Anrede und Gruß für Brief und E-Mail

Ein paar schnelle Tipps für Briefe und E-Mails auf Deutsch und Niederländisch.

Briefanrede im Niederländischen

Anrede im Deutschen

Briefe oder E-Mails an Personen, die dem Absender nicht persönlich bekannt sind, beginnen im Deutschen in den meisten Fällen mit Sehr geehrter Herr [Name] oder Sehr geehrte Frau [Name]. Bei der Adressierung einer oder mehrerer Personen, deren Namen nicht bekannt sind, ist Sehr geehrte Damen und Herren üblich. Verfügt die angeschriebene Person über einen akademischen Titel, so muss dieser nach den offiziellen Regeln mit angegeben werden.

Wenn man sich kennt, sind auch die Anredeformen Hallo, Guten Tag oder liebe/lieber – jeweils in Verbindung mit Herr/Frau [Name] – möglich. Nach der Anrede steht in allen Fällen ein Komma.

Sehr geehrte Frau Kleijn,
Sehr geehrter Herr Dr. Who,
Sehr geehrte Kunden,
Sehr geehrte Frau Professorin Müller,
Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,
Hallo Herr Küster,
Liebe Frau von Münchhausen,

Anrede in niederländischen Briefen und E-Mails

Im Niederländischen benutzt man in einem solchen Fall die Anredeform geachte, kombiniert mit entweder heer oder mevrouw. Spricht man eine Personengruppe an, kann man zum Beispiel Geachte commissie oder Geachte collega’s schreiben.

Titel gibt es in den Niederlanden genauso wie in Deutschland. Allerdings wird ihnen im Allgemeinen weniger Bedeutung beigemessen. So ist es normalerweise kein Problem, einen hoogleraar (Professor) mit Geachte heer oder Geachte mevrouw anzuschreiben. Mehr zum Gebrauch von Titeln im Niederländischen findet sich in einem lesenswerten Artikel auf den Seiten des Taaluniversum, der offiziellen niederländischen Sprach-Union.

In weniger formalen Zusammenhängen ist es in E-Mails durchaus möglich, den Adressaten gleich mit Vornamen anzusprechen, auch wenn man ihm noch nicht begegnet ist. Damit geht dann auch das Du einher. Für diesen Fall bietet sich die Form beste an. Auch im Niederländischen folgt der Anrede ein Komma.

Geachte mevrouw Merkel,
Geachte heer Van Vliet,
Geachte abonnees,
Beste Angela,

Internet-Korrespondenz im Freundes- und Bekanntenkreis

In Mails an Freunde, Bekannte und im Familienkreis kommt in beiden Sprachen oft das bereits erwähnte Wörtchen Hallo zum Einsatz. Im Niederländischen geht hier auch das freundschaftliche Hoi oder das – gefühlsmäßig etwas distanziertere – Beste. Im deutschen Mailverkehr sieht man zudem oft Hi – mit oder ohne Name. Ist die Beziehung etwas inniger, greifen beide Nationalitäten gern auf Liebe, bzw. Lieve zurück.

Beste Jan-Peter,
Hallo/Hoi Mark,
Hallo/Hi Olaf,
Liebe Petra,
Lieber Klaus,
Liebe Tante Anne,
Lieve opa en oma,

Groß oder klein?

Anders als im Deutschen, wo der erste Satz des eigentlichen Textes mit einem kleinen Buchstaben anfängt, beginnt der niederländische Brieftext mit einem Großbuchstaben:

Geachte heer Wilders,
Naar aanleiding van uw uitspraak in de Tweede Kamer …

Lieber Herr Özdemir,
vielen Dank für Ihre Anfrage. …

Der Gruß am Schluss

Die wohl gängigste Abschluss-Grußformel im Deutschen ist Mit freundlichen Grüßen. In E-Mails tut es auch ein schlichtes Gruß. Das in letzter Zeit in die Mode gekommene Beste Grüße stößt bei vielen Sprachpuristen auf vehemente Ablehnung. Eine Alternative, die ich selbst gern nutze, ist Herzliche Grüße. Liebe Grüße gehen eigentlich nur, wenn man den Adressaten schon etwas besser kennt. Vor allem in amtlichen Schreiben findet sich vereinzelt auch mal ein Hochachtungsvoll.

Groeten – niederländische Grüße

Im Niederländischen endet man einen Brief oder eine Mail gern mit Met vriendelijke groet(-en). Deutlich formaler ist Hoogachtend. Nur für informelle Schreiben geeignet ist Groetjes, die Verkleinerungsform von groet.

