegen unserer niederländischen Schwesterfirma (im Randstad, nicht in der Provinz), dass bei weitem nicht jeder dort gut oder gar fehlerfrei Englisch spricht. Damit will ich nicht sagen, dass man Rotterdam oder Leiden mit Erfurt vergleichen kann, aber auch an der Rheinmündung wird nur mit Wasser gekocht.

          • sagt

            “Rheinmündung” ist aber in NL, das wurde bei der Jauch- Raterei auch schon vergeigt. Heißt anders. Ganz sicher. Lek mich am Hai, oder Makrele…Waal, komme jetzt nicht drauf….aber morgen (Ausrufungszeichen) :D

          • sagt

            @Uwe, nicht alle Niederländer sprechen gut Englisch, da hast Du völlig Recht.

            Mir fällt aber immer wieder auf, dass der Umgang mit Fremdsprachen – und mit Englisch im Besonderen – in den Niederlanden viel selbstverständlicher und lockerer ist als bei vielen in Deutschland. Englisch ist in NL viel mehr Bestandteil des öffentlichen Lebens. Das merkt man nur nicht nur im Fernsehen, sondern auch an den vielen englischen Studiengängen, die in den Niederlanden angeboten werden (über deren sprachlichen Qualität treffe ich hier bewusst keine Aussage …) und – ganz basal – zum Beispiel an der Tatsache, dass man in niederländischen Buchhandlungen und Bibliotheken eine wesentlich größere Auswahl an englischen Büchern hat als in Deutschland.

            • Uwe sagt

              @alex: sicher ist der Umgang mit Fremdsprachen in NL gebräuchlicher als in Deutschland (Gründe siehe oben), das bestreite ich ja gar nicht. Allerdings habe ich auch das Gefühl, dass sich das weitgehend auf das Englische beschränkt, andere Fremdsprachen finden in den Niederlanden nach meiner Erfahrung kaum statt, oder täusche ich mich da?

              Mein Eindruck ist, dass in Deutschland einfach mehr Fremdsprachen neben dem Englischen unterrichtet werden und in Gebrauch sind. So ist es bspw. normal, dass man in den meisten mittelgroßen bis großen deutschen Städten an ganz normalen Gymnasien das französische Baccalaureat anstelle oder neben dem deutschen Abitur machen kann – was auch gut genutzt wird. Daneben scheint mir auch die Vielzahl der in Deutschland angebotenen Sprachen – vielleicht bedingt durch die große Anzahl von Nachbarländern mit anderen Sprachen – größer zu sein als in NL.

              Was nun die Buchversorgung mit fremdsprachlicher Literatur angeht, so kann ich kaum einen Unterschied entdecken, ein Beispiel aus der eigenen Erfahrung: in der Bahnhofsbuchhandlung Bonn steht gefühlt genauso viel fremd-/englischsprachige Literatur wie in der Buchhofsbuchhandlung in Utrecht.
              Der Unterschied ist nur: während in den Niederlanden jährlich rund 23.000 Neuerscheinungen in die Regale wandern, sind es in Deutschland rund 96.000 – neben der fremdsprachlichen Literatur. Und ich denke nicht, dass deutsche Buchhandlungen mehr Platz haben als niederländische.

              Wie auch immer, es gibt ja keinen Preis dafür, welche Nation nun einen geübteren Umgang mit Fremdsprachen hat, darum geht es mir auch nicht. Allerdings finde ich die alte Leier von den Deutschen als schlechte Fremdsprachensprecher langsam etwas überholt und abgedroschen.

              Bemerkenswert fand ich übrigens ein Zitat auf der Homepage des DE-NL-Übersetzers David Schmidhofer (http://www.nl-de.com/niederlaendisch.html):

              “Allein in Münster mit seiner Viertelmillion Einwohner gibt es beispielsweise mehr Niederländischstudenten als in den ganzen Niederlanden (16 Mio. Einwohner) Deutschstudenten. “

              • Trijntje sagt

                Nederlanders zijn inderdaad vooral op Engels georiënteerd: dat is op alle middelbare scholen verplicht.
                Op de richtingen HAVO en VWO zijn ook Duits en Frans verplicht in de onderbouw ( op de HAVO weet ik dat niet helemaal zeker).
                Op het VWO is dat tot en met de vierde klas. Daarna hangt het af van het profiel dat je kiest, in de exacte profielen is Engels verplicht, en kiezen leerlingen meestal niet een andere moderne taal erbij. ( Het VWO duurt zes jaar) .
                Bij de andere profielen wordt wel vaak Frans of Duits als examenvak gekozen.

                Op het VWO kun je ook eindexamen doen in klassiek Grieks of in het Latijn.

                Op een aantal middelbare scholen kun je ook nog andere talen kiezen, Spaans, ik geloof ook Turks en Chinees.

                Jaren geleden, tot begin zeventigerjaren, moesten leerlingen gymnasium en HBS allemaal eindexamen doen in Engels, Frans en Duits. ( gymnasium en HBS zijn vervangen door VWO, het onderwijs is in de zeventigerjaren heel erg veranderd, en in de negentigerjaren nog een keer).
                Het onderwijs in de vreemde talen in de zeventigerjaren legde relatief weinig nadruk op het spreken, veel meer op het vertalen (schriftelijk); daarom kunnen mensen van die generatie vreemde talen vaak beter lezen dan spreken.

                Een vriendin van mij is opgegroeid in de grensstreek met Duitsland, en kon daardoor Duitstalige televisie ontvangen ( in de jaren zestig, toen de techniek nog heel anders was dan nu). Zij heeft daarom heel gemakkelijk Duits kunnen leren.

                • sagt

                  Trijntje, wie ich sehe hast Du den nächsten Teil dieser Serie schon geschrieben ;-)

                  Aber im Ernst: danke für diese Infos!

          • Bouke sagt

            Stimmt auch, Deutschen können auch gut English, wenn nicht sogar besser als die Niederländer. Sie tun es nur nicht! Der Niederländer ist eher ignorant als perfektionist, und labert gleich auf Englisch los wenn er kann (es wird nur wenig Niederländer geben, die auf Niederländisch reden wenn sie merken, der andere ist kein Niederländer). Bei den Deutschen ist es anders rum. Sie sind so scheu fehler zu machen weil sie es gewohnt sind (wahrscheinlich aus der Schule, wo man ja für fehler bestraft wird) die leistung bevor zu ziehen. Dabei wird vergessen das eine Sprache vor allem als Fremdsprache benutzt wird zu einem Zweck, und nicht zu einer Leistung.
            Meine Schwiegereltern können super English, aber sie glauben selbst sie können das nicht – und dementsprechend wirkt das auch so aus; es ist doch alles ein reiner self-fulfilling prophecy! Wenn man glaubt, man wird nichts verstehen, dann versteht man auch nichts.
            Die Deutschen merken, die Niederländer reden ohne jegliche zurückhaltung English, und aus der eigene deutsche Perspektive wird das aufgefasst als könne der Andere es einfach viel besser – weil selbst würde man das nur machen, wenn man überzeugt ist von dem eigenen Können.
            Also, zusammengefasst glaube ich, der Unterschied kommt nicht auf können, aber auf wahrnehmung an.

            • sagt

              Das stimmt voll und ganz.
              Ich hatte unzählige Momente in den Niederlanden wo ich gerne was gesagt hätte, es aber eben nicht getan habe weil ich Angst hatte Fehler zu sprechen. In seltenen Fällen habe ich das heute auch noch, allerdings habe ich mittlerweile gelernt damit besser um zu gehen.
              Der Deutsche ist Perfektionist und das ist eben die Kultur und so wird er meistens eben auch erzogen. Auch die Umgebung gibt ihm das Gefühl perfekt sein zu müssen und Kompromisse nicht zuzulassen.