Ein kleiner Unterschied: Hinter der Grußformel steht im Niederländischen ein Komma. In der deutschen Rechtschreibung ist sie an dieser Stelle fehl am Platz.

In diesem Sinne:

Vriendelijke groet,
Alexandra

Herzliche Grüße
Alexandra

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  1. Trijntje sagt

    Ik kom in de aanhef van e-mail, aan mij gericht door familie en bekenden ook tegen:
    Ha Tineke
    of
    Dag Tineke

    Dat laatste doet me altijd wat vreemd aan omdat ik de groet ‘Dag’ associeer met vertrek. Maar bij degenen die mij zo aanspreken aan het begin van een e-mail ligt dat kennelijk anders.

    • sagt

      Klopt! “Dag” lees ik ook regelmatig aan het begin van een e-mail. Es geht mir dabei genauso wie Dir: Das Wort verbinde ich eher mit einem Abschied. Es kann jedoch auch ganz offiziell als Willkommensgruß, bzw. als Anrede verwendet werden.

  2. Nicole sagt

    danke schön, super uitgelegd! Hochachtungsvoll ist meiner Meinung nach veraltet. Ich habe vor 25 Jahren gelernt, dass dies nicht mehr aktuell ist. Und eigentlich sehe ich es überhaupt nicht mehr im Schriftverkehr. Ihr?

  3. Gernot sagt

    Ich auch nicht, Nicole! Wie “Werte(r) Kollege (in)!” usw. als Briefanrede ist dieser Ausdruck schon ruhig entschlafen:-)

  4. sagt

    Ik krijg veel mail met ‘Hi’, wat mij als lachterm uit stripverhalen bekend is. Ik Hi dus nooit terug.

    Mailen met onbekenden is een soort aftastspelletje. Als ik iets van een gemeente ambtenaar wil, dat begin ik de eerst mail met Geachte.. En daar zet ik dan mvg (dus niet Groet wat hier een plaatsnaam is en ik in enkelvoud nogal zuinig vind overkomen) met voornaam, naam en telefoonnummer onder. Vaak komt dan een Hallo met mijn voornaam retour, de mail-inhoud in de je-vorm en afgesloten met een voornaam en naam. Dan ga ik dus de volgende keer niet reageren met Geachte. Dat is duidelijk niet de bedoeling. Om het een beetje normaal te houden begin ik ook niet met Hi, Hallo of Dag, maar doorgaans met Beste en dan de voornaam en achternaam van die persoon en ook alles in de je-vorm.

    Pas als ik onenigheid krijg (de ambtenaar doet niet wat ik wil), dan keer ik terug naar Geachte met alleen de achternaam en alles in de u-vorm. Daarmee is duidelijk hoe ik over deze persoon denk.

    • sagt

      Mailen met onbekenden is een soort aftastspelletje.

      Ich handhabe es genauso wie Du. E-Mails an Unbekannte beginne ich fast immer mit Geachte heer (oder mevrouw) X. Meist kommt dann ein Beste Alexandra zurück. Ab dann läuft die Konversation “per du”.

  5. sagt

    Unter Freunden wird in der Email Anrede und dem Abschiedsgruß auch die gesprochene Umgangsform verwendet – wie z.B.

    Moin, Moin, … und dann der Abschiedsgruß: >> Bis denne oder Bis dann
    Moin Michael, …. >> Tschüss oder Ciao oder
    unter engen Familienmitgliedern grüßt man am Schluss auch mit Gruß und Kuss oder einfach mit Bussal oder Bussi.

    ~Anja~

    • sagt

      In meinen Post habe ich nur die gängigsten Grußformeln erwähnt. Danke für diese Ergänzungen Anja.

      Statt Bussal meinst Du vermutlich Busserl, oder?

      • Bouke sagt

        Oder einfach Bussl; so kenn ich’s.
        Selbst nutze ich immer LG oder Lg für Freunde/Familie. Ansonsten einfach Mit freundlichen Grüßen oder MfG. Mein Schwiegervater schreibt mir immer ‘Mit Gruß’ zurück.