              Bzgl. der Englischkenntnisse der Niederländer:
              Na ja, der Niederländer ist sich jedenfalls nicht zu fein auf den anderen zuzugehen und mit ihm Englisch zu sprechen. Ich habe noch nie Englisch mit einem Niederländer gesprochen, allerdings viele Andere die mich in den Niederlanden besuchen. Ihre Erfahrungen sind so, dass die meisten jüngeren Leute (16-25) eher weniger gut Englisch sprechen als die älteren Niederländer. Es ist durchaus auch vorgekommen, dass man auch so gut wie überhaupt kein Englisch sprach und eine Kommunikation überhaupt nicht zu Stande kam und man sich mit Zeigen verständigt hat.
              Ich kenn kaum Deutsche die gut Englisch sprechen (mich eingerechnet). Da würde ich doch eher sagen, dass der gemittelte Niederländer besser Englisch spricht, als der Deutsche, aus den schon weiter oben genannten Gründen.

          • sagt

            Ich arbeite nicht direkt in Erfurt (dort wohne ich nur) in einer großen Maschinenfabrik für CNC-Maschinen als software-engineer. Die Firma ist ziemlich international, es gibt Niederlassungen und Kunden auf der ganzen Welt.

            Es ist möglich dass bei einigen meiner Kollegen die noch zu DDR-Zeiten zur Schule gegangen sind, die Englischkenntnisse aus diesem Grund hinterherhinken. Ich habe eine Weile im Westen gearbeitet, allerdings in einer Niederländischen Firma mit vielen jungen deutschen und niederländischen Mitarbeitern. Da sah es besser aus, das stimmt.

            Die Furcht um Fehler zu machen kann ich als Pauschalisierung unter den Deutschen auch bestätigen. Ich habe eine Weile als Kursleiter gearbeitet, und die meisten Leuten haben sich nicht getraut Fragen zu stellen während dem Unterricht, ich vermute aus Angst um Dumm zu wirken. Ich musste mir immer Mühe geben ihnen dazu zu ermuntern. Generell hatte man den Eindruck dass die Leute ihr Ansehen sehr über ihren Wissenstand definierten, wenn du verstehst was ich meine.

            • sagt

              Da hast du recht, Bob. Vielen Deutschen steckt der Perfektionismus einfach im Blut: Wenn man etwas tut, dann bitte richtig und gut, sonst lässt man es besser.

              Ich habe selbst auch lange gebraucht, bis ich mich getraut habe, Niederländisch zu sprechen, und erst damit angefangen, als ich davon überzeugt war, dass es einigermaßen gut ist, was ich so von mir gebe. So lange habe ich mich mit Englisch über Wasser gehalten (nach einem Anglistik-Studium kriegen auch Deutsche das hin ;)). Das schien mit ein fairer Kompromiss.

              Inzwischen hat sich meine Einstellung dazu deutlich geändert. Wenn ich in einer Fremdsprache runstottere und Fehler mache – so what? Es ist ja eine Fremdsprache.

              • Gernot sagt

                Dir kann ich doch nur zustimmen, Weihnachtsmuffel (aka ‘scrooge’)!

                Z.B. ich leide definitiv unter dieser Perfektionismus-Tendenz, sollte schon endlich mal eine “Na und?”-Haltung adoptieren und mich einfach mal ‘rantrauen, unsere amerikanischen Buerokollegen auf Englisch anzusprechen, fuehle mich aber total eingeschuechtert, denn sie sprechen so einwandfrei Deutsch, hab’ immer das Gefuehl, ich koennte eben nicht mithalten, sag’ dann irgendwie das Falsche dran und setz’ mich voll ins Fettnaepfchen!

                Vielleicht, wie meine Kinder, sollte ich mir den Namen der alten Fernsehsendung ruhig zu Herzen nehmen: NUR KEINE HEMMUNGEN!

  10. sagt

    Ich würde sagen: Note 1, setzen.
    Alles richtig gemacht, lieber Niederländer. Eine 1+ gibt es, wenn ihr das jetzt dem deutschen Staate auch mal beibringt und alles hier 1:1 übernommen wird.

    Das deutsche Bildungssystem ist nicht zuletzt aufgrund des förderalistischen Ansatzes einfach für die Tonne. Schon seit Jahren. Ich bewundere die Schüler, wirklich.

    Ich bin noch mit dem Bildungssystem der DDR aufgewachsen – mal abgesehen von den sicher teilweise restriktiven/fragwürdigen Inhalten war das zig Mal besser als das heutige hier. Es war zentral in staatlicher Hand, folgte einem einheitlichen Lehrplan, überall gab es die selben Schulbücher. Auch 8 Jahre Grundschule waren enthalten, danach Gymnasium/Abitur, wer konnte und wollte.

    Seit Jahren verstehe ich nicht, warum die Politik in der BRD das Schulsystem nicht verstaatlicht. Da wird immer über Bildung gelabert, dass es aber die Länder z.T. gar nicht stemmen können aufgrund ihrer Finanzsituation wird dabei häufig übersehen.
    Naja, ich rege mich nur auf…

    • Bouke sagt

      Genau, und JEDER den ich spreche hier, ist dieser Meinung. Es ist doch bescheuert, dass man sein Kind nicht einfach von Hamburg nach Bayern auf die Schule machen kann, ohne riesige aufholprogramme oder solches? Oder dass die Studenten aus Sachsen (12 Klassen) ein Jahr junger sind als die aus der NRW (13 Klassen)?

      Das Föderalismus is allgemein Gift für Deutschland. Es würde mich nichts wundern wenn die Anzahl der Beamten die dadurch zwecklos extra angestellt sind nicht weit von griechische Verhältnisse entfernt ist…

      Aber es gibt noch sooooviel mehr das man hier so einfach ändern könnte und auch sollte.
      Deutlichste Beispiel: die Steuererklärung.
      Diesem ganzen Kleinkram, das ist ungeheuerlich! Was man hier alles in detail absetzen kann grenzt ans unglaubliche. Tausende beambten müssen bezahlt werden den ganzen kleinsch… zu überprüfen und Tausende Stunden gehen verloren weil Leute den ganzen kleinkram in der Steuererklärung einfügen muessen. Schrecklich. Unverständlich – aber vor allem einfach Unverständlich. Aber ja, an alles hängt jemand, der ein Vorteil davon hat. Föderalismus gibt es auch nur weil es Leute gibt, die gerne Macht haben. Und das geben sie nicht gerne ab, auch wenn es noch so nötig ist, wie bei dem Schulsystem.

      • sagt

        @Bouke, ich glaube, es wird Zeit, dass Du auch ein Blog startest. Dann kannst Du Dir alles, was Dir als neuem Einwohner auffällt, von der Seele schreiben ;-)

        Der Föderalismus mag in niederländischen (nicht-deutschen) Augen überholt wirken, er ist jedoch historisch begründet und wird die Politik in diesem Land wohl noch eine Weile bestimmen.

    • sagt

      Das stimmt. Meine Geschwister sind beide Lehrerinnen und finden das System einfach nur zum Wegwerfen. Allerdings finden das auch sehr viele Lehrer und alles und jeder muss individuell gefördert werden sodass keiner hinterherhinkt usw. Meine Geschwister könnten da einen Roman drüber schreiben, der sicher ein Dreiteiler werden würde ;-)
      Ich finde auch, dass das deutsche System komplett überarbeitet werden müsste. Aus dem Grund habe ich mir das Thema hier von Alex gewünscht um zu sehen, wie es besser laufen könnte. Aber eine Umstellung in Deutschland werde ich ganz sicher nicht mehr erleben. Dafür ist es einfach zu kompliziert.