        Übrigens nutze ich in Niederländischen immer Met vriendelijke groeten oder einfach Mvg wenn ich’s eilig habe. Wenn ich ein Briefende brauche aber der Brief nicht gerachte freundlich war nutze ich ausschließlich Hoogachtend. Met onvriendelijke groeten ist ja auch nicht etwas, was man so einfach runterschreibt…

  6. Lucy van Pelt sagt

    Schön, daß Du das Komma nach der Anrede erwähnst, Alex. Ich bekomme oft Mails mit einem oder mehreren Ausrufezeichen nach der Anrede. Dann fühle ich mich immer angeschrien, das mag ich gar nicht.
    Was hältst Du denn vom Doppelpunkt wie folgt?

    Mit freundlichen Grüßen: Lucy.

    • sagt

      Inzwischen hat sich im Deutschen das Komma als Satzzeichen nach der Anrede als Standard durchgesetzt. Der Duden (Band “Die deutsche Rechtschreibung”, 24. Auflage) äußert sich hierzu recht eindeutig:

      Nach der Anrede steht heute üblicherweise ein Komma, nicht mehr ein Ausrufezeichen.

      Mehrere Ausrufezeichen an dieser Stelle halte ich für völlig verzichtbar.

      Der Doppelpunkt nach der Grußformel wirkt auf mich etwas befremdlich.

  7. sagt

    Hoi,
    ich habe für die Anrede noch eine andere Frage. Mein Holländisch-Lehrer sagt, daß “Lieve …” nicht unserem “Liebe …” entspricht, sondern echten Liebespaaren vorbehalten ist.
    “Liebe” Grüße
    Vaus

    • sagt

      Hoi Vaus,

      das stimmt so nicht ganz. Wenn man Freunden und Freundinnen eine E-Mail oder Postkarte schreibt, kann man im Niederländischen ruhig lieve verwenden. Das ist völlig unbedenklich.

      Im geschäftlichen Umfeld geht das nicht. Lieber Herr X würde ich mit Geachte heer X übersetzen. Kennt man sich schon etwas besser, oder ist der Anlass eher informell, dann ginge auch Beste [Vorname].

      • Trijntje sagt

        Lieve kan je in het Nederlands echt heel goed gebruiken bij ‘gewone’ vrienden en vriendinnen.
        Ik, als vrouw, zal het eerder gebruiken bij een andere vrouw dan wanneer ik een man een e-mail stuur.
        Maar dat is denk ik meer mijn persoonlijke voorkeur.

        Lieve gebruik ik vooral als ik iemand een e-mail stuur die bedoeld is om iemand moed in te spreken, dat soort situaties. Maar ook dat is denk ik vooral een persoonlijke voorkeur.

        En verder heb ik een oude tante. Zij e-mailt niet, maar als ze het wel zou doen dan zou ik een berichtje aan haar beginnen met “Lieve tante Tiny”.

        In zakelijk verkeer zou ik nooit Lieve gebruiken, niet bij een man en ook niet bij een vrouw. Dan begin ik, zoals Alex ook aangeeft, met Geachte, en als we elkaar wat beter kennen met Beste.

  8. Gernot sagt

    “Servus!”, wie “Moin, moin!”, Anredeformel bzw. Willkommens -sowie Abschiedsgruss (bei E-Mails auch:-))

    • sagt

      Das “Moin, moin!” ist ja auch lediglich die Touristenvariante. Da in D aber Sorbisch und Friesisch anerkannt sind, kann ich ein “Moin” auch gelegentlich verwenden. Ach, ein MUSS! Denn bevor mir das “Hi” oder “Hej” (Schweden?) über die Lippen kommt, bin ich eh geflüchtet. Nach Köln…. Joodä Tag, lieve Leute un joode Naach .

      • Trijntje sagt

        Nu ik dit lees doet dit ‘moin, moin’ mij ook denken aan de Groningse groet ‘moi’.
        Ik ben in de stad Groningen opgegroeid, en als je elkaar op straat tegenkwam was ‘moi’ de normale groet.

    • Falk sagt

      Das finde ich witzig, weil ich servus eher aus dem süddeutschen (speziell münchner) raum kenne. Natürlich ist es inoffiziell.