  11. sagt

    Der Fremdsprachenunterricht dürfte wirklich in beiden Staaten ungefähr gleichwertig sein, wenigstens in Englisch. Mit Deutsch und Französisch ist es in Holland wohl vorbei; jetzt sollen auch noch die Studiengänge an den Unis zugemacht werden.
    Aber es gibt bei vielen Deutschen schon etwas Merkwürdiges, wie soll ich es ausdrücken: ein Mangel an Mut oder so, die Furcht, in der Fremdsprache Fehler zu machen. Dadurch werden sie wortwörtlich kleinlaut. In Holland dagegen hört man sogar den blödesten Marktkaufmann oder Politiker ungeniert Englisch oder sogar Französisch reden, weil sie einfach glauben, sie können das – meist zu Unrecht! Einfach den Mund aufmachen und los! Es kommt mir manchmal vor, dass Deutsche Kinder in Angst vor Fehlern erzogen werden. Aber beweisen kann ich das nicht; ich habe ja meine Jugend nicht in Deutschland verbracht.
    Persönlich spreche nach dem obigen holländischen Motto zum Beispiel Spanisch. Das heißt: ich kann kein Spanisch, aber wenn ich mal in Spanien bin, bringe ich meine zehn Vokabel so vorteilhaft wie nur möglich in Stellung. Und morgen kenne ich schon zwölf Vokabel!

    • sagt

      Nein, nicht nur “Mangel an Mut”, einfach die blöde Schule ist es. Zumindest damals, in den 70ern. hatte ich auch einige Jahre Englisch, klar. Nur war der Unterricht eben weit weg vom Sprechen, was brauche ich die Grammatik. Die kann später folgen. Nun fuhren wir also zur Abschlussfahrt nach England. Und in den ganzen 6 Jahren hat uns niemand gesagt, dass es NICHT analog “Please” für “Bitte?, Habe nicht verstanden” wie daheim heißt, sondern “Pardon, gespr. an der Ostküste padden” lautet. Tolle Schulleistung. Danach wird man vorsichtig. Danke, blöde dt. Schule!

    • sagt

      Ja, so werden Kinder erzogen. Fehler werden nicht geduldet und gestraft und zwar so, dass es ein zweites Mal nicht mehr vorkommt. Ist wirklich so!

      Niederländer sprechen Englisch sehr oft falsch aus, meiner Meinung nach. Es wird sehr viel Niederländisch ausgesprochen, auch wenn sich das furchtbar lächerlich anhört.
      Zum Beispiel:
      Das englische Wort “cut” wird vollkommen ungeniert niederländisch ausgesprochen. Natürlich klingt es dann wie das Schimpfwort “kut” und ich war ziemlich geschockt, als ich das so hörte und anscheinend hat es niemanden gestört. Es ist schon ziemlich Standard. Auch die “Cupcakes” werden mit ü gesprochen. Das finde ich dann schon wieder ziemlich komisch…

  12. Gernot sagt

    Kinderlein, ich brauche nur auf meine zwei Soehne anzuschauen, um Emigrant zu erklaeren, warum im Schnitt wir Deutschen dermassen weniger (gut) Englisch koennen als die Niederlaender.

    Erstens haben meine Kinder vor allem die Gelegenheit gehabt, sowohl Englischunterricht exklusiv bei Englischmuttersprachlern erteilt zu bekommen, wenn auch privat, als auch die weitere Gelegenheit ein kanadisches Au-Pair aus Ottawa, die unsere beiden juengsten nahezu von Kindesbeinen an direkt in Englisch angesprochen hatte, damit sie sich von der Sprache berieseln lassen, und zwar BEVOR sie in die Schule geht und Semester lang von deutschmuttersprachlichen Englischlehrern verdonnert werden muessen!

    Nun, die meisten Eltern sind nicht so bevorteilt worden wie wir, ist doch der Grund fuer das beinahe muttersprachliche Englisch unserer Kinder.

    Wenn ich solche Vorteile gehabt haette, dann waere ich auch beiden Sprachen maechtig :-)

  13. Paul R. Woods sagt

    Ich wurde im September 1951 in Amsterdam-Oost eingeschult – keine Schultüte.

    Im August 1972 wurde ich am Köln-Kolleg (Erwachsenenbildungsstätte zur Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife) angenommen und meine Frau hat mich mit einer Schultüte überrascht.

    Beter laat dan nooit!

  14. sagt

    Ich bin in den Niederlanden, Deutschland und Aruba zur Schule gegangen.
    Und habe dabei eine Menge “interessante” Erfahrungen gemacht.
    Eine war, dass ich meine Schulbücher aus den Niederlanden auch in der Karibik nutzen konnte, wohingegen bei einem Umzug innerhalb Kölns für vier meiner noch schulpflichtigen Geschwister alle Bücher neu beschafft werden mußten.
    Eine andere war, dass ich in den 1950ern meinen niederländischen Atlas (Bos) nicht verwenden durfte, da er die Grenzen in Europa nach der Realität abbildete und nicht nach der damaligen deutschen Ideologie (“vorübergehend unter polnischer Verwaltung” und derlei Nonsens).

    • Uwe sagt

      Die 1950er sind rund 60 Jahre her, nicht wahr? Man darf wohl annehmen, dass damals auch das niederländische Schulsystem ein anderes war als es heute ist …

      • Trijntje sagt

        De Bosatlas bestaat nog steeds, maar is vele drukken verder, met veel meer achtergrondinformatie, en met bijbehorende cd-rom.
        De Bosatlas is een begrip in Nederland. Ik heb een facsimile-uitgave van de eerste druk, die van 1877.

  15. Sebastian sagt

    Sehr interessante Diskussion, auf die Gefahr hin, dass es bereits jemand erwähnte (man verliert beim Ganzen Hin und Her doch ein wenig den Überblick!):
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Niederländer es höflicher und vielleicht auch gezelliger finden, den Gesprächspartner in seiner Muttersprache anzusprechen, sollten sie merken, dass dieser dem Niederländischen nicht oder nur bruchstückhaft mächtig ist! Dabei wollen sie keinesfalls irgendetwas beweisen, auch gegenüber Deutschen nicht, sondern lediglich die Kommunikation erleichtern. Ich finde es absolut typisch von Deutschen, den westerburen so etwas zu unterstellen.
    Das dt. Schulsystem betreffend finde ich, dass wir immer weiter Richtung Bodenloses steuern: Zu große Klassen, von allem ein bisschen statt Intensivförderung und Profilbildung und gerade die Englischkenntnisse sind besorgniserregend. Da werden deutsche Sätze versucht 1 zu 1 zu übersetzen und die englische Grammatik zwar beigebracht, nicht jedoch wie man gescheit Essays, Analysen und Comments schreiben kann. Sprachfertigkeiten kann man nicht in überfüllten Klassen trainieren, da liest jeder mal einen Satz und fertig ist der Brei…
    Und daraus resultiert die Englischscham und das “Ich kann das doch eh nicht”-Denken bei vielen deutschen Schülern.In den Niederlanden denkt man sich da wohl eher Doe maar gewoon und legt drauf los, probiert seine Kenntnisse aus und lernt aus seinen Fehlern, ein Weg, den ich meinen Nachhilfeschülern versucht vorzuleben, dabei allerdings täglich gegen dieses dt. Klein-Klein Prinzip ankämpfen muss. Punkt.

    • sagt

      Ich bin mir nicht so sicher, dass die Holländer nur kommunizieren wollen, wenn sie English reden mit Ausländern. Es ist auch eine Methode der Ausgrenzung: Du bist nicht einer von uns, und das sollst du wissen! Ich hab mal einen verzweifelten Amerikaner gekannt, der schon zwei Jahre in Holland wohnte und den Umstanden entsprechend gut Niederländisch konnte. Aber kaum jemand wollte es mit ihm sprechen!

      • sagt

        Good point! Ich wohne ja im Grenzgebiet, und was glaubt ihr, wie oft ich, obwohl ich in meinem besten Niederländisch etwas gefragt habe, eine deutsche Antwort bekam? Und so sagen auch viele meiner Kursteilnehmer: “Ich würde ja gern Niederländisch sprechen, aber man lässt mich hier nicht!”