  9. sagt

    Als Dozent bekomme ich oft Mails von Studenten. Ungefähr die Hälfte fängt an mit ‘Sehr geehrter Herr R.’ Die andere Hälfte findet das wohl zu steif und schreibt: ‘Guten Tag Herr R.!’ oder ‘Hallo Herr R.’ oder einfach: ‘Hallo’. Oder man verzichtet ganz auf eine Anredeform und kommt gleich zur Sache.
    Ich verabscheue diese ‘Hallo’, aber es ist aus Not leider auch eine normale Anrede bei Menschen, die man nicht kennt. ‘Guten Tag’ ist passabel, aber hört sich immer noch wie ein Fluchtversuch an.
    Jemanden anschreiben gelingt irgendwie dann doch, aber anreden können sich die Deutschen nur wenn sie Namen oder Funktion kennen: Herr Koch, Frau Doktor, Herr Oberinspizient, Frau Ministerialrätin!
    ‘Frau Leutheusser-Schnarrenberger, könnten Sie mir mal bitte das Salz reichen?’
    Wenn man nichts weiß, gibt es nur ‘Hallo!’ oder ‘Entschuldigung!’. In Österreich ist es noch schlimmer; dort kann z.B. ein Arbeitsloser ohne Rang und Namen gar nicht angeredet werden.

    • Bouke sagt

      Ich glaube jeder, der seinen Dozenten einfach so mit hallo oder sogar ohne irgendwas anschreibt, ist wie Mowgly im Junglebook aufgewachsen: einfach ohne jegliche Knigge. Es sei denn es liegt eine engere Beziehung vor, wie zum beispiel mit dem Doktorvater oder so – also über längere Zeit intensive Zusammenarbeit. Ich würde an deine Stelle einfach kein Antwort geben. Wenn sie sich beschweren, kannst du die ausrichten sie sollten es nochmal mit anständigen Umgangsformen versuchen.
      (hört mich doch mal an mit meinen 27 Jahren… ich kling wie ein alter Mann…)

  10. sagt

    Beste, lieve, ha, hi, ha die, hallo ….
    En op het eind vaak: vriendelijke groet, groet, liefs, groetjes, tot snel, tot ziens

    Zoiets?? ;-)

  11. Gernot sagt

    Ich bin mit Bourke vollkommen einverstanden! Dieses Hallo bei der formellen Anrede an hoeheres Dienst -sowie auch Universitaetspersonal ist ja keine Art, zeigt wirklich eine schlechte Kinderstube.

    Solche saloppen Umgangsformen sind doch bestimmt der amerikanische Einfluss, also sollte kein Wunder sein:-)

    Enige jaren geleden kreeg ik een mailtje van een jonge vrouw en haar groeten waren “Tot liefs!” De volgende keer kwam een mailtje met de groeten “Tot schrijfs!”
    Welke van deze groeten is gewoon, want ze wiste al dat ik geen Nederlander, zoals dat ik getrowd ben.

    • Bouke sagt

      “Tot liefs” hab ich noch nie gehört, bzw. gibt es nicht; es makes no sense at all. “Tot schrijfs” ist aber ein normaler Gruss, und wahrscheinlich eher locker gemeint – es sagt ja wortlich “bis zum naechsten schriftlichen Korrespondenz” :). Ihr audiobasiertes Gegenstück ist “tot bels!”. Solches würde man aber eigentlich nur in freundschaftsbasierter Umgang nutzen.
      Wegen “Tot liefs” nehm ich aber an, sie war keine Niederlaenderin. Daran kann’s ja auch liegen :).

    • sagt

      Das was Bouke sagt stimmt. “Tot liefs” ist kein korrektes Niederländisch.
      Zu “tot schrijfs/ziens” werde ich hier auf buurtaal mal einen eigenen Beitrag schreiben.

  12. Daniela sagt

    Wie schreibe ich am Ende eines Briefes (an einen Freund) “deine …” ? Oder schreibt man das in niederländisch nicht?

    • Bouke sagt

      Tatsächlich würde mann das im Niederlaendischen eher wortlich verstehen – es ist empfehlenswert sowas nur zu schreiben wenn der Empfänger/die Empfängerin deine Geliebte ist. Ausnahmen bestaetigen da die Regel.
      Wenn es ein guter Freund ist, ist “liefs, …” meiner meinung nach die passendste Variante. Ansonsten “groetjes, …” oder ähnliche ‘lockere’ Möglichkeiten.

  13. Wojciech Ż. sagt

    Ich scheine mich erinnern zu koennen, dass es in alten Zeiten recht komplizierte Regeln fuer die Brief-Titulatur gab, wie z. B. musste man an einen protestantischen Geistlichen mit Doktortitel etwa:

    Zeer geleerde weledele Heer!

    und an einen katolischen Geistlichen mit Doktortitel:

    Wel edele zeergeleerde Heer!
    oder so etwas Aehnliches schreiben. Ich erinnere mich sehr (zeer) ungenau, weil ich das vor nunmehr 40 Jahren las: in einem DDR-Niederlaendisch-Lehrbuch. Hm, das alles ist jetzt nicht mehr gebraeuchlich, nehme ich an… (?)