        Wie anders in Norwegen: Da hat man mich fast überall auf den Campingplätzen und in den Geschäften rumpuzzeln lassen, bis ich meine Sätze zusammegeklaubt habe. Skandinavier haben es nicht eilig. ;)

        Meine Theorie war bisher immer, dass die Leute hier entweder zu ungeduldig sind oder es zu gut meinen. Auf die Ausgrenzung bin ich noch nicht gekommen, aber es könnte was dran sein. Ich behalte das mal im Auge.

      • Bouke sagt

        Ich denke, da ist sicher was dran. Doch meiner Meinung nach ist es vor allem so, dass die Holländer sich keine Mühe geben wollen, sich an zu strengen den Anderen zu verstehen. Dann lieber gleich auf English oder Deutsch, das geht schneller und ist ‘makkelijker’. Ich bin immer mehr davon überzeugt dass Effizienz in NL ganz hoch auf die Liste der Kultureigenschaften steht…
        Und um ganz ehrlich zu sein, wenn ich höre dass jemand sich übelst bemühen muss Niederländisch zu sprechen, und ich höre auch dass ich den Anderen seiner Muttersprache kenne (Deutsche und Angelsachsischen hört man -sofort- raus), schalte ich auch lieber auf diese Sprache um. Das ist einfacher, schneller und effektiver. Aber ich biete es erst an – einfach so los donnern ist wieder mal eine Eigenschaft die z.B. die Belgier als typischer Holländische Arroganz verstehen. Meine Landsleute sind im Schnitt halt sehr egozentrisch – viel mehr als Belgier oder Deutsche. Mann fragt sich, warum Rücksichtslos ein Deutsches Wort ist, sozusagen…

  16. Gernot sagt

    Sebastian,

    koennte es eben auch sein, dass das oft “mangelhafte” Schulenglisch der Deutschen, z.B. meines Jahrgangs (1959), nur vielleicht damit zu tun haette, dass unsere Englischlehrer naemlich selber kaum fehlerfreies Englisch konnten, sprachen schon haeufig so einen richtig Deutschlisch/Dengleutsch-Mischmasch, und zwar trotz Lehramt-Studienaufenthalte in England, Amerika oder Gottweisswo?? Mindestens nach eigener Erfahrung war der Sprachstand meiner ersten Englischlehrerin einfach miserabel, war doch als Schullehrerin sowieso Staatsbeamtin, durfte also nicht entlassen werden. Unser zweiter Lehrer, ein Herr aus tiefstem Vorpommerschen, war nicht viel besser, sprach sogar mehr Deutsch im Unterricht als Englisch:-)

    An fuer sich hatte ich NIE eine(n) Englischmuttersprachler(-in) je als Englischlehrer(-in) waehrend meiner ganzen Studien gehabt, obwohl meine Fachrichtung ja BWL, nicht Fremdsprachen, gewesen war.

    • Sebastian sagt

      Gemeint ist selbst bei den Nicht-Muttersprachlern kann es wirklich gute Linguisten geben, die einiges von Sprache und Sprachgefühl beibringen können.

  17. Gernot sagt

    Genau, und meine sogenannten Englisch”paedagogen” waren das absolut nicht, hatten doch ein zwar gutes Gefuehl fuer Didaktik, eben fuer Englisch keins. Darum bis heute noch muss ich meinen Sohn nach Sachen fragen, die ich bereits aber laengst haette wissen sollen!

    • sagt

      Gernot, wenn Du Bezug nimmst auf einen anderen Kommentar, dann nutze doch bitte die entsprechende “Reply”-Funktion, so wie *alle anderen* hier im Blog es auch tun. Sonst verliert man leicht den Überblick.

  18. Frauke sagt

    Wat een interessant artikeltje!
    Ik ga de serie in ieder geval verder volgen :). Trouwens hou ik echt ervan om in je blog te grasduinen (was dat goed nederlands?!)! Bedankt vor dit leuke site!
    Groetjes, Frauke

    • sagt

      Hoi Frauke, dank je wel!