  14. sagt

    Ik gebruik voor Nederlandse privécorrespondentie de aanhef “Hallo”, “Hoi” of “Beste + voornaam” en aan het einde van een brief of e-mail “Hartelijke groeten” of vaak “Groetjes” of “De groetjes”. Bij vrouwen vind ik het makkelijk om “Groetjes” te schrijven (Ik ben zelf ook een vrouw), maar ik correspondeer ook met een getrouwde man en in zo’n geval vind ik “Hartelijke groeten” neutraler en afstandelijker.

  15. Elin sagt

    Hallo :)
    da habe ich eine Frage zu. Wenn ich es recht sehe, dann wird in den Niederlanden die Anrede mit “Beste” auch für männliche Personen benutzt? Man muss dann nicht “Bester” schreiben?
    Genauso mit “Lieve”, dies wird auch für männliche und weibliche Personen so benutzt?
    Das fühlt sich mit meinem deutschen Hintergrund so falsch an ;, als würde da ein Buchstabe fehlen…aber es stimmt so?

    Groetjes ;)

    • alex sagt

      Hoi Elin,

      die Anredeformen beste, lieve, geachte (usw.) gelten für weibliche und männliche Personen.

      Adjektive werden im Niederländischen nicht so wie im Deutschen gebeugt. Es heißt zum Beispiel

      de lieve man (männlich)
      de lieve vrouw (weiblich)
      het lieve kind (sächlich)

      Vielleicht schreibe ich noch mal einen eigenen Beitrag zu diesem Thema :-)

      Groetjes terug,
      Alex

      • Elin sagt

        Lieve Alex,
        dank je wel für deine schnelle Antwort.
        Über einen extra Artikel würde ich mich sehr freuen :). Immer wenn ich etwas nicht weiß, suche ich auf deinem Blog und es hilft mir enorm.
        Vielen Dank.

        Viele Grüße, Elin

  16. René sagt

    Heute bekam ich eine E-Mail-Antwort mit folgender Anrede:

    Geachte heer [Nachname], beste René,

    Meine Anfrage sandte ich in der steifen deutschen Höflichkeit “Geachte dames en heren”.

    Ist das eine niederländische Antwortform, dass man sowohl Vornamen als auch mit Nachnamen antwortet? Ich interpretiere das als Einladung, dass ich gerne auch mit Vornamen anschreiben darf, aber mein Korrespondenzpartner nicht “unhöflich” wirken wollte. Die Person am anderen Ende ist mir unbekannt. Kenne es meistens so, dass man mich gleich mit Vornamen in E-Mails anspricht.

    • sagt

      Hoi René,

      ja, in niederländischen E-Mails sieht man diese kombinierte Anrede inzwischen recht häufig. Wie Du schon vermutetest kannst Du Deinen Kontakt in dem Fall im weiteren Verlauf gerne duzen.

  17. sagt

    Leider finde ich die Internetseite, in der eine selbsternannte Managercoachin sich zu den Anreden äußerte, nicht mehr.

    Jedenfalls meinte sie, so etwas wie “Sehr geehrte Damen und Herren” klinge altbacken und unterwürfig, weshalb man zu “Hallo Herr/Frau …” greifen solle. Dieses kumpelhafte Hallo läßt mich den Kopf schütteln. Noch schlimmer ist das “Guten Tag, Herr/Frau …” Als ich noch in der Kaufmannsausbildung war, galt ein “Guten Tag” dazu, dem anderen zu vermitteln, daß er die Bürotür von außen zumachen solle.

    Doch weswegen regen wir uns auf? Phrasen sind Phrasen und nicht unbedingt das, was sie im wörtlichen Sinne bedeuten. Oder möchte jemand, der den anderen mit einem “Wie geht es dir?” begrüßt, von ihm einen halben Roman darüber hören, wie es ihm tatsächlich geht? ;)

    • sagt

      Die Geschmäcker sind verschieden. Was der eine als eine neutrale Formulierung empfindet mag für jemanden anders kumpelhaft klingen.