      “Grasduinen” ist ein tolles Wort, das hier gut passt :-) Wenn Du den Satz etwas umformulierst, klingt er etwas geschmeidiger: “Ik vind het leuk om in je blog te grasduinen”. (oder auch “Ik houd ervan om …”.

      Ich hoffe, das hilft Dir weiter.
      Groetjes terug,
      Alex

  19. sagt

    AH! „Mein“ Wunschthema und ich war damals nicht dabei, als es veröffentlicht wurde :-( Aber jetzt hol ich meinen Kommentar nach.
    Ich erntete sehr großes Erstaunen von meinen Arbeitskollegen als ich sagte, dass in Deutschland die Bundesländer die Bildung bestimmen und nicht das Land. Auch dass die meisten Schulen staatlich geregelt sind fanden viele Kollegen sonderbar. Und es ist in der Tat so, dass manche Abschlüsse in manchen Bundesländern schwieriger zu erreichen sind als in anderen. Ich habe meinen Abschluss in Rheinland-Pfalz gemacht (Sek II), meine Geschwister alle beide in Nordrhein-Westfalen (Abitur). In NRW ist das Abitur deutlich leichter als in Rheinland-Pfalz.
    Auch gibt es einen „Bildungsunterschied“ in Deutschland. Je südlicher man sich befindet, desto klüger sind die Kinder in den Schulen (laut PISA und dem ganzen Kram). Und im Süden haben die Kinder durchschnittlich mehr Ferientage (da sind aber auch mehr Katholiken mit ihren Feiertagen).
    Ich war allerdings geschockt wie viel die Eltern für die Kinder im kinderdagverblijf bezahlen müssen. Auch wenn es den Zuschlag gibt so ist es am Ende noch immer deutlich teurer als in Deutschland.
    In Deutschland hat jedes kleine Kind das Recht auf einen Platz in einer Kita. So wie ich es verstanden habe, haben Kinder in den Niederlanden das Recht nach dem Unterrichtsende auf eine Kinderbetreuung. Oder hab ich das irgendwie missverstanden?
    Als ich in Deutschland zur Grundschule gegangen bin wurde ich auch schon in Englisch unterrichtet. Zumindest zahlen und Grußformeln und einfache Sätze wurden auswendig gelernt. Ich weiß noch sehr genau dass ich damals nicht wusste, was ich damit anfangen soll :-D

    • Bouke sagt

      Ach, die schöne Pfalz, da ist meine zuneigung zu Deutschland geboren und gewachsen; meine ursprungliche Deutschkenntnisse habe ich dort erworben. Wie sehr ich mich dort zu hause fühle! Ich glaube ich habe damit schon drei der tollsten Bundesländer in mir vereint; ‘aufgewachsen’ mit der Pfalz (Freunde dort wie Familie, und ein ausgesprochener Weinliebhaber – ich gehe so gerne auf die Kerwe), Frau aus Sachsen, und ein halbes Jahr in München gewohnt. Jetzt in Berlin, aber das reizt irgendwie weniger.

  20. Masha sagt

    Hallo :-) diese Seite gefällt mir sehr gut, kann aber in kurzer Zeit nicht alles lesen *hhaa*** ich habe mal ne Frage: wenn ich mit meiner 9 jährigen deutschen Tochter nach Holland ziehe…. wie ist das mit der schule ? /der Sprache. Kann mir da jemand weiterhelfen ?

    • sagt

      Deine Tochter wird Niederländisch lernen müssen, aber das geht bei Kindern zum Glück ziemlich schnell :-) Such Dir eine Schule am neuen Wohnort aus und sprich’ mit der Schulleitung. Du könntest den Umzug eventuell so planen, dass er zu Beginn der Sommerferien stattfindet. Dann habt Ihr sechs Wochen zum “Akklimatisieren” bevor das neue Schuljahr anfängt.

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