  18. sagt

    Da es Namen gibt die nicht eindeutig zu zuordnen sind, ob Weiblich oder Männlich, frage ich mich wie man um dieses “Problem” drum rum kommt, ohne es in der nächsten Korrespondenz explizit zu erwähnen.
    Ist in dem Fall ein Herr/Frau in der Schlussformel legitim?
    Z. B.
    Mit freundlichen Grüßen
    Herr/Frau Kim Schmitz

    • alex sagt

      Meinst Du im Niederländischen oder im Deutschen, Kim? Eine solche Formulierung würde auf mich (in beiden Sprachen) etwas gestelzt wirken. Ich würde versuchen, es anders zu lösen. In einer E-Mail könnte man den Absendernamen mit dem entsprechenden Mitarbeiterprofil auf der Website verlinken.

      So zum Beispiel:

      Met vriendelijke groet,
      Baradha Kleijn

  19. sagt

    Hallo Alex,

    wenn ich eine Namensliste in einem Personenregister erstelle, hab ich immer einen Zweifel, wie man holländische (oder ähnliche) Namen alphabetisch korrekt anführt.

    Sagen wir mal als Beispiele Peter de Vries oder Titus van der Moiren.

    Moiren, Titus van der
    Vries, Peter de

    oder doch so:

    Moiren, Titus, van der
    Vries, Peter, de

    oder gar:

    van der Moiren, Titus
    de Vries, Peter

    Bei der letzten Variante stört mich, dass der Hauptname hinter den Kleinteilen zurückweicht und ich mich dann frage, kommt der Moiren unter den Buchstaben V oder M?

    Freue mich auf deine erhellende Antwort und wünsche dir Frohe Fesstage.

    Werner ;-)

    • sagt

      @Werner Karl:
      Das wird in den Niederlanden und Flandern unterschiedlich gehandhabt, siehe Wikipedia. Übrigens ein sehr schwieriges Thema, bei dem sich auch Bibliothekskataloge innerhalb der englischsprachigen Welt uneins sind.

      • alex sagt

        Danke Charlie. Der Wikipedia-Artikel beschreibt den Sachverhalt gut.

        @Werner, die deutschen Gepflogenheiten kenne ich nicht. Als Niederländerin würde ich die Auflistung nach dem Schema

        Moiren, Titus van der
        Vries, Peter de

        bevorzugen. (Zwischen dem Vornamen und dem Tussenvoegsel steht kein Komma.)

        Dir auch schöne Feiertage!

        • sagt

          Fürs Deutsche finden sich die Empfehlungen der Duden-Radaktion hier. Wie in anderen Bereichen sehen die Deutschsprachigen auch hier Groß- vs. Kleinschreibung als maßgeblich.

  20. Annika sagt

    Liebe Alexandra,

    ich bin schon seit Jahren ein begeisterter Fan der Niederlande und habe den Wunsch, diese Sprache zu lernen lange, lange, lange vor mir hergeschoben :)
    Wie das manchmal so ist…nun aber habe ich endlich angefangen und lerne seit August fleissig und mit stetiger Freude….
    Leider gibt es keinen Niederländer in meiner Bekanntschaft, so dass ich meine Ausflüge nach Maastricht nutze um mich wenigstens ab und zu mutig ans Sprechen zu wagen. Ich habe nun vor einigen Tagen diese, Deine tolle Seite entdeckt und bin sehr begeistert!!! Ich möchte an dieser Stelle einfach mal ganz lieb “Dankeschön” sagen und….ich bewundere Dein Engagement!! Wie schön und hilfreich!!!!!
    Was ich Dich gerne fragen würde: Ich komme aus Bad Münstereifel, was im Rheinland liegt und da ergibt sich für mich ein absoluter “Augen-und Denk-brecher” wenn ich das niederländische Wörtchen “net” sehe, was ja im Niederländischen das absolute Gegenteil von “nicht”, wie eben hier im Rheinland, bedeutet!! Ist das trotz Dialekt dann als ein “falscher Freund” anzusehen? Vielleicht hast Du schonmal etwas darüber geschrieben und ich hab`s nur nicht gefunden?
    Vriendelijke groeten,
    Annika :-)

    • sagt

      Hoi Annika,

      schön, dass Du hergefunden hast! Ja, das Wörtchen net ist für viele Deutsche ganz schön verwirrend. Noch habe ich hier auf buurtaal dazu nichts geschrieben, aber ich habe die Idee auf meine Liste gesetzt. Danke für die Anregung.

      Hartelijke groet,
      Alexandra

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